AW: Kaufberatung Gaming-PC für 2000 - 2200 Euro
Warten kann man immer, Sinn macht das oft nur bedingt.
Also eigentlich macht warten bei Produkten mit relativ kurzem Zyklus und raschem Preisverfall immer Sinn.
Ob AMD was Brauchbares hinbekommt und ob das preislich interessant ist, weiß man erst wenns soweit ist.
Deswegen der Rat die 3 Wochen noch zu warten.
Was den Preis angeht ist das übrigens keine Spekulation sondern eine begründete Vermutung...
Ähm, eine Vermutung ist Spekulation, ganz egal wie "begründet" diese ist.
Der Mehrpreis für ein Sockel 2011-3 System beträgt keine 50 € sondern eher 200-250€, je nachdem welches Board man nimmt.
Falsch, je nachdem welches Board man nimmt kann ein 2011er System sogar problemlos günstiger sein. Das aber nur mal btw.
Hier geht es außerdem um einen reinen Gaming-PC, sprich die 16 GB reichen völlig aus. Dass man je nach Anwendungsfall auch 128 GB RAM vollkriegt ist mir durchaus bewusst, tut hier aber nichts zur Sache.
Das tut sehr viel zur Sache. Wer sich einen neuen PC kauft, der will ihn in der Zukunft (ab heute!) nutzen, nicht in der Vergangenheit. Interessant ist also in erster Linie nicht wie "alte" Software damit läuft (das kann man vor dem Kauf recherchieren), sondern zukünftige Software/Spiele - und hier
muß man spekulieren. Relevant ist nicht was heute "ausreichend" ist, sondern was in den nächsten 5 Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach sinnvoller ist bzw. ausreichend sein wird. Spiele die bei 16GB RAM auf den Massenspeicher auslagern gibt es schon heute ganze Menge, kommen jetzt noch Spiele- und Grafik-Mods usw. dazu, steigt die Anzahl noch weiter. Wenn es also schon heute vereinzelt Spiele gibt, die mit mehr als 16GB RAM besser (schneller, runder, kürzere Ladezeiten/Frametimes) laufen, dann ist es nicht sehr schlau, für einen neuen PC (der die nächsten Jahre "halten" soll) auch "nur" 16GB zu empfehlen. Das hat etwas mit Kompromisse eingehen zu tun. Und bei einem Budget von wie hier ~2000€ dürfte klar sein, dass der Kunde gerne so wenig Kompromisse
wie möglich eingehen möchte. Bis auf die Grafikkarte kann man heute den kompletten PC durchaus 5 Jahre (oder länger) unverändert nutzen, wenn man beim Kauf "passende" Reserven einplant. Klar, diese Reserven muß man nicht einplanen, aber dann muß man eben auch sehr schnell mit Kompromissen leben. Hätte ich auf die Empfehlungen gehört, hätte ich vor anderthalb Jahren eine Graka mit 4GB VRAM gekauft (GTX970/980), aber ich hab eine mit 6GB genommen (980Ti). Wie sich schon wenige Tage später rausgestellt hat zum Glück. Als ich Anfang 2012 meinen aktuellen PC gebaut habe meinte man, das 8GB RAM (mehr unterstützt Win7 Home Basic auch nicht) noch völlig ausreichend sind für einen Gaming-PC. Zum Glück hab ich damals 16GB (und Win7 Pro) genommen. Ich habe immer etwas mehr genommen als von den "Spezialisten" empfohlen wurde, und nicht zuletzt deswegen in den letzten 10 Jahren nur 2x die Plattform (exkl. Graka) aufrüsten müssen. Dafür hatte ich aber einen Quad-Core wo die meisten anderen User "nur" einen Dual-Core hatten, und einen Hexa-Core wo die meisten anderen User nur (max) einen Quad-Core haben. Wer musste wohl weniger Kompromisse eingehen?
Und genau deswegen ist es am sinnvollsten jetzt noch die 3 Wochen auf Ryzen zu warten, und die Erkenntnisse von dessen Tests/Reviews dann in die Kaufempfehlung einfließen zu lassen. Wenn er konkurrenzfähig und preiswert ist, wäre es doch ärgerlich jetzt für die nächsten Jahre einen Quad-Core zu kaufen, wenn man in 3 Wochen für ca. das gleiche Geld VIELLEICHT einen quasi (pro Kern gesehen) ebenso starken Ryzen-Hexa bekommen könnte, der dann aber für zukünftige Anwendungen noch 2 Kerne in "Reserve" hat.
Ich versteh sowieso nicht warum so viele "Spezialisten" glauben die Zukunft sei bei einem PC-Kauf nicht so wichtig, obwohl der neue PC ja quasi ausschließlich in der Zukunft benutzt bzw. für die Zukunft gekauft wird. Oder nutzt irgendwer mit seinem PC ausschließlich Software/Spiele die älter sind als der PC?
