AW: Offener Brief nach Winenden: Ausgrenzung und Angst helfen nicht gegen Gewalt
Darüber hinaus darf man auch nicht den Effekt vergessen den eine echte Waffe auslöst.
Mit zwei Stück Plastik, virtuell Krieg spielen, bewirkt meiner Meinung nach nicht einen Gotteffekt.
Dagegen 3,5 kg, aufmunitionierter, gelader Stahl bewirkt bei manchen frustrierten Menschen mit Rachegelüsten, so einiges.
Hier fabuliert ein Blinder über Farben!!!
Ich bin Sportschütze und besitze diverse Groß- und Kleinkaliberwaffen. Gewehre, wie auch Pistole und Revolver und egal, wie frustriert ich bin, keine meiner Waffen gibt mir den "Gotteffekt".
Ich kenne Hunderte Gleichgesinnte, denen geht es übrigens genauso.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, das ausgerechnet diejenigen, die keine Waffen besitzen, besitzen dürfen oder besitzen können, diejenigen mit dem "BOAH-EY-Effekt" sind, wenn ich ihnen mal eine (ungeladene) Waffe in die Hand drücke.
Natürlich kann eine scharfe Waffe gewisse Emotionen auslösen, die sind beim Legalwaffenbesitzer i.d.R. aber positiv zu sehen, da sich die Emotionen eher um die Schöhnheit oder des technischen Know Hows der Waffe dreht.
Wenn z.B. eine Waffe in meinen Händen extrem kleine Streukreise produziert, löst das schon eine Verzückung aus, aber nicht mit den Gedanken, das jeder Schuß zwischen die Augen gegangen wäre, sondern das es mir gelungen ist, dem Stück Stahl eine wiederkehrende Präzision zu entlocken, mit der ich im Wettkampf ganz oben mitspielen kann.
Soviel zu den "Gefühlen"......
Und alle Amokläufer waren ausgebildete Schützen.
Sie haben im Schützenverein, mit Papis Sammelung historischer Waffen oder halt bei Papi im Keller mit modernen Waffen geübt.
Auch hier möchte ich Dieter Nuhr zitieren.......
Der einzige "ausgebildete" Amokläufer war Robert Steinhäuser.
Ja, er war Mitglied eines Schützenvereines und ja, er hat Regelmäßig trainiert.
Aber,........ Die zum Amoklauf benutzten Waffen hätte er gar nicht besitzen dürfen!
Die zum Kauf benötigte Waffenbesitzkarte war stümperhaft gefälscht. Die Eintragungen für die Kaliber und Waffenart war nie so vom Ordnungsamt genehmigt und tlw. sogar schon abgelaufen.
Daraus ergibt sich, das 1. das Ordnungsamt die WBK hätte widerrufen müssen und 2. der Händler sorgsamer prüfen und ggf. nachfragen müssen.
Korrekt gesehen, war lso R.Steinhäuser nur im Besitz von Illegalen Waffen.
Alle anderen Amokläufer waren keine Sportschützen und auch nicht Mitglieder in Schützenvereinen. Der Täter von Emsdetten hatte alle Waffen entweder illegal besorgt oder eben sog. Frei-ab-18-Waffen benutzt.
Einschüssige Vorderladerwaffen sind in D frei ab 18 Jahren zu erwerben, das benötigte Pulver unterliegt allerdings dem Sprengstoffrecht und ist nur mit einer dazugehörigen Erlaubnis (Sprengstoffschein nach §27) zu erwerben.
Der Emsdetter Täter hat sich sein Schwarzpulver selbst gebastelt, was ihn schlielich auch das Leben gekostet hat. Das abgesägte KK-Gewehr war übrigens illegal besorgt.
Der Winnenden Täter hat zwar mit Vaters Waffen geschossen, aber ich glaube nicht, das sein Vater es zugelassen hätte, das er das töten trainiert. Geschossen werden darf in D übrigens nur in dafür zugelassenen Schießstätten. Keller, Garten oder Hinterhof sind zu Recht Tabu.
Auch war Tim K. kein Mitglied eines Schützenvereines und auch wenn es für ihn sehr einfach war, an eine Waffe zu kommen, er hätte sie nicht besitzen dürfen und somit ist auch diese Waffe als illegal anzusehen.
Und nur eine echte Waffe erzeugt ein Gefühl, anderen überlegen zusein.
Das kann kein noch so teures Gamingequipment...
Bullshit!!!
Rest siehe oben.
Wer sich fürs Thema interessiert, kann sich auf folgenden Seiten echte Fakten zuführen:
http://wiki.waffen-online.de/index.php/Hauptseite
WAFFEN-online
Fördervereinigung Legaler Waffenbesitz e.V.
prolegal
Ich bin Sportschütze, Biker und "Killerspielspieler" und stehe wegen meiner Hobbys dreifach im Kreuzfeuer. Es bringt imho aber nichts, wenn eine betroffene Gruppe anfängt nach dem St.Florians-Prinzip zu agieren, stattdessen wäre auch von Seiten der Gamer etwas mehr Toleranz angebracht.
Ich persönlich finde die Aktion der Gamer Super und es zeichnet sich ab, das nach Winennden einige Bögen überspannt wurden.
Solange Eltern, Politiker und die restliche Gesellschaft´, die Grundübel nicht angehen und nur immer nach Sündenböcken suchen, solange werde wir um unsere Interessen bangen müssen.
In diesem Sinne:
Gut Schuß oder auch Gut Frag.... heroe