News Nvidia-Chef: "KI wird eine Menge neuer Arbeitsplätze schaffen"

PCGH_Sven

PCGH-Autor
Nvidia-CEO Jensen Huang ist davon überzeugt, dass KI keine Jobs zerstört, sondern viele Arbeitsplätze schaffen wird. Er sieht Künstliche Intelligenz als Treiber für eine große Menge an Industriearbeitsplätzen.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Nvidia-Chef: "KI wird eine Menge neuer Arbeitsplätze schaffen"

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Thread besser aufgehoben.
 
KI verbrennt aktuell erstmal restlos alles an Jobs das auch nur ansatzweise an informationselektronik gebunden ist, geschaffen ist somit noch rein garnichts, im Gegenteil.... und bis der Mehrwert mal dort ankommt wo man ihn sich gedacht hat, ist alles schon in Schutt und Asche.

Kapitalismus hat hier ein sehr böses "All In" gespielt obwohl man 0 auf der Hand hatte, bin mal gespannt wohin die Reise noch gehen wird bis sie völlig auf die Schnauze fallen.
 
The Pod hatte mal dazuwas geschrieben (gesagt).

Was für ein Ausgleich ist es wenn neuen (ggf. unterbezahlte) Job entstehen wenn dafür die Facharbeiterstellen wegfallen. :ka:

Job als z.B. IT Administrator mit ~55K€ ist weg; dafür wird eine Stelle als Putzkraft für 27K€ frei (logisch Jahresbrutto).

Mitleid hält sich dennoch in Grenzen da es weiterhin heißen wird das Fachkräfte fehlen...
 
Im Prinzip kann man es in drei Kategorien einteilen, wenn eine neue Technologie eingeführt wird:
1: Arbeitsplätze, die wegfallen (deshalb macht man es ja)
2: Arbeitsplätze, die verbessert oder verändert werden
3: Jobs, die neu geschaffen werden

Bei Auto gehörten der Automechaniker und Tankwart zu den letztgenannten. Stallburschen, eigentlich alles, was mit Pferden zu tun hat generell, zum ersten. Kutscher zur den zweiten, da diese dann einfach Fahrer und LKW Fahrer wurden.

Es gibt auch die Möglichkeit, dass die Einführung einer neuen Technik eigentlich für einen Wegfall von Arbeitsplätzen führen würde, das durch eine höhere Nachfrage jedoch kompensiert wird. Zum Beispiel wurden Autos früher in Werkstätten als Kleinstserie produziert. Das Fließband hat das geändert und die Arbeitskosten pro Fahrzeug enorm gesenkt. Dennoch sind dadurch mehr Leute in der Autofertigung beschäftigt worden,

Dass der Chef eines Konzerns, der diese Neuerung verkauft, kein Problem sehen will, liegt in der Natur der Sache. Dafür sind andere da. Insgesamt war der Fortschritt allerdings fast immer positiv, für die Gesellschaft.

Warum sollten nun grad die Admin-Jobs wegfallen?

Solche Aufgaben gehören tatsächlich zu den Dingen, bei denen man massiv einsparen kann. Damit ist nicht gemeint, dass es morgen keine Administratoren mehr geben wird, sondern dass einer die Arbeit von 5-10 erledigen und man deshalb 4-9 Leute einsparen kann, wenn die IT Abteilung groß genug ist.
 

Der ganze Käse, der sich wiederholt. Also neue Accounts, Emailkonten usw. erstellen, die Berechtigungen anpassen, Passwörter zurücksetzen usw.. Das sind Dinge, die genau so schon zigtausende male angefallen sind, für die wenig menschliches Können erforderlich ist, die einen Großteil der Arbeit ausmachen und erledigt werden müssen.

Der Mensch wird dann nur noch hinzugezogen, wenn es komplizierter wird oder physische Präsenz erforderlich ist.
 
Der ganze Käse, der sich wiederholt. Also neue Accounts, Emailkonten usw. erstellen, die Berechtigungen anpassen, Passwörter zurücksetzen usw..

Arbeitest du in der Branche? Denn das sind Aufgaben bzw. Prozesse, die schon lang durch etwas Skripting oder die entsprechende Software automatisiert sind oder auf die User abgewälzt werden. Da braucht es keine KI für.

die einen Großteil der Arbeit ausmachen

Tun sie nicht. Das ist, vor allem ab einer bestimmten Größe, lästiges Beiwerk, ja - aber nicht die Hauptaufgabe von IT-Administratoren. Und ab dem Punkt, wo es lästig wird, wird kein neuer Admin eingestellt, sondern der bestehende Admin (oder spätestens der direkte Vorgesetzte) macht sich einen Plan, wie sich wiederholende Prozesse vereinfacht und automatisiert werden können, damit der/die bestehenden IT-Admins das machen können, wofür sie eigentlich da sind.

Der First-Level-Support geht bestimmt irgendwann komplett in KI-Hände.
Aber das sind in großen Firmen, wo das Thema überhaupt erst relevant wird, sowieso keine klassischen Admins mehr, sondern "Support-Engineers" aus Südasien.
 
Die größte Gefahr bei KI ist für mich mittlerweile die Abhängigkeit von einigen wenigen Mega Konzernen und der Wissensverlust in der Gesellschaft.

Irgendwann sind wir zu doof um bestimmte Tätigkeiten auszuüben und KI Tools so weit verbreitet das niemand mehr ohne sie kann. Dann werden die Konzerne unsere Abhängigkeit ausnutzen um mehr Macht und Geld zu erhalten.
Es sind Konzerne .. Was erwartet ihr.

Guckt Amazon oder Streaming Dienste an. Kundenstamm aufbauen, Konkurrenz platt machen und so ein Monopol bzw. Abhängigkeit zu erschaffen. Anschließend abzocken .. Der amerikanische kapitalistische Traum hält :ka:
 
Arbeitest du in der Branche? Denn das sind Aufgaben bzw. Prozesse, die schon lang durch etwas Skripting oder die entsprechende Software automatisiert sind oder auf die User abgewälzt werden. Da braucht es keine KI für.

Alles kann man halt eben auch nicht machen, bisher brauchte es irgendwo immer menschliche Betreuung. Das ganze Zeug wird natürlich per Skript generiert, aber man kann ja schlecht auf seine Webseite jedem den Zugriff auf das Skrpit gewähren so im Sinn "wenn sie irgendwie bei uns beschäftigt sind, können sie hier einfach und ohne Prüfung einen Account erstellen". Diese Fragen werden jetzt auch noch automatisiert.

Ob es sinnvoll ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Ich persönlich bin der Meinung, dass eine Einweisung/Predigt vom IT Personal wesentlich nachhaltiger wirkt als irgendein Haken, den man setzen muß, um zu bestätigen, dass man das Blatt zur IT Sicherheit gelesen hat. Aber natürlich kann die KI bei weiteren Fragen helfen.
 
Als Unternehmen mit Schwerpunkt KI würde ich das auch als Werbeaussage tätigen. Unternehmen, die KI einbauen werden dagegen die Idee haben Kosten einzusparen, die logischerweise beim großen Kostenfaktor Personal zu verorten sind.
Insofern ne Aussage wo man besser denkt: ach hdf.
 
bisher brauchte es irgendwo immer menschliche Betreuung

Und das wird (zumindest in dem Kontext) auch so bleiben - auch mit KI, denn:

"wenn sie irgendwie bei uns beschäftigt sind, können sie hier einfach und ohne Prüfung einen Account erstellen"

so einfach mag es natürlich nicht sein, aber diesen Prozess kann auch ein z.B. ein Personaler autorisieren und initialisieren. Dafür benötigt es keine IT-Administratoren - auch heutzutage nicht.

Deswegen spart man aber trotzdem keine Admin-Stellen ein. Also zumindest ich kenne keinen ausgebildeten oder studierten Informatiker, der den ganzen Tag nur bzw. zum Großteil Accounts und Berechtigungen anlegt oder löscht. Wäre das meine Hauptaufgabe, würde ich meine Stelle schon jetzt freiwillig an die KI abgeben. :ugly:

Ich sehe zunächst andere Berufe auf der Kippe stehen:

- Kreative (Bild/Ton)
- Finanzen (Buchhaltung, Haushalt)
- Marketing
- Vertrieb
- 1st Level Support im IT/Telekommunikations-Sektor (was teilweise schon mit KI umgesetzt wird)

Wenn die KI soweit ist, einen IT-Administrator vollständig zu ersetzen, dann ist sie auch soweit, dass wir keine Hausärzte mehr benötigen. Ab dem Zeitpunkt wäre mir dann aber auch alles egal...
 
Wenn die KI soweit ist, einen IT-Administrator vollständig zu ersetzen, dann ist sie auch soweit, dass wir keine Hausärzte mehr benötigen. Ab dem Zeitpunkt wäre mir dann aber auch alles egal...

Es geht nicht darum, dass man keine mehr braucht, sondern dass man wesentlich weniger braucht. Bei en Hausärzten kann das dazu führen, das man den KI Doktor kontaktieren kann und der entweder feststellt, dass es was harmloses ist, einem das entsprechende harmlose Mittel verschreibt. Einen recht großen Teil der medizinischen Fragen kann Chat GPT schon heute beantworten. Alternativ kann der KI Arzt auch feststellen, dass es etwas wirklich schlimmes ist und man sofort ins Krankenhaus muß.

In beiden Fällen braucht es keinen Hausarzt mehr und dieser wird dann gebraucht, wenn ein Mensch erforderlich ist. Die Ärzte kümmern sich dann nur noch um Fälle, in denen ein Mensch erforderlich ist. Etwa bei Untersuchungen die über "photographieren sie ihren Fußpilz" hinausgehen. Was man noch fehlt ist, dass sich das ganze keine Fehler erlauben darf, bzw. wesentlich weniger als ein Mensch.
 
KI wird Jobs fressen, in meinem Verwandtenkreis Jobs im Backoffice sind bereits betroffen. Sicher werden sich andere Jobs bilden, allerdings erst mit einem Ausflug durch das Tal der Tränen. Inzwischen berate ich jeden Azubi sich mit dem Handwerk Beruf zu beschäftigen, hier liegt die Zukunft eher als nach einem Wald und Wiesen Studium zu versuchen, in der IT Welt unter zu kommen.
 
Es geht nicht darum, dass man keine mehr braucht, sondern dass man wesentlich weniger braucht.

Und das sehe ich eben nicht, dass man wesentlich weniger brauchen wird - weder bei den Admins, noch bei den Hausärzten. Da die Aufgaben eben über "Accounts anlegen" und "600er Ibuprofen verschreiben" weit hinaus gehen.

Dazu kommen Spezialisierungen (Netzwerk, Storage, Firewall, Virtualisierung), die ein Zusammenlegen von Stellen rein aufgrund der Qualifikation und den einhergehenden Anforderungen einfach verhindern.

Wegen mir können wir uns darauf einigen, dass durch KI im IT-Sektor gut Stellen zusammengestrichen werden könnten - aber IT-Administratoren im speziellen werden mMn nicht im signifikanten Ausmaß dazu gehören.
 
Die Realität sieht mM. nach so aus das alle KI nutzen wollen aber gerade kleine Firmen nicht wissen wie. Da kommt die Order "nutzt mehr KI, geht schneller , ist billiger" und Stellen werden abgebaut oder nicht neu besetzt. Das bleibende Personal schlägt sich mit KI rum, erreicht zwar Kleinigkeiten aber bleibt mit höherem Workload überarbeitet und frustriert auf der Arbeit sitzen .. :what:
 
Zurück