Ich muss ehrlich sagen, dass ich von "Experten" in den deutschen Tierheimen nicht all zu viel halte... Unsere Erfahrungen mit denen waren durchwegs negativ.
Hab da auch zwiespältige Erlebnisse gesammelt als ich auf der Suche nach der jetzigen Katze war. Irgendwas muss mich wohl geritten haben, zu glauben die möchten da Tiere vermitteln. Es ist für mich die 5te Katze nach anderen im Haushalt, also ein wenig weiß man nach der Zeit schon über Bedürfnisse und Notwendigkeiten im Zusammenleben.
Aber man gehe mal in ein Tierheim und frage nach einer Katze, möglichst noch keine 10 Jahre alt. Ich hätte mich auch überreden lassen einen 6 Jahre alten Kater aufzunehmen, doch anstatt mit mir vernünftig zu reden war es wohl das Ziel der Mitarbeiter mir 2 Tiere zu vermittteln.
Was ich aufgrund einiger Erfahrung und fehlenden Platzes nicht wollte.
Also gabs auch keine Katze für mich.
Spannend fand ich aber die Diskrepanz zwischen Internetauftritt und Situation vor Ort. Da wird einmal von über 90 Tieren (Katzen) gesprochen, live zu sehen gibt es aber kaum 20 und davon wird auch keine hergegeben.
Am Schluss gings dann alles ganz schnell über Ebay-Kleinanzeigen, kurz telefoniert, eigentlich keine Vorstellung gehabt was man da nun gleich zu sehen bekommt und ZACK, man sieht die Mieze an, die Mieze guckt zurück und man weiß die ist es, keine andere.
Bin damals auch extrem angepisst vom Tierheim gewesen, es war wenig relevant wie viel Erfahrung ich mit Katzen schon hatte, lediglich wie viele ich wollte.
Dabei sorgt doch gerade diese Art und Weise dazu unüberlegt zu viele Tiere anzuschaffen, diese zu vernachlässigen und irgendwann wieder abgeben zu müssen. Was ist denn besser als jemand der abschätzen kann wie viel Zeit und Raum zur Verfügung steht.
Da ich beruflich nach wie vor viel unterwegs bin ist meine Katze regelmäßig bei meinen Eltern zu Gast und hat einen Kater als Kameraden. So groß ist der Bedarf aber nicht nach einer anderen Katze oder Kater, das merk ich beim abliefern und abholen meiner Mieze. Dabei haben die nichtmal Beef miteinander. Es sind im Normalfall Einzelgänger, einzig Geschwistertiere die nie getrennt wurden würde ich gezwungenermaßen nur im Doppelpack vermitteln.
Man muss sich aber im klaren sein, dass man bei mehreren Tieren oft eine andere Bindung zum Tier hat. Auch wenn das eher der Natur entspricht als sich auf einen Menschen einzustellen, irgendwo denk ich mir dann aber auch, es ist ja auch MEIN Haustier.
Also darf das Tier auch eine Bindung zu mir haben, auch wenn es nicht seiner Natur entsprechen würde. Wobei dieser Grat bei Katzen und Hunden wohl gleichermaßen schmal ist.
Deswegen sinds ja Hauskatzen und Hunde, statt Raubkatzen und Wölfe.
Sorry für soviel Text, das war mal meine Story zum Thema.
Hunde finde ich aber auch cool, ist nur leider noch schlechter mit dem Job zu verbinden, darum wurde es wieder ne Katze. Aber wer weiß, was noch alles passiert. ;D
Ich finde ja die Kombination aus Hund und Katze, sofern es für beide funktioniert auch toll.
(Also beides im selben Haushalt, nicht im selben Tier.)