Neue Bundesregierung 2025

Diese sind bevorzugt einzustellen und zu befördern.
Warum?
Auch die "Minderheit" der Frauen müssen nicht bevorzugt eingestellt und befördert werden.
Es geht um die Qualifikation eines Angestellten/Bewerbers und nicht um irgendetwas Anderes!

Hautfarbe? Unwichtig!
Geschlecht? Unwichtig!
Geburtsort? Unwichtig!
Schwanger? Unwichtig!
Parteibuch? Unwichtig!
Haarfarbe? Unwichtig!
Veganer? Unwichtig!

Was haben alle oben genannten Kriterien miteinander Gemeinsam?

Richtig!
Fragen dazu sind in Bewerbungsgesprächen nicht zugelassen und können einen Arbeitgeber in ordentliche Schwierigkeiten bringen.

Warum?

Weil:

Dieses Gesetz schließt im Prinzip die Bevorzugung von Frauen oder Migranten aus, widerspricht also der berüchtigten "Frauenquote"?!
Und selbst im Grundgesetz steht:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Frauenquote?
Migranten bevorzugt einstellen?

Widerspricht irgendwie noch einmal unserer Gesetzgebung, oder? :schief:

*mic drop*

weißen Männern mittleren Alters ohne Kinder in der Mietwohnung, die auch Auto fahren und Fleisch essen
Die sind leider ausgestorben mittlerweile :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Der zweite Satz in Art. 3 Abs. 2 "Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin." sollte auf Abs.3 ausgeweitet werden und in ""Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung aller Menschen und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin." geändert. Gerne als neuer Absatz 4.
 
Klingt schön und gut auf dem Papier. Hindert trotzdem einen Arbeitgeber nicht daran in der Realität Frauen mit Kopftuch und allgemein "braune" Menschen bewusst nicht einzustellen. Solange er auch keine rassistische Begründung für die Absage gibt, kann ihm keiner was.

Genau dem sollen diese sogenannten positive Diskriminierungen entgegenwirken, indem Unternehmen eine gewisse Quote an Frauen und Migranten beschäftigen muss. Ja, ist nicht ideal, aber wir leben auch in keiner idealen Welt und wer glaubt, dass nur weil es ein Gleichbehandlungsgesetz gibt, Rassisten nicht daran hindert andere Menschen ungleich zu behandeln, muss schon ziemlich naiv sein. Sorry.
 
indem Unternehmen eine gewisse Quote an Frauen und Migranten beschäftigen muss
Ein echter Rassist wird trotz Gesetz auch so keine Migranten einstellen, jedenfalls nicht offiziell.
Das bewirkt einfach null komma null.
Wer Frauen hasst, der wird auch keine Frau einstellen, sondern eine entsprechende Bewerbung mit "aktuell kein Bedarf" ablehnen.
Man kann und sollte keinen Arbeitgeber zur Einstellung irgendeines Menschen zwingen.
Man wartet "zur Not" einfach auf die nächste Bewerbung, die ein paar Tage später eintrifft und wo man mehr fachliche Qualifikation sieht und stellt dann halt "Hans Günther" ein und nicht "Achmed", selbst wenn dieser deutlich geeigneter wäre.
Gleiches gilt doch auch bei der "Frauenquote"...
Man stellt "Gisela" ein obwohl der "Hans Günther" den Job eigentlich besser kann nur weil man irgendwie gezwungen wird.
Kann doch nicht funktionieren...

Was dann im Graubereich passiert beschäftigt sicherlich unsere Gerichte auf lange Zeit.

Aber man darf daraus auf keinen Fall eine irgendwie geartete Bevorzung von bestimmten Menschen konstruieren.
Das hilft einfach Niemandem und ist halt auch eigentlich Gesetzeswidrig.
 
Gleiches gilt doch auch bei der "Frauenquote"...
Man stellt "Gisela" ein obwohl der "Hans Günther" den Job eigentlich besser kann nur weil man irgendwie gezwungen wird.
Kann doch nicht funktionieren...
Ist das denn wirklich so? Keiner stellt unqualifiziertere Bewerber ein, nur weil es eine Quote dazu gibt. Das mag in seltenen Fällen vielleicht mal vorkommen, aber grundsätzlich ja wohl nicht. Dafür gibt es ja in manchen Unternehmen auch mittlerweile Gleichstellungsbeauftragte.

Außerdem impliziert dein Beispiel so ein schwarz/weiß-Schema. Als ob die Frau öfters bei Bewerbungen die ungeeignetere Person sei^^
Bevorzugungen sind auch ungerecht!
Wieso? Jeden gleich zu behandeln ist ungerecht. Jemand mit körperlichen und psychischen Handicaps muss in der Gesellschaft teilweise Bevorzugungen erhalten. Generell schwächere Mitglieder dieser Gesellschaft sollten auch eine Chance haben. Ansonsten hat man dieses Klassismus-Denken.
 
Wieso? Jeden gleich zu behandeln ist ungerecht. Jemand mit körperlichen und psychischen Handicaps muss in der Gesellschaft teilweise Bevorzugungen erhalten. Generell schwächere Mitglieder dieser Gesellschaft sollten auch eine Chance haben. Ansonsten hat man dieses Klassismus-Denken.
Menschen mit Handicaps arbeiten oft zu Hungerlöhnen in Behindertenwerkstätten.

Und wie ist das mit normalen Bewerbungen auf dem ersten Arbeitsmarkt?

Wenn sich z.B. ein Deutscher als Programmierer bewirbt. Und ein gutes Zeugnis hat.
Aber der aus Indien genommen wird nur weil er Migrant ist.
Das ist doch nicht gerecht!
 
Es ist vorallem ein Mittel der besitzenden und privilegierten Klasse, dass man "unter sich" bleiben kann. Denn in den Kreisen und Schichten wo man sich mit der Frauenquote bewegt, ist vorallem der Stallgeruch der sozialen Herkunft wichtig. Also das kulturelle, soziale, ökonomische und symbolische "Kapital", dass man durch Geburt in diese Schicht erworben hat.
Wenn man etwas an den Verhältnissen ändern wollte, dann bräuchte man vielmehr eine Quote für Personen aus den unteren sozialen Schichten.
 
Ich habe mich nur auf den BS von @seahawk bezogen, welcher vorgeschlagen hat, dass Migranten (und vermutlich auch Frauen) bevorzugt eingestellt werden müssen.

Natürlich ist das komplett realitätsfern und niemals durch zu setzen im Alltag.

Ich frage mich halt, wozu braucht es eine Frauenquote und gleichzeitig einen Gleichstellungsbeauftragten (m/w/d)...
Das widerspricht sich doch!
Und die Gesetzgebung kann halt nicht gleichzeitig die totale Gleichberechtigung jedes Menschen fordern, wenn man dann aber nebenbei die Arbeitgeber "nett fragt":

"Warum habt ihr so wenig Frauen/Migranten/Menschen mit Behinderung in eurem Betrieb?"

Die normale und ehrliche Antwort, wie du sie ja auch glaube ich verstehst wäre:

"Wir haben keine Frau/Migrant/Mensch mit Behinderung gefunden, welcher für den Job qualifiziert wäre."

Ende der Geschichte.

Aber dann kommt halt so ein Blödsinn ins Gespräch:
sowie es eine Frauenförderung gibt, muss es eine Migrant*innenförderung geben. Diese sind bevorzugt einzustellen und zu befördern.

Was soll man dazu sonst sagen?

PS: Ich war zu langsam, die Antwort bezieht sich auf den letzten Beitrag von @AzRa-eL ^^
 
Menschen mit Handicaps arbeiten oft zu Hungerlöhnen in Behindertenwerkstätten.
Gilt da nicht auch der Mindestlohn?

Ich weiß es ehrlich nicht und würde mich ganz doll echauffieren, wenn es nicht so ist :what:

Irgendwie impliziert das Wort "Mindestlohn" ja, dass man mindestens so und so viel Lohn bekommt :huh:
 
Menschen mit Handicaps arbeiten oft zu Hungerlöhnen in Behindertenwerkstätten.
Ja, eben. Das bestätigt doch nur meine Annahme. Menschen mit Handicaps können aus gesundheitlichen Gründen nicht so viel leisten, wie kerngesunde. Bei einer positiven Diskriminierung sollten diese Menschen trotz Handicaps jedoch gleich verdienen können. Ihre Leistungen müssen ja honoriert werden und nicht die bloße Stunde an Arbeit, die sie gar nicht in dem Umfang wie ein gesunder Mensch leisten können.
Und wie ist das mit normalen Bewerbungen auf dem ersten Arbeitsmarkt?

Wenn sich z.B. ein Deutscher als Programmierer bewirbt. Und ein gutes Zeugnis hat.
Aber der aus Indien genommen wird nur weil er Migrant ist.
Das ist doch nicht gerecht!
Ein Unternehmen soll dafür sorgen, dass es allgemein Menschen aus allen Schichten und Herkunften einstellt. Darum geht es doch im Gleichbehandlungsgesetz. Verstehe nicht, wieso überhaupt Deutscher vs Inder gegenübergestellt werden muss. Genau von dieser seltsamen Denke sollte man sich mal endlich verabschieden.
"Warum habt ihr so wenig Frauen/Migranten/Menschen mit Behinderung in eurem Betrieb?"

Die normale und ehrliche Antwort, wie du sie ja auch glaube ich verstehst wäre:

"Wir haben keine Frau/Migrant/Mensch mit Behinderung gefunden, welcher für den Job qualifiziert wäre."

Ende der Geschichte.
Und genau diese Geschichte würde ich mal sehr in Frage stellen. Wieder impliziert sie, dass es unter den aufgezählten Menschengruppen keine qualifizierte Fachkräfte gäbe. Das ist doch Quatsch.
 
Ja, eben. Das bestätigt doch nur meine Annahme. Menschen mit Handicaps können aus gesundheitlichen Gründen nicht so viel leisten, wie kerngesunde. Bei einer positiven Diskriminierung sollten diese Menschen trotz Handicaps jedoch gleich verdienen können. Ihre Leistungen müssen ja honoriert werden und nicht die bloße Stunde an Arbeit, die sie gar nicht in dem Umfang wie ein gesunder Mensch leisten können.
Das ist ein Vorurteil das sie nicht soviel leisten können. Viele sind nah dran am ersten Arbeitsmarkt.
Und die meisten Arbeiten die dort gemacht werden, die machen andere auch nicht schneller und besser.
Deswegen sollte sie auch mehr verdienen. 2 Euro die Stunde ist ein Witz!

Verstehe nicht, wieso überhaupt Deutscher vs Inder gegenübergestellt werden muss. Genau von dieser seltsamen Denke sollte man sich mal endlich verabschieden.
Wie hätte ich es denn sonst formulieren sollen? Nicht-Migrant und Migrant?
Es ging um Seahawks ursprüngliche Aussage, dass Migranten bei Einstellungen bevorzugt werden sollten!
 
Verstehe nicht, wieso überhaupt Deutscher vs Inder gegenübergestellt werden muss
Wieder impliziert sie, dass es unter den aufgezählten Menschengruppen keine qualifizierte Fachkräfte gäbe
Du missverstehst vollkommen meine Aussage.

Ich sage:

"Es geht um die Qualifikation des Menschen"

Andere sagen dagegen:

"Es geht um Frauen/Migranten/whatever"

Ich sage:
Hautfarbe? Unwichtig!
Geschlecht? Unwichtig!
Geburtsort? Unwichtig!
Schwanger? Unwichtig!
Parteibuch? Unwichtig!
Haarfarbe? Unwichtig!
Veganer? Unwichtig!

Andere sagen:
sowie es eine Frauenförderung gibt, muss es eine Migrant*innenförderung geben. Diese sind bevorzugt einzustellen und zu befördern.

Gefördert sollte jeder Mensch werden, aber es sollte darf kein Mensch bevorzugt werden!

Das ist halt echte Gleichberechtigung.
 
Ich frage mich halt, wozu braucht es eine Frauenquote und gleichzeitig einen Gleichstellungsbeauftragten (m/w/d)...
Das widerspricht sich doch!

Ich habe schon Ausschreibungen für "Gleichstellungsbeauftragte (w)" gesehen. Männer waren kategorisch ausgeschlossen.

Das ist der Unterschied zwischen "Gleichberechtigung", also alle Gruppen haben die gleichen Rechte, etwas aus ihrer Lage zu machen, und "Gleichstellung", also alle Gruppen werden in die gleiche Lage gebracht, ungeachtet sonstiger Eigenschaften und Aktivitäten.

Und wohlgemerkt geht es dabei um die Gruppen als ganzes bzw. deren Durchschnitt. Wenn also irgendwo ein Mann aus gutem Hause einen Managamentposten mit Millionengehalt bekommt, weil sein Onkel ihn damals in die richtige Burschenschaft geschickt hat, dann gehört es zum Konzept, am anderen Ende 100 Arbeitersöhnen die Einstellung zu verweigern, damit im Schnitt das Einkommen einer Frau rauskommt, die deswegen eine schlecht bezahlte Stelle als Friseurin hat, weil sie gerne was mit Haaren und Beauty und keinesfalls einen drögen Ingenieursjob haben wollte.


Ja, eben. Das bestätigt doch nur meine Annahme. Menschen mit Handicaps können aus gesundheitlichen Gründen nicht so viel leisten, wie kerngesunde. Bei einer positiven Diskriminierung sollten diese Menschen trotz Handicaps jedoch gleich verdienen können. Ihre Leistungen müssen ja honoriert werden und nicht die bloße Stunde an Arbeit, die sie gar nicht in dem Umfang wie ein gesunder Mensch leisten können.

"Müssen" ihre Leistungen honoriert werden? Das Leistungsprinzip, so wie es bei uns praktiziert wird, sagt nein: Menschen werden nicht danach beurteilt, wie viel Mühe sie sich geben, sondern wie viel jemand anderes für die Produkte ihrer Arbeit zahlt. Wenn jemand geistig dazu nur in der Lage ist, Kugelschreiber im Wert von 5 € pro Stunde zu montieren, ""verdient"" der nach geltender Vorstellung also weniger, als jemand der Erdbeeren für 50 € pflückt oder jemand, der Autoteile im Wert von 500 € anfertigt. Man könnte jetzt sagen, dass der Unterschied zwischen ersteren beiden ausgeglichen werden muss. Aber warum eigentlich zwischen der ersten und der dritten Person? Und warum gleicht man das Gehalt des Erdbeerpflückers nicht an das des Erdölkonzernleiters an, dessen Arbeit mit 5000000/h bewertet wird? Alle vier sind gleich fleißig, aber die Leistungsgesellschaft behandelt sie Dinger von verschiedenen Sternen.

Dieses Prinzip nur bei "Behinderten" in Frage zu stellen, ist ziemlich willkürlich. Und genauso willkürlich ist die Definition, was überhaupt als Behinderung zählt. Mangelnde geistige Belastbarkeit zählte zum Beispiel lange Zeit nicht dazu und wird bis heute angezweifelt oder ignoriert (Stichwort Post Covid), Personen mit Down-Syndrom bestehen darauf, ganz normal zu sein und niemand käme auf die Idee, Personen mit "Eulen"-Biorythmus eine Entschädigung zu zahlen, obwohl zahlreiche Studien nachgewiesen haben, dass sie unter den von der Gesellschaft vorgeschrieben Tagesrythmen leiden und insbesondere durch frühen Schulbeginn systematisch in ihren Chancen beschnitten werden.

Ab einem gewissen Grad der Behinderung sollte man sich zudem fragen, was eigentlich Ziel der Sache ist: Gleichstellung um jeden Preis oder ein angenehmes Leben für möglichst viele? Wenn der Aufwand soweit geht, dass jemand über weite Teile seiner Schul- und Arbeitszeit oder gar in seinem gesamten Tagesablauf individuelle Assistenz erfordert, nur um am Ende trotzdem eine weit unterdurchschnittliche Leistung abzuliefern, wird Inklusion imho fragwürdig. Am Ende führt die so unterstützte Person ein schlechtes, stressiges Arbeitsleben, aber die gesellschaftlichen Kosten für die Assistenten entsprechen den Kosten eines guten, arbeitsfreien Lebens. Warum nicht letzteres direkt ermöglichen, sondern eine kaum arbeitsfähige Person zur Arbeit zwingen? Nur damit sie sich "dazugehörig" fühlen kann? Für fünf Sekunden mit geschlossen Augen, weil sowohl berufliche Wertschätzung noch normale private Teilhabe an den harten Unterschieden scheitern? Ich käme auch nicht auf die Idee, Bundesliga-Fußballern Metallkugeln ans Bein zu binden, damit ich Fußballunfähiger mich "dazugehörig" = auf gleichem Niveau (nicht-)spielen kann.
 
"Müssen" ihre Leistungen honoriert werden? Das Leistungsprinzip, so wie es bei uns praktiziert wird, sagt nein: Menschen werden nicht danach beurteilt, wie viel Mühe sie sich geben, sondern wie viel jemand anderes für die Produkte ihrer Arbeit zahlt. Wenn jemand geistig dazu nur in der Lage ist, Kugelschreiber im Wert von 5 € pro Stunde zu montieren, ""verdient"" der nach geltender Vorstellung also weniger, als jemand der Erdbeeren für 50 € pflückt oder jemand, der Autoteile im Wert von 500 € anfertigt. Man könnte jetzt sagen, dass der Unterschied zwischen ersteren beiden ausgeglichen werden muss. Aber warum eigentlich zwischen der ersten und der dritten Person? Und warum gleicht man das Gehalt des Erdbeerpflückers nicht an das des Erdölkonzernleiters an, dessen Arbeit mit 5000000/h bewertet wird? Alle vier sind gleich fleißig, aber die Leistungsgesellschaft behandelt sie Dinger von verschiedenen Sternen.

Dieses Prinzip nur bei "Behinderten" in Frage zu stellen, ist ziemlich willkürlich. Und genauso willkürlich ist die Definition, was überhaupt als Behinderung zählt. Mangelnde geistige Belastbarkeit zählte zum Beispiel lange Zeit nicht dazu und wird bis heute angezweifelt oder ignoriert (Stichwort Post Covid), Personen mit Down-Syndrom bestehen darauf, ganz normal zu sein und niemand käme auf die Idee, Personen mit "Eulen"-Biorythmus eine Entschädigung zu zahlen, obwohl zahlreiche Studien nachgewiesen haben, dass sie unter den von der Gesellschaft vorgeschrieben Tagesrythmen leiden und insbesondere durch frühen Schulbeginn systematisch in ihren Chancen beschnitten werden.

Ab einem gewissen Grad der Behinderung sollte man sich zudem fragen, was eigentlich Ziel der Sache ist: Gleichstellung um jeden Preis oder ein angenehmes Leben für möglichst viele? Wenn der Aufwand soweit geht, dass jemand über weite Teile seiner Schul- und Arbeitszeit oder gar in seinem gesamten Tagesablauf individuelle Assistenz erfordert, nur um am Ende trotzdem eine weit unterdurchschnittliche Leistung abzuliefern, wird Inklusion imho fragwürdig. Am Ende führt die so unterstützte Person ein schlechtes, stressiges Arbeitsleben, aber die gesellschaftlichen Kosten für die Assistenten entsprechen den Kosten eines guten, arbeitsfreien Lebens. Warum nicht letzteres direkt ermöglichen, sondern eine kaum arbeitsfähige Person zur Arbeit zwingen? Nur damit sie sich "dazugehörig" fühlen kann? Für fünf Sekunden mit geschlossen Augen, weil sowohl berufliche Wertschätzung noch normale private Teilhabe an den harten Unterschieden scheitern? Ich käme auch nicht auf die Idee, Bundesliga-Fußballern Metallkugeln ans Bein zu binden, damit ich Fußballunfähiger mich "dazugehörig" = auf gleichem Niveau (nicht-)spielen kann.
Du hast echt keine Ahnung von behinderten Menschen. Und das ist sehr herabwertend, fast schon verachtend was du da schreibst. Ich habe selber 16 Jahre in einer Behindertenwerkstatt gearbeitet. Ja es werden dort sehr simple Arbeiten gemacht. Wo die Stückpreise nicht besonders hoch sind. Aber sie müssen gemacht werden! Und es gibt Termine bis wann sie fertig sein müssen. Wie auf dem ersten Arbeitsmarkt! Die Menschen die solche Arbeiten machen sind nicht automatisch dumm. Ich habe solche Arbeiten auch gemacht. Und "kaum arbeitsfähige" Personen sind Schwerstbehinderte, welche nur einen kleinen Teil der Beschäftigten in den Behindertenwerkstätten ausmachen. Die meisten machen gute Arbeit und sollten auch mehr Lohn dafür bekommen.

Und genauso willkürlich ist die Definition, was überhaupt als Behinderung zählt. Mangelnde geistige Belastbarkeit zählte zum Beispiel lange Zeit nicht dazu und wird bis heute angezweifelt oder ignoriert (Stichwort Post Covid)
Es gibt zahlreiche psychische Erkrankungen wobei Menschen keinen Stress abkönnen. Das wird von Psychologen und Ärzten bescheinigt. Und daran ist auch nichts willkürlich! Ich habe auf meine psychische Erkrankung 50% Schwerbehinderung. Seit 17 Jahren!

Du hast einfach keine Ahnung! Aber polterst wieder rum!

Naja, ist wohl auch Off-Topic mitlerweile.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe schon Ausschreibungen für "Gleichstellungsbeauftragte (w)" gesehen. Männer waren kategorisch ausgeschlossen.
Schon besser so. Männer tun sich in dieser Sache seltsam schwer damit, des Pudels Kern im Spiegel zu erkennen. Welche Frau will sich schon von einem Mann die Benachteiligung der Frau mansplainen lassen, oder wie sich das anfühlt?

"Müssen" ihre Leistungen honoriert werden?
Nein. Deswegen werden sie auch nicht honorierend bezahlt. Sie bekommen sogar noch weniger, als sie leisten. Vielleicht 200€ im Monat, unabhängig vom zeitlichen Aufwand. Unter der neuen Regierung wird dabei auch nix verbessert werden.

Dieses Prinzip nur bei "Behinderten" in Frage zu stellen, ist ziemlich willkürlich. Und genauso willkürlich ist die Definition, was überhaupt als Behinderung zählt.
Behinderung im Allgemeinen meint, dass eine Person in ihrer Teilhabe signifikant eingeschränkt ist - insofern dieser Umstand als ungerechnet festgestellt wird, sollte dem entgegen gewirkt werden.

Behindertenwerkstätten sollen eigentlich den Behinderten helfen, sind aber eine Institution der modernen Sklaverei. Ich stimme dir aber zu, @ruyven_macaran, dass nicht zwischen Menschen mit und ohne Behinderung aufgeteilt werden sollte, wenn ich dich richtig verstanden habe. Die Grenze liegt auch nicht bei 1500€ oder 2500€ pro Monat, sondern beim Vielfachen. Niemand kann mir weismachen, dass ein Milliardär adäquat entlohnt wird, wenn man sich solche Missstände ansieht.
 
Das was positiv ist, dass in den Behindertenwerkstätten relativ gut in die Rentenkasse eingezahlt wird.
Wohl auch durch staatliche Zuschüsse.
 
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