Das mein ich ja. Kürzlich hab ich mir ne Doku angeschaut, in der ein Reporter "anonym" 1 Monat für einen Zustelldienst gearbeitet hat. Dieser Subunternehmer (der Post) zahlte ca. 1100€ Brutto/Monat an Arbeitslohn, was bei >200h/Monat ~5€ in der Stunde sind. Geködert wurde im Vorstellungsgespräch mit afaik 1600€ Brutto, die man in der Praxis allerdings nicht erreichen kann (außer jeder Empfänger steht an der Straße, und der Zusteller kann die Pakete aus dem fahrenden Auto werfen

) In der selben Halle arbeiteten auch original Post/DHL Zusteller, die für die gleiche Arbeit natürlich deutlich besser entlohnt wurden.
Deswegen ja meine Frage: Wenn es doch bisher geklappt hat, wie kann dann ein Anstieg der Aufträge (= mehr Umsatz), dem man ja normalerweise mit der Einstellung neuer Arbeiter (+ mehr Fahrzeuge/Laderampen/Lagerfläche) begegnet, dermaßen ein Problem werden, das man darüber nachdenkt die Art der Zustellung zu ändern/zu reduzieren? Rein von der Logik her, sollte doch ab einem gewissen Punkt eine bestimmte Effizenz erreicht worden sein, das darüber hinaus der Gewinn proportional stärker steigt als die Unkosten. Es vervielfacht sich ja nicht der Weg, sondern in der Regel die Zustellungen an den vorhandenen Wegen. Wenn der Zusteller mehr Pakete bekommt, seine Transporter aber nicht größer werden, dann muß der einzelne Fahrer zwangsläugig weniger Straßen anfahren. Mehr Pakete an kürzeren Wegen = bessere Effizienz/Auslastung = mehr Gewinn.
Oder nicht?
Ich brauch zum Glück zu keiner Pakstation, unsere Garage reichte unseren Zustellern bisher immer aus, wenn keiner da ist. Aber deine Logik verstehe ich nicht. Man zahlt doch Versandkosten? Ich jedenfalls zahle für jede Bestellung nicht digitaler Güter immer brav meine Versandkosten. Ob die 3,90€ für Hermes oder 6,90€ der Post/DHL jetzt separat aufgeführt, oder im Kaufpreis inkludiert ist, spielt unterm Strich ja keine Rolle. Ich würde auch sofort pro Päckchen/Paket einen €uro mehr zahlen, wenn ich wüsste das der Fahrer (das am schlechtesten bezahlte Glied in der kette) den €uro bekommt.