AW: "Krise bei den jungen Männern"
Huch, hier ist ja mehr Diskussion entbrannt, ja ich mir dachte, Danke für die Antworten.
Ich las den Artikel heute Morgen beim Kaffee musste ein bisschen Schmunzeln und dachte an diese dämliche Studie:
Der Postillon: Studie: Vier von fünf Killerspiele-Spielern zu fett für Amoklauf
Das ist so, also ob man annehmen würde, aus Tetrisspieler werden Autobahnbrückenklotzschmeißer.
Trotzdem sollte man den Kern der Aussage beachten. Ich rede seit Jahren davon, dass nach der weiblichen Emanzipation
ebenso eine männliche Folgen müsste. Was nicht zurück zur Unterdrücken bedeutet, wie es sich die einen oder anderen
erzkonservativen Deppen wünschen, sondern eine Emanzipation für männliches Verhalten.
Kleine Jungen brauchen andere Dinge als kleine Mädchen und z.B. eine Lehrerquote an Grundschulen wäre wichtig. Das
Pornos den Blick auf die Realität völlig verzerren, ist ebenso richtig. Wenn ich mit gut befreundeten "Kindern" von 16-25
rede, dann kommen da schon merkwürdige Vorstellungen rüber.
Das virtuelle Realitäten den Blick auf das "Real Life" massiv verzerren können, kann ich nur ahnen, wenn ich an meine
"drei Tage am Stück Civilisation spielen" Zeiten zurück denke, damals vor 25 Jahren. Man verändert sich. Heute bin ich
weitestgehend "clean", aber die heutige Technik ist so begeisternd, dass ich gerne wieder tiefer einsteigen will. Nur bin
ich heute im Sozialenleben extrem gefestigt und kann es mir erlauben, mal ein paar hundert Stunden zu spielen (im Jahr).
Man muss den kleinen Jungen wieder erlauben, ihre Aggressivität auszuleben. Was wurde sich bei uns früher geprügelt,
aber die Grenze war fließendes Blut und heute wird dann weiter getreten. Wir brauchen in der Gesellschaft auch ein paar
dominante egoistische Arschlöcher. Vorstandsvorsitzende sind selten durch humanistische Bildung und Weichspüler
gezeichnet, sondern brauchen Einzelkämpfer Mentalität.
Ich halte intensives Leben vor dem Rechner schon für bedenklich, aber wir ändern das nur, wenn Kindern auch alternative
Möglichkeiten geboten werden. Darum ist der Artikel für mich weniger Kritik an den spielenden Kindern, als an das Umfeld,
sich mehr um die Kinder zu kümmern.