Aber gerade beim TV muss man perverse Summen zahlen, um eine ordentliche Bildqualität zu bekommen, seit Plasma totgeschrieben wurde. Gerade da wird es Zeit, die LCDs endlich abzulösen und einen würdigen, bezahlbaren Plasma-Nachfolger auf den Markt zu bringen. Ob das jetzt OLEDs sind oder was auch immer ist mir da eigentlich egal.
Als Monitor bin ich eigentlich mit IPS noch echt zufrieden, auch wenn die Nachteile im Alltag schon mehr oder weniger spürbar sind. Deshalb wäre OLED auch da nett.
Aber wie siehts eigentlich mit der Bildqualität aus? Die Smartphones mit AMOLED, die ich bisher gesehen habe, waren alle nicht das wahre und guten IPS mehr oder weniger deutlich unterlegen. Inwiefern unterscheiden sich die "großen" OLED-Bildschirme von den kleinen AMOLEDs?
Auf so großen Substraten ist es halt viel schwerer, die Dinger homogen aufzudampfen. Bei Fernsehren reden wir ja von metergroßen Substraten, aus denen später mindestens 4 komplette Fernsehrpanels werden.
LG hatte bei seinen ersten OLED-Fernsehren den workaround, dass sie ganzflächig weiße OLEDs aufgedampft und durch Farbfilter wieder den Farbeindruck gewonnen haben. Das kann man zwar machen, aber hinsichtlich der Effizienz und ein bisschen auch der Farbechtheit wirft man einen großen Vorteile der OLED-Displays damit über Bord.
Die kleinen Handybildschirme verwenden allerdings, soweit ich das weiß, "echte" OLED-Displays ohne Farbfilter, die Farbe wird durch die OLEDs selbst erzeugt.
Sehe ich anders. Die Flüssigkristalle loszuwerden hat viele Vorteile, nicht nur die maximale Schaltfrequenz sondern auch die minimale Schaltfrequenz bzw. Haltezeit sind immer limitierende Faktoren bei LCDs.
Wenn Quantenpunkte OLED Konkurrenz machen, dann am ehesten nicht als Backlight für LCDs, sondern ebenfalls als selbstleuchtende Pixel. Bleibt noch der Nachteil, dass sie bislang immer giftige/teure/seltene (oder auch Kombinationen von bis zu drei dieser Adjektive) Elemente beinhalten, während die Ausgangsmaterialien für OLEDs spottbillig sind.
Es gibt schon einige Paper zu Quantumdot-Backlight und mindestens theoretische Versuche, die extrem schmalbandige Spektren erlauben und damit in Sachen Farbeindruck LCDs mit OLEDs mindestens gleichziehen lassen (wnen nicht sogar besser) und die Effizienz des Bildschirms merklich erhöhen. Klar, die Abfallprodukte der Bildschirmherstellung sind nicht gerade super, aber die Industrie wird diesen Weg gehen, weil man die Herstellung des Panels selbst genau so lassen kann, wie bisher. Da ist haufenweise Know-How vorhanden. Einzig und alleine die Hintergrundbeleuchtung ändert sich, aber die hat ja mit der Panelherstellung nicht so viel zu tun.
Die Halbleiterindustrie ist ja bekannt dafür, für Probleme erst dann eine komplett andere Lösung einzusetzen, wenn selbst die Totoptimierung der aktuellen Technologie nicht mehr weiterhilft und seit Jahren wird ja der große Durchbruch der OLEDs heraufbeschworen. Ich denke jedoch, dass dies noch einige Zeit dauern wird und das reguläre LCD noch für einige Überraschungen gut sein wird.
gRU?; cAPS