Neue Bundesregierung 2025

Ich füge ein konkret hinzu.
Mir ging es um das Problem, daß diese ganzen neuen Schulden finanziert werden müssen, aber beide Seiten auf keinen gemeinsamen Nenner kommen.
Bezieht sich allerdings nach meiner Wahrnehmung eher auf die Einnahmeseite, sprich Steuererhöhung, als auf die Ausgabenseite .
Weder werden die Wohlhabenden noch die Ärmsten die Nummer finanzieren, sondern wie immer der Arbeiter/Angestellte. Da eiern sie seit Monaten herum, aber die Sondervermögen - das ging schnell.
 
Ökonom Marcel Fratzscher hat ein verpflichtendes soziales Jahr auch für Rentnerinnen und Rentner gefordert. Im Interview mit MDR AKTUELL sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, das sei notwendig, um die junge Generation nicht immer stärker zu belasten und um die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu gewährleisten.

Derzeit, sagte Fratzscher, sei man aber auf einem Pfad, die zusätzlichen Kosten ausschließlich auf die jüngeren Generationen abzuwälzen – über höhere Steuern, Abgaben und Lohnnebenkosten.


Neuer Generationenvertrag nötig

Der Ökonom verwies dabei auf den demografischen Wandel, da die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer zunehmend das Rentenalter erreichen. Während in den 1960er-Jahren noch sechs Beschäftigte aus der jungen Generation für die Rente eines Menschen gesorgt hätten, sei das Verhältnis heute fast bei zwei zu eins: "Das kann nicht funktionieren."

Es brauche mehr Solidarität der Alten mit den Jungen. Bisher habe der Generationenvertrag immer das Versprechen beinhaltet, den eigenen Kindern und Enkeln solle es mal besser gehen oder zumindest nicht schlechter. Inzwischen seien aber 84 Prozent der Menschen in Deutschland – und selbst die große Mehrheit der Babyboomer – überzeugt, dass es den heute jüngeren Generationen schlechter oder sehr viel schlechter gehen werde.

Fratzscher räumte ein, manche Senioren könnten aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten. Es gebe jedoch genug Menschen, die länger arbeiten wollten und auch könnten. Zudem kritisierte er die gesetzliche Rente heute als Umverteilung von Arm zu Reich. Es sei also nötig, "dass wir eine stärkere Umverteilung von Reich zu Arm" bekommen.

Verbände weisen Vorschlag zurück

Der Vorschlag zu einem verpflichtenden sozialen Jahr für Rentner stieß auf Kritik. Christiane Lehmacher-Dubberke, Geschäftsführerin beim Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe, sagte MDR AKTUELL, sehr viele Menschen engagierten sich bereits nach ihrem Erwerbsleben in sozialen Bereichen wie Pflegeeinrichtungen. "Daher ist dieses Ansinnen doch wirklich in Frage zu stellen, dass jemand nach seinem beruflichen Erwerbsleben noch ein Jahr weiter verpflichtet wird, sich hier ehrenamtlich zu engagieren."

Ähnlich äußerte sich der Sozialverband Deutschland. SoVD-Chefin Michaela Engelmeier sagte der Deutschen Presseagentur, bei Millionen Menschen sei die Entscheidung, "keine vier Kinder zu bekommen", auch aus finanziellen Gründen erfolgt. "Ihnen nun daraus einen Strick zu drehen, dass man sich zur Strafe gefälligst im Rentenalter engagieren müsse", sei "respektlos".
Quelle: Ökonom Fratzscher fordert soziales Jahr für Rentner – und erntet viel Kritik

Im Grunde genommen hat er ja Recht damit dass das Rentensystem so nicht weiter funktionieren kann. Aber für die Reform gibt es ja schon gute Vorschläge.
 
Quelle: Ökonom Fratzscher fordert soziales Jahr für Rentner – und erntet viel Kritik

Im Grunde genommen hat er ja Recht damit dass das Rentensystem so nicht weiter funktionieren kann. Aber für die Reform gibt es ja schon gute Vorschläge.
Ich stelle mir bei solch absurden Vorschlägen dann immer den 80jährigen Bauarbeiter mit Rollator vor, der verzweifelt einen 77jährigen Bettlägrigen versorgen will.
Denn - jene, die im Büro oder Amt gearbeitet haben, werden die Auswege aus solch einem hypothetischen System kennen, der normale Arbeiter nicht.
Letztlich sind das alles mehr oder weniger tolle Diskussionsbeiträge in der Öffentlichkeit mit der Intention, dass "Boomer" länger arbeiten sollen.
Etwas missachtet bei all der Diskussion ist die Tatsache, dass insbesondere öffentliche Angestellter/Beamter jene sind, die das System bis Ultimo ausreizen und mit 63 (oder auch früher) in Rente gehen.
 
Quelle: Ökonom Fratzscher fordert soziales Jahr für Rentner – und erntet viel Kritik

Im Grunde genommen hat er ja Recht damit dass das Rentensystem so nicht weiter funktionieren kann. Aber für die Reform gibt es ja schon gute Vorschläge.
Man merkt die Legalisierung von Canabis immer mehr.
Soziqles Jahr für Rentner...ohne Drogen kommste auf so nen Bullshit garnicht... :ugly:
Wobei Beamte die Rentenkasse nicht belasten.
Stimmt, die belasten das komplette Steuersystem Jahrzehnte lang.
 
Man merkt die Legalisierung von Canabis immer mehr.
Soziqles Jahr für Rentner...ohne Drogen kommste auf so nen Bullshit garnicht... :ugly:
Nur Schlagzeile gelesen oder auch den Inhalt dahinter? Der Kerngedanke, Entlastung der jungen Menschen zur wirtschaftlichen Stabilisierung, ist nämlich nicht verkehrt. Aber egal, erst mal einen raushauen, ist ja Montag.

MfG
 
Prinzipiell haben wir bei der Rente die Kernprobnlematik, dass zur Gründung der BRD 6 Einzahler einen Rentner bedieten und heute die Quote bei 2:1 liegt.
Der Grund ist banal, weder die Babyboomer noch die Eltern in der Generation davor haben ausreichend Nachwuchs gezeugt, um das ursprünglich Konzept aus den Beginnerjahren der Weimarer Republik (also die technische Umveretilung) zu finanzieren.
179 Mrd. im Sozialhaushalt = ca. fast 37% vom Gesamthaushalt) ist halt ne Ansage und blockiert im Prinzip jegliche Spielräume für teuere Zukunftsinvestitionen alleine aus den Steuermitteln heraus und ohne Aufnahme von Neuschulden.
Der kritisierte Bereich Arbeit und Soziales ist von 2015 = 126 Mrd. auf nunmehr die besagten 179 Mrd. angesteiegen.
Der Gesamthaushalt von 307 Mrd. auf 495 Mrd..
Screenshot 2025-08-25 110413.png


Gleichzeitig muss mit 2025 bereits 33 Mrd aufgewandt werden, um die aktuellen Schulden zu bedienen.
Das stehen in 2027 dann vorraussichtlich knappe 50 Mrd. zu Schulden und Zinsen.

Einen zu sehr aufgeblähten Staat kann man am Posten "Allg. Finanzverwaltung" sehr gut erkennen = 46 Mrd.

Ob es einem passt oder nicht, faktisch muss man bei allen Ressorts kräftig runterschrauben, will denn die Republik langfristig handlungsfähig bleiben.
So ist das System nicht mehr auf Dauer finanzierbar, ganz einfach.

All diese Statements wie "Soziales Jahr für Rentner, Bürgergeld streichen, höhere Steuern für Besserverdienende sind lediglich Meinungen von jeweiligen Interessensgruppen.
Die Wahrheit ist viel bitterer, ALLE werden kräftigst zu Kasse gebeten werden mussen, ALLE werden schmerzhaft spürbare Einschnitte erleben.
 
Nur Schlagzeile gelesen oder auch den Inhalt dahinter? Der Kerngedanke, Entlastung der jungen Menschen zur wirtschaftlichen Stabilisierung, ist nämlich nicht verkehrt. Aber egal, erst mal einen raushauen, ist ja Montag.
Trotzdem ist der Vorschlag Unsinn.
Ob es einem passt oder nicht, faktisch muss man bei allen Ressorts kräftig runterschrauben, will denn die Republik langfristig handngsfähig bleiben.
So ist das System nicht mehr auf Dauer finanzierbar, ganz einfach.
Klar muss man was machen. Aber welche Regierung hatte denn ein schlüssiges Konzept?
Dass das schmerzhaft für einige Gruppen werden wird, ist klar. Dass das alles Wähler sind, wird sich da kein Politiker dran trauen. Wir wissen ja noch, was mit der SPD geworden ist, als man die Agenda 2010 gemacht hat.
Ergo wird die Politik darauf warten, bis es einem vor die Füße fällt und man was machen muss.
Dasa ist meines Erachtens ähnlich dem Klimawandel. Auch da wartet der Staat, bis es unumgänglich wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Trotzdem ist der Vorschlag Unsinn.
Es geht um das Kernthema und das lautet das zukünftig die "Jungen" wieder ein Jahr Wehrpflicht oder alternativ ein soziales Jahr machen "müssen" und das ist genau der Punkt der praktisch, wirtschaftlich nicht geht und die Sucher nach Alternativen ist absolut legitim und eine Idee wäre eben, beides zu ermöglichen, unter Einbeziehung der genannten Gruppe. Es wäre schön, frei nach den Brainstorm-Regeln, erst einmal überhaupt Ideen zu entwickeln, statt den kleinsten Anflug dessen niederzuargumentieren, ohne das sich daraus eine weitere, vielleicht bessere Idee entwickeln kann.

MfG
 
Aber welche Regierung hatte denn ein schlüssiges Konzept?
Tja, ich mutmaße mal, dass es da weniger um fehlende schlüssige Konzepte geht, sondern um den Mut, diese umzusetzen.
Denn: Wenn das unausweichlich Notwendige begonnen wird, wird jene Partei/Koalition garantiert nicht beim nächsten Mal wiedergewählt.

Denn, man muss an alles ran.

Steuern rauf für alle, Mehrwertsteuer rauf, Reichensteuer einführen, Bürgergeld abschaffen, Rente erst ab 75 etc..
Sprich, die zwingend notwendige "Milei Kettensägereform" wird am Anfang bedeuten, dass hunderttausende sich erst mal wieder unter der Brücke finden werden und dass man nur noch 1/2 oder 2/3 von dem verdient, was man heute für die Arbeit bekommt.
Je früher die Republik mit den Stresstest anfängt, um so erträglicher wird es für den Einzelnen.
In 10 Jahren wird es so richtig weh tun.
 
Prinzipiell haben wir bei der Rente die Kernprobnlematik, dass zur Gründung der BRD 6 Einzahler einen Rentner bedieten und heute die Quote bei 2:1 liegt.
Der Grund ist banal, weder die Babyboomer noch die Eltern in der Generation davor haben ausreichend Nachwuchs gezeugt, um das ursprünglich Konzept aus den Beginnerjahren der Weimarer Republik (also die technische Umveretilung) zu finanzieren.
179 Mrd. im Sozialhaushalt = ca. fast 37% vom Gesamthaushalt) ist halt ne Ansage und blockiert im Prinzip jegliche Spielräume für teuere Zukunftsinvestitionen alleine aus den Steuermitteln heraus und ohne Aufnahme von Neuschulden.
Der kritisierte Bereich Arbeit und Soziales ist von 2015 = 126 Mrd. auf nunmehr die besagten 179 Mrd. angesteiegen.
Der Gesamthaushalt von 307 Mrd. auf 495 Mrd..
Anhang anzeigen 1502362

Gleichzeitig muss mit 2025 bereits 33 Mrd aufgewandt werden, um die aktuellen Schulden zu bedienen.
Das stehen in 2027 dann vorraussichtlich knappe 50 Mrd. zu Schulden und Zinsen.

Einen zu sehr aufgeblähten Staat kann man am Posten "Allg. Finanzverwaltung" sehr gut erkennen = 46 Mrd.

Ob es einem passt oder nicht, faktisch muss man bei allen Ressorts kräftig runterschrauben, will denn die Republik langfristig handlungsfähig bleiben.
So ist das System nicht mehr auf Dauer finanzierbar, ganz einfach.

All diese Statements wie "Soziales Jahr für Rentner, Bürgergeld streichen, höhere Steuern für Besserverdienende sind lediglich Meinungen von jeweiligen Interessensgruppen.
Die Wahrheit ist viel bitterer, ALLE werden kräftigst zu Kasse gebeten werden mussen, ALLE werden schmerzhaft spürbare Einschnitte erleben.
Wenn das wenigstens was Neues wäre! Aber man hat diese Problematik jahrzehntelang "vertagt". Und je länger das so weitergeht, desto herber werden die notwendigen Einschnitte. Dabei kommt nun aber noch das Problem dazu, daß beim kleinen Mann immer weniger zu holen ist. Eine echte Zwickmühle, die nicht mit ein paar Stellschrauben zu lösen ist.
 
In 10 Jahren sind die Kosten für Personal im öffentlichen Dienst schon mal ca. 1/3 weniger als heute.
Der Grund ist relativ banal, man findet keinen Nachwuchs.
Unsere Verwaltung hat einen Altersdurchschnitt von 53,x Jahren. In 5 Jahren ist jeder 4. in Rente.....in 10 Jahren rechnerisch jeder Dritte.
 
Wenn das wenigstens was Neues wäre! Aber man hat diese Problematik jahrzehntelang "vertagt". Und je länger das so weitergeht, desto herber werden die notwendigen Einschnitte. Dabei kommt nun aber noch das Problem dazu, daß beim kleinen Mann immer weniger zu holen ist. Eine echte Zwickmühle, die nicht mit ein paar Stellschrauben zu lösen ist.
Seh ich genau so.
Auch wenn von mir oben stark plakativ geschrieben, dürfte die Wahrheit näher am "Kettensägemassaker a la Milei" denn bei einem "wir schaffen das schon irgendwie" liegen.
In 10 Jahren sind die Kosten für Personal im öffentlichen Dienst schon mal ca. 1/3 weniger als heute.
Der Grund ist relativ banal, man findet keinen Nachwuchs.
Unsere Verwaltung hat einen Altersdurchschnitt von 53,x Jahren. In 5 Jahren ist jeder 4. in Rente.....in 10 Jahren rechnerisch jeder Dritte.
Glaube ich dir gerne.
Mein Obiges war nicht als Vorwurf an jene zu sehen, die im öffentlichen Dienst stehen.
Das ursprünglich angedachte System hatte ihre zweifellose Berechtigung.

Nur laufen eben da wie auch beim Rest der Nation die Kosten aus dem Ruder.
Egal, wie es irgendwer mal irgendwann angehen wird, irgendwer wird sich immer vor den Kopf gestossen fühlen.
 
Seh ich genau so.
Auch wenn von mir oben stark plakativ geschrieben, dürfte die Wahrheit näher am "Kettensägemassaker a la Milei" denn bei einem "wir schaffen das schon irgendwie" liegen.

Glaube ich dir gerne.
Mein Obiges war nicht als Vorwurf an jene zu sehen, die im öffentlichen Dienst stehen.
Das ursprünglich angedachte System hatte ihre zweifellose Berechtigung.

Nur laufen eben da wie auch beim Rest der Nation die Kosten aus dem Ruder.
Egal, wie es irgendwer mal irgendwann angehen wird, irgendwer wird sich immer vor den Kopf gestossen fühlen.
Kann wirklich sein, daß wir die Milei-Nummer fahren müssen. Wenn noch 10 oder 20 Jahre nichts passiert. Dann gibts auch wieder genug Leute für die Verwaltung, weil diese zurechtgestutzt wird. Noch aber sind wir nicht so weit, für Argentinien aber war es die Frage von Kettensäge oder Bankrott.
 
Kann wirklich sein, daß wir die Milei-Nummer fahren müssen. Wenn noch 10 oder 20 Jahre nichts passiert. Dann gibts auch wieder genug Leute für die Verwaltung, weil diese zurechtgestutzt wird. Noch aber sind wir nicht so weit, für Argentinien aber war es die Frage von Kettensäge oder Bankrott.
Die Meinung teile ich.
Ich sage nicht, dass wir es heute in dem Außmaß wie in Argentinien brauchen, aber ne kleine Akku-Kettensäge würde uns vor der kräftigen Benzingetriebenen in 10 Jahren verschonen - so meine ich es.
 
Ich stelle mir bei solch absurden Vorschlägen dann immer den 80jährigen Bauarbeiter mit Rollator vor, der verzweifelt einen 77jährigen Bettlägrigen versorgen will.
Denn - jene, die im Büro oder Amt gearbeitet haben, werden die Auswege aus solch einem hypothetischen System kennen, der normale Arbeiter nicht.
Mich wundert das der Fratzscher so einen krassen Aussetzer hat. So etwas kennt man eigentlich eher von Hans-Werner Sinn. :ugly:
Etwas missachtet bei all der Diskussion ist die Tatsache, dass insbesondere öffentliche Angestellter/Beamter jene sind, die das System bis Ultimo ausreizen und mit 63 (oder auch früher) in Rente gehen.
Richtig! Die werden aber ihre Privilegien niemals aufgeben.
 
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