Paketdienste wollen Online-Bestellungen nicht mehr nach Hause bringen

Wenn ich bis ca 15 oder 16Uhr bestelle hatte ich mein Paket immer am nächsten Tag.
Zudem spar ich mir jedesmal Versandkosten, wenn ich unter 20€ bestelle. Für mich haben sich die 29€ Prime schon nach nicht mal nem halben Jahr gerechnet :D

Ich schaue nochmal nach was sonst prime kann/leistet.
Ein Tag Lieferzeit ist bei ~90% der Bestellungen eigendlich immer der Fall.
 
die freiwillig >10h Tag für 5€ Brutto die Stunde arbeiten wollen... :schief: )))

5 Euro Brutto die Stunde? Als Hermes und GLS zahlen je nach Sub nur nach abgelieferten Paketen. Meine Mutter hat genau eine Woche bei Hermes gearbeitet und ist auf einen Stundenlohn von genau einen Euro gekommen. Dazu musste sie unbezahlte Stunden in Kauf nehmen z.b. beim verladen oder Abends bei der Abrechnung der Einnahmen. :daumen2:

Und DHL ist auch nicht besser bei der Bezahlung. Im Paketzentrum bei uns um die Ecke suchen die wie bekloppt Personal. Aber 7 Euro Brutto ist zu wenig. Ein Auto ist auch zwingend da das Zentrum ausserhalb jedes Nahverkehrs steht. Wie man von 7 Euro Brutto die Stunde leben und ein Auto finanzieren soll ..... :schief:
 
Zum Teil schon ekelig wie sich Leute hier über die Ärmsten der Armen in der von Lohndumping durchzogenen Paketbranche echauffieren müssen. Ihr (Kunden) habt die Richtung mit eurer Geiz-ist-Geil Mentalität vorgegeben, Schröder und Co. haben sie mit der Agenda 2010 ermöglicht. So kommt das eben, wenn man jeden Scheiss, zu jeder Zeit, so schnell wie möglich haben will....und das alles natürlich noch ohne Versandkosten zahlen zu wollen. Und jetzt rumheulen, wenn man mal zur nächsten Paketstation laufen muss:what:
 
5 Euro Brutto die Stunde? Als Hermes und GLS zahlen je nach Sub nur nach abgelieferten Paketen.
Das mein ich ja. Kürzlich hab ich mir ne Doku angeschaut, in der ein Reporter "anonym" 1 Monat für einen Zustelldienst gearbeitet hat. Dieser Subunternehmer (der Post) zahlte ca. 1100€ Brutto/Monat an Arbeitslohn, was bei >200h/Monat ~5€ in der Stunde sind. Geködert wurde im Vorstellungsgespräch mit afaik 1600€ Brutto, die man in der Praxis allerdings nicht erreichen kann (außer jeder Empfänger steht an der Straße, und der Zusteller kann die Pakete aus dem fahrenden Auto werfen:ugly: ) In der selben Halle arbeiteten auch original Post/DHL Zusteller, die für die gleiche Arbeit natürlich deutlich besser entlohnt wurden.

Deswegen ja meine Frage: Wenn es doch bisher geklappt hat, wie kann dann ein Anstieg der Aufträge (= mehr Umsatz), dem man ja normalerweise mit der Einstellung neuer Arbeiter (+ mehr Fahrzeuge/Laderampen/Lagerfläche) begegnet, dermaßen ein Problem werden, das man darüber nachdenkt die Art der Zustellung zu ändern/zu reduzieren? Rein von der Logik her, sollte doch ab einem gewissen Punkt eine bestimmte Effizenz erreicht worden sein, das darüber hinaus der Gewinn proportional stärker steigt als die Unkosten. Es vervielfacht sich ja nicht der Weg, sondern in der Regel die Zustellungen an den vorhandenen Wegen. Wenn der Zusteller mehr Pakete bekommt, seine Transporter aber nicht größer werden, dann muß der einzelne Fahrer zwangsläugig weniger Straßen anfahren. Mehr Pakete an kürzeren Wegen = bessere Effizienz/Auslastung = mehr Gewinn.

Oder nicht? :confused:

So kommt das eben, wenn man jeden Scheiss, zu jeder Zeit, so schnell wie möglich haben will....und das alles natürlich noch ohne Versandkosten zahlen zu wollen. Und jetzt rumheulen, wenn man mal zur nächsten Paketstation laufen muss:what:
Ich brauch zum Glück zu keiner Pakstation, unsere Garage reichte unseren Zustellern bisher immer aus, wenn keiner da ist. Aber deine Logik verstehe ich nicht. Man zahlt doch Versandkosten? Ich jedenfalls zahle für jede Bestellung nicht digitaler Güter immer brav meine Versandkosten. Ob die 3,90€ für Hermes oder 6,90€ der Post/DHL (oder die Tage erst wieder 500€ für nen PKW-Transport, usw) jetzt separat aufgeführt, oder im Kaufpreis inkludiert ist, spielt unterm Strich ja keine Rolle. Ich würde auch sofort pro Päckchen/Paket einen €uro mehr zahlen, wenn ich wüsste das der Fahrer (das am schlechtesten bezahlte Glied in der Kette) den €uro bekommt. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Du vergisst dabei, dass die big Player (Amazon und co.) am längeren Hebel sitzen. Die drücken Preise wo es nur geht. Die zahlen nicht pro Paket sondern sowas wie ein Festpreis für eine gewissen Vertragslaufzeit (mit dem Logistikunternehmen) und wenn dann mehr Pakete anfallen ist das eben eher schlecht für DHL und Co.

Und sowieso berücksichtigst Du wohl auch nicht die allgemeinen Gesetze des modernen Kaptalismus: exponentiales Wachstum...

Das mein ich ja. Kürzlich hab ich mir ne Doku angeschaut, in der ein Reporter "anonym" 1 Monat für einen Zustelldienst gearbeitet hat. Dieser Subunternehmer (der Post) zahlte ca. 1100€ Brutto/Monat an Arbeitslohn, was bei >200h/Monat ~5€ in der Stunde sind. Geködert wurde im Vorstellungsgespräch mit afaik 1600€ Brutto, die man in der Praxis allerdings nicht erreichen kann (außer jeder Empfänger steht an der Straße, und der Zusteller kann die Pakete aus dem fahrenden Auto werfen:ugly: ) In der selben Halle arbeiteten auch original Post/DHL Zusteller, die für die gleiche Arbeit natürlich deutlich besser entlohnt wurden.

Deswegen ja meine Frage: Wenn es doch bisher geklappt hat, wie kann dann ein Anstieg der Aufträge (= mehr Umsatz), dem man ja normalerweise mit der Einstellung neuer Arbeiter (+ mehr Fahrzeuge/Laderampen/Lagerfläche) begegnet, dermaßen ein Problem werden, das man darüber nachdenkt die Art der Zustellung zu ändern/zu reduzieren? Rein von der Logik her, sollte doch ab einem gewissen Punkt eine bestimmte Effizenz erreicht worden sein, das darüber hinaus der Gewinn proportional stärker steigt als die Unkosten. Es vervielfacht sich ja nicht der Weg, sondern in der Regel die Zustellungen an den vorhandenen Wegen. Wenn der Zusteller mehr Pakete bekommt, seine Transporter aber nicht größer werden, dann muß der einzelne Fahrer zwangsläugig weniger Straßen anfahren. Mehr Pakete an kürzeren Wegen = bessere Effizienz/Auslastung = mehr Gewinn.

Oder nicht? :confused:


Ich brauch zum Glück zu keiner Pakstation, unsere Garage reichte unseren Zustellern bisher immer aus, wenn keiner da ist. Aber deine Logik verstehe ich nicht. Man zahlt doch Versandkosten? Ich jedenfalls zahle für jede Bestellung nicht digitaler Güter immer brav meine Versandkosten. Ob die 3,90€ für Hermes oder 6,90€ der Post/DHL jetzt separat aufgeführt, oder im Kaufpreis inkludiert ist, spielt unterm Strich ja keine Rolle. Ich würde auch sofort pro Päckchen/Paket einen €uro mehr zahlen, wenn ich wüsste das der Fahrer (das am schlechtesten bezahlte Glied in der kette) den €uro bekommt. ;)
 
Zum Teil schon ekelig wie sich Leute hier über die Ärmsten der Armen in der von Lohndumping durchzogenen Paketbranche echauffieren müssen. Ihr (Kunden) habt die Richtung mit eurer Geiz-ist-Geil Mentalität vorgegeben, Schröder und Co. haben sie mit der Agenda 2010 ermöglicht. So kommt das eben, wenn man jeden Scheiss, zu jeder Zeit, so schnell wie möglich haben will....und das alles natürlich noch ohne Versandkosten zahlen zu wollen. Und jetzt rumheulen, wenn man mal zur nächsten Paketstation laufen muss:what:

Ich weiß ja nicht was da für solche Nebenwirkungen sorgt. Generell ist es so das wenn jemand eine Dienstleistung anbietet soll die so erfüllt werden wie man es in der Regel gewöhnt ist. Leider ist Gewinnmaximierung wichtiger damit die Dividende stimmt, anstatt für annehmbare Arbeitsbedingungen zu sorgen. Der Fahrer selbst kann ja am wenigsten dafür und gegen Unfälle, Defekte oder mal wieder Baustellen ist niemand sicher. Einen Zeitpuffer gibt es ja nicht da die Räder ja rollen müssen für den Sieg
 
Was ich da teilweise lese ist schon schlimm. Bei mir in Österreich ists ein bisschen besser.

Am besten sind UPS, die rufen auch noch an, wenn man nicht daheim ist und kanns woanders hinbringen lassen.
Post sowieso, freundlicher Fahrer, und wenn mal nicht da ob in die nächste Filiale
DPD... najo weder besonders gut noch besonders schlecht aufgefallen.
Hermes ist auch bir mir einfach langsam. Ich habe mal ein Paket von mir nach Wien geschickt. Das waren ca. 30 Kilometer weg. Es hat über eine Woche gebraucht und das Paket war zwischenzeitlich in Bregenz.

Und GLS. Einmal garnicht geliefert (ohne Zettel natürlich, obwohl ich zuhause war), aber noch ein Zustellversuch am nächsten Tag.
Beschweren kann man sich auch nicht vernünftig bei denen, die Telefonhotline kostet 20cent die minute und im Online-Kontaktformular kann man nur 1000 Zeichen schreiben. Email-Kontakt gibts keinen.
Ich hatte auch mal einen Abholer von GLS, der Fahrer rief mich an, dass er in 10 minuten da ist. Ich habe mich auf die Straße gestellt und 40 Minuten später war er dann da. Als ob ich nichts besseres zu tun habe.

Achja: und ein euro Trinkgeld an den Fahrer wirkt wunder.
 
Ich muss ganz ehrlich sagen, wer bei mir manchmal als Hermesbote klingelt, der muss froh sein, das er überhaupt einen Job gefunden hat. Manchmal kommen mir die Leute dort psychisch und physisch sehr eingeschränkt vor. Da arbeiten wahrscheinlich meist Menschen, die von der Gesellschaft sowieso an den Rand gedrängt werden. Und das wird noch mit Dumpinglöhnen unterstützt.

Und wie INU schon gesgagt hat, würde ich auch einen Euro mehr bezahlen, wenn ich wüsste, das der nicht im Geldbeutel des Managers, sondern beim Zusteller verschwindet.
 
Kann jedem eine Packstation empfehlen :daumen:

Wo kriegt man "seine"? :ugly:
Die nächstliegende (war auch schon gut 1 km - aber in der Nähe von Einkaufsmöglichkeiten, so dass man wenigstens keine zusätzliche Fahrstrecke hatte) haben sie abmontiert.


noch besser =>
Uhrzeit angeben.
Werkstags bin ich "komischerweise" morgens bis vormittags zu hause nicht zu erreichen.
Darum mag ich Hermes (Pakete bis ~20.30 Uhr und geben die notfals auch beim Nachbarn ab) und auch dhl.
GLS und Co. sind dagegen nur Drecksläden; versuchen stur immer zur selben Zeit das Paket abzuliefern.

Die meisten Zusteller haben feste Routen und kommen allenfalls zu einer anderen Uhrzeit, wenn die Adresse halt auch auf der abendlichen Rückfahrt liegt und noch Zeit ist. Hat also nicht zwingend was mit dem Unternehmen zu tun, sondern bei einigen hast du halt einfach Glück, dass du sowieso erst nach deinem Feierabend dran wärst.


Wenn ich bis ca 15 oder 16Uhr bestelle hatte ich mein Paket immer am nächsten Tag.
Zudem spar ich mir jedesmal Versandkosten, wenn ich unter 20€ bestelle. Für mich haben sich die 29€ Prime schon nach nicht mal nem halben Jahr gerechnet :D

Wieviel Kleinkram bestellst du denn :huh:
Bei mir kommts vielleicht einmal im Jahr vor, dass ich merklich unter 20 € liegen würde. Und dann findet sich garantiert irgend ein <5 € Büchlein, dass jemand in der Bekanntschaft eh braucht.


Sicherlich ist die Packstation eine Option bis zu einer gewissen km Grenze, aber manchmal bestellt der eine oder andere vielleicht doch mal per Nachnahme.

?
Gerade für Nachnahme ist die Packstation prädestiniert.
 
Meine nächste DHL Paketstation wär gut 4km entfernt. Ist natürlich dann auch gut für die Umwelt, wenn ich da mit dem Auto hin muss :D
 
Was ich nich alles schon erlebt habe mit DHL..:ugly:

Einmal ist nen kompletter PC im wert von 1500€ spurlos verschwunden auf dem Weg zu mir. Alternate musste nen komplett neuen zusammenbauen. Pakete konnten angeblich nicht zugestellt werden da keiner zu Hause aufzufinden war, obwohl zu den benannten Zeiten IMMER jemand da war etc. pp.

Irgendwann war ich so entnervt und hab denen ne Email geschrieben und hatte seither keinerlei Probleme mehr.

Sollten die den Heimdienst einstellen - mir auch wurst. Hab hier gleich ne Paketstation um die Ecke.
 
Wieviel Kleinkram bestellst du denn :huh:
Bei mir kommts vielleicht einmal im Jahr vor, dass ich merklich unter 20 € liegen würde. Und dann findet sich garantiert irgend ein <5 € Büchlein, dass jemand in der Bekanntschaft eh braucht.

Dank Amazon Prime bestelle ich sogar Katzenstreu und Kaffeepads via Amazon. Manchmal auch Fertigsuppen. Aber nur Freitags, damit es Samstags ankommt, wenn ich auch zu Hause bin. Die im Artikel skizzierte Vision wäre für mich eine Katastrophe :ugly:
 
auch bei ner packstation kann das paket mal nicht ankommen.wir hatten hier in der stadt und umgebung nur eine und als ich da(wohlgemerkt eine jacke)hingeliefert haben wollte waren alle großen fächer voll.packet hatte wohl so b50xL60xh30cm.nach einer woche gings zurück zu amazon die ein neues rausschickten mit genau diesen maßen was ich aber dann an meine hausadresse liefern lies und ,da nicht zu hause, aus der postfiliale in der fußgängerzone auf dem rad 3km nach hause schieben durfte.die postangestellte fragte bei dem gewicht des pakets auch noch ob da überhaupt was drinne wäre -_-
aber ansonsten packstation immer top und die neue ist näher als die alte muss zwar so oder so fahren aber die vorteile sind einfach überwiegend
 
Also ich glaube die Paketzusteller und Händler werden eher schauen wenn Leute nicht mehr bestellen. Schlussendlich werden die Kunden das entscheiden und wenn ich mir bei Amazon nen Schrank bestelle will ich das ding Doch nicht bei der Post abholen. Wir haben kein Auto und bestellen gerade deshalb oft etwas damit wir es nicht schleppen müssen
 
Wäre ja schon eine Maßnahme, das Paket am selben Werktag abholen zu können.
Wenn ein Wochenende oder Feiertag dazwischen liegt nervt es schon hart...
 
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