Milliardenstrafe gegen Intel durch EU-Gericht bestätigt

AW: Milliardenstrafe gegen Intel durch EU-Gericht bestätigt

Welchen Sinn macht es denn sich mit "Gewallt" eine schwächere CPU zu kaufen, wenn die Konkurrenz energiesparender und schneller ist?
Wenn Ihr unbedingt AMD unterstützen wollt, dann kauft Aktien von denen oder macht eine direkte Spende an AMD.
Unterm Strich haben die viel mehr davon, als wenn man AMD CPUs kauft obwohl die Konkurrenz deutlich besser ist.
Das hat dann aber auch nichts mehr mit Kapitalismus zu tun, und ist reine Wettbewerbsverzerrung.
 
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Wenn man es so sieht ja, aber andererseits kann ein Unternehmen nicht mit einem anderen Unternehmen mithalten, dass für die CPUs weniger zahlt:ugly:

Selbst zur Hochphase der kritisierten Intel-Manöver gab es jede Menge, insbesondere kleine, Anbieter, die AMD-Systeme zu niedrigeren Preisen verkauft haben - ohne daran Pleite zu gehen. Das lässt drei Möglichkeiten:

1. Die Intel-Rabatte waren deutlich kleiner, als der "Intel-steht-drauf"-Preisaufschlag und Intel-CPUs hatten, auch im Einkauf, weiterhin das schlechtere P/L-Verhältnis. Opfer? Gar keine. De facto hätte Intel seine Preispolitik nur ein Bisschen an AMDs angepasst.
2. Die Rabatte waren so groß, dass Intel das bessere P/L-Verhältnis im Einkauf bot, die Differenz zum deutlich schlechteren P/L-Verhältnis im Verkauf haben die Händler in die eigene Tasche gesteckt -> Händler waren garantiert keine Opfer.
3. Die Rabatte waren so groß, dass Intel das bessere P/L-Verhältnis im Einkauf bot, die Differenz zum deutlich schlechteren P/L-Verhältnis liegt darin begründet, dass Dell & Co einfach komplett zu blöd zum wirtschaften sind, im Gegensatz zu sämtliche AMD-anbietern. Die Händler sind Opfer - ihrer eigenen Unfähigkeit.

Irgendwie tun mir die Händler in keinem der drei Fälle leid :schief:
 
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*Die "neuen" Rabatte (bzw. das Gefälle zwischen normalem Mengen-Einkaufspreis und speziellem "Intel-only"-Preis) müssen sehr hoch gewesen sein - angeblich hat einer der Bestochenen 1 Mio. Gratis-CPUs von AMD ausgeschlagen, um weiterhin in den Genuss der neuen Rabattbedingungen zu kommen.


Also hat hier AMD auch versucht zu bestechen, nur war deren Angebot nicht hoch genug. Sehe ich das richtig?
Da waeren wir wieder bei: Intelbestechung = superboese, AMDbestechung = total in Ordnung.

Zu dem Anderen: wieso kann man einen Rabatt nicht ausschlagen?
Den nimmt man mit, wenn man Geld sparen will oder besonders tolle Konditionen haben moechte.
Wenn es so war, wie du die Faelle geschildert hast, hat Intel fuer sich selbst ein sehr gefaehrliches Spiel gespielt.
Was passiert wenn der Haendler/OEM Hersteller sagt: noe wir lassen uns auf euer Ding nicht ein, verzichten auf die Rabatte und schlagen halt die Verteuerungen auf die Systeme mit Intelhardware drauf. Mal sehen was der Kunde sagt.

Alles natuerlich Gedankenspiele, eine totale Aufklaerung wuerde uns die wahren Uebeltaeter offenbahren, aber die haben wir hier nicht.
Wir haben nur einen Artikel, dessen Inhalt ist, das Intel verurteilt wird. Wegen einer Geschaeftspraxis die in unserem Kapitalismus gang und gaebe ist.

Stimmt deine Geschichte ueber die AMD CPU's muesste AMD wegen versuchter Bestechung genauso verurteilt werden.
Und natuerlich die Haendler/OEM-Hersteller.
Alles Andere hat einen sehr faden Beigeschmack.
 
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Also hat hier AMD auch versucht zu bestechen, nur war deren Angebot nicht hoch genug. Sehe ich das richtig?
Nein, denn dieses Angebot (sofern es überhaupt so stattgefunden hat, deshalb schrieb ich 'angeblich') wäre nicht notwendigerweise an einen Verkaufsstopp von Intel-Produkten gekoppelt gewesen. Das ist der Unterschied. Billig oder kostenlos CPUs abgeben - ok. Verkauf von Konkurrenzprodukten behindern: nicht ok.


Wenn es so war, wie du die Faelle geschildert hast, hat Intel fuer sich selbst ein sehr gefaehrliches Spiel gespielt.
Wie genau es abgelaufen ist, weiß ich nicht. Ich vermute es aber.


Was passiert wenn der Haendler/OEM Hersteller sagt: noe wir lassen uns auf euer Ding nicht ein, verzichten auf die Rabatte und schlagen halt die Verteuerungen auf die Systeme mit Intelhardware drauf. Mal sehen was der Kunde sagt.
Der Kunde sagt: dann kaufe ich halt mein Intel-System woanders, bei einem anderen Hersteller, der auf das Angebot Intels eingegangen ist und dadurch niedrigere Preise bieten kann. Um das zu verhindern, hätten sich die Hersteller untereinander absprechen und alle das Angebot ablehnen müssen - ob das dann als Kartellbildung gezählt hätte?
Im Übrigen hätte ich auch nichts dagegen, wenn insbes. Saturn/Mediamarkt ein paar Milliönchen abdrücken müssten, aber da hatten sie wohl die richtigen Juristen an den richtigen Stellen und haben die EU davon überzeugen können, dass sie selbst Leidtragende der ganzen Geschichte waren :schief:.
 
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Intel interessiert die Millardenstafe gar nicht, denn:
1.:Milliarden-Subvention für mehr Intel-Tablets - ComputerBase
und
2.:Samsung soll erstes Smartphone mit Intel-Prozessor planen - WinFuture.de
Das Ganze hat dem Vernehmen nach jedoch einen Haken. Bei hoher Taktung benötigt der "Moorefield"-Atom angeblich sehr viel Energie und hat eine hohe Verlustleistung. Um diesen Nachteil aufzuwiegen, hat Intel gegenüber Samsung offenbar einen erheblichen Rabatt gewährt und verkauft den Koreanern seine SoCs für weniger als sieben Dollar pro Stück, obwohl es sich um einen High-End-Chip für Premium-Geräte handelt. Normalerweise würden entsprechende SoCs zwischen 20 und 25 Dollar kosten, heißt es. Intel will sich durch den Rabatt natürlich vor allem einen Vorteil im Wettbewerb verschaffen und schnell neue Marktanteile gewinnen. Um die Hitzeprobleme und den Energiebedarf des "Moorefield"-Atom unter Kontrolle zu halten, will Samsung den Chip bei seinem ersten Intel-Smartphone angeblich rund 30 Prozent unter Maximalgeschwindigkeit takten und somit mit 1,6 oder 1,7 statt 2,3 Gigahertz laufen lassen. Statt das entsprechende Gerät im High-End-Segment zu platzieren, soll es deshalb auch eher im Einsteigerbereich positioniert werden, heißt es.
Des weiteren ist die Z3500-Serie langsamer als der Snapdragon 615 oder 810, und brauchen deutlich mehr Strom und werden deutlich heißer.
 
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Kurz:
Intel verkauft Schrott zu Spottpreisen. Was sollte daran falsch sein?

Machen Andere auch, aber es ist Intel.

Und weil Intel draufsteht wird Samsung derbe draufschlagen und zum Schluss ist Intel daran Schuld. Ueberhaupt haben sie mit Megarabatten, trotz miesen Produkt und wesentlich besseren Konkurrenzprodukten die Konkurrenz niedergerungen und kleingehalten.
Die Geschichte wiederholt sich und Intel ist zum Schluss schuld :D
 
Ich habe noch vor etwas über 10 Jahren Leute gehabt die mir Schauermärchen von früheren schlechten Erfahrungen mit AMD Prozessoren erzählt haben, das da vieles nicht funktionierte die Chipsätze unbrauchbar und anfällig waren u.s.w., während Intel unkaputtbar sei und wesentlich zuverlässiger, auch machen Intel CPU's keine Rechenfehler wegen Design Mängel.

Deshalb haben dann viele Behörden und Firmen und auch private nur Intel gekauft, auch wenn AMD diese Probleme hinter sich gelassen hatte, genauso zuverlässig war Intel und mehr fürs Geld bot.

Der Name Intel hatte vor 20 Jahren mehr Zugkraft und hat immer noch mehr Zugkraft. Einer der besten Märkte für AMD überhaupt ist übrigens seid vielen Jahren der Deutsche, wohl eine Art Lokalpatriotismus wegen Dresden.
 
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Ich habe noch vor etwas über 10 Jahren Leute gehabt die mir Schauermärchen von früheren schlechten Erfahrungen mit AMD Prozessoren erzählt haben, das da vieles nicht funktionierte die Chipsätze unbrauchbar und anfällig waren u.s.w., während Intel unkaputtbar sei und wesentlich zuverlässiger, auch machen Intel CPU's keine Rechenfehler wegen Design Mängel.

Das mit den CPUs war zu dem Zeitpunkt zwar überholt, aber Leute ohne Ahnung sind nicht nur bereits bei recht kleinen Problemen aufgeschmissen, sie wissen auch nicht, wie schnell die Entwicklung im PC-Bereich läuft - ganz abgesehen davon, dass man ohne Kenntniss der Problemursache ("AMD-PC") auch nicht weiß, wann ein neures Bauteil sie behoben haben könnte => die instabilen K6-II&-III dürften anno 2004 noch in vielen Köpfen rumgespukt haben.

Und in Bezug auf die Chipsätze waren die Befürchtungen schlichtweg berechtigt. Erst gegen Ende der Sockel A Zeit kamen auch unproblematische Chipsätze auf den Markt, aber im Billigsegment (und genau da kaufen viele Privatnutzer ohne Ahnung und Behörden sowieso) gab es bis in die So939-Zeit klare Unterschiede. Die Fehler von KT133&Co haben AMD vor 10 Jahren garantiert noch sehr stark das OEM-Geschäft verhagelt und selbst vor 5 Jahren dürfte es da noch letzte Nachwehen gegeben haben. (hey: Selbst mich hat das Ding derart angekotzt, dass ich nach meinem 1000er Athlon lieber auf So478 gewechselt bin. Und ja: Der i875 lief einfach :) )
 
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