Israel - Konflikt aktuell & allgemein

.... Und in vielen Teilen des Mandatsgebiets gab es lange vor dem Beginn der jüdischen Migration jüdische Bevölkerungsmehrheiten.
Vor allem, weil sie aus den von Deutschland besetzten Teilen der Welt fliehen mussten, und sie keiner aufnahm, da blieb dann nur Palästina. Auch wenn die Bewegung schon 1880 begann, aber auch damals schon, war der Antisemitismus weit verbreitet.

Es gab damals das, was die Faschisten heute "Bevölkerungsaustausch" nennen. Wenn z.B. die Türkei jetzt mit Waffengewalt ihre zweit größte Stadt "befreien" würde und Berlin als türkisch erklären würde, würdest Du dann auch argumentieren, dass in vielen Stadtteilen heute die Türken die Mehrheit stellen und das das darum eine nachvollziehbare Konsequenz ist?

Niemals würde ich das Existenzrecht Israels in Zweifel ziehen, ich kann aber ebenso nachvollziehen, dass die Palästinenser sauer sind. Wären in meinem Beispiel die Berliner auch. Und wenn ich mir die von der israelischen Regierung geförderte Siedlungspolitik anschaue, dann sind die Grenzen von 1948 schon lange nicht mehr auf der Tagesordnung. Einen Friedensprozess sehe ich in ganz weiter ferne.

Aktuell vermute ich eher, dass Israel ganz langsam, aber stetig, sämtliche Palästinergebiete erobern wird und die Bevölkerung auswandern muss. Das wird ein Prozess über Jahrzehnte, wenn nicht ein Jahrhundert. Auch dann wäre der Frieden erreicht.
 
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Ich sagte explizit vor Beginn der jüdischen Einwanderung in das Mandatsgebiet, und du verweist auf diese Migration.

Und ich wüsste gerne, wie euer Argumentation nicht auf eine Rückabwicklung der Geschichte, und damit die Abschaffung Israels hinausläuft.
Denn die Umsetzung des Plans vin 48, die seitens der Araber ja mehrfach verhindert wurde, ist ja offensichtlich nicht ausreichend.
 
Ich sagte explizit vor Beginn der jüdischen Einwanderung in das Mandatsgebiet, und du verweist auf diese Migration.
Hast Du dafür Quellen. Bei Wiki finde ich das hier:

"... Während dieser Zeit war Palästina nur relativ dünn bevölkert. Joseph Nasi, ein Berater des osmanischen Sultan Suleiman des Prächtigen setzte sich dafür ein, die Gegend um Tiberias ab 1561 mit europäischen Juden neu zu besiedeln; doch das Projekt gestaltete sich aus ökonomischen Gründen schwierig und scheiterte im Zuge der Türkenkriege vollständig. Am Anfang des 19. Jahrhunderts lebten zwischen 275.000 und 300.000 Menschen im Land. 90 % von ihnen waren muslimische Araber, 7000 bis 10.000 Juden und 20.000 bis 30.000 christliche Araber. Zwischen 1831 und 1840 dehnte Muhammad Ali Pascha (türkisch Mehmed Ali), Vizekönig und Begründer des modernen Ägypten, seine Herrschaft über Syrien aus. ..."

Bei 10% Anteil der Juden im Land wird es schwer, nenneswerte Teile mit überwiegend Juden zu konstruieren. Hast Du dafür Quellen? Mir ist selber bewusst, das Wiki problematisch ist
Und ich wüsste gerne, wie euer Argumentation nicht auf eine Rückabwicklung der Geschichte, und damit die Abschaffung Israels hinausläuft.
Ich sagte doch schon, ich erwarte, dass Israel sukzessive die palästinensichen Gebiete ins Land integriert. Ein ganz langsamer Prozess über Generationen.


Nachtrag:
Die Eskalation durch die Hisbollah geht weiter

Da muss Israel als Antwort natürlich drauf reagieren.
 
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Das Mandatsgebiet Palästina war deutlich größer als das heutige Gebiet Israel/Palästina. Jordanien gehörte auch dazu. In Jerusalem z.B. stellten die Juden immer einen bedeutenden Anteil an der Bevölkerung.

Der Zug mit den Grenzen an 48 ist natürlich abgefahren. Ich denke aber schon, das eine weitere Expansion Israels nicht zwingend ist. Wenn die Terrorangriff aufhören, und es seriöse Ansprechpartner auf der arabischen Seite gibt, dann dürfte ein Beibehalten des territorialen Status quo möglich sein.
Wenn die Palästinenser weiter auf ihren Maximalforderungen bestehen, wird es auf das von dir beschriebene Szenario hinauslaufen.

Persönlich fände ich eine Aufteilung der umstrittenen Territorien zwischen Israel und den umliegenden arabischen Staaten sinnvoll.
 
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.... In Jerusalem z.B. stellten die Juden immer einen bedeutenden Anteil an der Bevölkerung....
Also wird aus "mehrheitlich" nur noch ein "bedeutender" Anteil. Aber dazu finde ich hier nichts. Auch wieder nur Wiki, nicht genau, aber das liest sich ganz anders. Ich habe das jetzt extra für Dich gelesen.

Das alte jüdische Jerusalem wurde fast komplett zerstört. Das letzte mal, das Juden die Stadt regierten war um 613 und in den Folge Jahren, bis die Sassaniden die Faxen 617 wieder dicke hatten und die Juden aussperrten. 629 gab es dann mal wieder ein Massaker diesesmal durch Griechen, also wieder nix mit jüdischem Einfluss oder gar Mehrheit. Die waren raus. Danach folgen dann Jahrhunderte, in denen Juden entweder massiv verfolgt oder gerade so toleriert wurden. Also wieder nix mit Dominianz. Um 975 herum durften sie dann immerhin eine Universität betreiben.

Die Osmanen haben dann ab 1516 die Jahrhunderte alte muslimischen Politik mit entweder verfolgen oder gerade so tolerieren weiter geführt. Erst ab 1850 begann eine langsame Rebesiedung und ab 1880, bedingt durch größere Auswanderungswellen, die ich oben beschrieb, gab es das erstmal wieder eine Mehrheit von Menschen jüdischen Glaubens in Jerusalem.

Ich kann da beim besten Willen kein jahrhunderte altes Recht erkennen, wenn man 1500 Jahre quasi unbedeutend war. Der Status ist jetzt so. Das Land existiert und ist eine Heimat für Millionen. Aber der seit über 2000 Jahren herrschende Konlikt in der Region wird weiter gehen. Da bin ich mir ganz sicher. Und eine Mehrheit in der Region hat scheinbar kein tiefes Interesse am Frieden. Wir hier vielleicht und Milliarden Menschen in der Welt auch, aber die Betroffenen scheinbar nicht. Ich werde das nie verstehen.

Aber dieser Konflikt ist extrem wichtig, um die Muslime zu beschäftigen. So kann man das zynisch bewerten. Und auch sie tun in Summe nichts, um den Konflikt beizulegen. Dafür sind Sunniten und Schiiten, so wirkt es auch mich, viel zu zerstritten.

Bevor der Nahostkonflikt gelöst wird, muss es zuerst so etwas wie den westfälischen Frieden für den Islam geben. Ob die Juden dann aber mit offenen Armen und friedlich in Ruhe gelassen werden, oder der Ärger dann erst richtig beginnt, vermag ist nicht vorherzusagen.
 
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Wenn man aber mal einen Schritt zurück macht, und sich die ganze Geschichte ab 48 anschaut, dann

.... dann wurde jede ernsthafte Friedensbemühung von israelischer Seite, Opfer der Terroristen im eigenen Land.
Der Nahostkonflikt hat viele Väter - und nicht wenige sind israelische Fundamentalisten, die der Hamas oder Hisbollah in Verblendung und Hass auf die andere Seite in nichts nachstehen.

Ein erster wirksamer Schritt wäre es, diese Elemente politisch zu entmachten.
Wahlen sind ganz gut zu so etwas geeignet. Wir hier im Westen müssten nur mal die richtigen unterstützen.
Dann die Umsetzung der 2-Staatenlösung und Rückübertragung des besetzten Staatsgebietes Palästinas.

Und die Siedler dort ... umsiedeln!

Persönlich fände ich eine Aufteilung der umstrittenen Territorien zwischen Israel und den umliegenden arabischen Staaten sinnvoll.

Mit Landräubern teilen .....:stupid:- dein Plan zur Lösung des Nahostkonfliktes wird in der Ukraine sicher wenig Begeisterung hervorrufen. Bei Putin schon eher.


Das "Problem" des israelischen Gebietsanspruches begann in der Sekunde, in der die Briten bestimmten, wohin und auf wessen Acker. Denn die waren es, die willkürlich die Grenzen absteckten.
Und eben diese Willkür ist bis heute das Problem. Wobei auch das zu lösen wäre, mit viel Geld. Sehr, sehr viel Geld. Aber das möchte man von Seiten Israels auch nicht.
 
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Ei, Ei, Ei... was ist denn hier los? :schief:

Wir, also ihr, legt am besten alle mal eine kleine Pause ein und überlegt euch, was geschrieben wurde und wie es formuliert war. :kaffee:

temporarily
*closed*

PS: Derweil haben wir Ruhe um hier die letzen Seiten mal auf zu räumen.


*edit*
Eine Woche der Waffenruhe ist rum, mal schauen wie es hier weiter geht.
 
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Der Chef der Hisbollah-Miliz, Hassan Nasrallah wurde nun auch getötet. Damit ist praktisch die gesamte Führung der Terroristen getötet worden.
Einerseits wurde der Tod im Libanon gefeiert, andere trauern.
In Israel ist die Stimmung vorhanden, nur in den Libanon einzumarschieren.
Schwer zu sagen, was nun passiert. Vielleicht kann sich die UN durchsetzen und einen Waffenstillstand vereinbaren.

 
Man kann nur hoffen dass das Ganze jetzt nicht eskaliert und der Iran eingreift.
Aber militärisch hätte der wohl keine Chance gegen Israel.
Und die Amerikaner wollen ihre Präsenz im Mittelmeer eventuell auch noch verstärken.
 
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Hm ... mal eine militärische Frage aus Sicht der "Bösen": Wieso greifen sie nicht alle zusammen und koordiniert an ? Das würde Israel durchaus schwächen ... :hmm:
Der Iran hat große innenpolitische Probleme. Und überlegt sich genau ob und wie er zurück schlägt.
In einer direkte Konfrontation wäre der Iran Israel auch militärisch unterlegen.
Außerdem könnten im Ernstfall noch die Amerikaner eingreifen.
Und die sunnitischen Länder werden sich da raushalten.
 
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Saudi Arabien findet es wahrscheinlich sogar gut, dass Israel gerade die Shiiten dezimiert.

Die lehnen sich wahrscheinlich nur zurück und denken sich "Der Feind meines Feindes ist mein Freund".
Saudi Arabien und Israel haben sehr gute Beziehungen. Du glaubst doch nicht im ernst, dass der saudische König sich in irgendeiner Art und Weise um die Menschen in Gaza oder dem Westjordanland schert?

Der Ayatollah hat sich ja schon verkrochen. Die Hisbollah behauptet auf die Bodenoffensive vorbereitet zu sein, wenn man sich das Gesicht des Sprechers anschaut, hat man da aber so seine Zweifel. https://www.timesofisrael.com/hezbo...oup-prepared-to-face-potential-idf-ground-op/

Israel schlägt der Hydra einen Kopf nach dem anderen ab, erst die Hamas, jetzt die Hisbollah, dazu die Angriffe auf die Houthis.
Das Regime im Teheran ist in einer Sackgasse. Zurückschlagen und in einen Krieg stürzen, der nicht gewinnbar ist, oder sich weiter zurückhalten, eine Demütigung nach der anderen Schlucken und hoffen, dass der Ayatollah nicht auf der Todesliste steht.

Israels Politik der Stärke zahlt sich aus.
 
Wer meint, dass sich im Nahen Osten eine Politik der Gewalt und Terrors auszahlt und diesen bejubelt, ist unglaublich naiv oder hegt höchstwahrscheinlich selber einen Hass gegen diesen Kulturkreis.
 
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