Der Unterschied ist, was der Provider von sich aus gemacht hätte, nämlich gar nichts. Denn er hätte nach deutschem Recht auch nicht viel tun müssen, dass sie die Probleme letztlich behoben haben und mir dafür das abgenommene Geld zurückzahlen, ist eher die "Schuld" der oftmals verhassten EU, denn das EUGH hat eine entsprechnde Regelung schon vor Jahren eingeführt und die gilt auch hier in Deutschland. Man muss nur seinen Provider darauf aufmerksam machen, dass es eben schon gilt. Dass es lettzlich so lange dauerte, lag eben am Provider selbst, der seine Arbeit nicht machte. Die BNA hat relativ schnell reagiert und Vodafone hat dann auch promt reagiert, dass davor monatelang, trotz unzähliger Anrufe (wobei man auch, dank der Unterbesetzung der Hotline auch oft einfach abgewiesen wird, ohne mit irgendwem sprechen zu können -.-), Emails und sonstiger Beschweden, nichts passierte, ist eben ein typisches "Servicewüste Deutschland-Prolbem"...
Ich begrüße den Vorschlag aber er ist eben nicht nötig gewesen. Es gibt entsprechende Regelungen und niemand muss für ein nicht funktionierendes Internet wirklich bezahlen. Nur leider muss man eben die BNA als offizielle Behörde einschalten, damit etwas passiert. Provider reagieren in Deutschland oft wesentlich länger nicht. Es gibt genug Fälle, da ist 12 Monate nichts passiert, sie wollten aber trotzdem ihr Geld haben.
Und aus dem Grund verstehe ich nicht warum hier so viele gegen diese Forderung bzw. mit "Verbotskultur" argumentieren, wenn es ja offensichtlich keinen Willen der Provider gibt, freiwillig etwas zu ändern. Aus Angst die unterirdische Leistung wird noch lausiger?
Wie gesagt, in Dänemark gibt es Gesetzgebung in die Richtung und das endete nicht mit schlechteren Verträgen sondern einer besseren Infrastruktur, weil den Anbietern sonst reihenweise die Kunden abspringen.
Beim Kasieren von Förderungen sind Telekom und Co. ja auch ganz groß, dann sollten sie auch entsprechende Verpflichtungen haben.
In der Realität kommt das nicht vor. Es geht vorallem um DSL Anschlüsse und da um das untere Segment. Z.B. hatte ich es mit 37MBit und 22MBit, statt 50 MBit zu tun oder aktuell 14 MBit statt 16 MBit.
Es wird geschaltet, was durchgeht.
Das ist ja gerade der Punkt. Das sollte zur Realität gemacht werden. Vor Vertragsabschluss muss mir der Provider sagen können, was das absolute Minimum ist, dass er mir bei Tarif A anbietet. Woanders geht es ja auch. Wenn die Strafen für den Ausbau zweckgebunden werden wie der Artikel verlautbart seh ich das Problem nicht.
Meinem Vater hat man auch ein "Upgrade" um 10€ angeboten von 8 auf 16 MBit (österreichische Telekom, selber "Service", andere Farbe). Als ich dann ausgemessen hab sah man davon Null. Als ich am Telefon das ganze wieder abbestellt hab hat mir die nette Dame am Telefon gesagt "Ah ich sehe, an Ihrem Verteiler war leider keine zusätzliche Leitung mehr frei, darum war kein Unterschied zu merken". Aber verkauft wird es schon

Das ist für mich Betrug.
Also ich kann mich nicht über die Stabilität meines Internetanschlusses beschweren. Die Minimalgeschwindigkeit ist bereits angegeben. Nur müsste man halt gewillt sein, dafür mal den Vertrag den man abschließt durchzublättern. Es ist aber kein Betrug, da man dafür etwas falsches Vorgeben müsste. Das tun die Anbieter die mit "bis zu" werben aber nicht. Ich weiß nicht was die Leute wollen. Lesen die nur die große Zahl und wundern sich warum da dekorativ "bis zu" davor steht? Außerdem haben Atomkrft und Radwege nichts mit Whataboutism zu tun. In der heutigen Zeit wird scheinbar alles so bezeichnet was einem nicht passt. Atomkraft und Radwege wurden in die Diskussion mit eingebracht, weil sie vin den Grünen angestrebt oder Verboten werden sollen. Damit ist es zwar nicht zu 100% Themenrelevant, aber auch nicht komplett unrelevant, weil man mit solchen Vergleichen das Vorgehen einer Partei ganz gut Vergleichen kann. Darf man das noch?
Ich kann leider keine Bilder anhelften. Aber wenn man bei Vodafone einen Vertrag abschließen möchte und auf bspw. ein 100Mbit Vertrag geht steht da legit bis zu 100Mbit. Man muss nicht mal runterscrollen um auf ein einseitiges PDF zu kommen - "Produktinformationsblatt" genannt - und dann kann man ablesen dass einem mindestens 70Mbit zugesichert werden. Wer das nicht leisten kann, sollte sich überlegen ob er uninformiert Verträge abschließen sollte. Es könnten ja auch fiese Klauseln drinstehen und nicht nur Hinweise auf die Nutzung.
Stabil für mich heißt stabil schnell. Und Minimalgeschwindigkeiten dürfen nicht im Kleingedruckten vermerkt sein, sondern gleich unter den groß beworbenen bis zu XXX MBit.
Als Gegenbeispiel nenne ich hier die Stadt Bamberg, da war das Internet abgrundtief schlecht, aber dort haben vor allem die Stadtwerke den Ausbau mit Glasfaser betrieben und innerhalb von fünf Jahren hat sich das Blatt fundamental gedreht. Nahverteiler sind dort kein Schwachpunkt mehr und weniger Bandbreite während der Stoßzeiten auch ein Fremdwort. Da braucht es keine grüne Stammtischrede und Drohung mit neuen Gesetzen. Es reicht der Wille in der Lokalpolitik und der Stadtwerke vor Ort. Telekom und Vodafone kamen dann plötzlich auch in die Gänge.
Wenn wir Internet als Grundversorgung wie Wasser und Strom ansehen, dann haben wir auch die Strukturen dafür es auszurollen. Allein es fehlt der Wille. Da wird auch kein Gesetz helfen das Firmen reglementiert. Da hilft nur Kabel legen, Kabel legen und nochmal Kabel legen. Dann sind wir schnell beim Thema, dass viele Kommunen sich das nicht leisten können und für Firmen sich das auch wenig rechnet sobald es raus aufs Land geht.
In deinem Beispiel ist es zwar toll für Bamberg, aber wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht wird es unterm Strich teurer und ein Flickenteppich. Ein entsprechender Vergleich wäre wohl die Allgemeine Kranken-/Gesundheitsversicherung in europäischen Staaten im Vergleich zum amerikanischen privatbasierten System.
Bin bei dir, dass es grundsätzlich besser wäre, wenn Internet-Infrastruktur in öffentlicher Hand wäre wie Wasser und Strom, und sich Provider entsprechend einmieten können bzw. zusätzlich selbst ausbauen wenn für sie lukrativ. Aber das wird es leider nicht spielen.
Moment mal, man korrigiere mich bitte.
Aber eine Strafe wird an den Staat gezahlt, richtig?!? Wieso soll der Staat Kohle dafür kassieren, dass ich nicht die vertragl. ausgehandelte Leistung bekomme.
Du bekommst Geld zurück, eine zusätzliche Strafe auf Rechtsgrundlage geht an den Staat. Ist doch normal in einem Rechtsstaat?
Wenn dir jemand die Nase bricht kann er eine Haftstrafe ausfassen (Strafverfahren, Staat) und du kannst selbst Schmerzensgeld einfordern (Zivilverfahren, privat).