ISDN - wo gibts das noch? [Update: Erfahrungen zum Umgang mit Kunden bei Vodafone, O2 und Telekom]

AW: ISDN - wo gibts das noch?

Also KielNet, oder eher gesagt Versatel stellt auch um auf NGN/VoIP. Da bekommst du ne vorkonfigurierte FritzBox (7270), die auch nur Leihgerät ist. Ob man dort an die Zugangsdaten kommt, weiß ich jetzt nicht. Aber zumindest sollte es für Geschäftskunden bei KielNet noch den ISDN Anschluss geben.

Nö, nichtmal für die, wie ich mittlerweile auch per Nachfrage rausgefunden habe. Die kleinen Angebote verweisen sogar auf der Webseite zu denen für "Privat"anwender, große Anschlüsse mit dutzenden Kanälen werden fast immer nur noch über IP geschaltet, wenn nicht zwingend (EC) ISDN benötigt wird.

Nur wäre bei mir der Verkauf an Versatel mit deren absolut miesen Image das KO Kriterium. Bei VF gibt es ISDN nur auf Nachfrage (!) und gegen Aufpreis.

Jo, Versatel war definitiv ein dicker Minuspunkt. Aber welcher Anbieter hat denn heute noch zu Recht den Ruf eines guten Service? Bei einem entsprechenden Angebot hätte ichs riskiert, immerhin bietet Kielnet auch 3 monatige Verlängerung, man kommt also leichter wieder raus. Aber mit NGN sind die so oder so raus.

Ansonsten halt das NGN Gerassel oder in letzter Zeit sogar vermehrt diesen LTE Mist, weil man auch noch TAL Miete sparen will. Ansonsten bleibt hier in Kiel noch TNG, aber ob die noch den klassischen ISDN schalten, darf auch bezweifelt werden.

Tun sie in der Tat nicht ("digitaler Anschluss ISDN light" - immerhin nennen sie es nicht einfach ISDN), aber danke für den Hinweis. Bei denen hatte ich noch nicht geguckt.

Ansonsten bleibt nur noch die Telekom übrig. Bei VDSL gibt es wohl kein Analog/ISDN mehr, sondern nur noch den IP Anschluss. Aber bei ADSL/ADSL2+ sollte bei Buchung im T-Shop noch Analog/ISDN möglich sein. Nachteil ist halt, dass die Telekom wohl am teuersten ist.

Die 39 € muss es mir wohl wert sein.
Online gibts übrigens bei VDSL noch die Auswahl zwischen "Universal"/ISDN und IP, nur Analog offensichtlich nicht. Aber wer mehrere Monate lang mit 1-1,5 MBit unterwegs war, dem reichen 16 erstmal :)

Du hast jetzt aber mit Alice bzw. O2 den mit Abstand schlechtesten Anbieter erwischt. Man ist gezwungen, deren schlechte Box zu nutzen, weil Alice/O2 sich weigert, die Zugangsdaten preis zu geben.

Tjo. BESTELLT habe ich bei denen, wie gesagt, ISDN. Echtes ISDN. Für die Benutzung meiner eigenen Anlagen. Deren Box kann ich laut O2 Techniker (!! nicht nur Verkauf, die Technik hats mir auch bestätigt) auf dem Schrank liegen lassen.
Aber offensichtlich erzählen die viel und halten wenig.

Und dann noch so ein billigen Anbieter zu wählen, wenn dort auch der Anschluss geschäftlich genutzt wird, halte ich schon fast für grob fahrlässig !

Naja - es ist kleingeschäftlich und die Kommunikation läuft meistens über mail - es entstehen also keine Milliardenverluste bei Telefonproblemen. Aber "sorry, die nächsten zwei Stunden belegt die Freundin die Leitung" geht dann eben doch nicht.
 
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Hmm - also zumindest der letzte Anbieterwechsel lief ohne Arbeiten im Keller ab, wenn dann müssen die Leitungen also alle 1:1 bis in den Verteiler gehen, ehe man da was wechseln kann. Und das Vodafone irgend eine Änderung dieser Art einfach mal zwischendurch vorgenommen hat, halte ich für arg unwahrscheinlich.
Da muß ja auch nix im keller gemacht werden. Du müßtest dich, in sachen telefonleitung, auch mal von der vorstellung eines lan-kabels trennen. Selbiges hat einen anfang und ein ende. Eine telefonleitung kann aber quasi einen anfang und zwei enden haben. (an beiden kann das signal ankommen)
Von daher weißt du nicht wo vodafone dich aufgeschalten hat. Das kann ein vodafone-outdoor, der verteiler in deiner nähe oder auch der hvt hinter dem nahen verteiler gewesen sein. Aber das lässt sich jetzt sowieso nicht mehr nachvollziehen.
Afaik FTTH, aber in Werbeflyern steht das so nicht drin und was die im Keller alles gemacht haben, erkenn ich am verschlossenen Kasten auch nicht mehr. Aber da sie definitiv ne neue Leitung bis in den Keller gelegt haben...
Könntest du denen sagen, das sie deine glasfaser, wenn du sie schon nicht nutzt, bis zu mir verlängern sollen? Ich hätte den anschluß gerne und wohne auch nur am anderen ende der republik. :D
 
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versteh nicht deine abneigung gegen voip, wer hat denn gesagt das über voip kein isdn gestellt werden kann??? auch über voip kann man dir 3 msn´s oder so bereit stellen wo du dementsprechend parallel telefonieren kannst ! bei netcologne kein problem, aber die haben parallel auch noch echtes isdn, wobei das halt aussterbende technik ist ! nur netcologne wirst in kiel knicken können ! im großen und ganzen ist es aber kein problem dir mehrere msn´s über voip zu stellen


ftth evtl das gleiche wie bei netcologne fttb??? wenn ja ist doch klasse, dann hast den dslam direkt im keller sitzen :)
 
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Nö, nichtmal für die, wie ich mittlerweile auch per Nachfrage rausgefunden habe. Die kleinen Angebote verweisen sogar auf der Webseite zu denen für "Privat"anwender, große Anschlüsse mit dutzenden Kanälen werden fast immer nur noch über IP geschaltet, wenn nicht zwingend (EC) ISDN benötigt wird.

Kann ich so nicht bestätigen. Unsere Firma hat erst vor kurzem von einem KielNet ISDN Mehrgeräte Anschluss auf einen ISDN Anlagenanschluss umgestellt. Und das ist ganz definitiv noch ein ISDN Anschluss und kein NGN Geraffel, da ich selber die vorhandene ISDN Anlage mit Kollegen und einen Außendienstmonteur von KielNet neu eingerichtet habe.

versteh nicht deine abneigung gegen voip, wer hat denn gesagt das über voip kein isdn gestellt werden kann??? auch über voip kann man dir 3 msn´s oder so bereit stellen wo du dementsprechend parallel telefonieren kannst !

VoIP/NGN ist aber kein ISDN wie es vorhanden war. Es ist und bleibt ein reiner Datenbasierter IP Anschluss, der bei einigen Anbietern mehr schlecht als recht funktioniert. Und wenn dann die Leitung, aus welchen Gründen auch immer, instabil ist, na dann viel Spass damit. Gerade bei Anbietern, die schalten, was die Leitung hergibt, also das Endgerät mit 6 dB SNRM syncen lassen, möchte ich meinen Anschluss nicht wirklich haben. Die Leitung ist dann schon fast grenzwertig und wenn dann auch noch, wie z.B. bei o2 ein Gerät bereitstellen, das nicht zu den besten gehört und dann auch noch keine Zugangsdaten an den Kunden rausgeben, dann schwillt mir der Kamm. Der Ärger ist doch vorprogrammiert. Man stelle sich vor, man führt ein wichtiges Gespräch und die Leitung bricht alle paar Minuten zusammen ....

Andere Anbieter sind da ganz anders. Die schalten ihre Anschlüsse mit ausreichend Reserven für eine stabile Leitung. Einer von denen ist z.B. Easybell. Man kann von denen eine AVM 7390 mieten, bzw. vergünstigt erwerben oder auch seine eigene Hardware einsetzen. Letzeres hab z.B. ich getan und an dem Easybell VDSL hängt eine AVM 3370. Absolut klasse Gerät. Dort ist ein VDSL 100 Profil geschaltet, welches seit mittlerweile 87 Tagen stabil mit 80 Mbit bei nur 4 dB SNRM läuft. Und den Easybell Telefonanschluss nutze ich via WLAN am Smartphone, was auch offiziell unterstützt wird. Mehr noch....es ist sogar erlaubt, den Anschluss weltweit per Smartphone zu nutzen.

Auch gibt es noch Anwendungen, die sind auf einen ISDN oder Analoganschluss zwingend angewiesen. Dazu gehören z.B. diverse Hausnotrufsysteme, EC Kartenterminals oder Fahrstuhlnotrufe. All sowas funktioniert häufig nicht mit VoIP/NGN Anschlüssen, obwohl Endgeräte einen analogen Anschluss bzw. einen S0 bereitstellen !
 
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Vielleicht habe ich in den vorherigen Postings etwas überlesen.

Warum kommt denn kein ISDN über die Telekom infrage?

Bei uns steht in einer Filiale auch gerade der Austausch einer alten ISDN-Telefonlage an.

Die Wahl fiel auf eine Octopus F400, die mit mehreren S0-Kanälen betrieben wird und zusätzlich VoIP fähig ist.

Reines VoIP stand nie zur Diskussion, da im Gegensatz zu ISDN keine (fast) 100%ige Verfügbarkeit garantiert wird.
 
AW: ISDN - wo gibts das noch?

Kann ich so nicht bestätigen. Unsere Firma hat erst vor kurzem von einem KielNet ISDN Mehrgeräte Anschluss auf einen ISDN Anlagenanschluss umgestellt. Und das ist ganz definitiv noch ein ISDN Anschluss und kein NGN Geraffel, da ich selber die vorhandene ISDN Anlage mit Kollegen und einen Außendienstmonteur von KielNet neu eingerichtet habe.


Hmm - ich kann nur sagen, was ich auf der Webseite finde. Vielleicht gilt für Bestandskunden anderes oder ich hab bei den Anlagenanschlüssen etwas übersehen. (sooo intensiv hab ich bei denen nicht geguckt ;) )

Vielleicht habe ich in den vorherigen Postings etwas überlesen.

Warum kommt denn kein ISDN über die Telekom infrage?

Es kommt schon in Frage und ich werde demnächst auch mal beim T-Punkt vorbeigehen. Gegen die Telekom sprach, dass sie mit Abstand am teuersten ist, auf dem Papier aber kein bißchen mehr bietet, als andere. Und der Ruf des Service ist auch nicht besser.
 
AW: ISDN - wo gibts das noch?

Es kommt schon in Frage und ich werde demnächst auch mal beim T-Punkt vorbeigehen. Gegen die Telekom sprach, dass sie mit Abstand am teuersten ist, auf dem Papier aber kein bißchen mehr bietet, als andere. Und der Ruf des Service ist auch nicht besser.



Sooo, ein halbes Jahr später will ich mal meine Erfahrungen mit den drei großen Telefonkonzernen zusammenfassen. Ist viel Text - aber vielleicht hilft es Jemandem, der auf der Suche nach einem neuen Anbieter ist oder gar Probleme mit einem hat. Wenn verhindert wird, dass gewisse Anbieter in auch nur 1-2 weiteren Fällen Erfolg mit ihren Methoden haben, hat dieses Post seinen Sinn erfüllt :)
Allen anderen geben die Smilies den Gesamteindruck auch ohne Lesen wieder ;)


In chronologischer Reihenfolge:
alle Angeben sind mein privater Eindruck/persönliche Meinung der Abläufe


- Vodafone, Herbst-Winter 2012:
Der alte (ex-Arcor) Anschluss entwickelt Ausfallerscheinungen (d.h.: Verbindungsabbrüche + Neueinwahl zum Teil mit <10 Minuten Abstand :daumen2:). Der Support kann nicht helfen :daumen2:, weswegen ich vor dem nahenden Verlängerungstermin eine fristgerechte Kündigung einreiche, In der ich daraufhin weise, dass bei Problembehebung gerne ein Folgevertrag abgeschlossen wird.
Einen Tag nach der Kündigung (auf elektronischem Wege, da Vodafone keine andere Kontaktform angibt, aber ein halbwegs passendes Formular hat) gehen die Abbrüche spürbar zurück (und hören einige Wochen später komplett auf). Zeitgleich fällt aber meine Bandbreite von den gebuchten 6 auf 1-1,5 Mbit :daumen2:. Schönen Dank auch. Wer so mit Kunden umgeht, die Leistungen einfordern, soll sich andere suchen.
Nachsetzten tut Vodafone, nachdem ich meinen Vertrag bei O2 (s.u.) abgeschlossen habe: Ich hätte ja gar nicht gültig, d.h. schriftlich gekündigt, mein Vertrag ist bis Ende 2013 verlängert worden :daumen2: :daumen2: . Nach einem netten (einschreiben-eigenhändig-nett) Hinweis von mir, dass statt einer Postanschrift elektronische Kontaktformulare in der Rubrik "schriftlicher Kontakt" präsentiert und laut Support der Inhalt meines Kündigungsschreibens durchaus im Vodafone-System steht, lässt sich dann immerhin eine sofortige Sonderkündigung arrangieren :daumen:

- O2 / Telefonica, Januar bis April 2013:
Weg frei für O2, denen ich einen Auftrag für DSL und "echtes ISDN, kein VoIP" erteilt hatte. Wie schon bekannt: Pustekuchen.
Anfang Januar schalten die mich auf VoIP :daumen2:. Es dauert 1-2 Tage bis ich durch Zufall (und Nutzung der O2-Box, die ich laut Support explizit nicht nutzen muss) überhaupt wieder eine Telefonverbindung habe :daumen2:. Mit der will ich das Problem dann direkt reklamieren (die O2-Hotline für Festnetzprobleme ist nur aus dem Festnetz oder einem O2-Handy zu erreichen :wall: :daumen2:) - was aber nicht möglich ist, ich solle doch schriftlich beanstanden :daumen2: . Immerhin:
Meine Internetverbindung kann man mir binnen 5 Minuten auf die gebuchten 16 Mbit/s freischalten :daumen: . Hätte ich mich nicht beschwert, wäre es dagegen bei 6 Mbit/s geblieben, auf die man den Anschluss einfach erstmal beschränkt hat :daumen2: :daumen2: (wohlgemerkt: Der verwendete DSLAM befindet sich ca. 15 m direkte Linie vom Modem entfernt. 12 Höhenmeter und 3 m horizontaler Abstand innerhalb des Hauses mitgerechnet. ;) )
Ich reklamiere also schriftlich. In der Antwort wird mir erzählt, wie toll VoIP ist (ja, klar. Mit 1 Sekunde Lag in Gesprächen...) :daumen2:. Fehler von O2: Im gleichen Schreiben entschuldigen sie sich dafür, dass mir "echtes ISDN" versprochen wurde - und besätigen damit, dass ich das sehr wohl bestellt habe.
Parallel hierzu bucht O2 über 90 € Gebühren von meinem Konto ab :daumen2: - Einrichtung für einen Anschluss, den ich nicht bestellt habe und 10 € Versandkosten für Hardware, die ich explizit abbestellt hatte :daumen2: . Eine Rechnung über diese Summen (die meiner Erinnerung nach nicht einmal im Verkaufsgespräch erwähnt wurden :daumen2: ) erhalte ich übrigens nicht. Die Abbuchung taucht plötzlich auf meinem Kontoauszug auf. Akzeptiere ich so natürlich nicht, sondern lege Widerspruch ein (der nicht beantwortet wird :daumen2: ) und buche letztlich zurück - zeitgleich zu meiner Kündigung.
Und damit begann der Spaß...
- Zahlungsaufforderung binnen 5 Tagen, mit dem Hinweis, dass es sonst eine Sperrung gibt :daumen2: (Rechtslage: Min. 14 Tage Frist + genaue Angabe des Sperrtermins + rechtliche Informationen bezüglich Einspruchsrecht sind Pflicht. Fehlt natürlich alles - das Schreiben von Vodafone war eine platte Drohung)
- Behauptung, ich hätte ja einen VoIP-Vertrag abgeschlossen :daumen2:. Telefonischer Widerspruch (mit dem Hinweis, dass es a) nicht VoIP und b) kein Vertrag, sondern ein Auftrag war) wird abgelehnt :daumen2:, ab jetzt werden durchgängig Einschreiben fällig.
- Der schriftliche Widerspruch wird auch nicht bearbeitet (bis heute nicht), während Rückgewinnungsangebote im Zuge meiner Kündigung vom 12.2. sehr schnell kommen...
- Und am 2.4. ("1 Monat Kündigungsfrist" = 6-7 Wochen... :daumen2: ), dem Tag, an dem eigentlich zur Telekom geschaltet werden sollte, kommt dann auch die Internetsperre. :daumen2: :daumen2: (wie oben dargelegt unter Verstoß gegen das Telekommunikationsgesetz :daumen2:). Eine knappe Stunde und ein Supportgespräch später wird die zwar aufgehoben ("da wurde wohl ihr Widerspruch nicht beachtet" - stimmt. überhaupt nicht), aber die Umschaltung scheiterte an der (laut O2) gezielt gestörten Leitung :daumen2:. (Was technisch afaik falsch ist. Bei NGN gibt nur den DSL-Link zum Anbieter-Server. VoIP ist eben nur ein Softwarekonstrukt, man kann die DSL-Verbindung nicht getrennt "stören" - nur den Internet-Zugang auf dem O2 Server abschalten. Und die Leitung nicht zum Wechsel freigeben... :daumen2:)
- Wurde dann der "verloren" Widerspruch bearbeitet? Nein. Aber eine "2. Mahnung" (ja richtig: Eine "1.Mahnung" gab es zuvor nicht) verschickt, komplett mit Mahngebühr (5 €) und Sperrgebühr (10 €). Man beachte hierbei, dass ich die monatlichen Gebühren normal bezahlt habe und die Frist für die Einrichtungsgebühren laut Gesetz pausiert, solange mein Widerspruch nicht bearbeitet wird.
- Die 2. Mahnung enthält übrigens eine beinahe rechtsgültige Sperrankündigung (statt mindestens 14 Tagen ab Erhalt des Schreibens setzt O2 10 Tage ab Versand an :daumen2: ). Und eine Drohung, diesmal mit Schufa und Inkasso :daumen2: .
- eine Woche später (und damit deutlich vor dem Termin :daumen2:) ist meine Leitung tot :daumen2:. Diesmal auch Internet :daumen2:. Laut O2 hat man die Leitung an die Telekom (als Netzbetreiber) "zurückgegeben". Laut Telekom hat man von O2 nach dem gescheiterten Übernahmeversuch nichts mehr gehört - was stimmt, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass O2 laut TKG die Leitung nicht abstellen durfte, solange kein reibungsloser Wechsel organisiert war.
- Es folgt eine Rechnung über eine Rufnummernportierung :daumen2:. Das gar nichts portiert wurde, war egal.
- kurze Zeit später übergibt O2 alles an ein Inkassobüro. Das meldet sich mit einer höheren Summe, als sich aus den Gesamtforderungen von O2 und den Inkassogebühren (immerhin saftige 52 €) ergibt: Insgesamt 188 €. Ausgehend von 92 € Gebühren und 20 € nicht-Portierungskosten). Eine passende Rechnung oder auch nur Erklärung über die Differenz habe ich, auch auf Nachfrage, bis heute nicht erhalten. :daumen2: :daumen2: Dafür war wieder eine Drohung enthalten - Gericht + Schufa, wenn ich nicht binnen 7 Tagen zahle. (Für einen berechtigten Inkassofall an sich okay, wäre die Frist nicht zu kurz angesetzt) :daumen2:

Das Ganze ist jetzt 2,5 Monate her. Bei der Schufa gabs nur einmal eine Anfrage des Inkassobüros, unmittelbar zur Übergabe.

Deswegen hier mein Fazit zu O2:
- Auftrag mittels falscher Angaben aus dem Rücken geleiert (vermutlich kein vorsätzlicher Betrug. Ich tippe auf absichtlich mangelhaft/fehlinformierte Verkäufer, die auf Prämienbasis bezahlt werden)
- Anschluss wurde übernommen, obwohl man gar nicht die Technik für eine Übernahme in meinem Sinne hatte (Verstoß gegen Telekommunikationsgesetz)
- Mir wurden Summen abgebucht, über die mir weder eine Rechnung vorgelegt wurde noch denen ich zugestimmt hätte (zählt sowas als Diebstahl?)
- Widersprüche werden nicht bearbeitet, selbst wenn sie im System stehen und Zugriff binnen Sekunden möglich ist
- mehrfache Drohungen, um unberechtigte Zahlungen zu erzwingen (ich würde das multiple Erpressung nennen)
- mit immer höheren, zusätzlichen Gebühren wurde zusätzlicher Druck aufgebaut
- Mir wurde zweimal der Anschluss gekappt und damit erneut das Telekommunikationsgesetz gebrochen.
- Es wurde verhindert, dass ich entsprechend meiner Wünsche zu einem anderen Anbieter wechsle (was ebenfalls mein gutes Recht war)
- Da keine einzige der Drohungen, externe Kräfte einzuschalten, wahrgemacht wurde, gehe ich davon aus, dass O2 die ganze Zeit über wusste, dass man im Unrecht ist - und ausgetestet hat, ob ich das auch weiß.

Mein Gesamtschaden waren letztlich nur viele, viele stressige Stunden (finanzieller Verlust beschränkt sich auf 10 € Rechtsberatung und 10-15 € Porto und Briefmaterial). Aber der bleibende Eindruck ist trotzdem der eines Unternehmens, dass mit Fehlinformationen Kunden gewinnt (VoIP als "ISDN" verkaufen ist zwar üblich -Ausnahme: Telekom-, aber alle anderen antworten ehrlich, wenn man fragt ob ein "ISDN-Anschluss" am IAD oder eine echte ISDN-Leitung gemeint ist) und das, wenn diese Masche schief läuft, auf die klassische Abmahn-Nummer wechselt.


Telekom, ab April 2014:
Den Vertrag habe ich noch vor der Drosselklausel abgeschlossen, somit waren Laufzeit (immerhin mit der Möglichkeit, bei schlechten Bandbreiten vom Start weg wieder auszusteigen) und die Telekompreise der einzige Negativpunkt :daumen: . Aber wie ist der Service?
Zurück zum 9.4., O2 hat gerade die Leitung gekappt. Anruf beim Tkom-Support, ob die was wissen. Der erste Mitarbeiter musste rückfragen und das hat offensichtlich so lange gedauert (war aber angekündigt -> konnte nebenbei was anderes machen), dass ich aus der Warteschlange fiel :schief: . Zweite Mitarbeiterin brauchte dann 15 Minuten - was ich akzeptabel finde, wenn ein "wir warten auf Rückmeldung vom Voranbieter"-Kunde plötzlich anruft bei dem gar nichts mehr geht :daumen: .
Was hat die Frau in der Zeit erreicht?
- bei den Rufnummern konnte sie nichts machen, waren ja noch von O2 gesperrt
- als Ersatz dafür erhielt ich erstmal sofort 3 neue genannt :daumen:
- meine Leitung war tatsächlich frei und unter Kontrolle der Telekom (anderswo hätte es vermutlich ne 0,5+ Stunden gebraucht, so etwas nur herauszufinden - hier 4 Minuten :daumen: )
- auf dieser Leitung sollte mit dann ein Tag (!! :daumen: ) später ISDN geschaltet werden; DSL "so schnell wie möglich" (obs möglich ist, wusste die Technik ja wegen der O2-Blockade noch nicht)
- 23 h später, ich komme von der Arbeit, nehme mein ISDN Telefon - und es geht einfach :daumen: :daumen: :daumen:
- einen kurzen Anruf :daumen: später hatte ich provisorische DSL-Zugangsdaten (permanente komme via Post, wenn alles problemlos geht) - und sie funktionierten einfach nur :daumen:. Übrigens von Anfang an mit vollen 15,5-16 Mbit :daumen:
- meine alten Rufnummern brauchten 1-2 Wochen länger - aber ebenfalls "einfach", ohne Aufwand/Nachhaken/etc. . Benachrichtigungsschreiben, einen Tag später gingen sie. :daumen: Und die 3 Ersatznummern blieben aktiv - ohne die für zusätzliche Nummern vorgesehenen Gebühren zu berechnen :daumen:

Fazit: Es gibt viele, die über den Tkom-Service meckern. Aber binnen 23 h Stunden einen Anschluss zu schalten, den andere überhaupt nicht hinbekommen, ist imho eine verdammt gute Leistung. Und das ohne irgendwelchen zusätzlichen Aufwand oder Kosten für den Nutzer zu machen, ist einfach nicht zu verbessern.

Jetzt bleibt nur die spannende Frage, wann auch die Tkom ISDN abschafft... :schief:
 
Und was glaubst du Wie lange du deinen echten isdn'er haben wirst? Denn auch die Telekom wird umschalten, soweit ich weiß bis spätestens 2016 soll es auch bei denen keinen ISDN mehr geben wie man es kennt. Was willst dann machen? Wieder die Trommel auspacken weil voip ja so schlecht ist?
 
Jetzt bleibt nur die spannende Frage, wann auch die Tkom ISDN abschafft... :schief:
Allerspätestens 2018 sollen alle Telekom Kunden auf die IP Anschlüsse umgestellt werden. Da du ja den Vertrag vor dem 2.5 abgeschlossen hast und somit keine Drossel AGB hast, wird dir die Telekom entweder die AGB abändern, oder aber dir den ISDN Anschluss früher oder später kündigen.

Aber der IP Anschluss der Telekom ist wirklich gut. Da hört man absolut kein Unterschied zum ISDN/Analog Anschluss und auch Faxen funktioniert ohne Probleme. Nachteil ist halt nur, das, wie hier am 10.7 geschehen, bei Stromausfall gar nichts mehr geht. Aber auch das Mobilfunknetz war hier ausgefallen gewesen, bzw. es lag nur ein äußerst schwaches Signal an, welches von entfernten Funkzellen kam, die nicht vom Stromausfall betroffen waren.

Zu dem O2 Albtraum. Einfach nur heftig, was sich manche Firmen erlauben. Und vielfach kommen sie mit solchen miesen Maschen auch durch, da die Kunden mangels eigenem Wissens eingeschüchtert zahlen, statt sich zu wehren. Einer fristgerecht widersprochenen Rechnung kann niemals und schon gar nicht durch eine Inkasso Bude ein Schufaeintrag erfolgen. Bei einer widersprochenen Rechnung ist das erst möglich, wenn die Forderung bedingt durch das gerichtliche Mahnverfahren entweder durch Vollstreckungsbescheid oder aber bei Widerspruch des Mahnbescheides im Gerichtsverfahren als amtlich tituliert feststeht.

Deshalb ist es ja so eminent wichtig, bei Widersprüchen gegen offentsichtlich unberechtigte Rechnungen den Widerspruch unbedingt schriftlich und nachweisbar durchzuführen. Im äußersten Fall eben per Einschreiben/Rückschein. Wobei aber das normale Einwurfeinschreiben völlig ausreichen dürfte. Zumal sich hier der Empfänger der Zustellung nicht einfach entziehen kann, da hier der Zusteller per Unterschrift die ordnungsgemäße Zustellung quittiert.
 
Aber der IP Anschluss der Telekom ist wirklich gut. Da hört man absolut kein Unterschied zum ISDN/Analog Anschluss und auch Faxen funktioniert ohne Probleme.

Na dann mache ich mir mal noch halbe Hoffnungen, dass es nicht ganz so schlimm wird, wie am O2-Anschluss. (wobei ich dann natürlich überhaupt erstmal gucken muss, ob ich bei der Telekom bleibe. Teuer im Austausch für ISDN ist okay, aber teuer+drossel im Austausch gegen nichts...)


Nachteil ist halt nur, das, wie hier am 10.7 geschehen, bei Stromausfall gar nichts mehr geht. Aber auch das Mobilfunknetz war hier ausgefallen gewesen, bzw. es lag nur ein äußerst schwaches Signal an, welches von entfernten Funkzellen kam, die nicht vom Stromausfall betroffen waren.

/sign. Imho müssten die Anbieter längst dazu verpflichtet werden, die Mobilfunkmasten mit Notstromsystemen auszustatten. Wenn bei uns im Stadteil die Lichter ausgehen würden, wäre ich vermutlich auch der einzige im weiteren Umkreis, der noch nachfragen kann, was los ist :schief:
 
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