Minarettverbot in Deutschland - ja oder nein?

Minarettverbot in Deutschland ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 192 64,2%
  • Nein

    Stimmen: 85 28,4%
  • Mir egal/Enthaltung

    Stimmen: 22 7,4%

  • Umfrageteilnehmer
    299
Status
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Wenn es um die Frage geht, wessen Interessen vorrang haben, dann zählt für mich in einer Demokratie die größte Gruppe - und bei den Konfessionen ist das ganz offiziell "konfessionslos".
Bei der Entwicklung der christlichen Kirche in Deutschland (rasanter Mitgliederschwund) kommt ansonsten auch irgendwann der Punkt, an dem Muslime die "größte Religion" sind, vermutlich aber weiterhin <25% der Bevölkerung stellen. Deren Wunsch nach Lärm sollte dann imho genauso ein Strich durch die Rechnung gemacht werden, wie jetzt den Kirchen.

In der Nähe meiner Arbeitsstätte haben sie heute übrigens mal von 17:45 bis 17:55 Dauergeleut trainiert, volle Stunden und gegelentlich ein Schlag dazwischen reichen wohl nicht mehr...



Tjo - im weiteren Sinne braucht man zum "glauben" gar keine Hilfsmittel. Demnach wäre z.B. das Bibelverbot bei unseren geliebten Öllieferanten ein Beispiel für mustergültige Religionsfreiheit?

Im Falle des Islam würde ich mich aber auch nicht so sehr auf das Recht auf freie Religionsausübung konzentrieren (ggf. heikel, da es keine klaren Vorschriften für den Aufbau einer Moschee gibt und diese ohnehin kein geweihter Ort, sondern eben eher ein Gemeindezentrum ist), sondern auf das Diskriminierungsverbot.
Aus dem leitet sich für mich nämlich her, dass der Glaube nicht als Grund genommen werden kann, um irgendetwas zu verbieten, also z.B. eine Baugenehmigung nicht zu erteilen. Dafür müssen andere Gründe her und auch nach 17 Seiten Diskussion hat da niemand welche gefunden, die eindeutig auf Minarette zutreffen.

Dass die Interessen der größten Gruppe Vorrang haben stimmt, muss ich einlenken =) Aber ich nehme Kirchen einfach nicht als Belästigung, Störung oder so wahr, mir sind sie recht gleich, und deswegen denke ich, warum die Christen nicht einfach ihre Kirchen bekommen sollen ;) Da aber einige (die Konfessionslosen) Kirchen tatsächlich als eine Belästigung empfinden, sollte darauf Rücksicht genommen werden...

Das 10 Minuten Geleute - das war vlt tatsächlich eine Hochzeit - zumindest da denke ich, sind wir alle tolerant genug, um das Gebimmel in den Fällen zu akzeptieren.

Sich da mal auf das Diskrimminierungsgesetz zu konzentrieren ist komplett richtig, dadrauf bin ich nicht gekommen...werde dann in den nächsten Tagen da mal wieder ein bisschen nachlesen =)
Dass man hier im Forum keine Lösung findet / finden wird, überrascht doch egtl nicht, sonst gäbe es solche Diskussionen ja gar nicht, wenn die Gesetzeslage klar wäre....
 
Nur mal so als Anregung: Hat vielleicht jemand geheiratet? Soll gerade samstags schonmal vorkommen. ;-)

Es ist mir ziemlich egal, welchen Anlass religiöse Vereine als Grund für ihre Geräuschbelästigung wählen ;)
Hochzeiten stehen aber bei mir mitlerweile eh ganz oben auf der Hassliste. In Hörweite befindet sich eine Kreuzung von zwei Straßen, um die man kaum herum kommt, wenn man einen hupenden Autokorso durch die Stadt veranstalten will und weiter oben genannte Kirche...
Grundsätzlich bin ich ja durchaus nachsichtig, wenn Leute mal Spaß haben und laut werden. Nervend wird das ganze, wenn es 10+ Paare pro Wochenende über mehre Wochen sind, die jedes so ne halbe Stunde Lärm machen (Leuten + Autos). Da hat man dann auf einmal mehrere Stunden Beschallung in einer Lautstärke, die z.B. Medienkonsum nur noch eingeschränkt möglich macht.

Woraus leitest Du dieses Diskriminierungsverbot eigentlich ab?

Primär Art.3 GG, da ich zu faul bin, die anderen, verstreuten Regeln durchzulesen ;)
(die überischtlich als sogenanntes "Antidiskriminierungsgesetz" zusammengefassten Regeln betreffen ja nur Beschäftigungsverhältnisse. Vermutlich müsste man bei solchen Dingen von Gesetzgebungen zur Religion über Lärmschutz bis hin zu Vereinsrecht und Stadtplanung eine ganze Reihe möglicher Bezugspunkte kontrollieren)

Abgesehen davon ist das mit dem nicht geweihten Ort meines Wissens nicht ganz richtig. Denn wieso darf man dort keine Schuhe tragen, wenn der Ort doch eh nur ein Treffpunkt sein soll? Das paßt doch nicht zusammen.

Das Gebet sollte in sauberer Umgebung und in gereinigtem Zustand erfolgen - es erscheint sinnvoll, dass man den Dreck dann einfach ganz draußen lässt. Selbiges entspricht auch der mittelöstlichen Tradition, da zieht man die Schuhe auch vor dem Betreten von Häusern, Wohnungen, Schiffen,... aus. (was bei Migranten in deutschen Wohnhäusern ohne entsprechenden Vorraum dann ein Konflikt im Treppenhaus ergibt)
Aber afaik ist das einzige, was nach dem betreten einer Moschee mit Schuhen nötig wäre, eine Entfernung etwaigen Schmutzes - es findet keine Entweihung oder ähnliches statt. (man hat nur gerade eine der Gemeinde sehr wichtige Regelung wortwörtlich mit Füßen getreten... Vergleichbar wäre vielleicht das betreten einer Kirche nur in Reizwäsche)

Weiterhin ist auch die Nichterteilung einer Baugenehmigung noch lange kein Verbot. Das ist ein großer Unterschied.

Ein deutschlandweite Regelung, dass keine Baugenehmigungen für Minarette erteilt werden dürfen, wäre ein Verbot.
 
In Hörweite befindet sich eine Kreuzung von zwei Straßen, um die man kaum herum kommt, wenn man einen hupenden Autokorso durch die Stadt veranstalten will und weiter oben genannte Kirche...
Grundsätzlich bin ich ja durchaus nachsichtig, wenn Leute mal Spaß haben und laut werden. Nervend wird das ganze, wenn es 10+ Paare pro Wochenende über mehre Wochen sind, die jedes so ne halbe Stunde Lärm machen (Leuten + Autos). Da hat man dann auf einmal mehrere Stunden Beschallung in einer Lautstärke, die z.B. Medienkonsum nur noch eingeschränkt möglich macht.

Geil. Okay, wenn man an oder in der Nähe einer Hauptverkehrsstraße wohnt, muß man mit sowas leben. Dafür wird die Miete ja auch entsprechend niedrig sein.

Das Gebet sollte in sauberer Umgebung und in gereinigtem Zustand erfolgen - es erscheint sinnvoll, dass man den Dreck dann einfach ganz draußen lässt. Selbiges entspricht auch der mittelöstlichen Tradition, da zieht man die Schuhe auch vor dem Betreten von Häusern, Wohnungen, Schiffen,... aus. (was bei Migranten in deutschen Wohnhäusern ohne entsprechenden Vorraum dann ein Konflikt im Treppenhaus ergibt)
Aber afaik ist das einzige, was nach dem betreten einer Moschee mit Schuhen nötig wäre, eine Entfernung etwaigen Schmutzes - es findet keine Entweihung oder ähnliches statt. (man hat nur gerade eine der Gemeinde sehr wichtige Regelung wortwörtlich mit Füßen getreten... Vergleichbar wäre vielleicht das betreten einer Kirche nur in Reizwäsche)

Ob das wirklich stimmt? Ich bin mir da nicht sicher. Ich meine, als ich mal eine Moschee besichtigt habe, wurde das anders erklärt, aber das ist schon ein paar Jahre her und so exakt sind meine Erinnerungen nicht mehr. Allerdings habe ich dabei erlebt, daß die Sitte des Schuheausziehens auch ganz eklatante Nachteile hat. :-(
 
Geil. Okay, wenn man an oder in der Nähe einer Hauptverkehrsstraße wohnt, muß man mit sowas leben. Dafür wird die Miete ja auch entsprechend niedrig sein.

Wir reden hier von Kiel. Die "Hauptverkehrsstraßen", die sich hier kreuzen, sind zweispurig und eine sogar mit leichter baulicher Verkehrsberuhigung. Es ist im "Berufsverkehr" i.d.R. möglich, die Straße ohne Ampel und ohne warten auf eine Lücke zu überqueren. Selbst unter der Woche wären die Hochzeitskorso also eine massive Steigerung der Geräuschpegels, am Wochenende ist eigentlich noch weniger los.
Und nein, die Miete ist weder in Relation zu meinem Kontostand noch zu Wohnungen in den umliegenden Seitenstraßen niedrig, sondern eher durchschnittlich.


Ob das wirklich stimmt? Ich bin mir da nicht sicher. Ich meine, als ich mal eine Moschee besichtigt habe, wurde das anders erklärt, aber das ist schon ein paar Jahre her und so exakt sind meine Erinnerungen nicht mehr.

Ich übernehme keine Garantie, es handelt sich lediglich um die mir geläufige Erklärung. Aber sie passt gut zu der Praxis, angemietete Räumlichkeiten in anderen Gebäuden zu Moscheen für kleine Gemeinden umzufunktionieren.

Allerdings habe ich dabei erlebt, daß die Sitte des Schuheausziehens auch ganz eklatante Nachteile hat. :-(

Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Anpassungsfähigkeit des Islams z.B. an den Verbreitungsgrad geschlossenen Schuhwerkes ein echter Pluspunkt wäre :ugly:
(vor allem wenn ich die Gebetshaltung in Relation zum Vordermann bedenke :kotz: . Kein Wunder, dass da einige aggressiv werden)
 
Hab ich auch irgendwie im Gedächnis, das Moslems "reinlich" in ihre Moschee gehen sollen. Oder vielleicht ist das nur bei der Reise nach Mekka, wenn man dort um den Meteor herumläuft.
 
Das scheint von Moschee zu Moschee unterschiedlich zu sein. Bei manchen ja, bei anderen bekommt man eine Art "Söckling". Aber wie auch immer, ich gestehe dem durchschnittlichen Moslem einfach mal genug Hirn zu, sich ein paar "Gebetsocken" einzupacken.
 
(stellt sich noch die Frage der Praxis: gründlich oder rituell? Und zieht er die die gleichen Socken wieder an?)

Das sind nur rituelle Waschungen. Anders würde das vermutlich auch viel zu lange dauern. Natürlich können auch rituelle Waschungen unterschiedlich gründlich ausfallen, aber in aller Regel dürfte auch die Zeit nicht ausreichen, mehr zu bewerkstelligen, als die Füße mal kurz in die Nähe des Wassers zu bringen.

Das Problem ist aber vermutlich eher dieser unglaublich dicke Teppich, den die da auslegen. Natürlich ist das bequem, um darauf zu sitzen, andererseits setzt sich darin auch viel fest. :(
 
Was hindert euch aber, einen eigenen Thread über verfehlte Integrations-, Jugend- und Bildungspolitik aufzumachen?

Hast Du Dir die Dokumentation mal angeschaut? Anscheinend nicht.

Ansonsten waere Dir u. a. aufgefallen, dass viele der dort geschilderten Probleme erst in den letzten Jahren eskalieren oder ueberhaupt auftreten. Ein voellig verfehlte oder nicht stattfindende Integrationspolitik erklaert das irgendwie nicht?

Du haettest ausserdem erlebt, wie sich eine Bevoelkerungsgruppe als moralisch ueberlegene Instanz waehnt und ihre Verachtung fuer die deutschen "Schlampen" und "Opfer" offen zur Schau stellt. Wie man keinen Hehl daraus macht, dass man kein Deutscher sei oder ueberhaupt sein wolle, sondern nur aus einem Grund hier sei - weil man hier "gut Geld machen" koenne. Du haettest von Vaetern gehoert, die Lehrerinnen nicht die Hand geben oder ueberhaupt mit ihnen reden wollen - weil sie Frauen und damit minderwertig seien. Und Du haettest Lehrerinnen gehoert, die ueber Problemweglueger und Schuldzuweiser nur noch den Kopf schuetteln koennen. To be continued.

Und jetzt erklaer mir mal -in diesem oder einem Thread Deiner Wahl- wie sich das als gescheiterte Integrationspolitik auslegen laesst. Fuer mich sieht das naemlich eher nach Rosinenpickerei unter dem Deckmaentelchen der Religionstreue aus.
 
Das könnte ich. Ich könnte mir jetzt auch ein Eis holen. Und genau das werd ich wohl auch. *bussi*

So, das sind jetzt immerhin drei Sätze. :)
 
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