AW: Neue Stereoanlage Update & Abgeschlossen
Dir ist aber bewusst dass die usb und hdmi Buchse, also der Teil der immer so schön Gold glänzt, keinerlei Daten überträgt? Ferritkerne sind dort auch extrem unnütz.
Ja, das ist mir bewusst, ich habe aber auch weder von USB, noch von HDMI gesprochen.
Wie führst du denn einen Blindtest durch, so dass du ausschließen kannst zu wissen welches Kabel gerade dran hängt?
Natürlich mit Helfern - alleine kann man sowas nicht testen.
Grundsätzlich werden nur 0 und 1 übertragen, allerdings mit genug Prüfsummen dass einem schwindlig wird. Deswegen treten Fehler auch erst bei massiven Störungen auf. Dass verschiedene digitale Quellen einen Unterschied machen können kann wiederum gut sein, jede Quelle verarbeitet das Signal anders. Das ist aber kein Kabelklang.
Du steckst ganz offenbar nicht im Thema! Ist kein Problem, das tun die wenigsten und auch ich nur halb. Aber das die 1 und 0 ankommen, daran besteht kaum ein Zweifel (wobei sich im S/P-Dif Signal mW keine Prüfsummen befinden). Das ist aber auch gar nicht das Problem. Das besteht u.a. in den Flankensteilheiten des (analogen) Digitalsignals. Die endliche Flankensteilheit führt dazu, dass der Zeitpunkt der Erkennung leicht schwankt. Bei Toslink kommt dann noch - aufgrund der mehr wie lausigen Standards - evtl. Streulicht von den nicht lichtdichten Steckern und Reflexionen in den oft sehr primitiven Fasern (Fehlstellen, Knicke,...). Bei Koaxialen Leitungen wird der Wellenwiderstand meist nicht eingehalten (spätestens die Stecker machen dem meist den Garaus) und damit können aufgrund der Fehlanpassungen ebenfalls Störungen entstehen. Die 0 und 1 ist davon an sich nicht betroffen - oder nur wenns ganz dicke kommt, aber das ist wie gesagt nicht das Problem.
Heutige Wandler sind da ein wenig toleranter durch Pufferung der Daten, aber dennoch kann man immer noch was hören (an meinem Wandler höre ich ganz klar (blind) einen Unterschied wenn ich die selbe Quelle anschließe, aber verschiedene Übertragungswege oder Kabel nutze.
Bisher hab ich erst eine Anlage (im privaten Bereich) gesehen die wirklich vom Netz entstört war, ne eigene Sicherung hilft da wenig. Der gesamte Strom lief über nen kühlschrankgroßen Netzfilter, das Ding kostet allein mehr als die Anlage der meisten HiFi Enthusiasten. Dafür war er Strom (am Oszi) wunderschön, Netzstrom sieht dagegen aus wie ein Enzephalogramm während einem Alptraum.
Die Qualität des Netzstroms hängt ganz stark von der Gegend ab in der man wohnt und zudem von der Tageszeit. Bei mir hier auf dem Land sieht der Sinus sehr ordentlich aus - in der Stadt mag das anders sein.
Ne eigene Sicherung hilft natürlich auch was, in meinem Falle ist das auch kein Automat, sondern ne gute alte Schmelzsicherung. Der Unterschied zwischen meinem "Hifi Stromzweig" und dem normalen ist groß genug, dass er sogar meinen Kindern aufgefallen ist und die scheren sich normal nicht drum was ich so an meiner Anlage mache.
Netzfilter kranken meist daran, dass sie nicht stark genug ausgelegt (überdimensioniert) sind, bei heftigen Impulsen die Anlage limitieren und eher das ganze verschlimmbessern. Daher werden oftmals nur die Quellen + Vorstufen angeschlossen und die Endstufen (die recht unempfindlich auf Störungen sind) bleiben am normalen Netz.
Ordentliche Netzfilter oder -synthesizer gibts aber auch in kleiner wie Kühlschrankgroß und auch in nicht so teuer wie von dir beschrieben. Accuphase hat einen im Angebot und auch noch diverse andere Hersteller, ich denke so ab 5k€ ist man dabei - das dürfte immer noch weniger sein als eine Anlage eines Hifi Enthusiasten. Ich habs probiert, der Nutzen in meiner Anlage geht aber gegen Null - wie gesagt mein Netz hier ist ganz gut.