News Meilenstein: Linux nimmt die Fünf-Prozent-Hürde in den USA

Hab bei der Distributionswahl Entscheidungsparalyse. Brauche Empfehlungen für:
Notebook mit Intel Pentium Silver N6000 8GB
MiniPC/Server (AMD APU R9 8945HS 64GB)
GamingPC (AMD/NV)
Es kommt drauf an.

Wenn es "einfach" funktionieren soll würde ich eine Ubuntu Variante empfehlen. Ubuntu selbst ist das Einfachste, sieht aber etwas gewöhnungsbedürftig aus, Kubuntu ist näher am "klassischen" Desktop, Lubuntu ist besonders ressourcenschonend (für dich vermutlich eher weniger relevant, das kommt eher für einen alten Doppelkerner in Frage). Auf dem Server kannst du sogar über pures Debian nachdenken. Der Vorteil dieser Distributionen ist, dass die meisten Dinge einfach funktionieren. Für diese Stabilität zahlt man allerdings mit etwas längeren Wartezeiten beim Support neuer Hardware, neue Kernelfeatures etc.

Wenn du etwas mehr experimentieren willst kannst du dir Fedora oder gar Arch Derivate angucken - wie z.B. das schon genannte CachyOS. Dank rolling release gibt es hier keine wirklichen Versionen des Betriebssystems, stattdessen werden alle Einzelkomponenten so aktuell wie möglich gehalten. Das hat Vorteile wenn man auf neue Features angewiesen ist, aber wenn man "cutting edge" benutzt, dann schneidet man sich halt ab und zu auch mal.
 
Viel interessanter wäre die Frage kann Linux ein mögliches Potential an Nutzern außerhalb der Nerd-Nische überhaupt erreichen?
Naja, ein gewisser Aufwärtstrend ist schon zu erkennen. Überall werden die Leute mit Linux News überschüttet. Vor allem bei youtube. So viele Leute machen gerade Videos zum Thema Windows 10 Supportende, was nun ?
Keiner behauptet, das Linux im Oktober auf 20% kommt. 10% wären schon toll!

Ich denke schon, dass nicht alle Leute ihr etwas "ältere" Hardware auf den Müll werfen wollen. Warum auch ?
Und es sind ja nicht nur die Hardwareanforderungen, die Windows 11 unsympatisch machen.
Das bekommen auch viele mit.

Abwarten was passiert!
 
Genau! In einem halben Jahr wird Linux die Weltherrschaft haben und min. 50%. Dieses mal aber wirklich!
"Linux" hat doch schon lange die Weltherrschaft. Auch wenn man das hier im PCGH Forum nicht zugeben will. Der durschnittliche Ottonormalverbraucher verbringt seine Zeit damit auf seinem Android Smartphone (Linux) webrequests über diverse Router (Linux) in Richtung eines Facebook Servers (Linux) zu schicken und sich dann über ein Katzenvideo zu freuen. Die Zahlen lügen nicht, allein 40% des globalen Webtraffics kommen von Chrome auf Android, bei Servern sieht die Sache noch eindeutiger aus. Das weiß M$ auch, ansonsten würden sie ihren ganzen Azure Kram nicht Linux kompatibel machen.
Viel interessanter wäre die Frage kann Linux ein mögliches Potential an Nutzern außerhalb der Nerd-Nische überhaupt erreichen?
Definiere Nerd. Ich denke schon, dass Linux in ein paar Jahren dank SteamOS durchaus Relevanz haben könnte.

Beim "echten" Desktop, also in Firmen und Organisationen sehe ich eher schwarz, weil dort steinalte Prozesse und proprietäre Infrastruktur Windows einfach billiger machen als eine Umstellung auf Linux.
 
Wenn ich so darüber nachdenke, warum ich vor einem halben Jahr komplett auf Linux umgestiegen bin war es eine Bauchentscheidung: Mir geht es nicht nur darum, ein Betriebssystem zu nutzen, das für meine Anwendungen (eine Mischung aus Gaming, Programmieren, Fotobearbeitung und Office) auf lange Sicht einfach besser funktioniert.

Windows fühlt sich einfach nicht mehr richtig an. Früher, zu Zeiten von WinXP und Win7, hatte ich das Gefühl, da steckt ein klarer Gedanke dahinter, warum der durchschnittliche Kunde das genau so haben will. Heute spürt man eher, warum MS das genau so haben will. Linux dagegen steht für mich für Offenheit und die Möglichkeit, Dinge selbst in die Hand zu nehmen (allerdings auch zu müssen). Klar, da laufen Fehler manchmal auch “random” auf und Gebastel kann schnell dazu führen, dass das System für eine Weile nicht fliegt. Am Anfang hat es eine Umgewöhnungsphase gebraucht (30 Jahre MS-Erfahrung lassen grüßen), und einige Daten sind auf der Strecke geblieben (Stichwort: Adobe...), aber mittlerweile ist der Punkt erreicht, an dem ich für alles Alternativen gefunden habe.

Trotzdem: Damit Linux wirklich im Massenmarkt ankommt, braucht es eine kritische Masse von rund 15% Marktdurchdringung. Unterhalb davon bleibt es bei einer Nische für die, die eh schon überzeugt sind. Die große Veränderung passiert erst, wenn genügend Leute mitziehen...
 
Trotzdem: Damit Linux wirklich im Massenmarkt ankommt, braucht es eine kritische Masse von rund 15% Marktdurchdringung.
Wobei selbst jetzt schon deutlich mehr Rücksicht auf Linux genommen wird als vor dem Steam Deck. Scheinbar braucht es gar nicht mal so eine große Nutzerbasis, damit die Entwickler sie nicht liegenlassen wollen. 15% wären vermutlich wirklich genug, dass sich da keiner mehr vor drücken will.
 
Unerwähnt bleibt dabei das macOS Linux mal gerade innerhalb von zwei Monaten nach Release Linux einfach hinter sich gelassen hat.
Release von was?

Und wie schon jemand anderes beim Abgesang auf Windows erwähnt hat, der Verlust an Marktanteilen ist weniger Linux, Chrome OS oder "other" zu verdanken. Sondern fast ausschliesslich den Betriebssystemen aus dem Hause Apple. Zudem dürfte der Anstieg bei Linux auch an Valves Bemühungen um Linux als Gaming-Plattform liegen. Daher dürfte der Zugewinn eher im Gaming-Bereich liegen als in der breiten Massen, was meine Vermutung ist.
Jein. MacOS ist an Apple-Computer geknüpft und die ist teuer. Mensch könnte wohl auch gebrauchte Apple-Computer kaufen, aber warum, wenn mensch den alten PC mit Linux weiternutzen kann?

Ich hab seit 1998 diverse PCs und Home-Server mit Linux betrieben und mag Linux sehr. Aber derzeit habe ich das Gefühl das von einigen Redakteuren das Linux-Zeitalter herbeigeschrieben werden soll. Solche Serien von Artikeln lese ich seit über 25 Jahren immer und immer wieder in diversen Medien. Nur das Linux-Zeitalter ist immer noch nicht da.
Es mag sein, dass es Wiederholungen im Zuge von der Einführung von jeweils neueren Windows-Versionen gegeben hätte. Keine Ahnung, ehrlich gesagt, wie es nach Windows 7 oder 8 aussah. Ein wesentlicher Unterschied jetzt jedenfalls ist, dass Linux in Sachen Gaming und Bedienbarkeit einige Fortschritte gemacht hat.
Herbeischreiben, mh ... Ich würde eher sagen, dass die Redaktion sieht, wieviele Klicks Linux Artikel einbringen und zum anderen Umfragen auch vermehrtes Interesse bestätigen und die Redaktion mit Veröffentlichung entsprechender Artikel/News reagiert. Darüberhinaus wird hier wie dort Unmut seit einer Weile über Windows, und seit Veröffentlichung über Windows 11 geäußert. Linux wird seit einer Weile thematisiert durch Linus Tech Tips, kürzlich durch einen der bekanntesten Youtuber:innen, PewDiePie, oder auch jayztwocents. Auch im deutschsprachigen Raum gibt es Kanäle über Linux - bswp. zu Linux Mint.
Zudem entstehen zwischen Windows- und Linux-Nutzer:innen regelmäßig Diskussionen. News jeweils zu Linux und Windows bergen ein gewissen Potenzial an Polarisierung, was wiederum Aufmerksamkeit und Klicks erzeugt - entsprechend auch die Veröffentlichungsmotivation erhöht ...

Ja Linux ist viel viel komfortabler geworden. Aber Windows ist das eben auch, auch wenn viele das nicht zugeben wollen. Ebenso ist Linux immer noch ein eine Nerd-Nische. Wir hier im Forum sind stark an der Technik interessiert und a) oftmals dazu befähigt und b) willens sich das nötige Know-How anzueigenen um ein entsprechendes System ans laufen zu bringen. Die große Mehrheit der Leute da draußen will einfach nur einen Rechner mit einem System das sie kennen. Daher sehe ich für die breite Masse vorerst keine Änderung. Nur bei uns Enthusiasten ist das was anderes. Viel interessanter wäre die Frage kann Linux ein mögliches Potential an Nutzern außerhalb der Nerd-Nische überhaupt erreichen?
Aber klar, ich sehe auch Deine Punkte, die Potenziale abbremsen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für den Anfang ist so was wie Ubuntu ganz gut. Die Oberfläche ist allerdings etwas anders als bei Windows. Wenn es etwas ähnlicher sein soll, ist Kubuntu einen Blick wert. Ich würde jeweils die Non-LTS-Variante empfehlen.
Ich sage immer noch eher Linux Mint (da ich Ubuntu misstraue )

Außerdem hat er nichts zu sich preisgegeben: Vorkenntnisse, Erstkontakt, Einsatzzweck, Sonderlocken ...
 
15% wären vermutlich wirklich genug, dass sich da keiner mehr vor drücken will.
Hatte nur die Nutzerbasis im Kopf. 15% sind da die Schwelle, ab der genügend early adopter den Rest überzeugen. Ab 15% Marktanteil beginnt der Massenmarkt. Und du hast natürlich völlig recht. Das gilt auch für den Hardware- und Softwaremarkt.
 
An alle, die wieder Windows-Apologetik betreiben, relativieren, Trübsal blasen:

1.) Wo stand Linux in den Steam-Surveys und Netzstatistiken noch vor kurzem? Ist noch nicht so lange her...
Unter 1%? Geredet hat man da in der Öffentlichkeit und den Medien kaum drüber. Selbst im Mainstream ist das Thema nun präsent

2.) Der Computer wurde in der Nerd-Nische erfunden und begründet von dort ausgehend seinen Erfolg. Die "große Mehrheit" hat den Computer belächelt und als "nur relevant für ein paar Profis" angesehen.
Bastler und Enthusiasten setzen die Trends von morgen - die Gamer, die Early Adopter, die Tinkerer. Wir sind die Hütehunde und Leithammel; die große Masse der Schafe trottet dumpf hinterher.

Man kann aber auch die Anzeichen, frühen Signale und Trendindikatoren ignorieren und schreien: "der Status-Quo ist anders und unerschütterlich. Das wird NIE kommen, interessiert mich nicht"



Sven hat hier wohl mittlerweile alleine schon 33% Anteil am Umschwung :-)
Es ist wirklich ansehnlich, wie schnell in den letzten Monaten die Werte hochgeschossen sind.
Wenn man bedenkt, dass 99% der Leute oder Installationen beruflicher Natur oder von der Stange sind, dürfte da im Privatsektor bei Leuten mit dem PC als Hobby schon eine extrem breit aufgestellte Nutzerbasis entstanden sein, bis das weltweit auch nur 1% Differenz ausmacht.

PS by the way (dürfte einige interessieren!):

Habe gerade Proton Speedhack als Alternative zu Cheatengine gefunden (was auch mit Wine geht).

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Bei mir fehlte glaube ich eine config Datei des Users.
Habe die dann selbst angelegt und den Text reinkopiert.
Warum man das braucht?
So kann man mit Page Up je nach Einstellung ein Spiel beschleunigen oder verlangsamen.
Also langweilige Zeitfenster weniger nervig durchstehen (bla bla bla, laufen, laufen, laufen) , oder aber frustrierende Spieleabschnitte wie quasi unschaffbare Actionsachen (wie soll man das in der Zeit denn schaffen?) spielbar machen.
Also dann zb Wert auf 0.5 setzen.
Hat mir gerade schon den Arsch gerettet. :-)

speedhack.json

Muss ich mir mal anschauen.Danke für den Hinweis.

Cheat Engine läuft zwar über Wine, war für mich aber nicht nutzbar.

Cheat Engine ist leider nur für Windows verfügbar und müsste dann mittels Wine/Proton ausgeführt werden.
Da ist aber dann der Memory-Access recht Tricky. (besonders bei Verwendung von Compatibilitäts-layern ala Wine oder Proton)

Zum Zwecke von Debugging und Speicher-Wert-Bearbeitung habe ich nach Alternativen gesucht.

Ich bin für Linux über scanmem + GameConqueror und PINCE gestolpert.

Game Conqueror war kurzerhand über die Repos installiert und hat nach etwas probieren auch super funktioniert.
Die größte Hürde war herauszufinden, welche PID denn nun tatsächlich mein eigentlich aktiver Spiel-Prozess war, für das als nonSteam-Game über Steam mit Proton ausgeführte Spiel.

Z:\Spielpfad\Spiel.exe, oder c;\Steam.../Spielpfad/spiel.exe, oder doch der Python3-Prozess von Proton als Wrapper für die Spiele.exe, oder ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Die aller meisten Mitmenschen in der Gesellschaft leben konditioniert "angepasst an bequeme Strukturen" - sie nutzen das was "die anderen ja alle nutzen" (Selber Denken ?)......, aber wehe ein Jemand vertritt eine andere meinung als die große Masse und argumentiert mit Logik.....;)
Absolut richtig, dies lässt sich schon in alter Literatur nachlesen, dass dies nie anders war aber sich in Zeiten der Digitalisierung offensichtlich verstärkt hat.

Um nur ein Beispiel zu nennen, ich kenne einige Leute in meinem Umfeld die eigentlich kein WhatsApp nutzen wollen, die Gründe sind mannigfaltig und nachvollziehbar, aber der konditionierte Mensch der nur vorhersehbar reagiert und nicht selbst seine Entscheidungen sinnhaft bilden kann ist meist nicht fähig zu solchen Handlungen.

Zu den Grafiken die hier einige als "Beweis" anführen, es ist ziemlich naiv wenn man sich die Grundlage der Erhebung näher ansieht. Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälsch hast!
 
Ich sage immer noch eher Linux Mint (da ich Ubuntu misstraue )
Dann solltest Du auch kein Mint nutzen, denn das basiert auf Ubuntu. Durch die starke Abhängigkeit von Ubuntu (das wiederum von Debian abhängt), können sich Probleme durch mehrere Ebenen der Paketvererbung einschleichen. Besonders wenn Mint-Pakete veraltet oder inkompatibel gepatcht sind, kann das nach einiger Zeit zu seltsamen Bugs führen.

Linux Mint wirkt auf viele wie ein freies Windows - vertraute Oberfläche, einfache Bedienung, wenig Terminal. Genau das hat vielen den Einstieg in Linux ermöglicht. Aber gerade dieser "Windows-Effekt" kann langfristig täuschen: Mint sieht zwar vertraut aus, verhält sich aber nicht wie ein betreuendes System. Es erwartet Eigeninitiative - gerade bei Problemen, Treibern oder Spezialfällen. Hinzu kommt: Mint ist konservativer als Ubuntu, oft mit älterem Kernel, veralteter Mesa-Version und verzögerter HWE-Unterstützung. Das kann gerade bei neuer Hardware oder Gaming zu Frust führen.

Wer Mint nutzt, bekommt ein stabiles System - aber auch eines, das technisch weniger aktuell ist und sich im Ernstfall nicht wie Windows "um alles kümmert". Für viele ist Mint daher der Einstieg - aber für nicht wenige auch die stille Ausstiegsursache, wenn Erwartungen und Realität langfristig auseinanderfallen.

Ubuntu ist in vieler Hinsicht näher an Windows als Linux Mint - nicht wegen der Oberfläche, sondern wegen der Systemphilosophie. Canonical verfolgt mit Ubuntu einen zentralisierten Ansatz: automatische Firmware-Updates, HWE-Kernel für neue Hardware, kuratierte Snap-Pakete mit eigenen Abhängigkeiten und optionale kommerzielle Wartung. Das erinnert an Microsofts „Managed“-Strategie: möglichst wartungsarm, mit vorinstallierten Helfersystemen. Mint wirkt zwar durch Cinnamon vertrauter, folgt aber dem klassischen Linux-Prinzip: mehr Kontrolle, aber auch mehr Eigenverantwortung. Wer von Windows kommt und unbewusst ein ähnliches Nutzungskonzept erwartet, bekommt das bei Ubuntu eher - auch wenn es oberflächlich weniger nach Windows aussieht.

Leider hat sich Canonical vor Jahren dazu entschieden eine Oberflächen-Design zu verwenden, dass viele klassische Desktop-Nutzer abstößt. Die offiziellen Ubuntu-Remixe erreichen in der Regel nicht die Stabilität, Integration und QA-Tiefe des GNOME-basierten Hauptsystems.
 
Ich sage immer noch eher Linux Mint (da ich Ubuntu misstraue )
Ich finde Canonical und die Snaps auch nicht so super und kann die Einstellung schon nachvollziehen. Aber es ist wirklich superkomfortabel zu installieren und es stehen noch andere größere Firmen dahinter, die es unterstützen und an einem möglichst reibungslosen Betrieb interessiert sind. Dabei ist es auch noch halbwegs aktuell und kann eigentlich alles einigermaßen. Die Devise ist da meiner Meinung nach: Ich habe da immer noch deutlich mehr Vertrauen als in Microsoft und es ist ein guter Einstiegspunkt, um sich vertraut zu machen. Von da aus kann man ja weitersehen.
Außerdem hat er nichts zu sich preisgegeben: Vorkenntnisse, Erstkontakt, Einsatzzweck, Sonderlocken ...
Ich habe den Post so interpretiert, dass es sich um einen Einsteiger handelt. Ich muss aber sagen, dass ich mich vielleicht zu sehr auf die Hardware konzentriert und den Server überlesen habe, aber der Gaming-PC war ja relativ eindeutig.
 
In der Vergangenheit hab ich auch gern Mint empfohlen, weil Snaps eben auch manchmal Probleme verursachen können.
Aber wenn der Fokus auf Gaming liegt, dann finde ich führt kein Weg an KDE Plasma vorbei. Dort sind die neuesten Features wie z.B. HDR immer als erstes verfügbar und funktionieren am besten.
Mint hat aber leider keine KDE Edition und auf Mint nachträglich KDE zu installieren macht wenig Sinn, weil man dann das ganze Cinnamon-Zeug deinstallieren müsste um ein sauberes System zu bekommen. Und wenn Snaps wirklich Probleme macht, dann kriegt man das auch relativ einfach deinstalliert.
 
Hab bei der Distributionswahl Entscheidungsparalyse. Brauche Empfehlungen für:
Notebook mit Intel Pentium Silver N6000 8GB
MiniPC/Server (AMD APU R9 8945HS 64GB)
GamingPC (AMD/NV)
Für Gaming brauchst du eine Distro, bei der die Treiber aktuell bleiben (Fedora, Arch,...). Abseits davon tickt hier jeder anders. Bin selbst ein Typ der schnell viel lernen will, danach habe ich ausgewählt. Möglichst rohe Distro, übers Terminal installiert etc und 2 Wochenenden für die Erstinstallation genommen. Tonnenweise Zeug gelernt dabei, einmal alles geschrottet und von vorne angefangen. Andere wollen schnell Ergebnisse und nicht viel basteln. Entsprechend würde ich auswählen. In jedem Fall sollte die Distro für Gaming aktuelle Treiber bieten (Fedora, Arch,...). Abseits dieser beiden Punkte halte ich die Entscheidung für nicht so wichtig. btrfs snapshots haben mich am Anfang ein paar mal gerettet.

Würde an Deiner Stelle versuchen, ein OS für alle 3 Geräte zu nutzen und mit dem Gerät zu starten, mit dem Du die meisten Probleme erwartest. Der Server wird mit jeder Distro laufen behaupte ich, das Notebook wird auch laufen. Wsl ist die Gaming-Anwendung für dich die Ecke, wo es am meisten knirscht. Nvidia ist immer für Überraschungen gut.
 
Es ist mir zu mühsam, immer und immer wieder die gleichen Argumente zu erläutern und auf jeden einzelnen Post nochmals einzugehen.

Also ganz kurz:
  • An Ubuntu nervt mich nicht nur ihr jüngstes Vorgehen und Benehmen bei Snaps. Unity war auch so ein Hirnp***z im Alleingang. Dann die Aktion mit der lokalen Suche und Search-queries bei Amazon, usw. Ubuntu spielt nicht mit anderen zusammen. A*loch-Kind.
  • "Linux Mint" sei auch Ubuntu ... erm. Nein.
    Es werden zwar die Ubuntu-Repositories verwendet - zumindest bei der einen Variante. Dann aber noch viel Hand angelegt und die Stilblüten, sowie unschönen Querelen von Ubuntu entfernt und in Ordnung gebracht. Ich vertraue den Jungs und Mädels von Linux Mint mehr, als Cannonical. Ausserdem hat LM noch ein Debian-built in der Hinterhand für alle Fälle, falls Ubuntu ganz doof kommt.
  • Linux Mint ist gut kuratiert, hat eine sehr gute Softwareauswahl für default. Ist sehr Einsteiger und Umsteigerfreundlich - gerade für Linux-Neulinge und Windows-Wechsler, die erst Linux-Erfahrungen sammeln müssen und sich zurechtfinden.
    Es profitiert von der Verbreitung und Dokumentation von Debian und Ubuntu und der Stabilität von Point-Releases. (Selbst SteamOS, obwohl Arch, hängt hier vorsichtig immer etwas hinterher, um Early-Adopter-Probleme zu vermeiden. Genauso Manjaro u.a. - glaube auch Pika usw.).
    Und Cinnamon ist sehr durchdacht auf genau die gleiche Zielgruppe - so sehr ich selber KDE mag, das wäre hier overkill.
  • Für Gaming muss es nicht immer Rolling Release und die aktuellsten Treiber, Kernel und Updates sein. Kommt drauf an, was man spielt, was die Ansprüche an neueste Features, Stabilität, Tinkerbereitschaft und den EInsatz von neuester oder bekannter "gereifter" Hardware angeht.
    (Mein TuxedoOS auf Ubuntu-20.04-Basis mit Budgie Desktop ist immer noch vollkommen ausreichend für Light Gaming auf meinem 3 Jahre alten Tuxedo Pulse 15 Gen1.
    Und auf dem alten Thinkapad-T430-Bastel-Notfall-und-Gäste-Laptop hau ich sehr wohl Linux Mint drauf. Besten Dank).
    Es muss nicht immer Nobara und Cachy sein. Bazzite, Pika und SteamOS gehen auch und jede andere verbreitete geläufige Distro. Selbst Debian oder Suse - egal ob Leap oder Tumbleweed.
  • Und wenn ich bei Kernel und Mesa bei Point-Release-Systemen "VERALTET" lese, kriege ich gleich schon wieder Puls .
    "Gerade bei neuer Hardware"! Wenn ich sowas schon lese. Wer kauft denn hier den neuesten Scheiß Day-1 und erwartet die geilste Performance direkt in den ersten Tagen und Wochen?! Dann bin ich auch im Early-Adopter- und Bastelumfeld bereit - eine Situation, die viele ja anscheinend strikt ablehnen. Nach ca. 6 Monaten ist der Fall gegessen.
    Wer 6 bis 12 Monate junge Hardware einsetzt und ein aktuelles Point-Release ist da genauso gut bedient.
    Point Releases integrieren die Features dann auch, wenn sie stabil und ausgereift sind nach ein paar Monaten.
    (Man kann den neuesten Shizzle haben, oder was stabiles, das sorgenfrei läuft - beides gleichzeitig geht nicht. Daher gibt es auch Leute, die ihre Windows-updates um 6 Monate zurückstellen, weil die neuesten Patches dort nur Ärger und Probleme machen könnten, und daher hat Debian auch den Ruf, hinterherzuhängen -was fälschlicher Weise als veraltet ausgelegt wird- weil sie voll auf Stabilität und Ausgereiftheit setzen.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wenn ich bei Kernel und Mesa bei Point-Release-Systemen "VERALTET" lese, kriege ich gleich schon wieder Puls .
"Gerade bei neuer Hardware"! Wenn ich sowas schon lese. Wer kauft denn hier den neuesten Scheiß Day-1 und erwartet die geilste Performance direkt in den ersten Tagen und Wochen?! Dann bin ich auch im Early-Adopter- und Bastelumfeld bereit - eine Situation, die viele ja anscheinend strikt ablehnen. Nach ca. 6 Monaten ist der Fall gegessen.
Wer 6 bis 12 Monate junge Hardware einsetzt und ein aktuelles Point-Release ist da genauso gut bedient.
Point Releases integrieren die Features dann auch, wenn sie stabil und ausgereift sind nach ein paar Monaten.
(Man kann den neuesten Shizzle habe, oder was stabiles, das sorgenfrei läuft - beides gleichzeitig geht nicht. Daher gibt es auch Leute, die ihre Windows-updates um 6 Monate zurückstellen, weil die neuesten Patches dort nur Ärger und Probleme machen könnten, und daher hat Debian auch den Ruf, hinterherzuhängen -was fälschlicher Weise als veraltet ausgelegt wird- weil sie voll auf Stabilität und Ausgereiftheit setzen.)
Ist das nicht genau das, was ich gesagt habe? Wer "cutting edge" will schneidet sich halt ab und zu. Dafür bekommt man auch als erster Support. Im Übrigen nicht nur für neue Hardware, sondern auch für Softwarebugs und Features. Das war übrigens der Grund warum Valve bei SteamOS von Debian auf Arch umgestiegen ist:
The decision to move from Debian to Arch Linux was based on the different update schedule for these distributions; Debian, geared for server configurations, updates core OS software in one large release, with intermediate patches for known bugs and security fixes, while Arch uses a rolling update approach for all parts. Valve found that using Arch's rolling updates as a base would be better suited for the Steam Deck, allowing them to address issues and fixes much faster than Debian would allow. SteamOS itself is not rolling release
Quelle https://en.wikipedia.org/wiki/SteamOS
 
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