Mobilfunkanbieter blockiert Werbung: Beteiligung an Werbeeinahmen von Google und Co gefordert

PCGH-Redaktion

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Mit Digicel setzt erstmals ein Mobilfunkbetreiber die Technologie des amerikanisch-israelischen Unternehmens Shine ein, um Werbeinhalte zu blockieren. Das geschieht freilich nicht ohne Hintergedanken, denn es geht um nichts Geringeres als um eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen von Google, Facebook und Co. Bisher setzt der weltweit tätige Netzbetreiber die Technologie nur in Jamaica ein.

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Versteht mich nicht falsch, ich verabscheue Werbung... Aber dieses Verhalten eines Mobilfunkanbieters ist in meinen Augen echt mal das Allerletzte ^^ Der Kunde schließt mit dem Mobilfunkanbieter einen Vertrag. Der Kunde bezahlt Geld, und der Anbieter liefert dafür Daten. Wenn jetzt plötzlich der Anbieter auch noch vom Webhoster Geld will, weil scheinbar das Geld vom Kunden nicht mehr ausreicht, dann ist das völlig absurd. Sollen sie halt die Preise erhöhen, wenn es nicht anders geht. Aber nicht einfach bestimmte Inhalte nicht mehr übertragen :nene:

Sonst kommt nämlich irgendwann der Tag, wo ich PCGH nicht mehr aufrufen kann, weil PCGH ihr Schutzgeld an T-Mobile nicht überwiesen hat :ugly:
 
Empfinde ich als Frechheit. Provider kriegen doch ihr Geld von ihrer zahlenden Kundschaft, andere müssen für ihre Einnahmen Werbung schalten. Google mag das vielleicht verkraften können, wenn sie was abdrücken sollen, aber kleinere Anbieter schwimmen gewiss nicht in Geld. Sollen die Provider doch höhere Gebühren einfordern von ihren Kunden, wenn das Geld angeblich nicht reicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist keine schlechte Idee. Schließlich nagt die Werbung nur unnötig am ohnehin schon knappen Datenvolumen. Wäre gut, wenn Vodafone das auch machen würde. :daumen:
 
Ganz ehrlich ?
Bringt mir nix, habe eh schon den ADBlocker am Handy. Gerade am IPhone ist das so extrem schlimm auf PCGH das ich einfach einen brauche. Sorry, aber es geht nicht anders. Wenn PCGH sowas wie die CB machen würden, ich würde dafür 2-3€ im Monat zahlen, gar kein Problem! :)
 
Ist keine schlechte Idee. Schließlich nagt die Werbung nur unnötig am ohnehin schon knappen Datenvolumen. Wäre gut, wenn Vodafone das auch machen würde. :daumen:

Denkst du da nicht etwas kurzsichtig?
1. Werbung ist zwar oft nervig, dadurch werden aber viele Angebote die wir alle nutzen finanziert.
2. Wird der Nutzer entmündigt, was er sehen will und was nicht. Es gibt durchaus Nutzer die Werbung interessiert betrachten.
3. Wer entscheidet wo Werbung beginnt, wo sie aufhört. Wer garantiert das wirklich nur "störende" Banner entfernt werden, nicht etwa potentiell interessante Links?
4. Was passiert als nächstes? Wenn die Provider aktiv Einfluss auf den Datenverkehr nehmen, was wird danach gefiltert? Raubkopien? Politisch unbequemes? P2P Verbindungen?
5. Wo besteht die Rechtfertigung dem Kunden Daten besuchter Seiten vor zu enthalten?

Wer keine Werbung will kann sie selbst Blocken!
 
Das Wunder Mobilfunk, mit nichts tun reich werden. Versucht es einfach mal Arbeit, obwohl ich Werbung partout nicht ausstehen kann
 
Ist keine schlechte Idee. Schließlich nagt die Werbung nur unnötig am ohnehin schon knappen Datenvolumen. Wäre gut, wenn Vodafone das auch machen würde. :daumen:

Die Backends haben reichlich Kapazitäten.
Das ist reine Wegelagerei um an anderen mitzuverdienen.

Da Du der Datenvolumen-Propaganda aufgessen bist, hier ein Beispiel:

Annahme:
- Alle Straßen und Autobahnen wurden privatisiert.
- Du bist ein sehr erfolgreicher Autoverleiher.

Szenario:
Du bist für Deinen Erfolg bekannt geworden, weil Deine Unternehmensphilosophie sich grundlegend von Deinen Konkurrenten unterscheidet:
Du verleihst Deine Autos und LKW's für quasi gratis, dafür läuft auf den Flächen der Wagen jedoch dynamisch angepasste Werbung.

Damit Deine Kunden jedoch Deine und auch ihre eigenen Wagen fahren können und dürfen, müssen sie monatliche Mautgebühren an die
Autobahn- und Straßenbesitzer abführen. [edit:] Und auch Du musst enorme Mautgebühren bezahlen, damit Deine Fahrzeuge eine Fahrerlaubnis haben. Monatlich![/edit]
Der Markt ist in der Hand weniger großer Unternehmen, aber allesamt verlangen sie Maut für
Straßen die damals mal von Steuergeldern bezahlt wurde.

Die Modernisierungen an Autobahnknoten und großen Straßenkreuzungen wurden stets nur soweit vorgenommen wie nötig, sodaß der
Verkehr nicht stehenbleibt. Freie Spuren gibt es selten und das obwohl oftmals freie Spuren und Autobahnkreuze einfach nur gesperrt sind,
weil deren Betrieb die Gewinne der Besitzer schmälern würde (Betriebskosten die aus der Maut bezahlt werden müssten).

Analogie:
Nun kommen erste Straßenbesitzer auf die Idee zu sagen: Wenn DU _soviel_ Geld mit Werbung verdienst, die über deren Straße fährt, wollen
sie gefälligst etwas von den Werbeeinnahmen abbekommen. Die Zeitungsindustrie verlangte bereits ähnliches.

Wenn Du also ein knappes Datenvolumen hast, eine zu enge Straße, dann solltest Du Deinem Straßenanbieter mitteilen, die Straßen doch
bitte zu erweitern, denn Umweltbestimmungen gibts es in dieser Analogie nicht, da wird nur der Straßenbelag geändert.


Gruß
 
Da braucht wohl jemand Geld das er sowas einsetzt, der Vorteil ist das es die Werbung bevor sie beim Kunden ankommt filtert und das Datenvolumen nicht so schnell verbraucht ist. Der Nachteil, was genau wird gefiltert ? Möglicherweise wurden bestimmte Links gefiltert die der Kunde gut brauchen könnte.
 
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