Wirklich haarscharf an einer Bestellung der 3080FE morgen vorbeigeschrammt.
- Chipleistung ist geil
- Preis passt
- Kurze Platine
- Geiler FE Kühler
- Wasserkühler verfügbar
Das Haar in der Suppe bzw. die Nadel im Heuhaufen?
Meinung zu Raffs Artikelausschnitten:
Während dieses Leistungsplus kaum den Wechsel von einer RTX 2080 Ti rechtfertigt, ist die Lage bei älteren oder langsameren Modellen eindeutig: Es lohnt sich. Wer mit der Leistungsklasse 2070S/2080/1080 Ti oder Radeon VII/5700 XT unterwegs ist, erhält durch den Wechsel auf eine RTX 3080 ein sattes Upgrade im Bereich zwischen 70 und 80 Prozent. In Ultra HD sogar noch etwas mehr. All diese schönen Dinge gibt es schon ab 699 Euro - wo ist der Haken?
So siehts aus, Treffer versenkt und zu 100% Zustimmung meinerseits.
Haken Nummer eins greift sofort: Wer mit einer Geforce RTX 3080 liebäugelt, wird mit etwas Pech auch das Netzteil aufrüsten müssen, denn die praktisch erreichte Leistungsaufnahme von 330 Watt ist kein Pappenstiel. Zwar ist es Nvidia gelungen, die Leistung in Fps stärker zu erhöhen als die Leistung in Watt, das absolute Niveau nähert sich jedoch Grenzen, die erstens schwer leise kühlbar und zweitens mit laufenden Kosten verbunden sind. Falls Sie noch eine sparsame 80er-Geforce der vergangenen Generationen nutzen, etwa eine GTX 1080 oder RTX 2080, kann es mit älteren Netzteilen durchaus eng werden. Immerhin: Wer sich für eine RTX 3080 Founders Edition entscheidet und ein ordentliches Belüftungskonzept im Gehäuse vorweisen kann, muss sich zumindest um die Lautstärke keine Sorgen machen, der neue Nvidia-Referenzkühler kann sich sehen und hören lassen. Da sich Strom auf vielfältige Art sparen lässt, etwa durch Framelimits, DLSS oder Undervolting, stellt Amperes Durst keinen echten Spielverderber dar.
Eigentlich lässt sich hier ein guter Kompromiss finden. Ich erinnere an deine / Raffs grandiose Videoserie zu den 1080Ti Karten. Jenseits der 2000 MHz wurde die Luft dünn, spästestens bei 2050 MHz war Schluss.
Bei der 3080 mit dem Afterburner Curved Editor den Betriebspunkt für das Sweetspot OC finden und glücklich sein.
Spannung runter, Takt auf 1950MHz, das Powerlimit wird seltener zum Problem, die Karte bleibt kühler und leiser.
Der Fps Verlust kann man mit den Fingern einer Hand abzählen.
Haken Nummer zwei betrifft die Speicherkapazität, wobei der geplante Einsatzzweck entscheidet, ob hier ein echter Spielverderber vorliegt oder nicht. Aus Sicht Nvidias ist die Geforce RTX 3080 absolut stimmig: Sie wird als Nachfolger der RTX 2080 (Super) vermarktet und liefert in diesem engen Betrachtungskorridor rund +60 Prozent Leistung sowie +2 GiByte Speicher zum gleichen Preispunkt - das klingt super und stellt zweifelsohne ein Upgrade dar. Betrachtet man die Fakten aus einem weiteren Winkel, kommen jedoch Fragen auf. Da wäre der typische, anspruchsvolle PCGH-Leser, welcher eine Geforce GTX 1080 Ti sein Eigen nennt. Dieses Nvidia-Modell startete 2017 für 819 Euro und somit nur unwesentlich teurer als die RTX 3080 nun. Eine Aufrüstung würde sich beim Blick auf den Leistungsindex fraglos lohnen - doch dann schaut der Interessent auf die Speicherkapazität und wundert sich: Wie kann es sein, dass die um gut 70 Prozent schnellere Grafikkarte ein GiByte weniger Speicher mitbringt? Selbst wenn es egal wäre, aus psychologischer Sicht ergibt das keinen Sinn und weitere Fragen kommen auf. Ist das dann noch ein Upgrade? Sollte Fortschritt nicht an allen Fronten passieren? PCGH meint: Ja - gefolgt vom obligatorischen Aber.
Nvidia wäre aus PCGH-Sicht gut damit beraten gewesen, die RTX 3070 mit 10 GiByte (320 Bit) auszustatten und die RTX 3080 mit 12 GiByte (volle 384 Bit) - jeweils zu einem etwas höheren Preispunkt (ca. 100 Euro).
Sehe ich als ehemaliger 1080Ti Besitzer völlig anders:
Die +2GB bei einer 3080 würden den Kohl nicht fett machen. Erst Recht nicht bei +100€.
Stattdessen 20GB des langsameren GDDR6 (10 Module mit jeweils 2GB Kapazität auf der Vorderseite der Platine oder 20 Module mit jeweils 1GB auf der Vorder- und Rückseite verteilt) und ein Verzicht auf GDDR6X wäre der optimale Weg gewesen.
Dann hätten sich vermutlich sogar Käufer gewinnen lassen, die normalerweise unterhalb den 700€ einkaufen gehen.
Das Potential zur eierlegenden Wollmilchsau wäre ein diskutiertes Thema geworden.
Den GA102 mit 20GB GDDR6 Modulen statt 10GB GDDR6X zu bestücken wäre nicht möglich gewesen?
Bei der Quadro geht es doch auch:
NVIDIA is quietly preparing a new generation of RTX Quadro series. The company’s new professional line of graphics cards will likely launch next month. Next-generation Quadro gets full GA102 GPU More leaks related to the Quadro RTX Ampere series are emerging. Yesterday Moore’s Law is Dead posted...
videocardz.com
--> GA102 im Vollausbau mit 48GB Speicher (GDDR6 statt GDDR6
X), aufgeteilt auf 24 Module auf Vorder-und Rückseite mit jeweils 2GB Kapazität.
Knapp 500€ vom 1080Ti Verkauf liegen weiterhin bereit und warten bis zum 28. Oktober, bis AMD die 16GB GDDR6 BigNavi Karte vorstellen wird.
Preispunkt und Leistung werden hier dann entscheidend sein.
1000€ für eine 3080 (Ti/S) mit 20GB GDDR6X sind 200€ zuviel und ich kann mir nicht vorstellen, dass AMD für die 16GB >800 Euronen haben möchte, wenn man sich bei der Spieleleistung unterhalb einer 3080 10GB einsortiert.
In diesem Sinne: AMD bleibt im Rennen, das Geld noch vorerst im Geldbeutel.
