Naja, aus Sicht der Army ist es verständlich, das Spiel nicht zu verkaufen.
Wenn das eine Büro Trauerbriefe an Angehörige schreibt, und das Büro nebenan - überspitzt gesagt - die virtuelle Nachahmung des Todesfalls verkauft, kommt das wohl nicht so gut an.
Darum auch noch kurz an diejenigen, welche nun über Amerika herziehen: Wie schauts den aus mit dem Mauergame "1378 (km)"?
Da wird auch nach Verbot geschrieen, selbst innerhalb der Gamer-Community PCGH gibt es einige, die das Spiel verteufeln.
Aber in beiden Fällen, sei es bei MoH oder dem Mauerspiel: Es ist eine Doppelmoral und Heuchelei sondergleichen, denn ähnlich gestrickte Spiele - die lediglich eine andere Thematik zum Inhalt haben und folglich aus der eigenen Perspektive als weniger stossend empfunden werden - sind seltsamerweise ok.
Es ist doch so, dass historische oder aktuelle Begebenheiten, welche die Volksseele oder das eigene Schicksal betreffen, immer als inakzeptabel empfunden werden und mit anderer Masseinheit gemessen wird.
Das ist in Amiland bei MoH so, und es ist in DE bei 1378 so (und wäre es auch in viiielen anderen Ländern bei viiielen anderen Themen).
Meine persönliche Meinung hierzu habe ich schon im Thread zu 1378 schon geschildert, aber nochmals kurz zusammengefasst:
Man kann nicht erwarten, dass auf das Gefühl jedes Einzelnen Rücksicht genommen werden kann; ebensowenig kann man erwarten, dass sich eine gesamtheitliche Definition finden lässt, was ok ist und was nicht.
Entsprechend muss alles ok sein - ob es von mir als Individuum gutgheissen oder konsumiert wird, ist eine andere Frage, die sich nur im Disput mit sich selbst, dem Umfeld, den Betroffenen lösen lässt - nicht aber per Gesetz.
Grüsse,
Deimos