Nun hat es Trump also bekannt gegeben, die USA werden aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen.
Der Mann ist wirklich ein hoffnungsloser Fall...
Er macht genau dass was er unter "Make America great again" und "America first" versteht und im Wahlkampf versprochen hat. Folgen für andere sind ihm derart egal, dass es einer neuen Definition von "Ignoranz" bedürfte. Aber auf seine kleingeistige Art hat er durchaus recht, denn es stellt sich ihm niemand entgegen und so kann er durchsetzen und verweigern was er (nicht) will.
Das beste Beispiel war der peinliche G7-Gipfel, der einzige der vom Charakter her was hätte sagen können, darf nicht mehr teilnehmen und musste in Russland bleiben. Die anderen Versager haben dumm aus der Wäsche / in die Kameras geguckt, das Angestrebte nicht mal im Ansatz geregelt bekommen, vor allem nicht die unter den Nägeln brennende Flüchtlingsfrage. Taormina war bewusst gewählt und während der entsprechenden in Italienisch gehaltenen Rede des italienischen Präsidenten hatte Trump erst gar keinen Kopfhörer auf. Beim Gipfel hat keiner das Maul aufbekommen, aber danach wurde über Trump geklagt. Hinter Merkels butterweicher Bierzelt-Kritik steckt für ihre Verhältnisse indirekt ein politischer Affront. Trump hingegen hat nicht nur alles ausgebremst, sondern die NATO einmal mehr für Amerika instrumentalisiert.
Und das Ergebnis stand für Trump breits vorher fest, am Vorabend des Gipfels, noch bevor er mit irgendwem gesprochen bzw. irgendwen ignoriert hatte, postete er bereits auf Twitter: "Just arrived in Italy for the G7. Trip has been very successful. We made and saved the USA many billions of dollars and millions of jobs."
Das Wort "Trip" allein spricht bereits Bände für seine Wertschätzung dieses Gipfels und auch für seine Kompetenz als Staatsmann.
Er fühlt sich wie ein Sieger, als ob es sowas auf einem G7-Gipfel geben könnte.
Das traurige Fazit lautet für mich, dass während Trump Amerika
wieder groß machen will, wir Europäer
überhaupt erstmal irgendwas aus diesem vereinten Europa machen müssen.
Zum Klimaabkommen: Die USA können erst am 4. November 2020 austreten, pikanterweise wird einen Tag zuvor der neue Präsident in Amerika gewählt. Bis dahin kann und wird noch sehr viel passieren. Wenn Trump nicht wiedergewählt wird, kann der Nachfolger die Austrittsverhandlungen abbrechen. Oder nach insgesamt acht Jahren Trump kann ein erneuter Beitritt erfolgen. Ist nicht wie beim Brexit wo allein aus den enormen Kostengründen der Trennung einmal raus definitiv "Goodbye" bedeutet. Allerdings ist es Trump auch zuzutrauen den ganzen Vertrag (den er dann vermutlich "the paper" nennt) einfach zu ignorieren und ab sofort als erledigt zu betrachten. Mit der Begründung des "Erhalts" von Arbeitsplätzen.
Auf Twitter läse sich das dann vermutlich so: "Today I rejected the paper of Paris because it destroys jobs, jobs, jobs. MAKE AMERICA GREAT AGAIN!"