Es gibt de facto seit einigen Jahren keine Alternative mehr der schleichenden Geldentwertung durch Inflation zu entkommen.
Es gibt sehr, sehr viele Alternativen (bzw. Assetklassen). Das einzige was langfristig garantiert verliert ist auf dem Konto geparktes Bargeld, aus den von dir genannten Gründen.
Aber man muss auch dabei bedenken, dass so geparktes Bargeld auch andere Vorteile hat, denn Rendite ist nicht alles. Beispielsweise kanns dir (sofern du bei einer halbwegs renommierten Bank bist...) nicht passieren, dass morgen 90% deines Kontos futsch sind. Bei Aktien geht das sehr wohl wie man vor kurzem erlebt hat im DAX.
Die einzig sinnvolle Art, mit seinem Vermögen sofern man denn eines hat umzugehen ist, es auf möglichst viele verschiedene Assetklassen zu verteilen und die Art der Verteilung seinem ganz persönlichen Sicherheitsbedarf anzupassen. Mir ist ebenso wie dir klar, dass auf dem Konto liegendes Geld "nutzlos" ist und mittel-/langfristig an Wert verliert. Dennoch habe ich aktuell 59,4% meines Vermögens als solches vorliegen (der Rest ist auf Aktien, Fonds, Versicherung, Edelmetalle usw. verteilt - sind leider aber keine großen absoluten Summen^^) - denn erstens bin ich ein eher auf Sicherheit angelegter Mensch und zweitens sind die Börsen nach meiner persönlichen Meinung kurz davor fett auf die Mütze zu bekommen weswegen das Depot entsprechend ausgedünnt wurde. Es hilft mir übertrieben gesagt nicht weiter, 5% Rendite mehr im Mittel zu machen aber nicht mehr ruhig schlafen zu können weil ich all mein Geld im Kasino aufm Tisch habe.
Das kann jeder so handhaben wie er es persönlich möchte, wichtig ist nur, DASS man es handhabt und sich ein bisschen informiert. Denn alleine daran scheitert es schon in der breiten Masse - die meisten Menschen die ich kenne wissen nicht mal, wie viel sie genau besitzen (oder schulden...), wo was liegt, wie viele Ein-/Ausgaben sie haben und welche usw.... wer keine Ahnung von seinen Finanzen hat hat keine Chance sie zu regeln. Ich mag da etwas kleinlich sein (weswegen ich beispielsweise oben sofort die Bargeldquote angeben konnte, das ist alles per Excel recht aufwändig geführt), bin damit aber die letzten 15 Jahre sehr gut unterwegs gewesen.
