Israel - Konflikt aktuell & allgemein


Ich hatte gestern Abend diese Doku gesehen. Die war interessant.
Es gibt auch friedliches Zusammenleben von Palästinensern und Israelis.
In Israel sind, wenn ich mir richtig erinnere, nämlich 20% Palästinenser.
Es gibt auch israelisch-palästinensische Paare.
Wenigsten ein paar Lichtblicke in diesen schlimmen und sehr schwierigen Konflikt.
 

Ich hatte gestern Abend diese Doku gesehen. Die war interessant.
Es gibt auch friedliches Zusammenleben von Palästinensern und Israelis.
In Israel sind, wenn ich mir richtig erinnere, nämlich 20% Palästinenser.
Es gibt auch israelisch-palästinensische Paare.
Wenigsten ein paar Lichtblicke in diesen schlimmen und sehr schwierigen Konflikt.
Hätte ich schon einmal angemerkt und das würde auf heftigste negiert.
 
In Israel sind, wenn ich mir richtig erinnere, nämlich 20% Palästinenser
Und warum ist das so? Weil es eben, anders als auch hier gerne behauptet, keine organisierte Massenvertreibung gegeben hat.
Und obwohl die Araber 1948 angegriffen haben, haben in Israel lebende Araber die israelische Staatsbürgerschaft bekommen und sind damit gleichberechtigte, freie Mitglieder der Gesellschaft (auch wenn es natürlich Rassismus in Israel gibt). Ironischerweise sind diese Araber mit israelischen Pass damit die einzigen Araber überhaupt in der Region, die in einem Rechtsstaat leben.
 
Ironischerweise sind diese Araber mit israelischen Pass damit die einzigen Araber überhaupt in der Region, die in einem Rechtsstaat leben.
Genau dieses arrogante Aussage fasst die Nahpostpolitik des Westens seit 1950 zusammen.

Die Amerikaner bombardieren dort seit über 60+ Jahren alles kaputt, finanzieren eine Terrorgruppe nach der anderen, sperren Whistleblower ein, platzieren überall ihre Militärbasen, schützen sich davor für Kriegsverbrechen belangt zu werden und werden zusätzlich von den Lakaien in Europa hofiert.

Und dann setzen sich sogenannte "Experten" bei Maischberger und Co. hin und diskutieren: "Wieso hassen die uns?", ohne auch nur einmal Ursachenforschung zu betreiben und vielleicht auch mal anzufangen seine Außenpolitik mal zu überdenken.

Wir leben wirklich in einer Black Mirror Episode und besitzen trotzdem die Frechheit auf andere Staaten zu zeigen und diese über "Recht & Moral" aufzuklären.



So sieht das Framing seit 2001 im Fernsehen aus btw:

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.

Auch hierbei beachten, dass Ukrainer oder Osteuropäer nur "relatively civlised" sind und sich die Krone der Schöpfung in Westeuropa befindet. Dieses Level an purer Arroganz kann ich nicht mit Worten beschreiben.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Welches arabische Land bietet den den eigenen Staatsbürgern ein ähnliches Level an Rechten wie Israel? Das war die Frage.
Also Thema verfehlt.
Du kannst auch fragen, welche arabischen Staaten in der Region liberale Demokratien sind, die Minderheitenrechte bieten und die Menschenrechte garantieren.
Die Antwort ist die gleiche: Niemand,
 
Also Thema verfehlt.
Wenn wir bei dem Sturz von Mossadeq 1953 anfangen würden und uns bis heute vorarbeiten, dann würdest du verstehen, weshalb ich die Amerikaner in diesem Zusammenhang nenne. Aber ich werde dir weder eine Geschichtslektion geben, noch die Grundrechenarten beibringen, damit du diese Aktionen mit der gesamten Entwicklung vieler Staaten im nahen Osten in Verbindung bringst.

Deswegen zitiere ich nochmals Hillary Clinton aus dem Video was ich oben schon verlinkt habe:
"The people we are fighting today, we funded, 20 years ago"
 
Ah. Also der Ami ist an allem Schuld. Gut, das wir das geklärt haben.
Versteh mich nicht falsch, natürlich kann man vieles zu Recht kritisieren. Übrigens im doppelten Sinne, da wir im Westen Dinge kritisieren dürfen, ohne unser Leben zu riskieren.

Aber dieses ständige Einnehmen einer Opferrolle und der Verweis auf irgendwelche Gemeinheiten anderer um die Zustände in der Region zu rechtfertigen ist schon etwas billig.

@behemoth85
Wann werden die arabischen Staaten ihre Archive für die Forschung öffnen? Sollte doch ein leichtes sein die Lügen der Zionisten, die dich offensichtlich so konsequent erheitern, zu widerlegen? Oder hat man etwas zu verbergen?
 
Nein, vollkommenen Ignoranz gegenüber gegebenen Argumenten.
Dasselbe gilt dann wohl auch für Israel....Postinhalt nicht gelesen/verstanden
Wieso behauptest ...in den Mund legen nie gesagter Worte gefolgt von persönlichem Angriff
Ich hätte mir hier...Wiederholung längst Widersprochenes

Ich denke mal, ich mach mir das ab sofort wirklich mal einfach und spare mir weitere Antworten. :stupid:


Israels völkerrechtswiedrige Expansionspolitik und das Morden von unschuldigen Arabern, Frauen und Kindern, sind der Grund dafür dass es Terror gg den Israel übhaupt gibt,
Israel wurde direkt nach der Gründung angegriffen. Das ist ein wichtiger Grund. Und den Antisemitismus haben vor allem die Nazis in die Region getragen.

Du machst keinen Widerspruch zu Behemoths Aussage. Aus Sicht von Israels Gegner war die Gründung einer er ersten großen/bis heute der größte Schritt (nicht aber der erste) eben dieser Expansionspolitik.


Wurde dadurch nicht einem anderem Volk das Land enteignet?

"Einem Volk" nicht. Ein übergreifendes Zusammengehörigkeitsgefühl hat sich in der Gegend erst später durch das gemeinsame Schicksal als Ziele Israels entwickelt. Aber "einer Bevölkerung" natürlich schon und das Elend von deren Nachkommen ist bis heute ein ganz wichtiger Faktor in dem Konflikt.


Der Landverbleib mag ungerrecht gewesen sein. Völkerrechtswidrig war er nicht. Im November 47 wurde die Resolution 181 durch die UN Vollversammlung verabschiedet. Leider wurde nicht nach dem Wortlaut gehandelt.

Der Schluss "Vollversammlung" => "Völkerrecht" ist falsch. Die Vereinten Nationen stellten 47 noch keine Vertretung der Staaten der Welt dar und somit auch nicht der Akteure, die in ihrer Gesamtheit das Völkerrecht definieren. Sie hatte damals nur 57 Mitglieder, 11 davon haben nicht abgestimmt und 13 waren dagegen. Resolution 181 wurde mit nur 33 Stimmen angenommen und wenn man sich mal die Karte anguckt (und dabei berücksichtigt, dass in den Weiten Russlands/Kanadas/Alaskas/Australiens/Brasiliens/Algeriens damals noch weitaus weniger Menschen lebten als heute die und sowieso niemand nach ihrer Meinung gefragt hat, genauso wie in Südafrika), dann kann man das getrost als Minderheitenvotum betrachten, dass kein Völkerrecht definiert. Ohnehin steht beim Ostblock der Verdacht im Raum, dass man nicht gemäß Völkerrechtsvorstellungen, sondern nach politischem Kalkül abstimmte. Zum einen waren Teile der frühen Zionisten ausgesprochen sozialistisch eingestellt, zum anderen war Stalin noch dabei, Religion und religiöse aus seinem Reich zu verbannen. Ein Zielstaat für konservative Juden "irgendwo" dürfte ihm da gerade recht gekommen sein (nicht, dass der ein Problem damit hatte, politische Gegner einfach in der vertikalen zu entsorgen, aber in Bezug auf Juden hatte das seinerzeit etwas viel Geschmäckle) und wenn ein möglicher Nebeneffekt noch eine Ausbreitung sozialistischer Ideen nach Vorderasien ist: Um so besser. Wie standhaft die Zustimmung der Warschauer-Pakt-Staaten zu dem, was dann Israel wurde, tatsächlich war, hat man ja ein paar Jahre später an der Rüstugnshilfe im Krieg mit Ägypten gesehen. Verschiebt man diese Staaten aus dem "pro" ins "contra" 181-Lager und berücksichtigt noch, dass die seinerzeit unterdrückte Mehrheit in Südafrika nach heutigem Stand auch eher eine propalästinensische Haltung hat, wäre die Abstimmung mit 27:19 an der 2/3-Hürde gescheitert.

Auch so waren unter den dagegen stimmen bereits geschlossen alle direkt oder indirekt betroffenen Nationen. Ein klassisches Beispiel also, wie aus einem nicht repräsentativen Gremium heraus die dort vorherrschende, insgesamt betrachtet aber in der Minderheit seienden Gruppe, einer anderen Minderheit ihrer Interessen aufzwingt und diese Diktatur als "rechtens" verkaufen will. Ebenso gut hätte man in 1800 in den Südstaaten über die Rechte von Sklaven abstimmen lassen können.

Letztlich wurde diese Resolution aber sowieso nie angewandt und definierte auch nicht das später ausgerufene oder heute anerkannte israelische Territorium. Ersteres hatte sowieso nur wenige Stunden Bestand, letzters basiert auf 49er Waffenstillstandslinien. Ist also durch Militärgewalt und nicht durch Völkerrecht definiert mit all den Grenzstreitigkeiten, die das in er Regel selbst dort mit sich bringt, wo die gezogenen Linien eingehalten werden.


Aber das ist 80 Jahre her. Bis 1945 war Deutschland auch 30% größer als heute. Siehst Du irgendwen im Lande, der Attentate in den "besetzten" Gebieten macht, oder haben wir gelernt, Realitäten zu akzeptieren?

Deutschland hat diese Gebiete ausschließlich aufgrund deutscher Fehler verloren. Das führt zu weniger starken Resentiments gegenüber anderen, die einem "was weggenommen" haben. Zudem war Deutschland lange gespalten und hat sich in dieser Zeit erst einmal auf die wichtigere Rückholung konzentriert, der Rest wurde von den meisten vergessen. Trotzdem ist bis heute der Bund der Vertriebenen aktiv. Besser vergleichbar, da eben so einseitig empfunden, warden die deutschen Gebietsverluste nach 1918. Die darauf 39er erfolgende Reaktion würden viele als Verharmlosung des Jahrtausends bezeichnen.

Aber wie schon x-fach gesagt: Mit einem Blick in die Vergangenheit kann man diesen Konflikt nicht lösen, da müsste man (nach Meinung einiger Autoren wortwörtlich) bis Adam und Eva zurückgehen, ehe man den Anfang der Vertreibungen erreicht hat. Wie du ganz richtig feststellst:
Es geht darum, für die Zukunft umsetzbare Lösungen zu finden.
Allgemeiner Beobachtung zu Folge falsch ist dagegen die Behautung:
Das ist eigentlich ganz einfach.

Und mit ein Grund dafür ist tatsächlich die Nakba. Während die (wirklich-)ostdeutsche Bevölkerung 1945 in die Fläche des restlichen, immer noch ziemlich großen Deutschlands umgesiedelt wurde, zum Teil vor dem selbst verursachten Krieg dorthin geflohen ist, und dort als Minderheit in eine (trotz allem) funktionierende Infrastruktur aufgenommen werden konnte, wurden die 47er Einwohner des Territoriums, das heute Israel ist, in unterentwickelte, selbst erst vor kurzem entstandene Nachbarstaaten vertrieben. Da gab es niemanden, der eine im Vergleich zur ansässigen Bevölkerung so große Flüchtlingsgruppe hätte aufnehmen können. Es gab nichts in das man sie hätte integrieren können. Und da es eben nicht eine Vertreibung innerhalb einer Nation war, sondern von einem Siedlungsgebiet in ein Fremdes, gab (und gibt) es auch niemanden, der das wirklich wollte. Somit bildeten sich große, hochverdichtete Flüchtlingslager, die (wie das für solche Strukturen üblich ist) bis heute von externer Versorgung abhängig sind und niemandem eine Zukunft bieten können.

Selbst diese Strukturen hätten sich in friedlicher Umgebung möglicherweise binnen 80 Jahren auflösen können (tatsächlich leben in Jordanien mittlerweile mehr Palästinenser außerhalb der Flüchtlingslager als innerhalb - oder mehr als in den einzelnen Zonen Palästinas und Israels for that matter), aber es war nicht friedlich. In den folgenden 2-3 Jahrzehnten wurde durch Aggression aus dem arabischen Raum und seitdem durch Aggression aus Israel ein nicht enden wollender Nachstrom weiterer, frischer Flüchtlinge produziert. Die territoriale Definition Israels ist eben keine 80 Jahre alt, sonder nicht einmal 80 Sekunden. Und genauso frisch ist das Leid der Nachkommen der zuerst Vertriebenen. Weil das Unrecht anhaltend erneuert wird, kann es aus der Perspektive der Opfer nicht verjähren. (Auch das übrigens eine Parallele zu Deutschland in der Zwischenkriegszeit, wo die anhaltenden Reparationen und die fehlende Kontrolle im Rheinland viel mehr Einfluss auf die anhaltende und wachsende Aggression hatten, als der abgeschlossene Verlust Westpreußens.)

DAS ist die wirklich harte Nuss des Nahostkonflikts, gegen die selbst das gegenseitige Morden einfach zu lösen wäre: Rund 3,5 Millionen, wenn man Gaza mitzählt 5,5 Millionen Menschen leben in absolutem Elend ohne Hoffnung auf eine bessere Zukunft und die primäre/direkte Ursache, aus Sicht dieser Betroffenen und deren Sympathisanten sogar die einzige, ist Israel. Und es werden täglich mehr, je nach Kriegsverlauf sind eine halbe Million Libanesen on top wohl gesichert.

All diesen Menschen müsste man eine Zukunftsperspektive eröffnen und der Lebensstandard von Israel selbst ist, als Nutznießer des vergangenen Unrechts, sowohl subjektiv aus deren Sicht als auch objektiv der naheliegendste Maßstab. Israel selbst hat aber nur 10 Millionen Einwohner und davon gehören 2,5 Millionen Minderheiten an, die sich teilweise ebenfalls schon diskrimniert fühlen. Bei der Aussöhnung stehen 6 Millionen "Opfern" also gerade einmal 7,5 Millionen Israelis gegenüber, gegen die Forderungen erhoben werden. Wer mitbekommen hat, was die Sicherstellung grundlegendster Lebensbedürfnisse für eine Million Flüchtlinge für Neid und Hass durch 80 Millionen Deutsche hervorgerufen hat, der kann sich vorstellen, dass man mit 5,5% Solidaritätszuschlag nicht weit komt. Zumal sich in der Region ja durchaus jeder als Oper irgend einer (anderen) Tat zählen kann und darauf pocht, selbst als allererster entschädigt zu werden.

Aus diesem Grund versuchen meine zuvor geposteten Lösungsvorschläge auch gar nicht erst, einen Frieden hier und jetzt zu garantieren, sondern stellen einzig und allein darauf ab, künftige Aggressionsursachen zu 100% zu vermeiden. Wenn man das 30-50 Jahre durchhält, hat man irgendwann auf der Gegenseite schlichtweg keine Mehrheit mehr, die einen persönlichen Grund für Attacken hat, und kann ein wieder-Kennenlernen zwischen Nachbarn ohne aktive Feindschaft beginnen. Das dann noch einmal 30-50 Jahre dauern würde, bis auch die Opfer vergangener respektive in der ersten Hälfte einseitig weiterlaufender Untaten keine Rolle mehr spielen.

Alles, was schneller gehen soll, erfordert persönliche Opferbereitschaft von sehr vielen. Wie schon x-fach dargelegt: Auf individueller Ebene gibt es in der Region legitime Ansprüche auf Ausgleich, deren Summe den gesamten Wert von absolut allem, was es in der Region gibt, um Faktor 5-10 übersteigen dürfte. Solange also nicht alle auf im Schnitt 80-90% dessen verzichten, was sie nach irgend einer Rechtsauffassung beanspruchen könnten, solange werden die heute dort lebenden Menschen nicht in Frieden zusammen existieren.

Es gab eben keine Abstinenz auf dem Gebiet. Die über 850000 geflohenen und vertriebenen Mizrachim, also arabische Juden, kamen nicht von irgendwo her, sondern waren dort ansässig. Bagdad hatte bis Anfang der 40er Jahre eine jüdische Gemeinde, welche fast 1/3 seiner Bevölkerung ausmachte.

Bagdad liegt aber weder in Palästina noch im Libanon. Wenn sich Israelische Siedler Land im Irak erkämpfen würden, könnte man das als Revanche für die Vertreibung von Juden durch Iraker interpretieren. (Und würde damit einen Konflikt früherer Generationen wieder aufleben lassen im Rahmen eines Prozesses, in dem sich ohnehin besser dastehende Personen weiter zu Lasten Ärmerer berreichern und dabei über Leichen gehen.)
Machen sie aber nicht. Sie enteignen Bewohner des Westjordanlands und das in weit größerer Zahl, als da vor Gründung Israels Juden gelebt haben.

Das ist leider ein moralisches Grundparadigma im Umgang mit israelischer Aggression:
Darf jemand, dem oder dessen Vorfahren Unrecht wiederfahren ist, Unrecht gegen beliebige andere ausüben?

Die deutsche Regierung sagt "ja" und unterstützt Israel auch dann, wenn 2 Millionen Gazianer in den Hunger getrieben werden, weil die Vorfahren von Deutschen 6 Millionen der Vorfahren von einem Teil der israelischen Bevölkerung in den Tot getrieben haben.
Die Zionisten sagen "ja" und vertreiben Palästinenser, weil ihre (gesicherten oder mutmaßlichen) Vorfahren mal von Römern enteignet wurden.
Hamas-Mitglieder sagen "ja" und schlachten Besucher eines Techno-Events ab, weil ihre Kinder durch Bomben der IAF getötet wurden.

Ich sage "nein" und distanziere mich von Gruppierungen wie den zuvor genannten.
 
... Deutschland hat diese Gebiete ausschließlich aufgrund deutscher Fehler verloren. Das führt zu weniger starken Resentiments gegenüber anderen, die einem "was weggenommen" haben. ...
Da muss ich Dir energisch widersprechen. Rede mit Vertriebenen, wobei das heute schwer wird. Ich war als Kind regelmäßig mit auf den Jahrestreffen der Vertriebenen und da waren etliche ganz kurz vorm Bombenlegen.

Was hatte das in Danzig lebende Kind mit der Politik im Land zu tun? Nüscht, oder. Vertrieben wurde es trotzdem. Und schaut man auf die Politik, dann haben die für Palästina verantwortlichen Führer auch eine Menge falsch gemacht. Die Isrealis haben sich nicht das Land "geraubt", die moralische Basis war eine Entscheidung der Briten und der UN. Warum wurden die Besatzer nicht "einfach" frühzeitig rausgeschmissen, warum hatte man sich nicht angemessen gegen das Osmansische Reich gewehrt? Genau wie wir den letzten großen Krieg verloren haben, wurde auch die Region des Nahen Osten nach den letzten beiden Kriegen neu verteilt. Neuverteilung bedeutet immer Gewinner und Verlierer.

So ist das. Politik wird in der Regel von oben gemacht, die Konsequenzen tragen andere. Und jetzt kann man mit gegeben Situationen anders umgehen. Man kann sich arrangieren und wachsen oder man kämpfen und Gewalt anwenden. Das ist eine freie Entscheidung.
 
Zuletzt bearbeitet:

Trump ist dafür das Israel Irans Atomanlagen angreift. Die meisten Experten warnen davor.
 
So ist das. Politik wird in der Regel von oben gemacht, die Konsequenzen tragen andere. Und jetzt kann man mit gegeben Situationen anders umgehen. Man kann sich arrangieren und wachsen oder man kämpfen und Gewalt anwenden. Das ist eine freie Entscheidung.
Und wenn man seit 1949 nur Gewalt anwendet, es aber bisher zu nichts geführt hat, würde ich mal was anderes versuchen.
 
Die UN war von Anfang an Völkerrechtssubjekt. Sie hat maßgeblich das Völkergewohnheitsrecht als Nachfolgeorganisation des Völkerbundes fortgeschrieben. Mit der Begründung, dass es nur 53 Staaten und damit nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung gab welche die Resolution verabschiedet haben macht dieses nicht Völkerrechtswiedrig. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin wie groß die Bevölkerung der Europäischen Staaten wie England und Frankreich einschließlich deren Überseegebiete 1947 war.
 
@ruyven_macaran
Sicher, dass der Vergleich Deutschland nach 1918 und Palästina hilfreich ist? Deutschland konnte ja nur deswegen wieder zur Gefahr werden, weil die Siegermächte des Ersten Weltkrieges eben nicht konsequent waren, sondern dem Gefreiten aus Österreich immer mehr haben durchgehen lassen.

Was den 2. Weltkrieg angeht. Ich weiß, anekdotische Evidenz. Aber meine Oma war stolz darauf als Mädchen mal den Hitler getroffen zu haben und hat bis zum Ende dem Bauernhof bei Danzig nach getrauert, den die Nazis der Familie (ursprünglich aus Bessarabien) geschenkt hatten.
Trotzdem hat man nach dem Krieg gesamtgesellschaftlich weiter gemacht und zumindest zu meinem Lebzeiten die verbleibenden Vertreter ver Vertriebenen Bewegung in der rechten Ecke abgestellt.

Das Völkerrecht nur dann heranzuziehen, wenn es eben in den Kram passt ist verlockend. Aber come one.
Dann kann ich genauso gut auf die strukturelle Diskriminierung Israels durch die UN Verweisen und die Legitimität eines Menschenrechtsrats voller Folterdiktaturen anzweifeln.

Unabhängig davon wie man die Vorgänge 48 bewertet, eine Rückkehr ist faktisch unmöglich. Also muss man schauen, wie es unter den gegebenen Umständen weiter gehen kann. Und da kann man Israel sicherlich für Dinge kritisieren. Aber die Armut in den Nachbarstaaten und deren Umgang mit den Nachfahren der Flüchtlinge ist nicht Israels Schuld. Und auch für die Lage in Gaza und im West-Jordanland ist Israel nicht allein verantwortlich. Da hat dann auch schon die palästinensische Führung ihren Beitrag geleistet.
 
Die Palästinenser hätten auch ihren Staat gründen können. Parallel zu Israel.

Falsch.
(Weitere Ausführungen spare ich mir, da sie gerade erst hier standen, aber offensichtlich eh ignoriert werden.)


Da muss ich Dir energisch widersprechen.

Tust du aber nicht. Stattdessen widersprichst du DIR SELBST. Ich habe die organisierten Vertriebenen als Sonderfall erwähnt. Du hast, ohne Ausnahmen zu machen, behauptet, dass sämtliche Deutschen hätten die Enteignung widerspruchslos hingenommen und schwenkst jetzt um auf "beinahe wurden Bomben gelegt".

Kinder können im übrigen ihre Eltern verantwortlich machen, wenn von denen gewählte Regierungen scheiße bauen. Und der letzten freien Wahl in Danzig zu folge, besteht eine 50,1: zu 49,9 Chance, dass die Eltern des genannten Kindes keine Opfer, sondern Täter der Prozesse waren. (Ein echtes Fettnäpfchen-Beispiel :-D )
Die überwältigende Mehrheit der deutschen Vorkriegskinder scheint ihren Eltern die Naziunterstützung aber nicht übel genommen haben. Erst die Enkelgeneration ist den Konflikt eingegangen und hat auf Aufarbeitung bestanden. (An solchen Erfahrungswerten mache ich übrigens auch meine Einschätzung fest, dass es 30-50 Jahre einseitigen Frieden bräuchte, um die Eskalationsspirale im Nahen Osten zu durchbrechen.)


Die UN war von Anfang an Völkerrechtssubjekt. Sie hat maßgeblich das Völkergewohnheitsrecht als Nachfolgeorganisation des Völkerbundes fortgeschrieben.

Ich kann auch "Völkerrecht" und ein paar Sprüche auf ein Blatt Papier schreiben. Aber solange die Mehrheit der Völker dieses Recht nicht lebt, ist das keine Fortschreibung des Völkerrechts. Und abgesehen von einem kleinen Kreis von Politikern, die aus einem kleinen Kreis von Staaten der Welt kam, wurde dies Resolution wohl überwiegend abgelehnt oder ignoriert.

Mit der Begründung, dass es nur 53 Staaten und damit nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung gab welche die Resolution verabschiedet haben macht dieses nicht Völkerrechtswiedrig.

Nein, die Abstimmung macht es nicht völkerrechtswidrig. Das hat auch niemand behauptet. Aber der Inhalt:

- 25% der damaligen Bevölkerung, entsprechend 31% der einheimischen Bevölkerung, sollten zu einer Minderheit in der neuen, politischen Verwaltungseinheit ihrer Heimat gemacht werden.
- Umgekehrt sollten einer eine Generation zuvor nur 10% der Bevölkerung (und schon die waren nicht alle ansässig) ausmachenden Minderheit die politische Kontrolle über 2/3 des Gebiets, 4/5 der (landwirtschaftlichen) Produktionsfläche und quasi des gesamten Handels gegeben werden.

Aus damaliger Sicht der UN war natürlich auch das Rechtskonform, denn die UN repräsentierte damals eben nicht die Mehrheit der Weltbevölkerung, sehr wohl aber die Mehrheit der Kolonialherren und für die zählte die Unterdrückung von Mehrheiten durch Minderheiten zum Gewohnheitsrecht. Dem Völkerrecht (wie es erst später ausformuliert wurde) widerspricht das aber konsequent und wurde von den betroffenen Völkern dementsprechend aufgenommen.

Was selbst nach damaliger Sicht jeglichem internationalen Recht widersprach, ist das, was an Stelle von Resolution 181 real stattfand. Bei der Gründung Israels sowie des vorangehenden zionistischen Kriegs wurden die beanspruchten Flächen schließlich noch einmal deutlich vergrößert und die nichtjüdische Bevökerung Palästinas wurde dabei nicht nur, wie geplant/resolutioniert zu 40% politisch machtlos belassen. Sondern es wurden 60% der ansässigen, nichtjüdischen Bevölkerung vertrieben und enteignet.

Wobei ich mir nicht ganz sicher bin wie groß die Bevölkerung der Europäischen Staaten wie England und Frankreich einschließlich deren Überseegebiete 1947 war.

Wo ich mir ziemlich sicher bin ist die politische Representation der Bevölkerung der Kolonien durch die Kolonialherren:
Null.
In Anbetracht der damals noch größeren Rolle der britischen Krone sowie der kurz zu vor keineswegs bei null liegenden heimischen Unterstützung für die Vichy-Regierung dürfte schon die Repräsentation der Heimatländer nur unvollständig gewesen sein.
 
Tust du aber nicht. Stattdessen widersprichst du DIR SELBST. Ich habe die organisierten Vertriebenen als Sonderfall erwähnt. Du hast, ohne Ausnahmen zu machen, behauptet, dass sämtliche Deutschen hätten die Enteignung widerspruchslos hingenommen und schwenkst jetzt um auf "beinahe wurden Bomben gelegt".
Jaaa, stimmt, hattest Du geschrieben. Hab ich doch geflissentlich überlesen. Das war von mir anderes gemeint. Ich meinte nicht "sämtliche Deutschen", sondern das in Summe nichts passiert ist. Es gab keine Freischärler, die in Polen, dem russischen Protektorat Königsberg oder in die Tschechoslowakei einfielen, um zu rauben, zu vergewaltigen, zu morden oder zu entführen. Das gab es alles nicht. Dass am Stammtisch extrem harte Worte fielen, darf man aber, so meinte ich es, nicht unerwähnt lassen. Der Topf gährte, aber der Deckel blieb drauf. was sicherlich auch an der guten wirtschaftlichen Versorgung lag.

Zu den Ostgrenzen hab ich nur eine Rede im Kopf, in dem die nur als "Stück Papier" bezeichnet wurden, was niemand ernst nahm.

Kinder können im übrigen ihre Eltern verantwortlich machen, wenn von denen gewählte Regierungen scheiße bauen. Und der letzten freien Wahl in Danzig zu folge, besteht eine 50,1: zu 49,9 Chance, dass die Eltern des genannten Kindes keine Opfer, sondern Täter der Prozesse waren. (Ein echtes Fettnäpfchen-Beispiel :-D )
Und wen wählten die Palästinenser? Und warum tun sie nichts gegen die Terroristen im Land? Das ist alles schwer vergleichbar, aber ein bisschen schon. Man findet Analogien und erkennt in Summe komplett unterschiedliches Verhalten.

Die überwältigende Mehrheit der deutschen Vorkriegskinder scheint ihren Eltern die Naziunterstützung aber nicht übel genommen haben.
Meine Mutter flog standrechtlich bei ihren Waffen-SS Vater raus, als sie zum Urteil im Eichmannprozess sagte "Richtig so". Und nein, meine Eltern haben meinen Großeltern bei jedem Treffen das Thema irgendwann unter die Nase gerieben. Jedes Treffen mit meinen Nazi-Großeltern endete im Streit. Warum man vier Wochen später wieder hinfuhr, ist mir bis heute ein Rätsel. Aber das frug ich meine Eltern, seit ich 10 war.
 
Welches arabische Land bietet den den eigenen Staatsbürgern ein ähnliches Level an Rechten wie Israel? Das war die Frage.
Also Thema verfehlt.
DA liegt der Fehler und die "Arroganz" die gemeint war.
Klar sind das dort keine Demokratien. Ich wage zu behaupten, das würde dort auch gar nicht funktionieren.
Deshalb landen all die Versuche des Westens, seine "Werte" samt ach so freier Regierungsform dort mit Krieg und Gewalt zu installieren, auf der Mülldeponie der Geschichte.

Nichtdemokratien, in denen es leidlich friedlich war? Die Menschen in Wohlstand und mit gesicherter Grundversorgung lebten?

Syrien, Libyen, Irak .... bis der Westen es den paar, die unzufrieden waren, ermöglichte, mit Waffengewalt alles zu zerschlagen.

Es war beileibe nicht so superduper frei und demokratisch wie hier und deren "Wohlstand" war leicht anders als das was wir darunter verstehen - aber es war besser als jetzt. Nach der "Nachhilfe" in Sachen Demokratie.

Genau diese 3 Despoten haben Jahrzehntelang exakt den Unrat unter Kontrolle gehalten, der sich nun IS nennt!
Und auch für die Lage in Gaza und im West-Jordanland ist Israel nicht allein verantwortlich.

Israel ist dort alleinig Ordnungsmacht und hat die vollständige Kontrolle über alles, was herein - oder herauskommt.
Noch dazu ist es als Besatzungsmacht verantwortlich, für die Menschen dort.

Israel ist zu 100% dafür verantwortlich!
Da liegt ja ein Teil des Problems - die Herrschaften entziehen sich ihrer Verantwortung, dort zum Beispiel zivile Infrastruktur zu errichten. Die machen immer nur alles platt ....
Und gerade eben bahnt sich im Libanon die nächste humanitäre Katastrophe an. In dem Land gibt es 5 Millionen Einwohner und fast noch einmal so viele Flüchtlinge.



Wenn Putin Krankenhäuser bombardiert und Sanitäter ermordet, ist es ein Kriegsverbrechen ... wie nennen wir denn das hier? Selbstverteidigung?
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück