Fakt ist Obama hätte aus den Kriegen im nahen Osten lernen müssen. Obama hat wie schon damals in Afghanistan Rebellen unterstützt welche Islamisten sind bzw. wurden. Assad und Gaddafi haben von Anfang an vor Flüchtlingswellen und den Islamisten im Fall eines Sturzes gewarnt und man sieht ja was passiert ist. Man hat mal wieder versucht Regierungen zu stürzen wie in den guten alten Zeiten. Diesmal war der Präsident so schlau auf Bodentruppen zu verzichten aber dies macht es auch nicht besser. Der Irak geht auf die Kappe von Bush aber an Libyen und Syrien hat auch Obama maßgeblich Schuld. Er hätte niemals bei dem Vormarsch des IS einfach zuzuschauen dürfen. Jetzt muss in langjährigen und für die Zivilbevölkerung katastrophalen kämpfen jedes Dorf einzeln gesäubert werden...
Spar dir dieses "Fakt ist", das ist einfach nur unnötig.
Wie gesagt, in Syrien hätte Obama nicht einmarschieren können. Und in Libyen wäre es auch sinnlos gewesen, wie hätte er da tote Soldaten gerechtfertigt?
Assad warnte vor Flüchtlingswellen? Interessant, nun sorgt er selbst dafür, oder bezog sich seine Warnung darauf? Die Europäer haben die beiden Despoten nur deswegen geduldet, weil sie in der Hinsicht von Nutzen waren. Aber nachdem sie begonnen haben, die eigene Bevölkerung anzugreifen, konnte man sie nicht mehr unterstützen.
Nochmal: Was hätte Obama gegen den IS tun sollen? Die Radikalität rottest du nicht durch Bomben und Soldaten aus, damit sorgst du nur für eine weitere Generation, die verloren ist und dem Fundamentalismus (welcher Art auch immer) zum Opfer fallen wird.
Diesen Krieg gegen den Terror kannst du nicht mit Waffengewalt lösen. Lustig wie du genau sagst dass Obama aus den Kriegen lernen müsste, aber gleichzeitig war der "Krieg gegen den Terror" in Afghanistan nur teuer, und gebracht hat es wenig. Und nun hätte er wieder gegen den Terror kämpfen sollen?
Obama hätte eine militärischen Intervention von unbekannter Dauer mit Bodentruppen nie und nimmer rechtfertigen können, nicht vor den anderen Politikern, nicht wegen seines eigenen Programmes und schon gar nicht vor der eigenen Bevölkerung. Dann hätte er gleich abtreten können, das wäre Suizid gewesen.
Die Zivilbevölkerung leidet seit über 2 Jahrzehnten und katastrophalen Zuständen, das ist im Irak leider nichts neues.
Das ist eben die Frage.
Aus Aufghanistan sind sie raus. Was ist da heute? Das gleiche, was schon vorher war. Geändert hat sich eigentlich nichts.
Im Irak hat die Regierung letztendlich mit Schuld.
Die Sunniten wurden aus der Regierungsbildung ausgeklammert -- kein Wunder, dass das einige nicht gut fanden -- und dann griffen sie eben zu den Waffen, denn was anderes kenne die da halt nicht.
Jetzt kannst du wieder Truppen reinschicken und die alles erneut besetzen, doch am Grundproblem ändert sich damit nichts.
Und da spielt es auch keine Rolle, ob der nächste Präsident Trump oder Clinton heißt, die Lage in der Region lässt sich nicht mehr rückgängig machen.
Doch, sie kennen etwas anderes, was soll die Verallgemeinerung? Die Sunniten wurden nicht nur aus der Regierung ausgeklammert, sondern auch in Teilen des sozialen Lebens, am Arbeitsmarkt. Und irgendwann kommt es eben zu einem bewaffneten Aufstand. Das will ich nicht gutheißen, aber die Situation in einem zerstörten Land, ohne Hoffnung auf Wiederaufbau und gleichzeitig massive Benachteiligungen durch die Regierung, wie will man sich da anders helfen? Eine friedliche Demo hätte keinen Menschen interessiert, es hat sich ja auch die Jahre vorher niemand für diese Menschen interessiert.
Es ging auch nicht von heute auf morgen dass der IS da war. Am Anfang standen eben bewaffnete Gruppen, die jedoch mit der Zeit entweder ausgelöscht oder absorbiert wurden.
Das Blöde ist aber, dass der Westen nur auf Profit aus ist, denn so funktioniert Kapitalismus nun mal.
Bush ist ja nicht wegen der Meinungsfreiheit oder der Rechte der Minderheiten in den Irak einmarschiert.

Es gab klare Ziele und die wurden noch klarer verfehlt.
Welche Ziele wurden verfehlt? Sie haben die Ölraffinerien und das Ölministerium unter ihre Kontrolle gebracht. Gleichzeitig einen für sie unangenehmen Diktator (wollte ja sein Öl in Euro verkaufen) losgeworden.
An den Menschen vor Ort hatten die USA nie Interesse, am Anfang standen die erfundenen Massenvernichtungswaffen, erst später wollte man "Demokratie in den Nahen Osten bringen". Das war aber kein Ziel, mehr eine Ausflucht oder Rechtfertigung. Profitiert haben vom Einmarsch viele amerikanische Firmen, aber auch sehr sehr viele europäische Firmen. Die hatten dann quasi Narrenfreiheit in einem komplett zugrunde gerichteten und isoliertem Land. Natürlich haben sie sich bereichert, und als es nichts mehr zu holen gab, zogen sie wieder ab. Zurück bleibt ein Land, dass mittlerweile seit 2003 keine richtig stabilen Verhältnisse mehr kennt, davor Jahrzehnte unter Saddam Hussein zu leiden hatte und eigentlich immer durch das Ausland bestimmt wurde, wegen der Rohstoffvorkommen.
Ich behaupte mal dass es ohne das Öl dort heute friedlicher wäre.
Naja Profit macht man nicht wenn man eine Region gegen sich aufbringt. Profit machen dann nur die wenigen, die mit Militärtechnologie, Waffen oder Kampfeinsätzen zu tun haben. Und wenn ich sehe was die Amis für das Militär ausgeben, ist das definitiv nicht hilfreich für die eigene Wirtschaft.
Man hat nicht nur brutale Ausgaben für den Krieg, sondern macht sich auch die Geschäfte kaputt in einer Region die eigentlich nicht arm ist und sich sonst Produkte aus USA leisten könnte.
So blöd kann man doch eigentlich nicht sein wenn man zum Präsidenten gewählt wird. Jeder Grundschüler versteht das, wenn man sich mit dem Nachbar streitet, kann man mit dem nix mehr anfangen ausser sich zu prügeln...
Profit haben die Firmen schon gemacht. Billige Löhne, keine/kaum Auflagen oder Einschränkungen, alles was nicht niet und nagelfest war wurde privatisiert (oder sich halt einfach angeeignet). Ob die Bevölkerung dafür ist, ist den Firmen egal. Die bezahlen halt einen Sicherheitsdienst und die Sache hat sich erledigt.
Der Irak selbst war arm, bzw die Menschen, eben durch die andauernden Sanktionen. Viel Kaufkraft gab es dort nicht, und es war auch nicht das Ziel der USA oder der Firmen, an dem Zustand was zu ändern. Billig Erdöl fördern, und im Ausland teuer verkaufen, schwupps hast du deinen Profit.
Für die USA hat sich der krieg nicht gelohnt, die Kosten zahlen ja nicht die Firmen die danach im Irak tätig waren, und von den Gewinnen dieser Firmen hat der normale Amerikaner auch nichts.
Ach ja, die USA haben ja keine Ahnung, 20 Mrd$ in den Wiederaufbau gesteckt, und wer war dafür zuständig? Genau, amerikanische Firmen. Auch da behaupte ich ganz dreist, dass dieses Geld nie wirklich bei der Bevölkerung angekommen ist, sodass die profitieren konnte.
Das musst du mir nicht sagen aber so funktioniert nun mal das System. Das Kapital hat da Sagen und mit Waffen kannst du mehr Geld verdienen als mit Kühlschränken oder Kinderbüchern.
Naja, wenn es nie einen Markt gibt, kann man damit nichts verdienen. Aber Waffen werfen hier schneller und leichter Profit ab, das stimmt leider.