AW: Meinungsmacher: Waren Spiele früher einfach besser?
Stimme dir voll und ganz zu ... .... nja, nicht ganz. Die Serien früher waren wirklich besser. (zumindest Anime, bezogen auf deutsches TV ^^)
ich dachte jetzt eher an solche "Perlen" wie Night Rider

.
Anime als Massenware gabs früher ja gar nicht im deutschen Fernsehen.
als schönes beispiel seh ich da cs 1.6, wieso ist ein so uralter shooter der mit der zeit kaum verändert wurde noch so beliebt, beliebter als aktuelle games, wenn heute alles besser wäre?
Ist es heute so extrem beliebt, verglichen mit der Zahl der Spieler insgesamt?
Würde ich ehrlich gesagt nicht behaupten. CS hat, genauso wie z.B. Stracraft oder Civilization, nie durch seine Technik begeistert. Deswegen bleiben die Leute, die überhaupt mal damit angefangen haben, hängen. Aber ein Beispiel für alte Spiele, die "besser" waren, kann man es imho nicht nehmen. Viele hatten schon damals wenig Lust drauf.
die bessere taktik wäre es m.m.n., wie in mw2 mit zusatzinhalten kohle zu machen, und das ursprungspiel weiter zu verbessern. wobei die umsetzung in mw2 mit den mappacks eine frechheit gegenüber des kunden ist, man hätte aber durchaus die möglichkeit gehabt die geschichte für beide seiten (spieler und kassierer) attraktiv zu gestalten.
Dieser Markt ist leider zu 100% an WoW vergeben

(Und wenn man sich anguckt, was z.B. bei Valve aus dem Episodenkonzept geworden ist, dann sollte man auch keine weiteren Studios dazu ermuntern.)
nachdem früher die grafischen möglichkeiten eingeschränkter waren mußten die entwickler zwangsläufig mehr in die story und somit auch in die spiellänge investieren.
durch die so erzielte spiletiefe blieben wohl ältere titel besser im gedächtnis hängen und werden heute als besser empfunden als die meisten aktuellen spiele.
Jetzt mal ne ganz ehrlich gemeinte Frage an alle die Leute, die von den ach so tollen Storys schwärmen: Welche Spiele meint ihr??
Die Story der ersten Shooter konnte man meist in zwei Sätzen zusammenfassen, bei Strategiespielen war man froh, wenn das Hintergrundszenario überhaupt über "X ist im Krieg mit Y" hinausgeht und Wirtschaftssimulationen haben bis heute nichts zu bieten. Die einzigen Titel, die mir neben Adventures und Rollenspielen einfallen würden (die bis heute gute Storys haben, nur allgemein seltener sind), wären einige Space-Sims (inklusive Schleichfahrt). Aber die gibts heute nichtmal "mit ohne" Story. (

)
Imho haben gerade Shooter und Strategiespiele im Laufe der 00er sogar deutlich zugelegt, was Storys angeht. (Ausgenommen vielleicht im Vergleich zu AoE - das seinerzeit aber eine absolute Ausnahme war. Wohlgemerkt: Nicht ausgenommen C&C. Selbst das hierfür hochgelobte Alarmstufe Rot hatte ein zweizeiliges Hintergrundkonzept und sonst nur um ein paar amüsante Sketche erweiterte Missionsbriefings.) Bei Sportspielen war iirc TOCA das erste Spiel überhaupt, dass sich an sowas wie einer Rahmenhandlung versucht hat. Welches Genre fehlt noch? *ins Regal schiel* Flipper hatten auch keine Story, (gute) Jump'n'Runs sind mit 2D ausgestorben.
Ah. Lemmings. Welch Epos.
Als Jungspund hat man die Spiele etwas anders erlebt. Ein Vollpreisspiel kostete damals gut mal 120,- DM.

Welches PC-Spiel hat denn bitte jeweils 120DM gekostet? Da gabs 1-2 M$-Titel, aber zumindest bei mir waren unmittelbar vor der Euroeinführung 80DM noch gehobener Durchschnitt. Kann mich noch gut an den Skandal erinnern, als Tiberian Sun für satte 100DM in die Regale wanderte.
Es war wohl auch damals für die Entwickler einfacher sich auf die vorhandene Hardware einzustellen. Ich kann mich nicht erinnern, dass damals jemand etwas großartig umgebaut hatte. Das begann alles erst Mitte/Ende der 90er Jahre, als die ersten Voodoos rauskamen.
Nuja. Vor den Voodoos gab es ja halt nur die CPU-Leistung (Beim Sound hat sich zwischen SB16 und Live! ja auch kein allgemeiner Standard etabliert, den man haben musste) und die erfordte dann meist einen kompletten PC-Neukauf.
Heute habe ich manchmal das Gefühl, dass das Blech eher das zentrale Hobby ist. Die Spiele werden nebensächlicher. Der Neuerungsdruck wird für die Entwickler größer und damit müssen andere Sachen wohl nebensächlich bleiben. Zumal man heute via Internet auch die Möglichkeit hat mal etwas nachzubessern. Diesen Verbreitungsweg gab es früher nicht. Ein verbuggtes Spiel hat dem Studio den Kopf kosten können. Heute schiebt man Patches nach. Ist ja nicht schlimm...
...oder lässt es ganz bleiben.

Wobei ich ganz ehrlich sagen muss: Trotz aller Schellte lautet eine weitere Änderung in Fallout 3 gegenüber den Vorgängern ganz klar "weniger Bugs". Und für Schleichfahrt hat man Registrierung sogar eine Diskette mit Patch zugeschickt bekommen.
Aber im Schnitt ging es nach der Jahrtausendwende mit dem Aufkommen des Internets steil bergab (erinnere mich noch an Alice, für das es genau einen Patch gibt. Für gelegentliche Darstellungsfehler auf einigen Matroxkarten unter Windows2000. Vermutlich an Freitagen den 13. bei Vollmond, aber nur wenn eine Schwarze Katze hinter dem Monitor vorbeiläuft). Das ist aber imho nicht nur Möglichkeit, sondern auch Ursache:
Vor der Verbreitung des Internets war es kein Problem, wenn ein Spiel einen Monat später erschien. Das war "eine Ausgabe". Veröffentlichungstermine wurden oft nur in Halbjahren oder Quartalen angegeben, das genaue Datum konnte man zurückhalten, bis der Goldmaster rausging. Heute dagegen wollen die Leute 2 Jahre vorher die Uhrzeit der Freischaltung wissen und oft sind solche Informationen der beste Weg, um frühzeitig publicity zu schaffen. Denn wärend die Leute früher ein einseitives Review und vier Seiten Test pro Spiel konsumiert haben, sind es heute 6 Monate intensive Vorberichterstattung, die das Kaufverhalten prägen. In diesem Markt, den auch die Spieler durch ihr Verhalten fördern und fordern, haben tolle Screenshots und Deadlines eben eine größere Bedeutung, als ausgereifte Technik und abgeschlossenes Bugfixing.
(ganz abgesehen davon: Solange es Massen an Raubkopierern gibt, die bereitwillig geleakte Alphas zocken, stehen die Publisher auch nicht wirklich unter Druck, die Spiele länger reifen zu lassen. Eher im Gegenteil)
ganz ehrlich, ja.
heute gibt ein spiel gerade mal 10h spielspaß her im offline modus.
mikrig.
Eines Tages hat mein Dad eine Super Nintendo mitgebracht und hab meine Barbies seitdem nicht mehr beachtet

Ohne Witz, man konnte wirklich ein Jahr daran hocken und Spiele wie Mario, Metroid, Donkey Kong, Street Fighter und Yoshi waren der Hit.
Das hatte aber einen einfachen Grund: "Keine Speicherfunktion"
Wenn man heute jede Spielsession von 0 startet, dann kann man sich vermutlich auch mit Mafia II ein halbes Jahr lang beschäftigen. Aber heute macht einem sowas keinen Spaß mehr (auch nicht, wenn man die alten Titel rauskramt, wie ich festgestellt habe)
Mittlerweile meide ich alle Games, die einfach zu wenig für das Geld bieten.
Guild Wars, Sims, Tetris oder auch Spore machen auf Dauer mehr Spaß wie Assassins Creed, Battlefield, Call of Duty.
Gerade Assassins Creed kann man imho als Beispiel nehmen:
- Für seine Zeit gute Grafik und
- fast-schon-revolutionäre Bewegungsmöglichkeiten
- in einem nahöstlichen Setting
- mit einer in Zwischensequenzen erzählten Hintergrundgeschichte
- voll Mord- und Totschlag
- der sich in Form von Schwertkämpfen direkt ins Gameplay überträgt
- nach kurzer Zeit aber sehr repititv wirkt
- woran auch verschiedene Stile der Levels nichts ändern können.
Was ich da gerade beschrieben habe, war das legendäre früher-war-alles-besser Prince of Persia (1. und zwar 1 im Sinne von 1, keine Lucas 1)
Was die Kaufmethoden und dlcs angeht ist alles viel viel viel viel schlimmer als früher. Das was da heute abgeht ist einfach grauenhaft.
Wenigstens gibt es bei den Verkaufsversionen immer öfter Collectors Editions die diese Bezeichnung auch verdienen.
Gibt es? Ich hab irgendwie weiterhin den Eindruck, dass man froh sein kann, wenn man für eine 80€ Collectors Edition das bekommt, was früher in der 80DM Normalversion üblich war. (wobei "früher" da erschreckend weit zurück liegt. Bei Civ3 gabs nichtmal ne CD-Hülle)