Minarettverbot in Deutschland - ja oder nein?

Minarettverbot in Deutschland ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 192 64,2%
  • Nein

    Stimmen: 85 28,4%
  • Mir egal/Enthaltung

    Stimmen: 22 7,4%

  • Umfrageteilnehmer
    299
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Andersherum:

Ein Teil der Moslems befindet sich mit seinen Ansichten -wie sie den Islam ausleben wollen- im Mittelalter.

Jetzt wäre noch zu klären, ob das an der Religion Islam, an den in islamischen Ländern vorherrschenden Gesellschaftsformen oder anderen Faktoren, wie wirtschaftliche, wissenschaftliche und soziale Entwicklung liegen könnte.

Wo würde das Christentum heute stehen? (ohne Reformation, industrielle und politische Revolutionen, und den anderen verschiedenen Phasen der gesellschaftlichen Entwicklung)
Kann man 500 Jahre regionale Errungenschaften mit all ihren positiven und negativen Aspekten exportieren? Und was, wenn das Gegenüber diese Aspekte ablehnt und einen anderen Weg gehen will? Kann man sie dazu zwingen? Also wiederum Missionierung? Wertevermittlung mit Panzerhaubitze und Stacheldraht? Funktioniert das oder ruft das nicht nur immer mehr und immer größeren Widerstand hervor?

Gibt es einen anderen Weg?
 
Irgendwie fuehren bei Dir immer alle Wege an den Hindukusch.

Ansonsten ist Deine Frage 1. rhetorisch und 2. realitaetsfern. Es geht beim Topic naemlich mitnichten darum, ob auf von deutschen Haubitzen eingeebnetem islamischem Boden eine katholische Kirche errichtet werden soll, sondern darum ob man zuschauen will, wie unter dem wohlfeilen Deckmaentelchen der Religionsfreiheit Minarette in Deutschland errichtet werden. Und dazu sage ich fuer meinen Teil klar Nein - weil der Islam keine Religion und eine Moschee kein Gotteshaus ist. Islamkritiker mit arabischen Wurzeln wissen das, der ewig klugshicende europaeische Gutmensch will es nicht wahrhaben. Daran scheitert die Diskussion auch mit huebscher Regelmaessigkeit - an selbstauferlegter Unwissenheit, die am Ende aber wie ihre angeborene Schwester -die Dummheit- nicht vor Strafe schuetzen wird.
 
Stellt sich nur die Frage, inwiefern denn das ubiquitäre Errichten von Moscheen mit Minaretten in Europa nicht einen umgekehrten Missionierungsversuch darstellt.
 
"Missioniert" wird in Missionarsstellung. Und all zu viel Hehl macht man daraus nicht:

Das, was Kamuni Sultan Sueleyman 1529 mit der Belagerung Wiens begonnen hat, werden wir ueber die Einwohner, mit unseren kraeftigen Maennern und gesunden Frauen, verwirklichen.

Quelle, spaeter von Oeger relativiert.

Warum auch? Kritik der buergerlichen Parteien braucht man nicht zu fuerchten; wenn doch, packt man den Xenophobie-Hammer aus. Der ist zwar plump und wenig treffsicher, macht dafuer aber alles platt.
 
"Quelle" der von dir zitierten Zeilen ist die BILD unter Berfung auf die Hurriyet (wenn du noch Fuad Abazovic und SPON in die Kette der Märchenerstellung reinkriegst, gibts nen Keks), nicht der Focus, auf den du verlinkst und der seinerseits bereits darauf hinweist, dass Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen wurden, um einen falschen Eindruck zu erwecken.

Darf man fragen, was du damit bezweckst, wenn du genau das wiederholst?
 
Irgendwie fuehren bei Dir immer alle Wege an den Hindukusch.
.......

Ich weiß ja, dass der allgemeine Bezug auf Aktuelles dir nicht sonderlich behagt, allerdings ist´s nunmal die bittere Realität.

Wenn wir also "versuchen" dem islamischen Hindukusch unsere demokratorisch-abendländische (und damit, wie von dir gern mal betont, kulturell christlich geprägte) beste aller Gesellschaftsformen überzustülpen, kann das von dort lebenden Muslimen durchaus als Missionierung angesehen werden...

........ weil der Islam keine Religion und eine Moschee kein Gotteshaus ist. Islamkritiker mit arabischen Wurzeln wissen das, der ewig klugshicende europaeische Gutmensch will es nicht wahrhaben. Daran scheitert die Diskussion ......

Der Islam ist also keine Religion? Gut, dass das Milliarden gläubiger Muslime nicht wissen, die würden glatt was anderes behaupten.
Ich selbst (als scharfer Religionskritiker) würde so etwas nicht behaupten. Aber vllt. liegt´s ja an meiner dummen Gutmenschenart und du erläuterst deine Aussage noch etwas näher, um mich aus der Unwissenheit zu führen.

Ansonsten geht mir die Strafe für was und durch wen auch immer genau dort vorbei.
 
Eine Kirche definiere ich fuer meinen Teil als Glaubensgemeinschaft.

Das Christentum etwa hat sich urspruenglich als Religion von Unterdrueckten entwickelt und staatsfern verstanden ("So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!" - Matthaeus 22, 21). Erst mit der "Bekehrung" des Kaisers Konstantin entstanden Verquickungen von Kirche und Staatsapparat. Die wuerde ich aber eher als zivilisatorisches Abfallprodukt bezeichnen.

Der Islam hingegen wurde von seinem Begruender nicht als Kirche, sondern als Staat errichtet - eine Kirche gab es in diesem nicht und war auch "by design" nicht noetig. Oberhaupt war der Prophet - er herrschte, sprach Recht, erhob Steuern, fuehrte Kriege und schloss Frieden. Nach dem Tod des Propheten 623 n. Chr. war dessen Aufgabe -die Uebermittlung des Buches Gottes an die Menschheit- aber eben noch nicht erfuellt, weshalb der Stand eines Stellvertreters eingefuehrt wurde: Khalifa. Erster Kalif war Abu Bakr, Mohammeds Schwiegervater. Massgeblich unter ihm erstarkte im ersten Jahrhundert nach Mohammeds Tod der Islam zu einem System, in dem Glaube und Politik untrennbar miteinander verwoben waren. Und daran hat sich, jedenfalls beim orthodoxen Islam, bis heute nicht wirklich viel geaendert.

Das ist im Kern auch der Unterschied zwischen islamischer und christlicher Welt - die Einen haben sich weiterentwickelt, die Anderen dagegen sind (trotz Aenderungen, die es durchaus gab) stehengeblieben. Deshalb waere es perspektivisch klueger, die Frage nach Minaretten nicht auf die Religionsfreiheit zu reduzieren, sondern auch deren politischen Aspekt zu beachten - etwa dadurch dass man verlangt, dass dort Gesetze im Allgemeinen und Grundrechte im Besonderen eingehalten werden. Zum Beispiel der Gleichheitsgrundsatz (Stichwort: Rolle der Frau im Islam).

EDIT:

"Quelle" der von dir zitierten Zeilen ist die BILD unter Berfung auf die Hurriyet (wenn du noch Fuad Abazovic und SPON in die Kette der Märchenerstellung reinkriegst, gibts nen Keks), nicht der Focus, auf den du verlinkst und der seinerseits bereits darauf hinweist, dass Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen wurden, um einen falschen Eindruck zu erwecken.

Natuerlich darfst Du das.

Das Zitat mag aus dem Kontext herausgeloest worden sein, ja - mein Tuerkisch ist nicht gut genug, um das zu ueberpruefen (Deins?). Fakt ist aber, dass es ein Zitat ist (und mitnichten ein "Maerchen"), dass der Zitierte auch gar nicht abstreitet, sondern nur zu relativieren gesucht hat. Es gibt auch noch weitere Zitate von Herrn Oeger, die er zwar auch fleissig relativiert hat, die aber in der Summe einen ganz eigenen Kontext bilden und ein, sagen wir: nicht sonderlich modernes Gleichberechtigungsverstaendnis vermuten lassen. Und Fakt ist auch, dass das Zitat fatalerweise zur Realitaet passt (die Fortpflanzungsrate von Personen mit entsprechendem Migrationshintergrund ist nachpruefbar hoeher als von Nativen). Letzteres finde ich auch ungleich interessanter als das Zitat selbst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Deine verallgemeinernde Aussage hat aber schon xenophobe Züge. Nenne bitte einmal konkrete Beispiele für "Zucker in den Arsch blasen"? Ich habe mich auf diesen Bericht bezogen:

Ausländer in Deutschland Fakten gegen Vorurteile

Nur auf die ersten beiden Punkte, Behauptung und Tatsache. Wo, außer in Deutschland wird man so unterstützt?


Tja, bei der Vergangenheit kein Wunder, wir können froh sein, dass man uns nicht dem Erdboden gleich gemacht hat, sondern beim Wiederaufbau geholfen hat, sonst wären wir heute nicht dort wo wir sind. Unter anderem haben wir das auch der ersten Generation der Türken in Deutschland zu verdanken, die als Gastarbeiter hier her gekommen sind.
Vergangenheit, du sagst es. Was haben wir noch bitteschön mit den Entscheidungen/Taten unserer Groß/Urgroßväter zu tun?


[/QUOTE]
Und an die Mods: Ich hoffe der Mod MalkavianChild hat auch eine Verwarnung für seine Aussage bekommen, die er in diesem Tread auf Seite 2 veröffentlicht hat. Oder wird hier etwa mit zweierlei Maß gemessen:ugly:
 
Und an die Mods: Ich hoffe der Mod MalkavianChild hat auch eine Verwarnung für seine Aussage bekommen, die er in diesem Tread auf Seite 2 veröffentlicht hat. Oder wird hier etwa mit zweierlei Maß gemessen:ugly:

Zu dem Zeitpunkt war er noch kein Mod;). Hast aber recht. Eine absurde Situation, zumal auch noch wortgleich:ugly:

Ich gebe ihm eine symbolische Warnung (war ja keine Verwarnung) per PN:daumen:

Und jetzt wieder B2T.
 
......weil der Islam keine Religion und eine Moschee kein Gotteshaus ist.....

+

Eine Kirche definiere ich fuer meinen Teil als Glaubensgemeinschaft.
....

Religion: Religion ? Wikipedia

Kirche: http://de.wikipedia.org/wiki/Kirche_(Organisation)

Glaubensgemeinschaft: Glaubensgemeinschaft ? Wikipedia

Moschee: Moschee ? Wikipedia

Wie du das definierst oder so für dich hinbiegst, dass es deinem ideologischen Konzept entspricht, ist dabei vollkommen irrelevant.

Allerdings solltest du in dem Zusammenhang deinen Maßstab für Unwissenheit (und deren Schwesterherz) überprüfen bevor du anderen sowas an die Backe heftest. Die Arroganz auf andere Religionen den Maßstab der eigenen anzuwenden spricht dabei natürlich für sich.
:ugly:


Edit:
Noch in obigem Zusammenhang:
wikipedia schrieb:
Der grundlegende Aufbau einer Moschee besteht aus einem Betsaal, einem oder mehreren Minaretten, Waschgelegenheiten und weiteren Einrichtungselementen. Der Betraum ist je nach Region und Klima gestaltet. Oft ist der Moschee ein Hof oder Garten mit Brunnen oder Weiher angegliedert. .........
Moschee ? Wikipedia

Verbietet man einen Teil des Gebäudes, steht man automatisch mit Art. 4 Abs. 2 GG auf Kriegsfuß, da die Ausübung des Glaubens im allgemein üblichen Rahmen nicht mehr uneingeschränkt und störungsfrei möglich ist, auch wenn sich Minarette architektonisch erst vor ca. 1.300 Jahren durchgesetzt haben.

Wie hier bereits mehrfach angedeutet wurde, hätte dieses Verbot den gleichen Charakter, als würde man Kirchtürme verbieten (Das Gebimmel kann man ja auch im Kirchenschiff abhalten).
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab mal für nein gestimmt.

Wenn ich in die Türkei fahre und dort ne Kirche hinbaue werd ich mindestens in 2 Tagen erschossen ;)
 
Hab mal für nein gestimmt.

Wenn ich in die Türkei fahre und dort ne Kirche hinbaue werd ich mindestens in 2 Tagen erschossen ;)

So langsam könnte ich bei so einer Unwissenheit echt kotzen! Hättest du dir wenigstens mal die Mühe gemacht, die vorherigen Seiten des Threads zu lesen.

ES GIBT IN DER TÜRKEI EIN PAAR HUNDERT KIRCHEN!

Wenn du es mir nicht glaubst, mach dich bei Wikipedia oder so schlau...
 
So langsam könnte ich bei so einer Unwissenheit echt kotzen! Hättest du dir wenigstens mal die Mühe gemacht, die vorherigen Seiten des Threads zu lesen.

ES GIBT IN DER TÜRKEI EIN PAAR HUNDERT KIRCHEN!

Wenn du es mir nicht glaubst, mach dich bei Wikipedia oder so schlau...

Geben und bauen dürfen sind für mich zwei Paar Schuhe..
 
Och ja, das wird Fl_o aber definitiv nicht mit seiner Aussage gemeint haben. Geschweige denn, dass man dann in 2 Tagen erschossen wird. Und in Deutschland kann man auch nicht einfach so was ohne Genehmigung bauen.

Es gibt leider einige rückständige Staaten auf der Welt, in denen fundamentalistische Moslems regieren und Frauen, "Ungläubige" und Homosexuelle darunter extrem leiden müssen. Die Türkei gehört aber sicher nicht dazu. Deswegen finde ich es einfach beschränkt, wenn immer wieder die Türkei als Gegenbeispiel in Diskussionen herhalten muss.
 
Wie du das definierst oder so für dich hinbiegst, dass es deinem ideologischen Konzept entspricht, ist dabei vollkommen irrelevant.

Was ich wie definiere ist im Gegenteil ausschlaggebend fuer die Bildung meiner freien Meinung (die nach meiner Erinnerung auch ein recht hoch bewertetes Gut in dieser Republik ist). Den ideologisch diktierten Tunnelblick ueberlasse ich gerne anderen.

Verbietet man einen Teil des Gebäudes, steht man automatisch mit Art. 4 Abs. 2 GG auf Kriegsfuß, da die Ausübung des Glaubens im allgemein üblichen Rahmen nicht mehr uneingeschränkt und störungsfrei möglich ist, auch wenn sich Minarette architektonisch erst vor ca. 1.300 Jahren durchgesetzt haben.

Die einzig zwingende bauliche Vorschrift fuer eine Moschee ist die Ausrichtung nach Mekka. Weitere von Islamwissenschaftlern anerkannte Vorschriften gibt es nicht, das Ammenmaerchen von der grundgesetzwidrigen Behinderung der Religionsausuebung damit hinfaellig - WIKIPEDIA hin oder her. Islamwissenschaftler wuerden Dir ergaenzend bestaetigen, dass Minarette erst spaeter -ca. im 8. Jahrhundert- zu Moscheen hinzugekommen sind und nicht nur als "Wachtuerme" dienten, sondern auch die Praesenz des Islam in erobertem Gebiet angezeigt haben.

Die wenigsten Minarette hierzulande werden uebrigens in der von Dir vermuteten Weise -naemlich um zum Gebet zu rufen- verwendet. Warum beharrt man dann auf ihnen? Think twice.

Und selbst bei WIKIPEDIA haettest Du nachlesen koennen, dass eine Moschee eben mitnichten ein ausschliesslicher Gebetsort, sondern eben auch Ort der "politischen, rechtlichen und lebenspraktischen Wertevermittlung im Sinne des Islams sowie ein sozialer Treffpunkt" ist. Ebendies laesst einen kritischen Umgang mit Moscheen angebracht erscheinen und traegt in der Realitaet oft zur Zementierung von Parallelgeschaften bei: die Moschee als Ort, an dem sich die Familienvaeter treffen, waehrend die verschleierten Frauen sich daheim um Kind und Haushalt (zu) kuemmern (haben).

Wie hier bereits mehrfach angedeutet wurde, hätte dieses Verbot den gleichen Charakter, als würde man Kirchtürme verbieten (Das Gebimmel kann man ja auch im Kirchenschiff abhalten).

Tja. Das ist ja genau der Punkt: sie bimmeln. Wollte man sie verbieten, wuerde man damit vermutlich tatsaechlich gegen die Religionsfreiheit verstossen. Aber da kann ich Dich beruhigen: ich sehe beim besten Willen keine Mehrheit in Deutschland fuer so einen unsinnigen Vorstoss.
 
Was ich wie definiere ist im Gegenteil ausschlaggebend fuer die Bildung meiner freien Meinung (die nach meiner Erinnerung auch ein recht hoch bewertetes Gut in dieser Republik ist). Den ideologisch diktierten Tunnelblick ueberlasse ich gerne anderen..
Dann erwarte aber nicht, dass andere (weil sie eben jenes Recht ebenso für sich in Anspruch nehmen) deine Meinung und Ansichten teilen und damit auch noch zu einem gleichen Schluss kommen.
Naja, und der Tunnelblick war ja nun gerade in dem Zusammenhang eher ein Kniesteckschuss. :schief:


Und selbst bei WIKIPEDIA haettest Du nachlesen koennen, dass eine Moschee eben mitnichten ein ausschliesslicher Gebetsort, sondern eben auch Ort der "politischen, rechtlichen und lebenspraktischen Wertevermittlung im Sinne des Islams sowie ein sozialer Treffpunkt" ist.
Und nun der Unterschied zu christlichen Kirchen oder buddhistischen Klöstern?


Tja. Das ist ja genau der Punkt: sie bimmeln. Wollte man sie verbieten, wuerde man damit vermutlich tatsaechlich gegen die Religionsfreiheit verstossen.
Doof nur, zumindest für deine Argumentation, dass die Minarette den selben Zweck haben (wie du selbst erst oben festgestellt hast und es eben auch bei Wiki steht). Nur eben nicht mit Geläut sondern mit Geschrei. Und genau deshalb zieht der Art. 4 (2) GG i.V.m. Art. 3 (1) und (3) GG dir die Butter von der Stulle...
 
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