Milliardenstrafe gegen Intel durch EU-Gericht bestätigt

AW: Milliardenstrafe gegen Intel durch EU-Gericht bestätigt

Wie kann ein Hersteller einem Haendler verbieten Produkte eines anderen Herstellers zu verkaufen?

Verbieten schon mal gar nicht. Aber dieses Verhalten kann gekauft werden. Und das hat Intel gemacht.
Die koennen keinem irgendwas verbieten. Die haben einen enorm lukrativen Rahmenvertrag mit den Haendlern gemacht.
Die Haendler haben sich die massigen Rabatte eingestrichen. Denen war doch scheissegal was sie dem Endkunden andrehen.
Hauptsache die Marge stimmt.

Zu Rahmenvertraegen hat uka ein gaengiges Beispiel gebracht.
In der Geschaeftswelt gehts fast nur noch so zu. Die Herstelller, anders: die Vertreter der Hersteller unterbreiten einem doch teilweise unglaubliche Angebote, vorausgesetzt man setzt nur deren Produkte ein.
Jetzt kommt nicht mit: ja aber dann ist man ja bestechlich und moralisch nicht tragbar blablabla.

Moral und andere ethische Normen interessieren aber wiederum den Endkunden, also euch allen, absolut nicht. Da gehts zu 95% nur ueber den Preis.
Ich rede jetzt nicht von PC und Hardware. Hier sind Leute eher bereit etwas mehr Geld auszugeben.
Ich rede von alltaeglichen Sachen.
Schaut euch alleine das Handwerk an. Man beauftragt heute keinen Handwerker mehr. Man vergleicht, versucht beim Wunschhandwerker den Preis des guenstigsten Konkurrenten durchzudruecken und feilscht dann letztendlich auch nochmal.
Letztendlich muss man ueberall herumerzaehlen wie toll man nicht gespart hat und wo man den Preis ueberall druecken hat koennen. Am Besten auch noch im I-Net breittreten.

Aus der Sicht des Handwerkers: ich koennte den Auftrag irgendwie noch auch fuer mich selber halbwegs kostendeckend oder im besten Fall profitabel durchfuehren, wenn ich im Einkauf gute Konditionen bekomme. Und genau das wissen die Vertreter der Hersteller --> dann gibts halt irgendwelche Rahmenvertraege.

Seltsam ist nur: auf der einen Seite verurteilt man so ein Verhalten und zeigt mit dem Finger drauf, auf der anderen Seite wird so ein Verhalten gefoerdert.
Ja wie jetzt?
 
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Da du sie ja scheinbar verstanden hast, klär mich doch mal bitte auf.
Hier lese das durch
EuGH bestätigt Milliardenstrafe für Intel | heise online

Wie ich gerade sehe hat PCGH selbst einige Informationen (bewusst ?) weggelassen.

heise.de schrieb:
Intel soll laut den damaligen Vorwürfen den vier Computerherstellern Dell, Lenovo, HP und NEC Rabatte gewährt haben, die an die Bedingung geknüpft gewesen seien, dass sie alle oder nahezu alle x86-Prozessoren bei Intel kauften. Ferner soll Geld an die Media-Saturn-Gruppe geflossen sein, um die Elektronikkette zu veranlassen, nur Computer mit x86-Prozessoren von Intel zu verkaufen. Außerdem sollen HP, Acer und Lenovo Geld dafür bekommen haben, Produkte mit AMD-CPUs später oder gar nicht auf den Markt zu bringen beziehungsweise den Vertrieb solcher einzuschränken.
Und dafür wurde Intel 2009 Schuldig gesprochen und auch die Revision beim EuGH hat diese anschuldigung gegen Intel nun nochmals bestätigt.
 
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Hier lese das durch
EuGH bestätigt Milliardenstrafe für Intel | heise online

Wie ich gerade sehe hat PCGH selbst einige Informationen (bewust ?) weggelassen.

So ich habe mal den Text gelesen und der ist deutlich informativer.

Ich zitiere mal direkt aus dem Artikel

Intel soll laut den damaligen Vorwürfen den vier Computerherstellern Dell, Lenovo, HP und NEC Rabatte gewährt haben, die an die Bedingung geknüpft gewesen seien, dass sie alle oder nahezu alle x86-Prozessoren bei Intel kauften. Ferner soll Geld an die Media-Saturn-Gruppe geflossen sein, um die Elektronikkette zu veranlassen, nur Computer mit x86-Prozessoren von Intel zu verkaufen. Außerdem sollen HP, Acer und Lenovo Geld dafür bekommen haben, Produkte mit AMD-CPUs später oder gar nicht auf den Markt zu bringen beziehungsweise den Vertrieb solcher einzuschränken.

Die Rabatte betrachte ich nachwievor als legitimes Mittel im Konkurenzkampf am Markt. AMD hätte ja mitziehen können. Das ist schlicht Preiskampf am Markt.

Und die Zahlungen ein bestimmtes Produkt nicht oder gar nicht zu kaufen, halte ich immer noch (was ich vielleicht in meinem ersten Post nicht deutlich genug gemacht habe) für falsch.

Deshalb betrachte ich das ganze diffrenzierter, als Intel böse, AMD gut.
 
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Die Rabatte betrachte ich nachwievor als legitimes Mittel im Konkurenzkampf am Markt. AMD hätte ja mitziehen können. Das ist schlicht Preiskampf am Markt.
Die Rabatte wären legitim gewesen, wenn Intel nicht vorrausgesetzt hätte, das die PC Hersteller/Anbieter keine AMD Prozessoren mehr anbieten dürften/diese künstlich stark einschränken müssten.
 
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Wurden denn im Gegenzug auch Dell, Lenovo, HP, NEC, Media-Saturn-Gruppe und Andere denn auch verurteilt?
Bestechlichkeit und Benachteiligung an AMD und VIA waer da ein Thema.

Zur Bestechung gehoeren immer zwei. Der Geber und der Empfaenger.
Ohne Einverstaendniss beider Seiten, waeren doch Bestechungen und Korruption absolut kein Thema.
Ich finde es im Falle von Intel aeusserst seltsam das hier nur Intel verurteilt wird.

Teilweise geht es so weit das Bestechungen von Entscheidern gefordert werden.
Wir im Betrieb hatten so einen Fall vor ca 10 Jahren.
Da wurde von einem Einkaeufer eines sueddeutschen Automobilkonzerns eine Bestechung gefordert.
Der Typ hatte sogar sehr konkrete Wuensche die wir, sofern wir noch immer liefern haetten sollen, zu erfuellen haben.
Darunter waren neben expliziter und von ihm selbst ausgewaehlter PC Hardware auch noch kulinarische Dinge vorhanden.

Die Welt ist nicht so schwarz/weiß wie es manche gerne haetten und Intel ist nicht pauschal der Boese und AMD der Messias.
Die Art der Artikelverfassung in letzter Zeit wurde schon an anderer Stelle kritisiert.
Klicks generieren ist wohl hier das Zauberwort.

Die Rabatte wären legitim gewesen, wenn Intel nicht vorrausgesetzt hätte, das die Hersteller/Anbieter keine AMD Prozessoren mehr anbieten dürften.
Dadurch haben aber die Haendler / OEM Hersteller nochmals zusaetzliche Rabatte bekommen die sie gerne eingestrichen haben.

Ueberall ein mittlerweilen gaengiges Mittel, nur Intel ist boese.
 
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Die Strafe hätte 50% von den Einnahmen für 2002 bis 2007 sein müssen, plus eine Strafzahlung von 10 Mrd. Euro an AMD.
 
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Hätte Intel sich nicht dieser Straftat bedient, hätte AMD aufgrund des höheren Umsatzes vielleicht deutlich bessere CPUs entwickeln können, und wäre heute vielleicht sogar mit Intel gleichauf :schief:
Nein denn die Entwicklung für Phenom und Nachfolger waren da ja schon voll im Gange da wäre nichts mehr zu ändern gewesen.
 
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Einige von euch wissen schon das AMD das gleiche damals in Intels schwacher Ära auch gemacht hat, oder ?
Intel hat es nur interligenter gemacht und somit AMD enormen Schaden hinzugefügt.
 
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@PCTom
Und wenn ich plane, nächsten Monat ein Haus zu bauen, und ein mal 100 und ein mal 200-Tausend € zur Verfügung habe, welches denkst du, wird besser konstruiert sein?

@Computer sagt nein
Intel? Schwache Ära? Wann war die? Athlon? Da wüsste ich nix. Gibts dazu Quellen?
 
@PCTom
Und wenn ich plane, nächsten Monat ein Haus zu bauen, und ein mal 100 und ein mal 200-Tausend € zur Verfügung habe, welches denkst du, wird besser konstruiert sein?

@Computer sagt nein
Intel? Schwache Ära? Wann war die? Athlon? Da wüsste ich nix. Gibts dazu Quellen?
Ein Haus kannst man immer umplanen bei einer CPU schaut es ein wenig anders aus wenn man sich für ein Konzept entschieden hat wird das über 10 Jahre und mehr durchgezogen, dann gibt es zwar noch Optimierungen aber keine Planänderung mehr.

Einige von euch wissen schon das AMD das gleiche damals in Intels schwacher Ära auch gemacht hat, oder ?
Intel hat es nur interligenter gemacht und somit AMD enormen Schaden hinzugefügt.
Intels schwache Ära?? Intel hatte selbst in den schlechtesten Zeiten 70% Marktanteil also Mitleid kommt da bei mir nicht auf ;)
 
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Es stimmt, große Planänderungen wären nicht mehr gekommen. Aber stell dir mal kurz vor, es wären die finanziellen Mittel da gewesen, um die Bulldozer Architektur wie geplant bereits 2009 fertig zu haben. 2009 wäre die Architektur noch gut Konkurrenzfähig gewesen.
 
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Es stimmt, große Planänderungen wären nicht mehr gekommen. Aber stell dir mal kurz vor, es wären die finanziellen Mittel da gewesen, um die Bulldozer Architektur wie geplant bereits 2009 fertig zu haben. 2009 wäre die Architektur noch gut Konkurrenzfähig gewesen.
Jaein und nur sehr kurz denn 5 Jahre wärt eine Architektur mindestens am Markt und wo sie jetzt sind ..... aber ich gebe Dir teilweise Recht die Forschung des Nachfolgers von Bulli hätte man bestimmt verbessern und beschleunigen können.
 
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Nein denn die Entwicklung für Phenom und Nachfolger waren da ja schon voll im Gange da wäre nichts mehr zu ändern gewesen.

Klar. Wenn man die Kohle für mehr Ingenieure gehabt hätte und vor allem auch die Möglichkeit, sich bei den Topleuten zu bedienen und obendrein schneller zu sein, wäre die Architektur haargenau gleich geworden :ugly:
 
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Ironie hätte Intel nur wenige Jahre gewartet hätte sich das Problem mit AMD von selber gelöst :lol:

Ist ja auch überhaupt nicht der Fall, dass genau diese Bestechung von Intel zu dem heutigen Stand mitgetragen hat :schief:

Mensch, AMD dass Geld + Zinsen für die 5 Jahre geben und dann direkt mal bei IBM anklopfen um wieder ne Fab zu bekommen :lol:
Hätte aber nicht gedacht, dass soetwas 5 Jahre dauert damit es umgesetzt wird.

Was mich aber ehrlich am meisten interessiert, ist die Frage wohin dass Geld wirklich geht, ob alles nach Brüssel oder sonstwo.
 
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Die meisten von euch wissen scheinbar nicht, dass Intel die Strafe an AMD bereits im vierten Quartal 2009 gezahlt hat.

Damals erzielte AMD nach drei Jahren endlich wieder einen Gewinn - und zwar in Höhe von 1,18 Milliarden US-Dollar.
 
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Soso. Exklusivrabatte, mit der Vorgabe, das ausschließlich Intel Prozessoren in den Rechnern verbaut und verkauft werden dürfen/sollen und nicht denen der Konkurrenz (AMD) ist also legitim?
Was hast du bitte für ein Rechtsverständnis?

sein rechtsverständnis ist voll konform mit der neoliberalen idee, zur der gehört auch das moral nicht logisch ist
 
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