Nein, vollkommenen Ignoranz gegenüber gegebenen Argumenten.
Dasselbe gilt dann wohl auch für Israel....Postinhalt nicht gelesen/verstanden
Wieso behauptest ...in den Mund legen nie gesagter Worte gefolgt von persönlichem Angriff
Ich hätte mir hier...Wiederholung längst Widersprochenes
Ich denke mal, ich mach mir das ab sofort wirklich mal einfach und spare mir weitere Antworten.
Israels völkerrechtswiedrige Expansionspolitik und das Morden von unschuldigen Arabern, Frauen und Kindern, sind der Grund dafür dass es Terror gg den Israel übhaupt gibt,
Israel wurde direkt nach der Gründung angegriffen. Das ist ein wichtiger Grund. Und den Antisemitismus haben vor allem die Nazis in die Region getragen.
Du machst keinen Widerspruch zu Behemoths Aussage. Aus Sicht von Israels Gegner war die Gründung einer er ersten großen/bis heute der größte Schritt (nicht aber der erste) eben dieser Expansionspolitik.
Wurde dadurch nicht einem anderem Volk das Land enteignet?
"Einem Volk" nicht. Ein übergreifendes Zusammengehörigkeitsgefühl hat sich in der Gegend erst später durch das gemeinsame Schicksal als Ziele Israels entwickelt. Aber "einer Bevölkerung" natürlich schon und das Elend von deren Nachkommen ist bis heute ein ganz wichtiger Faktor in dem Konflikt.
Der Landverbleib mag ungerrecht gewesen sein. Völkerrechtswidrig war er nicht. Im November 47 wurde die Resolution 181 durch die UN Vollversammlung verabschiedet. Leider wurde nicht nach dem Wortlaut gehandelt.
Der Schluss "Vollversammlung" => "Völkerrecht" ist falsch. Die Vereinten Nationen stellten 47 noch keine Vertretung der Staaten der Welt dar und somit auch nicht der Akteure, die in ihrer Gesamtheit das Völkerrecht definieren. Sie hatte damals nur 57 Mitglieder, 11 davon haben nicht abgestimmt und 13 waren dagegen. Resolution 181 wurde mit nur 33 Stimmen angenommen und wenn man
sich mal die Karte anguckt (und dabei berücksichtigt, dass in den Weiten Russlands/Kanadas/Alaskas/Australiens/Brasiliens/Algeriens damals noch weitaus weniger Menschen lebten als heute die und sowieso niemand nach ihrer Meinung gefragt hat, genauso wie in Südafrika), dann kann man das getrost als Minderheitenvotum betrachten, dass kein Völkerrecht definiert. Ohnehin steht beim Ostblock der Verdacht im Raum, dass man nicht gemäß Völkerrechtsvorstellungen, sondern nach politischem Kalkül abstimmte. Zum einen waren Teile der frühen Zionisten ausgesprochen sozialistisch eingestellt, zum anderen war Stalin noch dabei, Religion und religiöse aus seinem Reich zu verbannen. Ein Zielstaat für konservative Juden "irgendwo" dürfte ihm da gerade recht gekommen sein (nicht, dass der ein Problem damit hatte, politische Gegner einfach in der vertikalen zu entsorgen, aber in Bezug auf Juden hatte das seinerzeit etwas viel Geschmäckle) und wenn ein möglicher Nebeneffekt noch eine Ausbreitung sozialistischer Ideen nach Vorderasien ist: Um so besser. Wie standhaft die Zustimmung der Warschauer-Pakt-Staaten zu dem, was dann Israel wurde, tatsächlich war, hat man ja ein paar Jahre später an der Rüstugnshilfe im Krieg mit Ägypten gesehen. Verschiebt man diese Staaten aus dem "pro" ins "contra" 181-Lager und berücksichtigt noch, dass die seinerzeit unterdrückte Mehrheit in Südafrika nach heutigem Stand auch eher eine propalästinensische Haltung hat, wäre die Abstimmung mit 27:19 an der 2/3-Hürde gescheitert.
Auch so waren unter den dagegen stimmen bereits geschlossen alle direkt oder indirekt betroffenen Nationen. Ein klassisches Beispiel also, wie aus einem nicht repräsentativen Gremium heraus die dort vorherrschende, insgesamt betrachtet aber in der Minderheit seienden Gruppe, einer anderen Minderheit ihrer Interessen aufzwingt und diese Diktatur als "rechtens" verkaufen will. Ebenso gut hätte man in 1800 in den Südstaaten über die Rechte von Sklaven abstimmen lassen können.
Letztlich wurde diese Resolution aber sowieso nie angewandt und definierte auch nicht das später ausgerufene oder heute anerkannte israelische Territorium. Ersteres hatte sowieso nur wenige Stunden Bestand, letzters basiert auf 49er Waffenstillstandslinien. Ist also durch Militärgewalt und nicht durch Völkerrecht definiert mit all den Grenzstreitigkeiten, die das in er Regel selbst dort mit sich bringt, wo die gezogenen Linien eingehalten werden.
Aber das ist 80 Jahre her. Bis 1945 war Deutschland auch 30% größer als heute. Siehst Du irgendwen im Lande, der Attentate in den "besetzten" Gebieten macht, oder haben wir gelernt, Realitäten zu akzeptieren?
Deutschland hat diese Gebiete ausschließlich aufgrund deutscher Fehler verloren. Das führt zu weniger starken Resentiments gegenüber anderen, die einem "was weggenommen" haben. Zudem war Deutschland lange gespalten und hat sich in dieser Zeit erst einmal auf die wichtigere Rückholung konzentriert, der Rest wurde von den meisten vergessen. Trotzdem ist bis heute der Bund der Vertriebenen aktiv. Besser vergleichbar, da eben so einseitig empfunden, warden die deutschen Gebietsverluste nach 1918. Die darauf 39er erfolgende Reaktion würden viele als Verharmlosung des Jahrtausends bezeichnen.
Aber wie schon x-fach gesagt: Mit einem Blick in die Vergangenheit kann man diesen Konflikt nicht lösen, da müsste man (nach Meinung einiger Autoren
wortwörtlich) bis Adam und Eva zurückgehen, ehe man den Anfang der Vertreibungen erreicht hat. Wie du ganz richtig feststellst:
Es geht darum, für die Zukunft umsetzbare Lösungen zu finden.
Allgemeiner Beobachtung zu Folge falsch ist dagegen die Behautung:
Das ist eigentlich ganz einfach.
Und mit ein Grund dafür ist tatsächlich die Nakba. Während die (wirklich-)ostdeutsche Bevölkerung 1945 in die Fläche des restlichen, immer noch ziemlich großen Deutschlands umgesiedelt wurde, zum Teil vor dem selbst verursachten Krieg dorthin geflohen ist, und dort als Minderheit in eine (trotz allem) funktionierende Infrastruktur aufgenommen werden konnte, wurden die 47er Einwohner des Territoriums, das heute Israel ist, in unterentwickelte, selbst erst vor kurzem entstandene Nachbarstaaten vertrieben. Da gab es niemanden, der eine im Vergleich zur ansässigen Bevölkerung so große Flüchtlingsgruppe hätte aufnehmen können. Es gab nichts in das man sie hätte integrieren können. Und da es eben nicht eine Vertreibung innerhalb einer Nation war, sondern von einem Siedlungsgebiet in ein Fremdes, gab (und gibt) es auch niemanden, der das wirklich wollte. Somit bildeten sich große, hochverdichtete Flüchtlingslager, die (wie das für solche Strukturen üblich ist) bis heute von externer Versorgung abhängig sind und niemandem eine Zukunft bieten können.
Selbst diese Strukturen hätten sich in friedlicher Umgebung möglicherweise binnen 80 Jahren auflösen können (tatsächlich leben in Jordanien mittlerweile mehr Palästinenser außerhalb der Flüchtlingslager als innerhalb - oder mehr als in den einzelnen Zonen Palästinas und Israels for that matter), aber es war nicht friedlich. In den folgenden 2-3 Jahrzehnten wurde durch Aggression aus dem arabischen Raum und seitdem durch Aggression aus Israel ein nicht enden wollender Nachstrom weiterer, frischer Flüchtlinge produziert. Die territoriale Definition Israels ist eben keine 80 Jahre alt, sonder nicht einmal 80 Sekunden. Und genauso frisch ist das Leid der Nachkommen der zuerst Vertriebenen. Weil das Unrecht anhaltend erneuert wird, kann es aus der Perspektive der Opfer nicht verjähren. (Auch das übrigens eine Parallele zu Deutschland in der Zwischenkriegszeit, wo die anhaltenden Reparationen und die fehlende Kontrolle im Rheinland viel mehr Einfluss auf die anhaltende und wachsende Aggression hatten, als der abgeschlossene Verlust Westpreußens.)
DAS ist die wirklich harte Nuss des Nahostkonflikts, gegen die selbst das gegenseitige Morden einfach zu lösen wäre: Rund 3,5 Millionen, wenn man Gaza mitzählt 5,5 Millionen Menschen leben in absolutem Elend ohne Hoffnung auf eine bessere Zukunft und die primäre/direkte Ursache, aus Sicht dieser Betroffenen und deren Sympathisanten sogar die einzige, ist Israel. Und es werden täglich mehr, je nach Kriegsverlauf sind eine halbe Million Libanesen on top wohl gesichert.
All diesen Menschen müsste man eine Zukunftsperspektive eröffnen und der Lebensstandard von Israel selbst ist, als Nutznießer des vergangenen Unrechts, sowohl subjektiv aus deren Sicht als auch objektiv der naheliegendste Maßstab. Israel selbst hat aber nur 10 Millionen Einwohner und davon gehören 2,5 Millionen Minderheiten an, die sich teilweise ebenfalls schon diskrimniert fühlen. Bei der Aussöhnung stehen 6 Millionen "Opfern" also gerade einmal 7,5 Millionen Israelis gegenüber, gegen die Forderungen erhoben werden. Wer mitbekommen hat, was die Sicherstellung grundlegendster Lebensbedürfnisse für eine Million Flüchtlinge für Neid und Hass durch 80 Millionen Deutsche hervorgerufen hat, der kann sich vorstellen, dass man mit 5,5% Solidaritätszuschlag nicht weit komt. Zumal sich in der Region ja durchaus jeder als Oper irgend einer (anderen) Tat zählen kann und darauf pocht, selbst als allererster entschädigt zu werden.
Aus diesem Grund versuchen meine zuvor geposteten Lösungsvorschläge auch gar nicht erst, einen Frieden hier und jetzt zu garantieren, sondern stellen einzig und allein darauf ab, künftige Aggressionsursachen zu 100% zu vermeiden. Wenn man das 30-50 Jahre durchhält, hat man irgendwann auf der Gegenseite schlichtweg keine Mehrheit mehr, die einen persönlichen Grund für Attacken hat, und kann ein wieder-Kennenlernen zwischen Nachbarn ohne aktive Feindschaft beginnen. Das dann noch einmal 30-50 Jahre dauern würde, bis auch die Opfer vergangener respektive in der ersten Hälfte einseitig weiterlaufender Untaten keine Rolle mehr spielen.
Alles, was schneller gehen soll, erfordert persönliche Opferbereitschaft von sehr vielen. Wie schon x-fach dargelegt: Auf individueller Ebene gibt es in der Region legitime Ansprüche auf Ausgleich, deren Summe den gesamten Wert von absolut allem, was es in der Region gibt, um Faktor 5-10 übersteigen dürfte. Solange also nicht alle auf im Schnitt 80-90% dessen verzichten, was sie nach irgend einer Rechtsauffassung beanspruchen könnten, solange werden die heute dort lebenden Menschen nicht in Frieden zusammen existieren.
Es gab eben keine Abstinenz auf dem Gebiet. Die über 850000 geflohenen und vertriebenen Mizrachim, also arabische Juden, kamen nicht von irgendwo her, sondern waren dort ansässig. Bagdad hatte bis Anfang der 40er Jahre eine jüdische Gemeinde, welche fast 1/3 seiner Bevölkerung ausmachte.
Bagdad liegt aber weder in Palästina noch im Libanon. Wenn sich Israelische Siedler Land im Irak erkämpfen würden, könnte man das als Revanche für die Vertreibung von Juden durch Iraker interpretieren. (Und würde damit einen Konflikt früherer Generationen wieder aufleben lassen im Rahmen eines Prozesses, in dem sich ohnehin besser dastehende Personen weiter zu Lasten Ärmerer berreichern und dabei über Leichen gehen.)
Machen sie aber nicht. Sie enteignen Bewohner des Westjordanlands und das in weit größerer Zahl, als da vor Gründung Israels Juden gelebt haben.
Das ist leider ein moralisches Grundparadigma im Umgang mit israelischer Aggression:
Darf jemand, dem oder dessen Vorfahren Unrecht wiederfahren ist, Unrecht gegen beliebige andere ausüben?
Die deutsche Regierung sagt "ja" und unterstützt Israel auch dann, wenn 2 Millionen Gazianer in den Hunger getrieben werden, weil die Vorfahren von Deutschen 6 Millionen der Vorfahren von einem Teil der israelischen Bevölkerung in den Tot getrieben haben.
Die Zionisten sagen "ja" und vertreiben Palästinenser, weil ihre (gesicherten oder mutmaßlichen) Vorfahren mal von Römern enteignet wurden.
Hamas-Mitglieder sagen "ja" und schlachten Besucher eines Techno-Events ab, weil ihre Kinder durch Bomben der IAF getötet wurden.
Ich sage "nein" und distanziere mich von Gruppierungen wie den zuvor genannten.