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MoneyRulez
Guest
Das stimmt schon, das Marketing/PR viel zu Kaufentscheidungen beitragen und die Kundenberatung oft von Eigeninteresse geprägt ist.Erstaunlich ist nur was die Kunden damit anfangen.
Nvidia macht alles richtig - die Kaufentscheidungen von Kunden zeigen das deutlich.
Beispiel?
Es gibt tatsächlich User die eine Asus Strix 1660ti kaufen. Für 348€! Dafür bekommt man eine 2060 und zwar locker - wie soll so eine Kaufentscheidung in irgendeiner Form sinnvoll sein.
Und solange es solche Käufer gibt - was mich nicht wundert, das Forum hat wieviele angemeldete User? ~180.000.
Wieviele Spieler waren in Fortnite gleichzeitig online? 8,3 Millionen? D.h. da gibts ein riesiges Potential an vollkommen uninformierten Personen die nicht den blassesten Schimmer haben wofür sie am Ende ihr Geld ausgeben.
Unter dem Blickwinkel ist es kein Wunder dass Nivdia "es sich leisten kann kein Modell mit mehr als 6GB in der Preisklasse anzubieten".
Sonst volle Zustimmung, so würde auch ich eine 2060 jederzeit einer 1660ti vorziehen.
Ich persönlich habe da einen Erklärungsansatz für die Entwicklung, die nicht auf reiner PR oder Ahnungslosigkeit der Kunden beruht. Am Markt findet gerade eine grundsätzliche Neuausrichtung der Strategie von nVidia statt. Raytracing ist hier mehr als ein Feature. Die Qaudro Chips leicht beschnitten für den Consumer Bereich zu bringen war eine neue Strategie, consumer Grakas und profi Grakas nicht mehr strikt zu trennen, um neue Konvergenzen zu erzielen. Zum einen schafft man damit einen Anreiz für FHD-Spieler über Raytracing trotzdem eine neue Karte zu benötigen (sofern man auf Eye-candy steht), was sonst gar nicht nötig wäre. Die Mehrheit der Gamer spielt FHD, WQHD oder 4K sind immer noch Nischen, hier muss man eben mindestens eine rtx 2070 kaufen um auf erträgliche FPS zu kommen.
Zum anderen bringt man content creator, also die "creativen" dazu, nicht mehr auf HPC-Maschinen in den Unis/Unternehmen angewiesen zu sein, sondern auch zu Hause schon über Features und Rechenleistung von consumer Grakas einen enormen Produktivitätszuwachs zu erzielen. Dafür wurde nun eine extra Treiberlinie eingerichtet um den Übergang noch fließender zu machen. Man sollte die Größe der Kundschaft hier nicht unterschätzen. Da ich als Hobby Raytracing betreibe, sehe ich die Produktentwicklung lange vorbereitet und gut abgewogen, ab der rtx2080 aber eindeutig nicht mehr nur auf Gamer ausgerichtet. Ich erkläre das mal kurz.
Die Quadro Karten haben noch einige weiter spezielle Cores, die bei rtx2080 deaktiviert sind und einen Treiber mit umfangreicheren Schnittstellen für Profisoftware. Bei der rtx hat man Raytracing und Tensor-cores aktiv gelassen aber auch unifyed memory. Sprich: Bei mehreren Karten addiert sich nicht nur die Rechenleistung, sondern auch der VRam, so kann man z.Bsp. drei rtx 2080 in einen Rechner stecken und dann Videos Rendern, deren Texturen 3*8=24 GB Vram benötigen. Ohne unifyed memory limitiert die Karte mit dem niedrigsten VRam die ganze Rechnung, das wären dann 8GB trotz dreier Karten.
Bei der 2070 gibt es dieses Feature nicht mehr, aber 8 GB Vram. Bei der 2060 nur 6 GB Vram bei dafür repektabler Rechenleistung. D.h. Profis, Kleinselbständige und Studenten können mit der rtx 2080 nun arbeiten zu hause erledigen, die das vorher nicht konnten. Gleichzeitig zwingt man die Hersteller von 2D und 3D Software, die Schnittstellen von Gamer Karten zu integrieren um das Arbeiten entsprechend zu beschleunigen. Das führt ganz eindeutig zu Vorteilen für die Verbreitung der nVidia Technologie im ganzen creative Bereich unterhalb von Workstations, während weitere Verbesserungen für die Rechenleistung der spezialisierten Kerne wesentlich schneller auch Vorteile fürs Gaming bringen.
Es führt umgekehrt dazu, das Gamer ab rtx 2080 ein Produkt erwerben, das eindeutig im Grenzbereich zu Profikarten liegt. AMD hat auf diese Strategie spät reagiert und nun die Radeon VII gebracht, sie haben damit den von nVidia gesetzten Trend nachvollzogen, vielleicht um zu verhindern, das ihre Profi-Kundenbasis zu nVidia wechselt. Leider hat es AMD nicht geschafft, die Rohleistung für Gamer besser zugänglich zu machen und die Karte insgesamt nicht besonders gut optimiert. Daran sieht man, das sie unter Zeitdruck standen. Würden sie die Strategie von nVidia für gescheitert oder schlecht halten, hätte es die RadeonVII nie geben dürfen.
Dem würde ich so zustimmen. AMD kann froh sein, das nVidia keinen Preiskampf anzettelt, am Ende noch eine gtx 1660 mit neuem Speicherinferface und 8 GB bringt.Dir ist aber klar, dass AMD kaum Gewinn mit der Grafikkartensparte einfährt ( gerade) und Nvidia im Schnitt 54% Marge hat. Frage an dich, was denkst du, wer würde einen Preiskrieg gewinnen? Nvidia bestimmt die Preise. Würde Nvidia mit der GTX 1660 Ti preismäßig runtergehen, wäre es für das komplette AMD-Angebot game over. AMD müsste dann die Karte für unprofitable Ramschpreise verkaufen. Warum macht das Nvidia nicht? Kein Monopol, niedrige Marge wird dem Konkurrenten gelassen, man macht sich selbst die Marge nicht kaputt, indem man die Karten zu billig verkauft/den Markt sättigt (wirtschaftlich gesehen macht AMD den Markt für beide kaputt).
In meinem Kommentar kam weder das Wort Relativismus vor, noch das Wort Existenz. Hier geht es um Technik und Markt. Technik erfüllt einen Zweck, daran wie gut es den von Menschen gesetzten Zweck erfüllt, kann man sie rational bewerten, so lange man sich über den Zweck einig ist. Weiterhin geht es um den Preis, der aus Angebot und Nachfrage entsteht. Das ist der Rahmen, die Produkte und den Preis miteinander zu vergleichen. Sich darüber hinaus mit einem Produkt zu identifizieren ist einer sachlichen Diskussion einfach abträglich. Sie sind da wohl aufgrund eines Stichwortes in eine ganz andere Interpretation verfallen und haben etwas in meinen Text hinein interpretiert, dass ich nicht ausdrücken wollte. Das kommt vor, Sprache ist unzulänglich, Menschen sind es auch, mich eingeschlossen.Zu der Pseudoquasiphilosophie: Relativismus hat bis heute keine brauchbaren Ergebnisse geliefert, deswegen wurde er schnell verworfen. Die Theorie ist aber das Lieblingsmittel von Politikern, Leuten, denen die Argumente ausgehen, und den Linken, um alles "gleichzuziehen". Das Problem selbst wird dann möglichst umgangen. Sie tragen auch keine Erkenntnisse oder Vorschläge zur Lösung bei.
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