Meinungsmacher: Waren Spiele früher einfach besser?

AW: Meinungsmacher: Waren Spiele früher einfach besser?

Ich mach es kurz: ja, in vielen Fällen waren Sie das.

Dieses super, duper, ultra Grafikgedöhns und der kaum vorhandene Spiele-Inhalt (was man damals Story nannte), in heutigen Spielen nervt einfach nur noch. Egoshooter hier, Egoshooter da....kaum etwas was sich von der Masse abhebt. Größtenteils alles nur kommerzieller Konsolen-Port-Müll atm..

MfG,
Explosiv
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Meinungsmacher: Waren Spiele früher einfach besser?

um mal ein bißchen gegen den Strom zu schwimmen:

NEIN



In vielen Fällen liegt imho eine vollkommen verzerrte Perspektive vor.

Sicherlich gibt es heute weniger Innovationen unter den AAA Titeln, als früher. Das liegt zum einen an den großen Teams und den damit einhergehenden Druck zu weniger Risiko durch die Finanzierer (mit einem -weiterhin schmerzlich vermissten- Nachfolger zu Transport Tycoon anfangen und mit RollercoasterTycoon enden kann man eben nur als 1-Mann-Team), zum anderen natürlich auch daran, dass es mitlerweile keine alten Konzepte gibt, die dank neuer Technik endlich als "Innovation" umgesetzt werden können. Aber auch früher gab es riesige Lücken zwischen zwei Innovativen Titeln.
Viele Leute nehmen das aber nicht war und fast immer bezieht sich "früher war alles besser" auf die ersten 2-3 Jahre ihrer Spielerkarriere oder es ist ein Vergleich zwischen den letzten 2-3 Jahren und der gesamten Spielerkarriere. Das letzteres unfair ist, ist klar - wer die letzten 2-3 Jahre mit den letzten 2-3 Jahrzehnten vergleicht wird zwangsläufig einen Unterschied in der Zahl der Innovationen finden (vom technischen Effekt -s.o.- mal ganz abgesehen).
Aber auch wer sich auf die Anfangszeit seiner Spielerkarriere konzentriert, ist alles andere als objektiv. Als ich in der zweiten Hälfte der 90er auf aktuelle PC-Titel gewechselt bin (nach Mega Drive und 286er Zeiten), wurden mir auch Schlag auf Schlag "Innovationen" präsentiert. NfS3, Civ2, Alarmstufe Rot, The Darkening, ... !!!
Einigen wird auffallen: Jeder einzelne dieser Titel war eine Fortsetzung und 99% seiner Vorzüge waren im Vorgänger enthalten, z.T. waren die schönen Elemente sogar Genrespezifisch. Aber für mich waren sie neu und rückblickend entsteht schnell der Eindruck, dass man damals eine ungeheuer kreative Zeit miterlebt hat - und das bei allen, egal ob sie 85, 90, 95, 00 oder 05 angefangen haben.
(was nicht heißt, dass es nicht doch etwas mehr Originalität gab - siehe oben: Hobbyprojekte hatten einfach bessere Chancen. Aber Nostalgiker schwärmen i.d.R. genauso wenig von Creatures und den Sims, wie sie Pychonauts berücksichtigen)

Was wird neben Innovation noch gerne genannt? Athmosphäre!
Imho genauso falsch. Die Grafik eines Discworld2 ist garantiert nicht besser geeignet, um einen Stimmung zu versetzen, als Vampire Bloodlines. Und der Sound von Grand Prix Circuit muss ein ganz kleines bißchen hinter einem aktuellen NfS zurückstecken. Warum gelten alte Titel trotzdem als besser inszeniert? Zum einen natürlich wieder selektive (man denkt an Deus Ex, nicht an Pazifik Admiral) und unpräzise Erinnerung (mal wie N.I.C.E. angeguckt? gräßlich), imho aber auch einfach die eigene Phantasie und Ansprüche. Die meisten Leute schwärmen von den Spielen ihrer Jugend. Aber wer sich z.B. heute mal die Fernsehserien anguckt, die er im gleichen Zeitraum toll fand, der wird sich nicht nur beim Plot, sondern auch bei der Inszenierung fragen, wie er sich das je antun konnte.

Was bleibt sind weniger Bugs, kein Kopierschutzterror, längere Spielzeit und höherer Schwierigkeitsgrad. Ersteres wird in solchen Vergleichen imho aber übertrieben (selbst mit Grafikfehlern sehen aktuelle Titel besser aus), auch wenn es ganz unabhängig davon ein starkes Nichtkaufargument ist. Zweiteres scheint für die meisten nur ein Grund zum Jammern zu sein, aber so schlimm, dass man z.B. auf den 23236234 Steam-Titel verzichtet, finden es die wenigsten. Lange Spielzeiten? Kann ich gerade kein Kommentar zu abgeben, Fallout3 ruft (und das schon deutlich länger, als F1). Da verwechseln imho einige Leute das zusätzliche Angebot kurzer Titel in der Tradition von Max Payne (was mitlerweile selbst gern in der "früher war alles besser" Liste steht) mit dem Wegfall der alten. Die werden nur genauso ausgeblendet, wie die ersten Versuche "interaktiver Spielfilme". Und der Schwierigkeitsgrad? Mal wieder einen alten Titel rausgekramt? In NfS3 mit C gegen B Klasse gewonnen?
Das heute weniger Titel von-Freaks-für-Freaks gemacht werden stimmt, aber das einige selbst auf höchstem Schwierigkeitsgrad lasch sind, mag auch daran liegen, dass man einfach ein bißchen Übung hat und nicht mehr das dumme Kiddie ist, das dem Gegner 30mal in die offenen Arme rennt. (und wenn Strategie-NPSc heute mit halben Baukosten und genauer Kenntniss der Spielerpositionen antreten, gibts -zu Recht- Gemecker)


Mein Fazit:
Nein, früher war nicht alles besser. Ettliches war schlechter, einiges war gleich gut. Aber das merkt man nur, wenn man "früher" mal mit der gleichen Aufmerksamkeit und Voreingenommenheit betrachtet, wie heute.


P.S.: Kommentar von jemandem, der alle genannten Spiele durchgespielt hat, dessen Lieblingsspiel 94 erschien, der 95% seiner Lieblingsspiele vor 2001 erworben hat und der sich in den folgenden 9 Jahren nur für 6 neue Spiele begeistern konnte: Fallout 3. Portal. Vampire Bloodlines. Far Cry. Civ3. Mafia.
Stimme dir voll und ganz zu ... .... nja, nicht ganz. Die Serien früher waren wirklich besser. (zumindest Anime, bezogen auf deutsches TV ^^)
 
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Ich finde auch auf jedenfall: ja!
Weil Spiele früher eher von Einzelpersonen als großen Teams produziert wurden, konnte sie ihre ganze "Liebe" mit einbringen, wodurch die Qualität der Spiele viel besser war als heutzutage.
 
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um kurz noch auf rohan123 zu antworten, was das upgraden der Hardware angeht, ich würde mich als starken Gamer bezeichnen, heißt ich spiele viel. Aber ich pack höchsten ein neues teil pro jahr in den rechner. Aber dafür bekomm ich ja auch eine viel bessere Leistung, wenn ich mir so manches Spiel auf den konsolen ankucke, frage ich mich schon ob ich ne zeitreise rückwärts gemacht habe...
und zur sache selbst sage ich, JA. Und zwar deshalb, weil die kunden nicht wie dreck behandelt wurden. In letzter zeit leidet die qualität extrem, einerseits wegen dem konsoleneinfluss, der das gameplay stark verändert und anderseits weil die publisher reihenweise beta-versionen auf den markt bringen,die so verbuggt sind, das es erst noch monate braucht bis man ein spiel hat das auch wirklich funktioniert. Was Medal of honor da gerade macht, kurz nach erscheinen ein 10€ DLC rauszubringen, finde ich fasst kriminell!
"hey, sie haben doch vor 2 wochen unser auto gekauft, wir freuen uns ihnen mitteilen zu können, das sie für 20% des kaufpreises nun auch sitze dazu haben können..."

Früher hast du spiele gehabt, die hatten 10, nciht 6 h SP, dann gab es einen LAN modus!! für die jungen leute hier denen das nichts mehr sagt, man konnte OHNE internet mit anderen PC's in der nähe zocken!! und natürlich mods.
die Fähigkeit games zu modden hat das Spiel nochmal doppelt so gut gemacht.
ein freiheitsgrad nach dem anderen wurde gekillt und dank den idiotischen konsoleros, die 70€ für so manchen mist hinlegen wird sich das auch nicht ändern.
genau das! stimme dir komplett zu. es ist absolut deprimierend und traurig düster geworden im vergleich zu früher.. schaue sich doch bitte mal einer die extrem vielen game modes und maps und waffen sowie das waffenhandling in goldeneye 64 an.. wie zur hölle kann es sein das 95% aller aktuellen games nichtmal ansatzweise so einen spielspass und umfang hinbringen?

antwort: geldgierige publisher die unmögliche deadlines vorschreiben.
 
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Naja... Grafik war bei mir immer eine treibende Kraft bei Games.
Egal ob C64, Super Nintendo oder mein erster 300MHz PC da gab es genug WOW momente allein wegen Grafik.

Warum fand ich damals Jedi Knight 1 so geil?
Weil dass das erste Game war bei dem ich eine D3D Graka hatte (Viper V330!) und die Texturen nicht mehr aus vieckigen Pixeln bestanden sondern so geil gefiltert waren.

Heutzutage gibt es nur noch selten games die mich wirklich anmachen wegen geiler Grafik.
Heute ist mir OPTIK und funktionierende TECHNIK wichtiger als die Grafik an sich.

Am Ende ist es mir egal ob ich The Force Unleashed 2 am PC mit 1680x1050 spiele oder auf der Xbox 360 mit 1280x720, solang das Gesamtbild "OPTISCH" stimmig ist.

Aber wenn ich mir dann ein Fallout New Vegas anschaue an sich ein durchaus geiles game mit allem was man sich wünschen kann, das im Auslieferzustand nur einen von meinen 4 Cores verwendet, eine 32bit .exe liefert die nur 2 von meinen 4 GB Ram verwenden kann und selbst meine GPU nur mit 20% last läuft (weil der eine CPU Core die karte ausbremst)....
dann bekomm ich einfach PICKEL.
Es ist 2010 Leute, nutzt meine Hardware gefälligst mal endlich?!
Wozu 8GB Ram kaufen wenn kaum ein Spiel mit 64bit exe kommt, wozu Quad Cores wenn die meisten games gerade so mit Dual Core's klarkommen....

So viel zur Grafischen Seite.

Früher hatte man Singlecore, 32bit und ne simple D3D Karte und fertig, da war es einfach, wenn ein Spiel geruckelt hat hat man mehr MHz oder was auch immer gebraucht.
Heute hat man 100 mal so vile Power in der Kiste aber die Software nutzt die Hardware nicht wegen mieser Optimierung und die Hersteller kümmerts meist nen schei** sobald die DVD Boxen verkauft sind.

Ich will doch nur meine 60 frames mit Vsync!



und NEIN, früher waren Spiele NICHT besser, weil heute erinnert man sich nur noch an die Perlen, früher gab es genauso viel Müll wie Heute!
Ich weiß noch genau als ich früher noch diese lustigen PC Games Heftchen mit CD-Rom's an der Tanke aufm Heimweg von der Schule gekauft habe, da waren jedes mal so ca. 10 Demos von neuen Spielen dabei...
da waren im Durchschnitt ein oder zwei Demos dabei, die überhaupt gefallen haben, davon hat man dann die Perlen gekauft und der Rest war der übelste MÜLL und nach 2 minuten wieder gelöscht und vergessen.


Heute haben wir nur bessere Grafik, kompliziertere Technik und daher miese Optimierung, zudem noch Publisher die immer mehr Zeitdruck ausüben.
Man könnte sagen die Kunst ist dem Kommerz gewichen.
Bugfreie Spiele gab es eh noch nie, das ist Einbildung.
 
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Ich glaube, früher waren die Ansprüche einfach nich so hoch. Aber es ist doch leider so, dass mit den Möglichkeiten moderner Plattformen, die audio-visuelle Präsentation immer mehr in den Mittelpunkt gerückt wird.
Es ist kein Zufall, dass sich Ego-Shooter in den letzten Jahren so gut verkauft haben, und nun auch häufig für Konsolen entwickelt werden. Über Gameplay oder gar Story muss man sich da ja kaum Gedanken machen.

Meine Lieblingsspiele-Serien begannen alle schon vor der 3D-Ära.

Heroes of Might and Magic
X-COM
Panzer General (und Variationen davon)

Wieviele Stunden ich mit diesen Titeln verbarcht habe, möchte ich gar nicht nachrechnen, weil man sich ein Doppel-Doktor Studium schaffen können in der Zeit ;)

Ich weiß gar nicht mehr wann ich mir das letzte Vollpries-Spiel für den PC gekauft habe.
Wenn ich z.B. 10 Euro für FEAR 2 zahlen, tut es mir nachher nicht so "weh", wenn das Spiel recht kurz und schlechter als der Vorgänger ist.

Schlußendlich haben wir Konsumenten es in der Hand. Was nicht gekauft wird, bringt keinen Profit, und dann gibt´s auch keine Fortsetzung mehr.
 
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Definitiv, ich spiele immer noch lieber Turrican II als COD Teil was weiss ich wieviel.
Ich Fand auch UT, RTCW und Co viel besser als Stalker, und viel zu grosse Welten,...

Es ist ja nicht so das es keine Guten Spiele mehr gibt, aber die Spielepolitik is fürn Arsch heute :)

Naja ein Komplexes Thema, aber man möge mir verzeihen, mich hat die Lust zu schreiben gerade in diesem Moment verlassen :daumen:
 
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Nein!

Hab die letzten 2 Tage Batman Arkham Asylum durchgespielt und bin sehr begeistert.
Animationen besser als in damaligen Zwischensequenzen... Story... Charaktere und Physix Effekte die dem Ganzen noch mehr Kinofeeling geben usw. echt nice

Gibt heute viel Mist, aber eben auch Blüten.

Spiele, die mich damals ewig gefesselt haben, wie zB Bleifuss Rally oder FarCry würde ich heute kaum mehr bis zum Ende packen.
Erster grafisch guter Shooter, erstes Rennspiel wo man sich richtig reingehängt hat... aber heute für sowas viel zu verwöhnt^^

Gibt natürlich aber auch zeitlose Klassiker wie zB. Donkey Kong aber im großen und ganzen haben sich Spiele meiner Meinung nach sehr verbessert!
 
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Na klar war früher alles besser... oder auch nicht :D Bugfreier war es auf jeden Fall. Ist aber auch verständlich: Die Spiele waren kleiner, nicht allzu komplex. Da schlichen sich halt selten Fehler ein oder konnten leichter entdeckt werden.
Die Spielprinzipien sind heute auch "primitiver" geworden. Das ist aber nur dadurch passiert, dass Videospiele salonfähig geworden sind. Früher war die "Zockerszene" abgestempelt als Nerds. Heute hat beinahe jeder Haushalt einen PC und teils noch dazu eine Konsole. Es ist halt Massenware. Spiele haben teils ein höheres Budget als Filme. Da ist es doch klar, dass Publisher von Studios fordern etwas bombensicheres zu entwickeln, dass auch auf jeden Fall ankommt und niemanden überfordert.
Story find ich gibts heute aber auch noch: Mass Effect 2 was für mich (auch aufgrund der Grafik) mindestens so gut erzählt und inszeniert wie ein guter Kinofilm. Aber RPG-Perlen wie Morrowind gibts heute nicht mehr... Vlt. Two Worlds und Witcher. Aber irgendwie fesselt da die Welt auch nicht so.
 
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Defenitiv: Ja!

Wenn ich überlege, wie oft und lange ich Gothic 1+2, Fallout, Diablo 1+2, Starcraft, Baldur's Gate 1+2+Addons, NFS 2-4, Morrowind und System Shock gespielt habe!

Die Tatsache, dass mich heute kaum noch was vom Hocker reisst (zuletzt Dragon Age ... davor seit den oben genannten eigentlich gar nichts) ist recht einfach zu erklären.

Grund 1: Zum einen waren die Spiele damals einfacher als innovativ zu kennzeichnen. Vieles war einfach neu. Somit hat die Inszenierung nicht so eine Rolle gespielt wie heute. Das gilt für Software ebenso wie Hardware. Man hat das Spiel als Ganzes genossen, ohne es in Details großartig auseinander nehmen und mit anderen Spielen vergleichen zu können. Neue Möglichkeiten in Sachen Informationsaustausch lassen uns mMn Dinge weitaus kritischer beäugen, als es damals der Fall war.

Grund 2: Zum anderen spiele ich heute kaum noch ein Spiel durch - die Spiele "nerven"!
Ein Gothic 3 langweilt im Prinzip schon von Anfang an. Ein Fallout 3 ist wie viele Spiele heutzutage auch nach sonst wie vielen patches noch so bugverseucht, dass das Spielen alleine schon deswegen kaum noch Spaß macht! Mit Blick auf die Konsolen nervt es mich als PC-Spieler zudem ungleich mehr, dass man oft nur Halbgares und Geschöntes aufgetischt bekommt. Damals war ein PC-Spiel ein (weitestgehend fertiges) PC-Spiel und keine Ware aus der zweiten Reihe.

Grund 3: Ich war damals um einiges "nerdiger" als heute...habe viel mehr Zeit für PC-Spiele aufgebracht. Die Interessen sind mit dem "Großwerden" in viele andere Bereiche gewandert - und das ist auch gut so.
 
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früher war alles besser?

nunja, ich hab da so ne teils-teils ansicht. schon damals gab es spiele, die einen grafisch umgehauen haben (schleichfahrt z.b.), aber da sind wir heute natürlich wirklich um längen voraus und mal abgesehen von ein paar all-time-favs (stunts, open transport tycoon ftw), spiele ich ältere spiele wirklich wirklich sehr selten.

ich habe mich schlicht an "gute" grafik gewöhnt und muss sagen, dass es ein wirklich gutes spielprinzip erfordert um schlechte grafik als kritikpunkt zu streichen.

aber eins ist ja mal völlig klar, 5h spielzeit, ein paar levels, teilweise dünne storys, da wink ich nur ab und lass alle grafikperlen im regal stehen. im moment sind für mich da eigentlich bioware-spiele das maß aller dinge.
insgesamt sind die rollenspieler da wohl im vorteil, da gibts einfach mehr fürs geld.
ich denke das es mal wieder mit den cross-plattform entwicklungen zusammenhängt (obwohl auch auf konsolen storytechnisch klasse sachen exisitieren), mit einer gefühlsduseligen story und gut ausgearbeiteten charakteren freunden sich die meisten spieler doch gar nicht an.

wenn ich also ein wenig zurückblicke, die zeit verstreichen lasse, muss man eigentlich sagen, alles hat sich technisch weiterentwickelt, es gab früher perlen und sie gibt es auch heute noch, ist wie bei der musik :)
 
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Jaaaiiiii .... Neinja! :ugly:


Einerseits war das Medium noch nicht so saturiert wie heute, ebenso war die Ausrichtung auf 08/15 Benutzer noch nicht so ausgeprägt und liess somit allgemein mehr Freiheiten für Entwickler.

Es gab keine Modell oder Renderfarmen, Outsourcing war ein Fremdwort, wenn man ein Spiel spielte konnte man davon ausgehen das das Herzblut einiger weniger begabter Leute darin steckte, und nicht die Profitvorgabe von jemandem der völlig unangeschlossen über die Entwicklung wacht.

Aber es gab auch damals viel scheiss, von daher bin ich ein wenig unschlüssig ob das nun eine verzerrte Wahrnehmung ob dieser heutigen Überflutung von superMist ist, oder eben doch früher alles besser war :)
 
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wenn wir mal die grafik und deren möglichkeiten heute nicht mit berücksichtigen, dann waren spiele früher besser, oder eher der fortschritt heute zu klein, oder sogar ein rückschritt. ich beziehe mich mal nur auf shooter im mp.

als schönes beispiel seh ich da cs 1.6, wieso ist ein so uralter shooter der mit der zeit kaum verändert wurde noch so beliebt, beliebter als aktuelle games, wenn heute alles besser wäre?

es ist eigentlich sehr traurig geworden, speziel im shooter bereich.
im shooter bereich gibt es 3 grosse hersteller (ea, ubi und activision), leider versucht keiner der 3 für den spieler zu entwickeln, es werden zwar gewisse punkte erfüllt, aber meist mit dem hintergedanken bloss platz für einen nachfolger zu lassen damit die kasse klingelt.

die bessere taktik wäre es m.m.n., wie in mw2 mit zusatzinhalten kohle zu machen, und das ursprungspiel weiter zu verbessern. wobei die umsetzung in mw2 mit den mappacks eine frechheit gegenüber des kunden ist, man hätte aber durchaus die möglichkeit gehabt die geschichte für beide seiten (spieler und kassierer) attraktiv zu gestalten.

wirklich neues kommt leider auch nur selten, da könnte man wohl noch den rush modus und das schadensmodel in bc2 nennen, die meisten shooter, inklusive bc2, nutzen generell alte spielabläufe, flagen einnehmen etc., oder ganz stumpf tdm, dm und ctf.
 
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Hm, wie kann man "früher" sagen und >2000 meinen? ^^

"Früher" im Sinne von "lang lang her", dürfte Ende der 70er und Anfang bis Ende der 80er gewesen sein (zur "Not" auch noch Anfang der 90er). Davon ausgehend das man von Anfang an dabei war, also zumindest mit einem "Atari" (der Konsole, nicht dem Computer) angefangen hat (ab ca. 1977 als Import, ab glaube 1979 auch direkt in D vertrieben), kann man mMn sehr wohl sagen das man der Zeit entsprechend genau wie heute bestimmte Ansprüche an die Spiele hatte (weil hier jemand meinte früher hätte man keine/kaum Ansprüche gehabt, und deshalb vieles als sehr gut/besser empfunden).

Wer in den 80ern einen C64 erwarb, der konnte also auch schon 5-10 Jahre Viedeospiele-Erfahrung haben, und hatte dementsprechend natürlich auch schon Ansprüche - genau wie heute jemand der erst >2000 angefangen hat.

War früher alles besser? Natürlich nicht. Aber vieles eben doch. Der C64 zb. wurde über 10 Jahre lang quasi unverändert gebaut, über 20.000.000 mal verkauft, und dürfte daher der bis heute am meisten verkaufte/erfolgreichste Computer sein. Auf die Zeit bezogen war die Grafik früher sicher nicht zwangsläufig schlechter als heute - auch nicht beim Atari 2600. Spätestens mit dem C64, als die ersten Demos die Runde machten, saß man auch einfach nur mal am Rechner und bestaunte eben diese Demos. Aber, so zumindest mein Empfinden, sie (die Grafik) war - anders als quasi heute sehr oft - nicht der Kernpunkt der Spieleentwicklung. Sie wurde lediglich als Werkzeug zur Darstellung genutzt, das Gameplay stand an erster Stelle.

Es gab quasi keine Bugs, und auch an Patches kann ich mich nicht erinnern. Von DLCs usw mal ganz zu schweigen.

Früher entwickelte man noch mit deutlich mehr Risikobereitschaft. Wenn ich schon lese "aufgrund der immens hohen Budgets lässt sich bei Innovationen nicht mehr jedes Risiko eingehen"... Risiko gehört nunmal zu Innovationen. Und gerade die "Low-Budget Indie-Titel" zeigen doch immer wieder mal sehr eindrucksvoll das man kein Monster-Budget brauch um Spiele zu entwickeln/produzieren die innovativ sind und einen Mega-Spaß machen.

Waren Spiele früher besser? Meiner Meinung nach, und aus mehreren Gründen, eindeutig ja.


https://www.youtube.com/watch?v=J7QQ_F5axQQ


https://www.youtube.com/watch?v=0fRjW58U5E0
 
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nachdem früher die grafischen möglichkeiten eingeschränkter waren mußten die entwickler zwangsläufig mehr in die story und somit auch in die spiellänge investieren.
durch die so erzielte spiletiefe blieben wohl ältere titel besser im gedächtnis hängen und werden heute als besser empfunden als die meisten aktuellen spiele.
 
AW: Meinungsmacher: Waren Spiele früher einfach besser?

Also ich finde die Spiele von Heute sind genauso gut.Man muss halt nur wissen, was man will.Heute ist die Auswahl halt einfach riesig und es werden mal "schnell" irgendwelche Spiele zu Filmen entwickelt.Ich finde alte Spiele wie Age of Empires, Dungeon Siege und Stronghold sind genauso gut wie heutige Spiele ala Halo(Sehr geiles Spiel), Portal oder Mass Effect.
 
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Ich spiele nun schon seit ~20 Jahren auf diversen Computern und Konsolen.
Eines vorweg: ich kann mit meiner Aussage natürlich nur für mich selbst sprechen(!)

Als Jungspund hat man die Spiele etwas anders erlebt. Ein Vollpreisspiel kostete damals gut mal 120,- DM. Das war für mich als 12 jähriger sehr viel Geld und ich habe mir dementsprechend auch sehr gut überlegt welches Spiel ich mir kaufe. Mehr als 2-3x im Jahr war ein Spielekauf einfach nicht machbar.

Deshalb habe ich Spiele wie TFX, Sam & Max, Gunship 2000, Wing Commander und Strike Commander geliebt und gehütet (habe die Datenträger heute noch).

Es war wohl auch damals für die Entwickler einfacher sich auf die vorhandene Hardware einzustellen. Ich kann mich nicht erinnern, dass damals jemand etwas großartig umgebaut hatte. Das begann alles erst Mitte/Ende der 90er Jahre, als die ersten Voodoos rauskamen. Heute habe ich manchmal das Gefühl, dass das Blech eher das zentrale Hobby ist. Die Spiele werden nebensächlicher. Der Neuerungsdruck wird für die Entwickler größer und damit müssen andere Sachen wohl nebensächlich bleiben. Zumal man heute via Internet auch die Möglichkeit hat mal etwas nachzubessern. Diesen Verbreitungsweg gab es früher nicht. Ein verbuggtes Spiel hat dem Studio den Kopf kosten können. Heute schiebt man Patches nach. Ist ja nicht schlimm...

Kurzum: was wir heute sehen ist einfach ein neues Mittel, um den schnellen Markt zu bedienen. Titel müssen schnell raus. Content muss nachgereicht werden - wenn man dann nochmal Kohle machen kann, umso besser...
 
AW: Meinungsmacher: Waren Spiele früher einfach besser?

nachdem früher die grafischen möglichkeiten eingeschränkter waren mußten die entwickler zwangsläufig mehr in die story und somit auch in die spiellänge investieren.
durch die so erzielte spiletiefe blieben wohl ältere titel besser im gedächtnis hängen und werden heute als besser empfunden als die meisten aktuellen spiele.

Genau so ist es....
 
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Unbedingt besser sicherlich nicht.
Zu C64 und später Amiga-Zeiten war aber vieles recht neu und da war deswegen der Aha- und Woweffekt da.
Heutzutage ist vieles "normal" geworden oder es wird als so etwas empfunden.
Als ich mit Computerspielen anfing (Atari 800 XL, C64, Amiga 500) wurde noch viel experimentiert und grad kleine Entwickler versuchten sich in den Spielen zu verwirklichen.Ich hab das Gefühl, das bei vielen Entwicklern zu Anfang das Geld nur zweitrangig war.
Ich habe das Gefühl dass heutzutage erst einmal die Frage nach den Gewinn im Raume steht.
Früher war man auch viel dankbarer für die Spiele, die damals erschienen (Man war mit dem zufrieden, was grad war. Heutzutage will man immer mehr).
Ich habe das Gefühl, das ist heutzutage nicht mehr so.
Heutzutage geht vieles nach dem Motto: Schaut gut aus und kommt schnell raus, aber Grafik allein ist nicht alles und Hauptsache schnell bedeutet meist viele Bugs.
Ein gutes Beispiel ist Deus Ex und Deus Ex². Der zweite Teil sah zwar besser aus, aber der erste Teil war um Welten besser.
Heutzutage werden Spiele eh sehr zerredet, was ich früher nicht empfand.
Wenn ich viele Spiele wie Beispielsweise Turrican oder Streetfighter (C64) mit dem von Heute vergleiche, empfinde ich die älteren Spiele von früher besser. Ich glaub, das die Spiele früher etwas hatten, was mit den Jahren (leider) verloren gegangen ist, aber dafür sind andere Dinge hinzu gekommen, die es damals nicht gab, wie zum Beispiel die KI in den Spielen.
Die KI der Gegner in Turrican war jedenfalls nicht grad hervorragend.
Die Einknopf-Bedienung mit einen Feuerknopf wie beim Competition Pro.
Ist aber nur meine Meinung. Ich wünsche mir oft die alten Zeiten zurück. Leider hab ich weder die alten Geräte, noch die passenden Spiele dazu.
 
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