Seit wann siezen wir uns denn hier im Forum? Ich bin hier schließlich nicht der einzige User der den dreißigsten Geburtstag schon paar Jahre hinter sich hat

. Da fühlt man sich ja alt wenn einen plötzlich Leute siezen

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Meine GTX 560Ti hab ich übrigens gerade vor wenigen Stunden ausgebaut (mit einem schönen Watercool Hole-Edition Kühler drauf). Die lief gestern noch, aber dieser alte Spielerechner wurde schon seit Jahren bloß noch für Boinc-Contests ab und zu genutzt (verbrät dafür aber einfach zu viel Strom angesichts der schwachen GPU-Leistung).
Die Strukturbreiten und Transistorzahlen der Chips dürften auf die Ausfallquoten eigentlich keinen wesentlichen Einfluss haben - ansonsten wäre der Effekt in anderen Bereichen auch zu beobachten, was aber nicht der Fall ist. Die Komplexität steigt eigentlich auch nicht übermäßig - da wird eigentlich nur noch skaliert. Wirklich Neues an Strukturen kommt jedenfalls nur noch wenig dazu.
Weißt du denn was der Grund für den Ausfall der Karte war, die dir nach 3 Monaten kaputt gegangen ist? War das ein Spontanausfall ohne irgendwelche äußere Einwirkung?
Was dieses anniversary-Update so alles an Horrorgeschichten mit sich brachte geht eh auf keine Kuhhaut, aber es zwingt einen ja zum Glück niemand so ein Schrott-Betriebssystem wie Win 10 zu verwenden. Von realen Hardware-Defekten in dem Zusammenhang höre ich zwar zum ersten mal, aber darüber, dass viele Rechner damit unbrauchbar wurden, weil das System mit der zuvor einwandfrei nutzbaren Hardware plötzlich nicht mehr zurecht kam, wurde ja in der Presse ausführlich berichtet. Hab Win10 zum Glück bloß auf einem Tablet, aber die Erfahrungen damit schreien auch nicht gerade danach, das auch auf richtigen Rechnern zu installieren...
Aber selbst wenn dem mit der gekillten Karte so war - das ist dann vermutlich nicht der Graka selbst, sondern allenfalls den Treibern oder der Umsetzung des Updates von MS anzulasten.
Dass man für den Fall eines Falles gerade bei teuren Gerätschaften ein wenig auf die Garantiebedingungen achtet kann ich schon verstehen. Wenn man aber eh vor hat selbst umrüsten ist das imho der falsche Ansatz. Wenn man sich das Geld für eine Umrüstung ab Werk oder von Dienstleistern wie Caseking mit Garantieübernahme sparen will, geht man eben selbst ins Risiko. Das kostet ja nicht von ungefähr ne gute Ecke mehr, wenn die Umrüstung mit Garantie erfolgt. Da ist auch nichts Neues - den Umbau-Service gegen Cash mit Garantie über den Dienstleister gab´s eigentlich schon fast seit es kommerziell Wakü-Kram zu kaufen gibt.
Von daher ist der Weg den du nun nachträglich zu beschreiten versuchst zwar im Prinzip der Richtige, wenn du da kein Risiko eingehen willst, aber schlauer wäre es indem Fall natürlich gewesen, die Karte gleich umgerüstet zu kaufen. Die Chance, dass sich Caseking auf das nachträgliche Umrüsten einlässt, halte ich für nicht allzu hoch. Vielleicht hast du ja Glück damit, aber im Zweifelsfall würde ich mich schon mal darauf einstellen, doch selbst umzurüsten und das Risiko einzugehen, dass du im unverschuldeten Garantiefall evtl. der Gelackmeierte sein wirst.
Worum es mir ging waren die folgenden Punkte:
1.) Dass die Defektrate bei Grakas sich in den letzten paar Jahren stark erhöht hat, ist imho eigentlich nicht zu erkennen. Zudem haben Spiele-Grafikkarten eh meist kein langen Nutzungsdauer und verlieren viel Wert weshalb das Thema Garantie imho nicht so wichtig sein sollte. Stell dir z. B. mal vor du rüstest die Karte jetzt erfolgreich u, nutzt sie eineinhalb Jahre und dann killt dir irgendein mistiges Betriebssystem-Update mittels falschen Einstellungen die Karte, oder sie geht aus heiterem Himmel in die ewigen Jagdgründe. Selbst wenn du dann eine Ersatzkarte gleichen Typs bekämst, gehört sie dann wahrscheinlich schon zum alten Eisen und du wirst dir überlegen, ob du nicht lieber eine neue kaufst. Die Karte aus der RMA ist dann im blödesten Fall auch nur noch die Hälfte wert (gut - besser als nichts aber auch nicht mehr der große Batzen).
2.) Es gibt definitiv Leute die die Kulanz von Herstellern ausnutzen, um ihre eigenen Fehler damit finanziell ungeschehen zu machen. Dabei geht es mir nicht darum, das Leute das absichtlich machen, aber dass sie sich, wenn es passiert, wohlwissend, dass sie selber Mist gebaut haben, die Kulanz bestimmter Hersteller ausnutzen, um für sich persönlich den Schaden zu begrenzen, ohne daran zu denken, dass das kein Gratis-Service ist, sondern sich letztlich immer in den zukünftig höheren Preisen für alle niederschlägt. Das ist ein Unding, weil es nicht nur einen betrifft, sondern diese Kosten im Endeffekt umgelegt werden. Oft sind aber gerade diese Leute auch diejenigen die sich besonders über immer weiter steigenden Preise aufregen. Wenn man das mal weiter strikt ist das ein echter Teufelskreis, der es allen vermiesen kann, sich überhaupt noch mit schnellen Grafikkarten zu beschäftigen.
Aber noch mal zur der Ausfallquote: Ich möchte wie gesagt nicht ausschließen, dass ich diesbezüglich bislang einfach Glück hatte, aber ich finde nicht, dass die Komplexität hier eine wesentliche Rolle spielt. Allenfalls die geringer werdende Sorgfalt bzw. der Kostendruck bei der Fertigung sowie die schlechtere Qualität bei der Software- und Treiber-Programmierung aufgrund immer kürzerer Produktlebenszyklen wären für mich plausible Gründe warum sich die Hardware-Ausfallquoten erhöhen könnten. Würden wir wirklich bereits an der Grenze der Siliziumtechnik stehen, die die Zuverlässigkeit nachhaltig beeinflusst, würde sich das gerade bei großen Chips wie GPUs sicher noch wesentlich deutlicher in den Yield-Raten niederschlagen. Meines Wissens skaliert diese aber nach wie vor relativ linear mit der Chipgröße. Zumindest ist davon meinem Kenntnisstand nach nichts zu vernehmen (beschäftige mich damit aber auch nicht sehr intensiv).
Geht man mal davon aus, dass es da kein echtes Problem gibt, kann man denke ich bei einer sauber programmierten und gefertigten Graka heutiger Strukturbreite durchaus davon ausgehen, dass auch die mit der gleichen Wahrscheinlichkeit wie bisher problemlos zehn Jahre und länger funktionieren wird.
Dass die RMA-Quoten bei teurer Hardware höher ausfallen, dürfte meines Erachtens eher darauf zurück zu führen sein, dass sich bei billiger Hardware eben vergleichsweise weniger Leute die Mühe machen und nach einem Defekt einfach ebenfalls günstigen Ersatz beschaffen, als die ganze RMA-Prozedur mit ungewissem Ende zu durchlaufen.
Was deine Frage nach meinem Geschäft angeht: Ich betreibe kein Geschäft. Bin angestellter Ingenieur im Energie- & Infrastruktur-Sektor. Meine Hobby-Aktivitäten im Sinne von PCs und Waküs sind alle rein privat. In vielen Jahren in den ich vermutlich als sog. Enthusiast gelten kann, der sich u. a. dadurch auszeichnet stets mehr als zwei Rechner parallel zu betrieben (wenn auch seit ein paar Jahren inzwischen etwas reduziert), sammelt man bei diesem Hobby eben einiges an Erfahrung und hat notgedrungen einen gewissen Hardware-Durchsatz. Diesbezüglich gibt es hier und anderen Foren aber viele Leute die dieses Hobby wesentlich extremer als ich betreiben und viel häufiger ihre Hardware tauschen bzw. ihr sauer verdientes Geld auch gern in deutlich hochpreisigere Hardware stecken. Bei meinen Kisten sind bisher jedenfalls relativ selten over-the-top-builds für ein Schweinegeld dabei gewesen. Mich interessiert auch mehr das Basteln als die Hardware ans ich. Die meisten meiner aktuellen Rechner sind z. B. kleine ITX Stromspar-Kisten unter 60W @ Load und seit heute nur noch zwei stärkere Rechner. Der letzte Wakü-PC wurde heute demontiert. Seit heute bin ich das erste mal seit über ca. 12-13 Jahren ohne betriebsbereiten Wakü-Rechner

. Aber natürlich ist schon was Neues in Sachen Wakü in Planung

- Suchtfaktor Wakü halt...

. Von daher kann ich nur davor warnen - das kann ganz schnell ins Geld gehen wenn man sich mit dem Wakü-Virus infiziert

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