AW: Internetnutzung von Hartz-4-Empfängern soll kontrolliert werden
Du redest hier von nett hoeflich fair usw. pickst im gleichen Atemzug mich raus und stichelst?
Du hast mich direkt angesprochen, ich dich. Nichts weiter schlimmes dabei, oder?
Was glaubst du was passiert, wenn es diese Grundsicherung mal eben ohne diesen behoerdlichen Aufwand gibt?
Ich weis selbst nicht was man aktuell alles dafuer machen muss.
Die Frage ist: was passiert, wenn ich nur einen Antrag ausstellen muss, und absolut keine weiteren Sachen beachten muss.
Das ist ja so grob das was gefordert wird.
Was ich meinte war, dass es eine Katastrophe gäbe, wenn diese Grundsicherung weg fällt. 10 - 12 Millionen hungrige und frierende Obdachlose sind garantiert eine Wucht! Das was du schilderst, oder zumindest wie ich das verstanden habe, wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen. Ob und wie das Funktionieren kann, weiß ich nicht. Dazu gibt es viel zu viel Propaganda um das als Normalbürger durchblicken zu können. Ich finde die Idee aus mehreren Gründen aber ziemlich gut.
Das die Sachbearbeiter nicht hoeflich sind ist eigentlich ein NoGo. Aber hat sich aber jemand die Muehe gemacht und sich mal in so eine Person hineinzuversetzen?
Weis wirklich jeder Betroffene was diese Leute tagtaeglich so erleben?
Hier wird genauso ueber einen Kamm geschert.
Ich kann mir gut vorstellen, das die Sachbearbeiter einfach nach einer Zeit abstumpfen, und die die sich ordentlich verhalten, haben das Nachsehen.
Dann werden naemlich alle in einen Topf geschmissen.
Ehrlich gesagt kann ich nichts dafür, dass die anderen nicht kommen, nicht antworten, dass er sie nicht vermittelt bekommt oder was auch immer. Das ist kein Grund mich schräg anzumachen. Und noch was: Alle über einen Kamm zu scheren... da war doch was... das war nicht gut, wenn man das macht, oder?
Die Ursachen zu beseitigen waer das Optimum. Wer glaubt aber daran das das so ohne weiteres geht?
Wann hat denn dieser ALG2 und Zeitarbeitswahn angefangen? Schroeder und Co warens. Und ich will gar nicht wissen wieviel Vorarbeit Kohl geliefert hat.
Ohne weiteres geht das sicherlich nicht. Aber es wäre schon mal ganz cool, wenn die damit anfangen würden
Willkommen im System, wer das noch nicht verstanden hat, lebt irgendwo hinterm Mond.
Anpassen oder zu grunde gehen, so lautet die derzeitige Devise. Auf die Straße zu gehen und seinen Mund aufzumachen, dazu fehlt dem deutschen der Mumm.
Wenn ich schon sehe, dass in meinem Bezirk gerade mal 60% gewählt haben, bekomme ich sowieso das kotzen..
1. Nur weil ein System besteht, heißt das nicht, dass es gut ist.
2. Nur weil ein System besteht, heißt das nicht, dass es nicht krank ist.
3. Nur weil ein System besteht, heißt das nicht, dass man es nicht zum Besseren ändern kann!
Sorry, aber vier Kinder muss man sich halt leisten können! Ich sag das jetzt alles so hart, weil ich auch eins von vier Kindern bin und dadurch ätzende Zeiten erlebt habe.
Ach, jetzt sind wir also schon so weit, dass das Recht zum Kinder zeugen vom Einkommen abhängen soll? Wie wäre es noch mit einem Gen-, Fitness- und Bildungscheck bevor man ein Kind genehmigt bekommt? Oder sollte man erst einen Elternführerschein machen? Also bitte, lächerlich...
Dann tust du deiner Familie auch noch ein Studium an...? Als gelernter Informatiker mit Abitur verdient man doch nicht schlecht, wenn mans richtig anstellt und sich reinhängt?
Ach, also jeder, der viel Arbeitet und sich reinhängt hat finanziell keine Probleme? ich weiß ja nicht wo du lebst, aber hier ist das nicht so. Ich studiere, eben WEIL das Geld nicht gereicht hat! Was meinst du wie meine Lebensplanung aussah? Immer am Krückstock der Gesellschaft zu gehen? Ich tu was dafür, dass es uns demnächst finanziell besser geht.
Dann diese Jammerei... Ich würd schon fast sagen "typisch"... Klar hast du kein Geld, du arbeitest nicht und musst vier Kinder und eine Frau ernähren !!! Hast du dir das nicht vorher mal ausgerechnet?
Das ist auch wieder typisch für das, was ich mir immer wieder anhören muss.
"Hast du da nicht vorher drüber nachgedacht?" Niemand kann vorhersagen, wie viel Kinder kosten (sowohl an Geld als auch an Kraft und Nerven) und niemand, der keine eigenen Kinder hat, kann das nachvollziehen. Und wie gesagt: Ich weigere mich meinen Kinderwunsch und meine Familienplanung von der Meinung von anderen, fremden Menschen abhängig zu machen. Da redet mir niemand rein. Und meine "Jammerei", wie du es so schön nennst, findest du typisch? Kann ich mir vorstellen. Ich bin schließlich nicht der einzige, der das "System" von fast ganz unten mitbekommt. Da dürfte es mehrere, sehr naheliegende Meinungen zu geben.
Mir tun die Kinder leid, sonst nix. Sich vier Kinder "anschaffen" (wie und warum auch immer - DAS ist kein unverschuldeter Schicksalsschlag!)in so jungem Alter und dann andererseits noch studieren wollen mit Ü30... Sry, deine Einstellung, Lebensplanung und Umstände finde ich sind daneben, wenn ich das lese wie beschrieben.
Keine Sorge, meinen Kindern geht es gut. Ich finde es daneben, was du hier äußerst. Ich finde, du hast eine sehr schräge und unnatürliche Sichtweise aufs Kinderkriegen. Die Kinder waren alle vier Wunschkinder und es gibt nichts tolleres für mich, als sie aufwachsen zu sehen, mit ihnen und meiner Frau Zeit zu verbringen. Das ist ein Lebenstraum von mir, der sich übrigens erst mit der Zeit entwickelt hat. Es fing mit einem an, dann war klar, dass das erste nicht alleine bleiben soll, dann war es so schön, dass auch noch Nummer 3 und 4 gefolgt sind. Willst du mir vorschreiben, ob ich das "darf"?
Die armen Kinder müssen matschiges und abgelaufenes essen, pfui.
Und warum müssen sie das? Weil es von der Mehrheit so akzeptiert wird, dass die Unterstützung die man als Grundsicherung bekommt, nicht ausreicht, um sich damit anständiges Essen zu kaufen. Nun denn, fressen wir halt "Müll", bis das Studium vorbei ist und wir dann hoffentlich genug Geld haben um auf eigenen Beinen zu stehen.
Mach deinen Beruf ordentlich, schicke deine Kinder zur Betreuung und deine Frau zum arbeiten. Dann reichts auch für ein anständiges Leben!
Leider falsch. Mein Beruf hat mir weniger eingebracht, als ich an Hartz4 bekomme. Das war unabhängig davon, wie "vernünftig" ich den Job gemacht habe. Stand so im Vertrag. Die anderen haben auch nicht mehr verdient. Betreuung kostet Unsummen! Hast du eine Vorstellung davon? Von was sollten wir die bezahlen? Meine Frau hat keine beendete Ausbildung, ist Vollzeitmutter. Wer gibt denn bitte einer Mutter mit 4 Kindern einen Job? Die Kinder werden "doch ständig krank" und dazu kommt noch die mögliche Arbeitszeit von 9 - 12 Uhr. Irgendeine Idee? Na? Und man darf ja nicht vergessen, dass am Ende nicht nur ein Kostenausgleich für die Betreuung der Kinder stehen sollte
Ich bin 31, habe ein Universitätsstudium und verdiene momentan außerordentlich als Ingenieur, jedoch könnte ich mir selbst damit nicht vorstellen eine Frau und 4 Kinder (halbwegs ordentlich!) durchzufüttern! Welchen "Lebensstandard" stellst du dir denn vor...Erst nicht nachdenken und dann jammern wenn's hinten und vorne fehlt. Sry, kein Mitleid für dich von mir. Vielen Hartz IV würde eine Ausbildung am Taschenrechner im +-Rechnen schon sehr weit helfen...
Vielen Ingenieuren würde ein Blick auf die Realität und etwas Empathie auch nicht schaden.
Wir leben aber noch immer auf der Erde.
Die ganzen evolutionsbedingten Auslesen hebelt der Mensch durch sein soziales Verhalten aus. Was uns Einzigartig macht und uns an die Spitze der Nahrungskette stellt.
Der Mensch betreibt einen ungleichen Aufwand um einen Komapatienten jahrelang am Leben zu erhalten. (als Beispiel)
In der Natur wuerde es soetwas nicht geben.
Klar legen auch Tierarten soziales Verhalten an den Tag, aber nicht in dem Ausmaß.
Und wir sind nicht Teil der Natur, oder was? Ohne einen Zusammenhalt in der Gruppe wäre es nämlich arg schwer, seinen Nesthockernachwuchs über die Säuglings- und Kinderzeit zu bringen. Dafür kann es hilfreich sein, seine alten und kranken Mitmenschen mit durchzufüttern, weil die sich dann um die Kids kümmern können. Dass sich dieses gesunde System überlebt hat, liegt an den Auswüchsen des Kapitalismus.
Wenn man den ganzen Thread verfolgt, liest man doch heraus, das es einfacher werden soll eine Grundsicherung zu bekommen und ohne Forderungen vom Geldgeber.
Der Kapitalismus ist nicht wirklich eine vernuenftige Form. Andere Systeme sind aber immer wieder gescheitert. Wohlstand bei so vielen Menschen gibt aber dem Kapitalismus durchaus recht. Klar wird dieser Wohlstand auf Kosten anderer erkauft. Irgendwoher muss der kommen.
So ignorant kann keiner sein, das man diese Zusammenhaenge nicht sieht.
Ich bin Egoman und ehrlich genug um zu sagen das es mir fast egal ist.
Ich persönlich halte den Kapitalismus für eben so gescheitert, wie die vielen anderen Systeme davor. Er hat es nur noch nicht mitgekriegt und wird künstlich am Leben erhalten. Denn derr Wohlstand der "vielen" Menschen, von dem du redest, wird durch die Armut und Ausbeutung von "sehr viel mehr" Menschen erkauft. Wir gehen hier über Leichen. Ein System, bei dem eine Handvoll Superreicher profitiert auf die Kosten aller anderen? Ich halte von dem System nichts, kenne aber auch keine brauchbare Alternative.
Natuerlich waere ein Utopia, wie es z.b. im Star Trek Universum gezeigt wird toll.
Aber dafuer ist die Menscheit nicht bereit. Ich glaube auch nicht das sie in absehbarer Zeit dafuer bereit sein wird.
Wenn das alles so eindeutig ist, soll ich mich jetzt gegen ein System stellen oder soll ich versuchen das ich so gut wie moeglich bis an mein Lebensende komme?
Eine Systemaenderung deutschlandweit? Weis nicht wie gut sowas klappen wuerde, aber dafuer braeuchten wir erstmal andere Wahlergebnisse.
Zumindest ich erwarte kein Utopia. Aber warum nicht danach streben? Wie wäre es, wenn du aufhörst egoistisch zu handeln und dich statt dessen um die Gemeinschaft etwas kümmerst? Könnte helfen bei der Sicht aufs Leben.
Was ich nicht ganz verstehe, 10 Millionen Menschen in Deutschland, also ca 1/8 der Gesamtbevoelkerung, ueber den Daumen gepeilt auch 1/8 der Wahlberechtigen, schaffen es nicht ihre Beduerfnisse bei den Wahlen zu vertreten. Auch wir zu Hause sind nicht ganz einverstanden mit dem was hier in Deutschland so passiert. Wir gehen waehlen, setzten uns mit der Thematik auseinander. Wie viele machen das sonst noch? Aber hier jammern.
Du meinst echt, wir hätten eine Wahl bei der Wahl? Ja klar, zwischen Pest und Cholera. Darf ich an dieser Stelle mal Emma Goldman sinngemäß zitieren?
"Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie längst verboten".