Optimierung: Heimnetzwerk + Daten

So, ich hab nochmal kräftig gesucht, überlegt, mich eingelesen. Es wird wohl ein Linux-Server. Nun habe ich noch ein paar Fragen zur Realisierung.

1) Welche Linux Distribution würdet ihr empfehlen? Im Netz findet man häufig Debian oder Ubuntu oder OpenSuse. Mir geht es zum Einen natürlich um Nutzerfreundlichkeit, aber auch um das Maximum an Möglichkeiten, die ich vielleicht irgendwann ausschöpfen will.
2) Ich habe geselen, dass man E-Mails auf den Homeserver (als Mailserver) abrufen kann und dann per IMAP über Outlook auf den HS zugreift. Geht das auch mit mehreren Accounts? Client 1 hat einen GMX-Account, Client 2 ein GMX- und ein Web.de-Konto. Weil dann könnte ich wirklich alle Office-relevanten Daten auf den Server packen. Dann könnte ich ruhig schlafen. Später stellt sich natürlich die Frage, wie man diese E-Mails dann sichert, um den Mailserver nicht überlaufen zu lassen.
3) Kann ich den Linux-HS so einstellen, dass er als Windows Update Server (WSUS) fungiert?
4) Gibt es die Möglichkeit, Teile des HS zusätzlich zur Client-Passwort-Abfrage (die ja dank Netzlaufwerk nicht jedes Mal gemacht werden muss), mit einem zusätzlichen Passwort zu verschlüsseln oder als Safe zu nutzen? :what: Klingt sehr diffus, daher meine konkrete Vorstellung: Ich möchte eine Datei (in meinem Fall Schülerlisten mit Noten) über das Netzlaufwerk öffnen. Damit ich aber auf diesen Bereich überhaupt zugreifen kann, muss ich ein zusätzliches Passwort eingeben. Oder sogar noch besser, der Ordner erscheint erst, wenn ich ein bestimmtes Passwort eingebe. Ich möchte halt nicht jede Datei extra passwortverschlüsseln, sondern einfach in einen Bereich reinkopieren und dann ist das verschlüsselt. Ich hoffe, das war so verständlich. :ugly: Wenn nicht, bitte nachfrragen.
5) Kann ich einen Moodle-Server so laufen lassen, dass Schüler von extern darauf zugreifen können? Oder ist das sicherheitstechnisch zu heiß? Wir haben zwar an der Schule einen Server mit Moodle drauf, aber unser Netzwerk-Admin verspricht mir schon seit längerer Zeit einen Account und ich habe ihn immer noch nicht. Wenn ich das selbst übernehme, weiß ich, dass das läuft...und wenn nicht, weiß ich, wer Schuld ist. :)
6) Wenn ich meine Daten auf den Server packe, will ich meine Savegames noch auf meinem eigenen PC (Win7 x64) behalten. Da ich aber bisher meine Daten auf einer zusätzlichen 1TB-HDD im Rechner habe, würde ich die Savegames dann auf die System-SSD schieben. Dann kann ich die HDD nämlich im HS verbauen. Finden dann aber die Spiele ihre Savegames wieder, wenn ich es über die Eigenschaften und "Verschieben" mache? Weil wäre ja sehr ärgerlich, wenn ich dann alles sauber habe, nur das Zocken leidet.
7) Ist diese 1TB HDD für den HS nutzbar? Ist eine Samsung Spinpoint F3.
8) Kann ich den Homeserver so einrichten, dass zwei Clients auf eine iTunes-Mediathek zugreift, die auf dem HS liegt?
9) Gibt es die Möglichkeit einen gemeinsamen Kalender auf dem Server einzurichten, in dem zwei (später mehr) Personen ihre Termine eintragen und dann in Outlook sehen können? Will nur ungern meine gesamten Termine im Internet präsentieren.
 
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1. Debian. Dies hat übrigens auch wenn man will ein Desktop, Ubuntu würde ich nur nehmen, wenn man einen aktuellen Kernel benötigt.
2. Habe noch nie was mit Mailservern gemacht, denke aber schon, dass es mit mehreren Accounts geht.
3. Vielleicht wäre dass was für dich: nitrobit update server
4. Ja, da gibt es viele verschiedene Möglichkeiten das zu lösen. Du könntest mehrere Netzwerklaufwerke mit verschiedenen Sicherheitsstufen erstellen oder Truecrypt, oder ...
5. Klar geht das, allerdings würde ich es erst machen, wenn du schon ein bisschen Erfahrung mit dem Betriebssystem gesammelt hast. (am Besten durch Virtualisieren und verschiedenene Netze trennen)
6. Mit Symlinks kannst du das sicher hinbiegen.
7. Ja.
8. Geht, Stichwort : DAAP
9. Glaube schon, aber bin mir ebenso wie bei den Mails nicht sicher wie man es genau einrichtet.
 
Ist Debian nicht eher für die Linux-Eingeweihten und Ubuntu eher für die Greenhorns? Hab mir auf youtube mal eine Installation und das Einrichten eines Ubuntu-Servers angeschaut, das sah extrem einfach aus (auch für mich, der noch nie mit Linux zu tun hatte). Ist das bei Debian ähnlich/gleich?
Das mit Moodle klingt erstmal schwieriger und wird daher verschoben. Aber dass es prinzipiell ginge, ist schon mal sehr gut.
Würde das für iTunes auch auf nem Linux-HS so klappen, weil dann wäre es ja nur ne einfache Einstellung auf den Win-Clients. (Tutorial
Bleiben also noch E-Mails und Familienkalender. Mir gefällt die Vorstellungen eines Servers immer besser. :D
 
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Debian ist eigentlich ziemlich ähnlich im Vergleich zu Ubuntu, man kann Anleitungen oft 1:1 von dem einen für das andere übernehmen. Ubuntu hat immer die etwas aktuellere Software, dafür etwas mehr Bugs bzw. nicht ganz so stabil (soll nicht heißen, dass Ubuntu eine schlechte Wahl ist, kannst es ruhig nehmen)
Das Tutorial kannst du genauso für einen Linux Server nehmen, es wird ja nur eine einfache Datei auf einer Netzwerkfreigabe gespeichert.
 
Na, dann nehm ich lieber die stabile Variante. ;)

iTunes also auch checked. Und Mails und Kalender wird doch Linux wohl auch noch können. Bin echt extrem platt, was das alles kann. Ich überlege mir so die Dinge und spinn da rum und jedes Mal kommt hier im Forum oder in einem Tutorial im Netz die Antwort "Klar, das geht, in welcher der zig Varianten hättest du es denn gerne umgesetzt?!" :hail:
 
Kalender müsste recht einfach mit Owncloud gehen, hat auch noch viele andere Funktionen.
Bei den Mails musst die die mit fetchmail holen und dann intern an einen anderen Mailserver weiterleiten der dies dann per IMAP bereitstellt.
Dann gibt es natürlich noch einige Erweiterungsmöglichkeiten mit Spamfilter, etc.
Musst einfach mal nach ein paar Tutorials suchen, es geht auf jeden Fall.
 
Das owncloud ist ja, wenn ich das richtig verstehe, ein Cloudservice auf meinem Server. Und von dort bekomme ich den Kalender dann als vermeintlicher Internetkalender in mein Outlook?
Ach, das ist ja super mit den E-Mails. Wenn ihr mir jetzt noch erzählt, dass alle Spiele von Steam automatisch auch für Linux funktionieren und umstellen, sobald es merkt, dass Steam auf Linux läuft, wird Linux auf allen Rechnern installiert. :) Bin echt mega begeistert.
 
Owncloud ist vieles, bietet aber auch einen Kalenderservice.

Gehe es mit Linux erst mal langsam an, du wirst dich trotzdem damit eine Weile beschäftigen werden.
 
Ich hab mir in Bezug auf owncloud jetzt mal viele Videos und Tutorials/Anleitungen im Netz angeschaut. Dabei musste ich feststellen, dass ich wohl um einen Wechsel zu einem anderen E-Mailclient nicht herum komme, da Outlook dank seinem MAPI-Standard die gesamten offenen Möglichkeiten nicht unterstützt. Alternativ wäre noch openchange gewesen, der einen Exchange-Server imitiert. Aber da ist der Wechsel zu Thunderbird einfacher...
Ich weiß, dass Linux nicht mal so nebenbei zu machen ist. Aber mit Ubuntu (als Beispiel) ist ja eine Distribution vorhanden, die auch ohne jegliche Kenntnis von Linux im Desktopbereich leicht zu managen ist. Server ist da aber sicher was anderes...aber ich lese schon brav Bash-Anleitungen und meine Favoriten sind inzwischen gespickt mit Anleitungen für Dinge, die ich bei meinem Server gerne hätte. Hier nur mal so als Frage: Glaubt ihr, es ist "Bedarf" für ein Tagebuch von meinem Linux-HomeServer-Projekt da oder müll ich damit das Forum zu und werde von Linux-Experten am Schluss gekreuzigt?
Ich habe mal zwei Hardware-Listen bei Geizhals gemacht. Beide haben den Vorschlag von shadie am Anfang des Threads als Basis. Die eine setzt auf den Celeron G1610 und das Asrock b75 pro 3M wie es shadie vorgeschlagen hat. Das andere arbeitet mit der passiven Variante, die john201050 vorgeschlagen hat. Beide Varianten sind ansonsten gleich. Beim RAM nicht wundern: Der Speicher auf der Wunschliste käme in meinen jetzigen Haupt-PC, der Server würde den alten RAM bekommen. Außerdem habe ich die HDD auf 1TB gewählt, da meine Datenmenge sich echt in Grenzen hält. Dafür habe ich zwei Datenplatten rein, um ein RAID1 zu machen. Welche Veränderungen würdet ihr noch vornehmen?
Vorschlag 1 mit Celeron
Vorschlag 2 mit passiver Kühlung

EDIT: Damit ihr wisst, was ich mir wie vorgestellt habe, habe ich mal eine Skizze bezüglich Dateisystem etc. gemacht, vielleicht ändert das ja was bei der Hardware-Auswahl. Beim Dateisystem haben außer bei den automatischen User-Ordnern immer alle User vollen Zugriff. Bei den Sicherungen war ich mir selbst nicht über die Intervalle einig, da muss ich nochmal nachdenken. Das rot Markierte ist jeweils das Programm oder das Paket, mit dem es umgesetzt werden soll. Irgendwann wird noch ein Moodle-Server kommen, aber das dauert dann noch.
Server Idee.JPG
 
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Ich habe mich nun für ein OS endgültig entschieden: Werde Zentyal 3 draufmachen, was ja schlussendlich ein Ubuntu 12.04 LTS mit einer Weboberfläche ist. Ich kann aber zusätzlich noch über Terminal direkt am Server was machen, wenn ich das möchte.
Als Hardware werde ich die Konfiguration mit dem Celeron nehmen, um eine x64-Installation zu haben (beim passiven Board gibt es keine Grafiktreiber für x64).
Ich bedanke mich bei allen, die mir bei der Serverfrage geholfen haben. :hail:
 
Wieso benötigst du überhaupt einen zusätlichen Homeserver? Du könntest ja einen deiner PCs als "Homeserver" einrichten. Denn auch der zusätzliche "Homeserver" muss ja stets laufen -.-
 
Wieso "auch"? Sonst läuft ja keiner der Rechner 24/7, sondern am Tag max. 3-4h. Aber eben unterschiedlich von der Zeit und der Dauer. Die beiden Rechner greifen aber auf dieselben Daten zu. Da diese beiden PCs keine Stromsparer sind, würde ich insgesamt wahrscheinlich mehr Strom verbrauchen, als wenn ich einen Homeserver laufen lasse, der z.B. mit Wake-On-LAN läuft.

Lieber eine große HDD, auf der OS und Daten drauf sind, oder eine kleine HDD (OS) und eine große (Daten)? :huh:
 
Ich benutze das auf FreeBSD basierende FreeNAS. (Nicht zu verswechseln mit NAS4free!)

Die Details:
Version: FreeNAS-8.3.1-RELEASE-p2-x64 (r12686+b770da6_dirty) installed on a 4GB CnMemory Spaceloop XL
RAM: 4GB G.Skill PC3-10667U CL9
Gehäuse: Cooltek X1 Midi Tower ATX
Netzteil: Cougar A 300W
Board: MSI E350DM-E33, integrierte AMD E-350, mATX
HDD: 4TB ZFS Mirror (2x WD Green WD20EZRX 2TB und 2x WD Green WD20EZRX 2TB)

Du kannst einfach einen alten Rechner nehmen und es darauf testen!

Ich habe Dokumente, Bilder, Filme, Musik,... und natürlich meine Systemsicherungen darauf.

Wichtig für meine Wahl waren:
Support:
Forum in englisch und deutsch, erweiterbar mit Plugins
Installation:
sehr einfach, und auch wenn der Stick (wo mein OS drauf ist) kaputt geht, einfach auf neuem Stick installieren und die HDDs (egal welche Konfiguration) und die Platten automatisch importieren. (Volume Manager genannt). Das hab ich schon getestet. SMART-Werte werden regelmäßig ausgelesen und können per Mail verschickt werden.
Genauso einfach können Platten ausgetauscht werden.
Konfiguration:
bei der Installation muss man per Kommandozeile direkt am Rechner die IP-Einstellungen festlegen für den Browserzugriff. Der Rest wird über das Web-Interface erledigt.
 
Das FreeNAS war mein heimlicher Favorit, bis ich Zentyal entdeckt habe. Das mit den HDDs finde ich aber wirklich gut, wobei das ja mit jedem Linux/Unix-System klappen müsste, oder? Bei Zentyal muss ich ja nur den Mountpunkt in der fstab eintragen.
Viel mehr würde mich dein Motherboard interessieren. Bin nämlich immer noch am überlegen, ob ich ein Mobo mit integriertem CPU nehmen soll. Aber da kenne ich mich nun gar nicht aus. Warum hast du das genommen? Mir ist persönlich wichtig, dass es 4x SATA3 (6GB/s) hat für die Festplatten und insgesamt möglichst mit CPU wenig Strom verbraucht.
 
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So, meine Anfrage ist schon eine Weile her, und bisher kam ich noch nicht dazu, mich an dieses Projekt zu machen. Jetzt ist es aber tatsächlich soweit, aber ich denke, inzwischen hat sich möglicherweise so das ein oder andere von Hardwareseite getan. Daher die Frage: Sollte ich an der folgenden Konfiguration etwas ändern und wenn ja, was?

1 x Intel Celeron G1610, 2x 2.60GHz, boxed (BX80637G1610)
1 x ASRock B75 Pro3-M (90-MXGLW0-A0UAYZ)
1 x Samsung SSD 840 EVO 120GB, 2.5", SATA 6Gb/s (MZ-7TE120BW) --> System
2 x Western Digital WD Red 2TB, 3.5", SATA 6Gb/s (WD20EFRX) --> Daten + Raid1
1 x be quiet! Pure Power L8 300W ATX 2.4 (BN220)
1 x Samsung SH-224DB schwarz, SATA, bulk (SH-224DB/BEBE)
1 x Fractal Design Arc Mini (FD-CA-ARC-MINI-BL)
Geizhals sagt, dass ich damit so ca. bei 450 € rauskomme.

Ich bedanke mich schon jetzt für eure Hilfe und Ratschläge!
 
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