Neue Bundesregierung 2025

Um am Ende den gleichen Betrag als Geldwerten Vorteil zu haben, ja. Theoretisch auch 400 % im Vergleich zum Verbrenner. Das ist aber nur eine Rechnung ohne thematisch inhaltliche Substanz, oder was willst du damit zum Ausdruck bringen?
Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte ist, dass eine ziemlich massive Förderung von Elektro Dienstwagen bereits besteht.
 
Wenn diejenigen die es ausgeben könnten ohne Förderung nicht die nötige Motivation haben um es auszugeben, dann sollte man evtl. hinterfragen ob die getroffenen Maßnahmen überhaupt von den Menschen gewollt sind.
Starkes Argument, das bringt die Sache 100% auf den Punkt.

Und wenn man sich dann doch für Förderprogramme entscheidet, um die Energiewende voranzubringen, dann muss man auch alle mitnehmen und berücksichtigen, um die nötige Akzeptanz für solch einen Gesellschaftswandel herbeizuführen.

MfG
 
Besseren ÖPNV zu haben, ist sicherlich immer gut; nur halt nicht immer hilfreich.
Ich meine auch nicht, dass der ÖPNV alle Autos ersetzen soll. Jeder Haushalt kann ja ein Auto haben und bei Bedarf nutzen. Ein gut funktionierendes ÖPNV könnte aber dafür sorgen, dass die Fahrten mit dem Auto reduziert werden.

Wenn ich meine Autofahrten von 20k km im Jahr auf 5k im Jahr reduziere, ist ja schon viel gewonnen. Und zwar für alle.

Auto: 15 Min., Bus: etwas über 1 Std.
Das ist ja genau das Problem. Würdest Du mit dem ÖPNV 20 Minuten für die Strecke brauchen, kann das Auto stehen bleiben.

Hätten wir den ÖPNV nicht die letzten 30 Jahre marode gespart, müssten wir uns gar nicht damit auseinander setzen. Warum sind aber etliche Milliarden klimaschädliche Subventionen möglich aber keine 5 Milliarden für den ÖPNV? Das macht doch keinen Sinn.

In meiner alten Heimat fährt der Zug nach Leipzig zukünftig nicht mehr im 30 Minuten Takt, sondern nur noch einmal pro Stunde. In der Folge werden wohl zukünftig wieder mehr Autos nach Leipzig fahren und die werden dann auch kein Deutschlandticket mehr haben. Zur CO2 Reduzierung wird das Wahrscheinlichkeit nicht beitragen.

An die Menschen im Osten signalisiert es nur: ihr interessiert uns nicht. Und wenn der Ossi meckert, spielt das keine Rolle, der meckert ja immer. Das Resultat dessen sitzt im Bundestag und torpediert unsere Demokratie. Aber wenigstens kann der Projektleiter in Firma XY mit seinem subventionierten 70k € E-Auto rumfahren.
 
Das ist ja genau das Problem. Würdest Du mit dem ÖPNV 20 Minuten für die Strecke brauchen, kann das Auto stehen bleiben.
Egal wie viel Geld du in den ÖPNV pumpst, du kannst nicht sinnvoll von jedem beliebigen Punkt X eine direkte Verbindung zum Zielpunkt einrichten. Im Falle meiner Schwiegermutter läuft man 15 Minuten zur Buslinie, die in ihren Stadtteil fährt und von der dortigen Haltestelle noch einmal 15 Minuten bis zu ihrem Haus. Und trotzdem mach das mal mit dem Wocheneinkauf. Viel Spaß!

Hätten wir den ÖPNV nicht die letzten 30 Jahre marode gespart, müssten wir uns gar nicht damit auseinandersetzen. Warum sind aber etliche Milliarden klimaschädliche Subventionen möglich aber keine 5 Milliarden für den ÖPNV? Das macht doch keinen Sinn.
Der konkrete Fall ist auch vor 30 Jahren nicht besser gewesen. Der Bus dahin fährt unter der Woche im 20-Minuten-Takt. Doch ÖPNV fährt halt eine Linie ab; Haltestelle für Haltestelle. Nur in den seltensten Fällen gibt es eine Schnellverbindung. Und das kostet einfach Zeit. Dazu dann noch mehr als nur einen Rucksack transportieren müssen, macht es schon deutlich ätzender. Ich kann mir nicht vorstellen, wie mehr Geld das besser machen würde.

Erkläre doch mal konkret, was Geld dort wie zum Positiven verändern würde?

Selbstverständlich profitierst du vom Bürgergeld.
Weil es das Bürgergeld gibt, hast du mehr Gehalt. Gäbe es kein Sozialsystem, könnte der Arbeitgeber das Gehalt seiner Mitarbeiter drücken.
Naja. Mindestlohn ist da wohl eher der Schutzzaun vor Ausbeutung.

Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte ist, dass eine ziemlich massive Förderung von Elektro Dienstwagen bereits besteht.
Für den Nutzer des Dienstwagens, ja. Für den Besitzer aber noch nicht wirklich.

Wenn diejenigen die es ausgeben könnten ohne Förderung nicht die nötige Motivation haben um es auszugeben, dann sollte man evtl. hinterfragen ob die getroffenen Maßnahmen überhaupt von den Menschen gewollt sind.
Ist mir zu einfach gedacht. Wenn es danach ginge, würden wir noch immer Atommüll und Chemikalien in der Nordsee verklappen, der Rhein und viele andere Flüsse wären tot und Wald gäbe auch nicht mehr in D, während die Luft voll von Smog wäre. :ka:
 
Zuletzt bearbeitet:
Und trotzdem mach das mal mit dem Wocheneinkauf.
Machst den täglich?
du kannst nicht sinnvoll von jedem beliebigen Punkt X eine direkte Verbindung zum Zielpunkt einrichten
Das sollte nicht der Anspruch an den ÖPNV sein.
läuft man 15 Minuten
Laufe ich auch von der U-Bahn bis nach Hause wenn ich den Bus verpasst habe und er länger als 8 Minuten braucht um da zu sein.

Erkläre doch mal konkret, was Geld dort wie zum Positiven verändern würde?
Züge/Busse können öfter fahren, sie könnten zu späteren Zeiten fahren, man könnte Strecken sanieren, neue Strecken bedienen. Alles würde Den ÖPNV flexibler machen und die Zeit, die benötigt wird um von A nach B zu kommen würde reduziert werden. Das alles würde den ÖPNV attraktiver und flexibler machen.

Die neue U5 in Hamburg baut sich eben nicht ohne Geld.

Hatten wir aber hier alles schon. Wenn ich mit dem Auto knapp 30 Minuten zur Arbeit brauche, mit dem ÖPNV aber über 1,25h brauche mit etlichen Umstiegen, der Gefahr von nicht fahrenden Zügen und Verspätungen, logisch, dann fahre ich mit dem Auto.

Alle die einen Firmenwagen haben, haben auch eine Tankkarte. Was ist die Folge? Die fahren auch 3km mit dem Auto zur Arbeit. Wenn es das Ziel ist unsere Lebensgrundlage so schnell wie möglich kaputt zu bekommen und die Straßen mit dicken SUVs vollzustopfen, ist es natürlich sinnvoll Autos zu subventionieren und den ÖPNV auszudünnen.

Die Konsequenz ist eben, dass die Menschen in die Großstädte ziehen und die Mieten noch weiter steigen. Kleinstädte dünnen aus und sterben weg.

Der konkrete Fall ist auch vor 30 Jahren nicht besser gewesen.
Es geht darum, dass die Situation heute besser sein könnte und sollte. Teilweise ist sie aber noch schlechter als vor
 
Das Dienstwagenprivileg zerstört die Mobilitätswende genauso, wie die Pendlerpauschale. Das gesparte Geld sollte direkt in den öffentlichen Personenverkehr fließen.
Du nimmst indirekt an, dass wenn man mehr in den ÖPNV investiert viele Leute diesen nutzen würde statt das Auto zu nehmen. Das halte ich für grundsätzlich nicht zutreffend. Man hat ähnliches schon mit dem Ausbau der Radinfrastruktur in vielen Städten gesehen, wo mittlerweile widerlegt ist, dass der Radverkehr signifikant gestiegen wäre. Statt dessen ist sogar der Autoverkehr gestiegen.

Die von dir propagierte "Mobilitätswende" möchte bis auf eine max. ~15% Minderheit niemand in Deutschland.
Die Pendlerpauschale kriegt man übrigens auch wenn man die Strecke zu Fuß gehen würde.
 
Das Dienstwagenprivileg zerstört die Mobilitätswende genauso, wie die Pendlerpauschale. Das gesparte Geld sollte direkt in den öffentlichen Personenverkehr fließen.
deshalb wird es jetzt auf Eu Ebene geregelt
Du nimmst indirekt an, dass wenn man mehr in den ÖPNV investiert viele Leute diesen nutzen würde statt das Auto zu nehmen. Das halte ich für grundsätzlich nicht zutreffend. Man hat ähnliches schon mit dem Ausbau der Radinfrastruktur in vielen Städten gesehen, wo mittlerweile widerlegt ist, dass der Radverkehr signifikant gestiegen wäre. Statt dessen ist sogar der Autoverkehr gestiegen.

Die von dir propagierte "Mobilitätswende" möchte bis auf eine max. ~15% Minderheit niemand in Deutschland.
Die Pendlerpauschale kriegt man übrigens auch wenn man die Strecke zu Fuß gehen würde.
bei uns steigt der Radverkehr imens. Dieses Jahr ist es sehr deutlich zu merken
 
viele Leute diesen nutzen würde statt das Auto zu nehmen.
Investitionen in den ÖPNV wären nur ein Teil zum Erreichen der Mobilitätswende. Der Ausbau der Fahrradinfrastruktur und weniger Platz für Autos sind weitere notwendige Faktoren. Und natürlich höhere Preise für Treibstoff sowie weniger Subventionen für den Individualverkehr.
möchte bis auf eine max. ~15% Minderheit niemand in
Es ist völlig irrelevant wer das möchte. Es geht um die Notwendigkeit.

Man hat ähnliches schon mit dem Ausbau der Radinfrastruktur in vielen Städten gesehen, wo mittlerweile widerlegt ist, dass der Radverkehr signifikant gestiegen wäre.
Hast Du dafür eine Quelle?
 
Das sollte nicht der Anspruch an den ÖPNV sein.
Eben, es ist völlig utopisch zu glauben dass das passieren wird. Langfristig müssen wir als Gesellschaft uns damit abfinden dass wir uns was das angeht einschränken müssen. Man kann doch nicht ernsthaft glauben dass man einfach alle Verbrenner im Individualverkehr mit E-Autos tauscht und dann ist alles gut.
 
In Paris gehen die gemessenen Temperaturen schon herunter. Die machen konsequent Parkplätze zu Baumbeeten und verbannen die Autos aus der Altstadt. Anne Hidalgo ist eine sehr weitsichtige Bürgermeisterin
 
In Paris gehen die gemessenen Temperaturen schon herunter. Die machen konsequent Parkplätze zu Baumbeeten und verbannen die Autos aus der Altstadt. Anne Hidalgo ist eine sehr weitsichtige Bürgermeisterin
In Deutschland ist Tübingen ein gutes Beispiel. Wo Boris Palmer Oberbürgermeister ist.
Man kann ja von ihm halten was man will. Aber der zieht das durch und will die Stadt bis 2030 klimaneutral machen.
 
In Deutschland ist Tübingen ein gutes Beispiel. Wo Boris Palmer Oberbürgermeister ist.
Man kann ja von ihm halten was man will. Aber der zieht das durch und will die Stadt bis 2030 klimaneutral machen.
Abwarten ob das was er will auch vom Gemeinderat mitgetragen wird. So ein Bürgermeister ist recht einsam wenn ihm die Mehrheiten fehlen. Btw halte ich 2030 nicht nur für sehr ambitioniert sondern als völlig utopisch. Es reicht halt nicht Parkgebühren zu erhöhen und Autos aus der Stadt zu verbannen.
 
Abwarten ob das was er will auch vom Gemeinderat mitgetragen wird. So ein Bürgermeister ist recht einsam wenn ihm die Mehrheiten fehlen. Btw halte ich 2030 nicht nur für sehr ambitioniert sondern als völlig utopisch. Es reicht halt nicht Parkgebühren zu erhöhen und Autos aus der Stadt zu verbannen.
Mehr macht er schon. Aber er meinte auch das gewisse Vorschriften ihn an manchen Plänen hindern würden.
Ob er das alles bis 2030 schafft da bin ich auch skeptisch. Aber er ist sehr engagiert und mit Leidenschaft dabei.
Das würde ich mir von vielen Bundespolitikern auch wünschen.
 
Was Boris Palmer bei Lanz auch gesagt hatte war Folgendes.:

"Zur Debatte "Klimaschutz versus Wirtschaft" sagte Palmer:
"Die Klimaschutzbewegung hat seit langem erkannt, dass langfristiges Wirtschaften nicht funktioniert, wenn man das Klima zerstört. (…) Was sie noch akzeptieren muss, ist, dass langfristiger Klimaschutz nicht funktioniert, wenn er der Wirtschaft schadet."

"Wir müssen es schaffen, dass Wirtschaft, Lebensqualität, Wohlstand und Klimaschutz gemeinsam vorankommen.„
Boris Palmer (parteilos), Oberbürgermeister von Tübingen
Quelle

Eine sehr bodenständige Feststellung, ergänzen würde ich an der Stelle noch das Wort Gesellschaft, was dann auch alle Gesellschaftsschichten inkludiert und damit auch die soziale Frage.

MfG
 
Ich denke auch das man das sozial verträglich hinbekommen kann.
Man kann jedenfalls nicht immer sagen die Leute sollen verzichten.
Gerade die Menschen die weniger Geld haben, die haben ohnehin schon einen viel besseren ökologischen Fußabdruck.
 
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