Microsoft verklagt US-Regierung wegen Forderung privater Nutzerdaten

Ist der richtige Weg :daumen: wenn sie die Nutzer informieren können das der Staat sie ausspioniert, dann wird der Staat einen anderen Weg wählen müssen. Aber so oder so, sie kommen an die Daten, nur der Weg ist der andere ;)
 
Ich versteh nicht ganz wie das gegen die Verfassung der USA verstößt?
Durch den Patriot Act sind sie ja verpflichtet die Daten rauszurücken.

(a) Der Patriot Act ist ja "nur" ein Gesetz, und ein Gesetz kann natürlich gegen die Verfassung verstoßen, weil Gesetze sich der Verfassung unterordnen müssen. Es kam (u.a. in Deutschland und USA) schon häufig vor, dass Gerichte ein Gesetz als verfassungswidrig befunden haben, so dass das Gesetz dann außer Kraft gesetzt werden musste. Mal sehen, ob es auch beim Patriot Act (oder Teilen davon) so wird.

(b) In der Klage geht es ja gar nicht darum, ob die Daten herausgegeben werden müssen oder nicht, sondern darum, dass die betroffenen Nutzer nichts davon erfahren, dass ihre Daten soeben an die US-Behörden weitergegeben worden sind. Das ist ja gerade das Argument: Bei einer Hausdurchsuchung merkt man, dass man gerade durchsucht worden ist. Bei dem hier kritisierten Verfahren nicht. Microsoft will nicht die Weitergabe der Daten unterbinden, sondern das Recht einklagen, ihre Nutzer im Nachhinein wenigstens davon in Kenntnis setzen zu dürfen :)

Die Firmen können das nur unterbinden in dem sie die Daten ohne eigenen Schlüssel verschlüsseln.

Dass das nicht funktioniert, sieht man ja gerade an Apple. Hätte diese Israelische Firma es nicht doch noch geschafft, das iPhone des Attentäters zu entschlüsseln, dann hätte ein US-Gericht Apple dazu verdonnert, eine Hintertür in alle iPhones einzubauen. Hätten sie das nicht gemacht, wäre das Unternehmen Apple nach US-Recht geschlossen worden (man stelle sich das mal vor ^^). Also hätte Apple es so oder so gemacht, wenn die Regierung es nicht selbst geschafft hätte. Es ist leider keine gute Lösung, darauf zu verweisen, dass man die Daten ja gar nicht entschlüsseln könne, wenn man als Geschäftsführung möchte, dass die Firma auch weiterhin existiert...
 
Dass das nicht funktioniert, sieht man ja gerade an Apple. Hätte diese Israelische Firma es nicht doch noch geschafft, das iPhone des Attentäters zu entschlüsseln, dann hätte ein US-Gericht Apple dazu verdonnert, eine Hintertür in alle iPhones einzubauen. Hätten sie das nicht gemacht, wäre das Unternehmen Apple nach US-Recht geschlossen worden (man stelle sich das mal vor ^^). Also hätte Apple es so oder so gemacht, wenn die Regierung es nicht selbst geschafft hätte. Es ist leider keine gute Lösung, darauf zu verweisen, dass man die Daten ja gar nicht entschlüsseln könne, wenn man als Geschäftsführung möchte, dass die Firma auch weiterhin existiert...

Das hat sogar sehr gut funktioniert.
Das FBI hat es nur geschafft an die Daten zu kommen weil sie die automatische Löschung nach 10 Versuchen überlisten konnten. (und das hat nur beim 5c funktioniert)
Der Kern der Klage war ja auch das Aushebeln dieser automatische Löschung, da ging es nie um den Schlüssel an sich.
Man kann keine Firma auf eine Herausgabe klagen wenn die gar keinen Schlüssel haben.
Und nein, Apple hat keinen Zugriff auf den Schlüssel, die bleiben immer am Gerät selber.
So was wäre für die firmenpolititische Integrität ein Horrorszenario und das Risiko wäre zu groß.
 
Das hat sogar sehr gut funktioniert.
Das FBI hat es nur geschafft an die Daten zu kommen weil sie die automatische Löschung nach 10 Versuchen überlisten konnten. (und das hat nur beim 5c funktioniert)
Der Kern der Klage war ja auch das Aushebeln dieser automatische Löschung, da ging es nie um den Schlüssel an sich.
Man kann keine Firma auf eine Herausgabe klagen wenn die gar keinen Schlüssel haben.
Und nein, die haben auch keinen, so was wäre für die firmenpolititische Integrität ein Horrorszenario und das Risiko wäre zu groß.

Du hast doch selbst oben festgestellt, dass Firmen verpflichtet sind, die Daten herauszugeben. Das Gesetz macht da keine Ausnahme, ob die Firma das kann oder nicht. Wenn die Firma es nicht kann, dann muss sie eben sehr zeitnah dafür sorgen, dass sie die Daten in Zukunft entschlüsseln kann. Weigert sich die Firma, so verstößt sie offensichtlich drastisch gegen das US-Gesetz, und das hat die bekannten Folgen: Ein paar Monate lang Geldstrafen (prozentual am Umsatz bemessen, also bei Apple in Milliarden-Höhe), danach dann Entziehung der Gewerbelizenz --> Ende der Firma.

Das heißt also, Apple hätte dann vor der Wahl gestanden. Entweder hätten sie in kürzester Zeit per verpflichtendem Update auf allen iPhones ein Backdoor eingerichtet, oder 2017 hätte es keine Firma unter dem Namen Apple mehr gegeben. Dass die US-Behörden da knallhart vorgehen, hat sich in Vergangenheit schon öfters gezeigt (z.B. Zerschlagung des größten Ölkonzerns der Welt "Standard Oil", damals im Besitz des Rockefeller-Imperiums).

Soll übrigens nicht heißen, dass ich das alles gut finde. Aber so ist die aktuelle Realität eben leider.
 
Ob die Beweggründe solcher Klagen scheinheilig sind oder nicht, brauch man hier nicht diskutieren. Macht MS etwas richtig, sagen die meisten "glaube ich nicht" oder "die machen das nur wegen [hier_etwas_fieses_einsetzen]". MS könnte 80% ihres Nettogewinns an Kinder-Hospize, Weisenhäuser, Kindergärten und für die Ernährung von Kindern in der dritten Welt spenden und es würde immernoch kaum einer Respekt für diese Aktion aussprechen und MS die fiesesten Hintergedanken unterstellen. MS kann machen was sie wollen. Es ist sowieso nie richtig.

Meiner Meinung nach ist das eine gute Sache, die MS da angeht. Klar wird die US-Regierung weiterhin an die Daten kommen. Aber es ist einfach nicht in Ordnung, das wenn sich dritte Zugang zu meinen Daten verschaffen, das ich nichts davon mitbekomme. Die US-Regierung soll sich lieber mit dem Effekt Kameraattrappe zufrieden geben, anstatt Millarden dafür zu verschwenden, den sammelnden Konzernen immer wieder ans Bein zu pinkeln.

Aber etwas beruhigendes hat das ganze ja auch wieder. Es scheint mittlerweile der Zugriff auf fremde Systeme so schwer zu sein, das man Konzerne seitens der Regierung dazu zwingen muss, diese Daten herauszurücken. Früher hätte man die einfach gehackt.
 
@ alle die von inzenierung und marketing blubbern

Die sagen _selber_ das es um das vertrauen der kunden (hier: Firmen, nicht ihr) geht. Dieses Standard "Oh Microsoft im tittle kiddy gebashe" ist wirklich nur ein beweis von "ein meter feldweg". Das das Gesetzt kippt ist für die Amerikanische IT Industrie sehr wichtig. Ob ihrs wahr haben wollt oder nicht, Microsoft macht den größten umsatz mit Enterprise Produkten.
 
Worin besteht da der Unterschied? Es ist ein und dasselbe Thema.
Microsoft tut hier so, als stünden sie auf der Seite der Kunden. Dass die Klage Erfolg haben wird, ist doch ausgeschlossen.
Natürlich stehen sie auf der Seite der Kunden. Ohne Kunden können sie kein Geld verdienen. Dieses Gesetz ist in den USA allen Firmen, die Cloud-Dienste anbieten, ein Dorn im Auge.
Diese haltlosen Anschuldigungen sind völlig unangebracht.
 
Natürlich stehen sie auf der Seite der Kunden. Ohne Kunden können sie kein Geld verdienen. Dieses Gesetz ist in den USA allen Firmen, die Cloud-Dienste anbieten, ein Dorn im Auge.
Diese haltlosen Anschuldigungen sind völlig unangebracht.

Man fragt sich, warum bisher niemand auf die Idee gekommen ist, die Konzernzentrale in ein anderes Land auszulagern. Klar, das ist aufwändig, aber vielleicht wäre es das wert ...
 
Man fragt sich, warum bisher niemand auf die Idee gekommen ist, die Konzernzentrale in ein anderes Land auszulagern. Klar, das ist aufwändig, aber vielleicht wäre es das wert ...

Microsoft arbeitet doch bereits mit der Telekom zusammen, damit die Cloud-Daten in Zukunft in Deutschland gespeichert werden. Das ist doch schon mal ein Anfang.
 
Microsoft arbeitet doch bereits mit der Telekom zusammen, damit die Cloud-Daten in Zukunft in Deutschland gespeichert werden. Das ist doch schon mal ein Anfang.
Genau so ist es. Der Sitz des Mutterkonzerns spielt für die einzelnen ausländischen Abspaltungen ersteinmal "noch" keine Rolle. Microsoft Deutschland GmbH mit Sitz in Unterschleißheim oder die Microsoft Ireland Operations Limited mit Sitz in Dublin (Irland) unterliegen der Gerichtsbarkeit der jeweiligen Länder. Genau das ist übrigens auch einer der Gründe gegen TTIP. Mit den Schiedsgerichten über TTIP kann auch die Gerichtsbarkeit als Handelshemmnis angefochten werden. Nur einmal so als Randnotiz.

Die Telekom bietet seit geraumer Zeit schon recht brauchbaren Cloud-Speicher an und ich kann mir sehr gut vorstellen, das MS sich da gut integrieren kann.
 
Microsoft arbeitet doch bereits mit der Telekom zusammen, damit die Cloud-Daten in Zukunft in Deutschland gespeichert werden. Das ist doch schon mal ein Anfang.

Korrekt. Genaugenommen arbeitet sie dafür mit T-Systems zusammen.

Die Idee ist, dass Microsoft keinerlei Zugang zu den Daten hat. Sie reichen die Daten nur durch, von den Endgeräten zur Cloud von T-Systems.


Klar, das ist noch immer keine perfekte Lösung, aber zumindest hat man schon mal den Vorteil dass die Daten in Deutschland liegen statt in den USA, wodurch deren bekloppte Rechtsprechung diese Daten nicht mehr betrifft.
Deutschland ist zwar auch nicht perfekt was die rechtliche Seite der Informationsfreiheit angeht, aber zumindest eine deutliche Verbesserung.
 
Wenn es wirklich so wäre, das die Firmen geschlossen werden würden, wenn sie nicht kooperieren, dann bin ich mal gespannt was passiert, wenn "ALLE" Firmen "NEIN" sagen würden und geschlossen würden.
Dann müsste sich die Regierung sehr wahrscheinlich bald was überlegen für Ihre Hardware, Software, deren Support und was weiß ich nicht alles. Am Ende verklagt sich Regierung vielleicht sogar noch selbst und schließt sich, ... und das beste wäre ... keiner würde was davon erfahren. Muhaha.
Scherz beseite: seit wann darf man denn einfach nehmen was man haben will ohne dafür zu bezahlen?! Wird wohl mal wieder Zeit für n bisschen Despotismus, hm?!
 
Kommt schon MS verlegt euren Hauptsitz in die Schweiz :P hier sind die Datenschutzgesetze etwas strenger wenn auch nicht Perfekt, aber Bankgeheimniss gibt es nicht mehr wirklich. ;)
 
Eigentlich ne Interresante Sache und ein guter Zug von MS das sie den User schützen wollen......sie sollten sich aber nur im klaren sein, das dieses dem User indirekt mitteilt.... "es könnte ...je nach Ausgang...sein,das du bald durchleuchtet wirst"....nicht so gut.
 
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Eigentlich ne Interresante Sache und ein guter Zug von MS das sie den User schützen wollen......sie sollten sich aber nur im klaren sein, das dieses dem User indirekt mitteilt.... "es könnte ...je nach Ausgang...sein,das du bald durchleuchtet wirst"....nicht so gut.

Ich denke, es ist sowieso jedem klar dass das passiert.
So haben sie es uns immerhin indirekt mitgeteilt.
 
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