Internet zu langsam: Grüne wollen "spürbare" Strafen für Provider

Es kommt aber noch hinzu, dass die Geschwindigkeit davon abhängt, was für ein Modem man hat. Hat man z.B. nur ein ADSL-Modem gehen nur 8 MBit/s, auch wenn per ADSL2+ mehr gehen würde.
Dazu kommt, dass z.B. mit Annex J die UPload-Rate verbessert werden kann, braucht aber auch ein passendes Modem und der nicht mehr benötigte DSL-Splitter (Annex J nutzt den Bereich wo PSTN/ISDN war), muss zwingend entfernt werden.
 
hab jetzt mal bei meinem autohersteller angefragt. die werben, dass mein fahrzeug bis zu 260km/h schafft. schaff ich in der stadt nie - durchschnittlich gerade 28km/h, also etwas mehr als 10% der versprochenen leistung. da will ich jetzt auch weniger bezahlen - nur noch etwa 10% vom wert! :P
 
Typisch Grün. Völlig ignorant angesichts physikalischer Realitäten glauben sie mal wieder, ihre Ponyhof-Wunschwelt durch Strafen und Verbote durchsetzen zu müssen. Man muss ja schließlich nur feste genug dran glauben und es ganz dolle wollen, damit sich alles so fügt wie man es sich vorstellt. :lol:
 
Ich lese hier in Dänemark die Diskussion hier echt mit Interesse. Anscheinend gefällt es hier einigen, wenn ihnen die Provider auf den Kopf sch***en.
Hier oben gibt es schon länger eine Regelung in die Richtung. Die Provider müssen eine Minimalgeschwindigkeit angeben. Diese wird an deinem Anschluss zu jeder Zeit erreicht. Damit weiß ich also schon beim Vertragsabschluss, ob ich überzahle.
Das hat dazu geführt, dass manche Provider Tarife mit "garantierten" Geschwindigkeiten haben, du kriegst also definitiv, wofür du zahlst. Zusätzlich haben die Provider in der Regel sehr stabile Netze, weil sie sonst Geschäft verlieren.
Und wenn die Geschwindigkeiten unterschritten werden, hat man Anrecht auf eine sofortige Kündigung des Vertrags (6 Monate Laufzeit) und bekommt sein Geld zurück.

Echt ein Nachteil für den Kunden :rollen:

Und während ich die deutschen Grünen auch nicht mag, warum kommen hier Leute mit Atomkraft und Radwegen daher? :huh:
Das ist Whataboutism vom Feinsten.


Der Schuss geht gewaltig nach hinten los. So veranlasst man die Provider nur die maximale Geschwindigkeit auf den Wert zu drosseln, der immer ankommt. Besonders die Kabelnetzbetreiber dürften betroffen sein. Z.B. 250Mbit Anschlüsse werden dann künstlich auf 100Mbit gedrosselt, weil man nur 100Mbit 24/7 garantieren kann. Ich wette der Preis bleibt aber der selbe. Wieder mal nicht zu Ende gedacht.

Dann weiß man das aber wenigstens bei Vertragsabschluss. Wenn es wie bisher überzeichnet so ist, dass man 1GBit bestellt und oft nur 100 MBit ankommen grenzt das an Betrug.
Die Preise sind dann "ehrlich" weil die Provider nicht mehr mit Fantasiezahlen werben können.
Theoretisch kann man jetzt schon etwas gegen zu geringe Leistung unternehmen. Dafür gibt es schon lange die Bundesnetzagentur. Die schreiben die Provider bei Problemen und Verstößen an und setzen sie unter Druck. Als mein Internet 3 Monate lang nicht richtig funktionierte, dauerte es nach dem Schreiben an die BNA nur knapp 3 Wochen, bis endlich der oftmals versprochene Techniker (der aber niemals kam) endlich vor der Tür stand. Der hat die Probleme in einer viertel Stunde beseitigt. Davor testeten sie immer mitten in der Nacht die Leitung und stellten ausreichende Verbindung fest, was bedeutete: "kein Eingreifen nötig" -.-

Der Ergebnis daraus: ich muss für diese 3 Monate nichts bezahlen und hätte sogar Anrecht auf Schadensersatz, da ich ja über LTE ins Netz musste. Natürlich ist mir mein Provider da auch entgegen gekommen aber ganz ehrlich, hier vor Ort gibt es zu dem keine Alternative, daher bin ich froh, dass ich das so ändern konnte und nicht auf das Sonderkündigungsrecht, das die BNA einräumt, zurückgreifen zu müssen...
Wow, durch das tolle System hattest du nur 4 Monate kein vernünftiges Internet und hast dafür Geld zurückbekommen? :lol:
 
Wenn aber i.d.R. die 60 MBit ankommen und du dennoch die 250er Leitung willst, dann bist DU als Kunde schuld!
Wenn mir, wie in Deinem Beispiel, 180 zugesichert werden, aber immer dann, wenn der Provider von vielen Nutzer überlastet ist, er die Bandbreite reduziert, beginnt der Betrug. Wer verkauft dann mehr, als er hat? Bei der Telekom kenne ich das nicht. Die zugesicherten 50MBit/s kommen ausnahmslos immer an, sogar 60 sind üblich. Die Billigprovider führen also unlauteren Wettbrewerb, so einfach ist das.

Ich führe die Diskussion mit Freunden im Haus, die sich über dieselbe Telekomleitung, die auch nutze, einen Vertrag über einen Provider haben. Je nach Uhrzeit schwankt deren Bandbreite massiv, meine bleibt stabil. An der Leitung liegt es nicht.

Dann soll man in den Vertrag schreiben: 180MBit/s maximil, 60MBit/s im Durchschnitt und 20MBit/s minimal. Damit kann man dann auswählen. Und genau darum geht es. Unlauteren Wettbewerb mit mehr versprochender Leistung als erbracht wird.
 
Die Frage ist vor allem, bis wo hin muss diese Geschwindigkeit zugesichert werden?
Bis zur Gegenstelle geht erst gar nicht, denn die könnte auch per ISDN angebunden sein oder einem anderen Provider (im Ausland) gehören.
Von daher ist die Forderung der Grünen ohne genaue Angabe sowieso Blödsinn.
 
Am Ende des Tages hat der Kunde trotzdem sein Geld bezahlt, die Leitung immernoch langsam und der Staat bekommt noch mehr Geld.
Wie ist das dann eigentlich mit mobilen Internet...biste in der Pampa, haste kein Netz. Da bleibt dem Anbieter ja eigentlich nur generelles Drosseln, wenn er nen Euro verdienen will.
 
Am Ende des Tages hat der Kunde trotzdem sein Geld bezahlt, die Leitung immernoch langsam und der Staat bekommt noch mehr Geld.
Wie ist das dann eigentlich mit mobilen Internet...biste in der Pampa, haste kein Netz. Da bleibt dem Anbieter ja eigentlich nur generelles Drosseln, wenn er nen Euro verdienen will.
So wie ich ja immer sage, nur durch Geschwätz der ISDN-Verbieterpartei wird sich an technischen Dingen nichts ändern.
 
Bitte! Bei mir kommen nur 3,5Mbit an. Das ist lächerlich für das Jahr 2020....
Wenn die Forderung der Grünen eintritt, wirst du auch weiterhin nur deine 3,5Mbit bekommen. Dann wird lediglich dein Vertrag angepasst.
Mit jeder "spürbaren Strafe", die dein Anbieter zahlen muss, wirst du zudem ein kleines bisschen länger warten müssen, bis bei dir neue Leitungen verlegt werden.

Aber vielleicht senden ja die Grünen mit den eingenommenen Strafzahlungen auf Einhörnern reitende Kobolde aus, die mit Feenstaub deine Leitung auf die versprochene Leistung zaubern. :rollen:
 
Am Ende des Tages hat der Kunde trotzdem sein Geld bezahlt, die Leitung immernoch langsam und der Staat bekommt noch mehr Geld.
Wie ist das dann eigentlich mit mobilen Internet...biste in der Pampa, haste kein Netz. Da bleibt dem Anbieter ja eigentlich nur generelles Drosseln, wenn er nen Euro verdienen will.

Das deutsche Telefonnetz versteh ich bis heute nicht.
Ihr bezahlt euch bei den Providern dumm und dämlich und sobald man nur ansatzsweise im ländlichen Gebiet ist kann man über UMTS froh sein.


Es kann nicht an den Kosten liegen. Der Ausbau in Österreich ist durch die Geografie ungleich teurer und trotzdem bekomm ich teils günstigere Tarife (solange ich keine Flatrate Telefonie brauche). Auch in Dänemark trotz deutlich anderem Einkommensschema (100GB, 100h, ∞SMS, 13.3€)

Wenn die Forderung der Grünen eintritt, wirst du auch weiterhin nur deine 3,5Mbit bekommen. Dann wird lediglich dein Vertrag angepasst.
Mit jeder "spürbaren Strafe", die dein Anbieter zahlen muss, wirst du zudem ein kleines bisschen länger warten müssen, bis bei dir neue Leitungen verlegt werden.
"Einnahmen aus den Bußgeldern sollen dann wieder in die Infrastruktur fließen."

Oder deutlich schneller...
 
ich versteh wirklich nicht warum heir einige es gut finden das Provider so schön die Kunden abzocken dürfen. Wär ich froh wenn ich auch "bis zu" verwenden könnte. "Ich zahle jetzt mal 'bis zu 100%' meiner Stromrechnung.",
Ich bin auch beileibe nicht mit dem Geschäftsgebaren der Anbieter einverstanden. Doch die Forderung der Grünen ist mal wieder nichts weiter als autoritärer Populismus, der völlig an der Realität vorbei geht.
Diese Leute glauben, sich ihre Welt zurecht bestrafen und verbieten zu können. Wie wäre es einmal mit konstruktiven Vorschlägen? z. B. finanzielle Unterstützung des Netzausbaus oder ein Recht des Kunden auf Zahlung des (Teil)Betrags, der der realen Leistung entspricht?
Warum immer gleich Strafen und Verbote? Das kann ich sagen: Damit das eigene Säckelchen gefüllt wird, das eigene Machtbedürfnis Genugtuung erfährt und sich die anderen um echte Lösungen kümmern müssen.
 
Was unterstellt du mir hier eigentlich?
.........
Ist genauso als wenn sich jemand einen BMW kauft, der eigentlich (technisch) 250 km/h schafft, aber vielleicht auch nicht und 150 km/h werden garantiert.:ugly:


Ich unterstelle dir nichts, ich sage nur, das du mit deiner Meinung nicht dem Pfad der Logik folgst.

Zu deinem Auto Beispiel: Was kann der Hersteller dafür das du das auf dem Feldweg versuchst? Da will ich mal die 250km/h sehen.

Oder im Stau: Donnerst du dann durch die Rettungsgasse, weil du ja für ein Auto was 250km/h kann, bezahlt hast? Nein? Nach deiner Logik müsstest du. :)

In beiden (übertriebenen) Beispielen ist eines nicht gegeben: Die Infrastruktur. Es geht halt nur so schnell wie physisch möglich. Ich will mal denjenigen sehen der die Bundesregierung verklagt, weil er wegen Stau nicht die maximalen 120kh/h (oder was das schild halt anzeigt) fahren kann, weil er im Stau steht. Wobei mir die Vorstellung gefällt.:devil::D

Die Konsequenz wäre, das auf allen Autobahnen nur noch 20km/h gefahren werden dürfte, mehr kann nicht garantiert werden.....wobei das ja wiederum zu den grünen passen würde.:ugly:
 
Typisch Grün. Völlig ignorant angesichts physikalischer Realitäten glauben sie mal wieder, ihre Ponyhof-Wunschwelt durch Strafen und Verbote durchsetzen zu müssen. Man muss ja schließlich nur feste genug dran glauben und es ganz dolle wollen, damit sich alles so fügt wie man es sich vorstellt. :lol:

Inwiefern hier die Physik eine Rolle spielt verstehe ich noch nicht.

Geht es nicht darum, daß eine zugesicherte Bandbreite im Regelfall auch bereit steht?

Dies zu erheben, sollte möglich sein. Entsprechend könnte bei Nichterfüllung auch eine entsprechende Buße erhoben werden.

Aus meiner Sicht ist das Vertragsrecht und hat auch mit rot, grün, gelb oder schwarz nicht viel zu tun.

Grüße

phila
 
Was die Physik damit zu tun hat verstehe ich noch nicht.

Geht es nicht darum, daß eine zugesicherte Bandbreite im Regelfall auch bereit steht?

Dies zu erheben, sollte möglich sein. Entsprechend könnte bei Nichterfüllung auch eine entsprechende Buße erhoben werden.

Aus meiner Sicht ist das Vertragsrecht u d hat auch mit rot, grün, gelb oder schwarz nicht viel zu tun.

Grüße

phila

Eben nicht. Durch ratenadaptives ADSL bekommt man das, was das Modem erreichen kann.
Man sollte froh sein, dass es so ist.
 
Ich bin auch beileibe nicht mit dem Geschäftsgebaren der Anbieter einverstanden. Doch die Forderung der Grünen ist mal wieder nichts weiter als autoritärer Populismus, der völlig an der Realität vorbei geht.
Diese Leute glauben, sich ihre Welt zurecht bestrafen und verbieten zu können. Wie wäre es einmal mit konstruktiven Vorschlägen? z. B. finanzielle Unterstützung des Netzausbaus oder ein Recht des Kunden auf Zahlung des (Teil)Betrags, der der realen Leistung entspricht?
Warum immer gleich Strafen und Verbote? Das kann ich sagen: Damit das eigene Säckelchen gefüllt wird, das eigene Machtbedürfnis Genugtuung erfährt und sich die anderen um echte Lösungen kümmern müssen.

Guter Beitrag. Ja stimme da voll und ganz zu..
 
Zudem wollten die Grünen früher mal ISDN verbieten und waren gegen Glasfaser, heute spielen sie die Internetpartei: https://www.boell.de/sites/default/...kationen/1987_Wahlprogramm_Bundestagswahl.pdf

Nicht nur das, den Computer im allgemeinen, Satelliten- und Kabelfernsehen, wie auch das Privatfernsehen, sowieso eigentlich alles, das irgendwie mit Technik zu tun hat.

Lustig fand ich auch, dass sie gegen Frauen in der Bundeswehr waren, die Begründung dafür ist genial:
Die Grünen schrieb:
Emanzipation der Frau wird nicht erreicht durch formal gleiche Teilhabe an gesellschaftlichen Fehlentwicklungen

Damit kann man gegen alles argumentieren, inklusive dem Frauenwahlrecht oder Frauen im Beruf allgemein.

Bitte! Bei mir kommen nur 3,5Mbit an. Das ist lächerlich für das Jahr 2020....

Dir ist hoffentlich klar, dass du danach mit 2MBit unterwegs bist? Wenn überhaupt, es kann auch sein, dass sie dich gleich auf 384 KBit drosseln.

Nervige Realität: (...)

Wirklich nervige Realität:
Kein Anbieter wird sich die Mühe machen da im Vorfeld durchzumessen, das haben sie noch nie gemacht. Stattdessen nimmt man einen theoretischen Wert, den die Leitungen laut Formel hergeben und zieht nochmal ein großes Sicherheitspolster ab, immerhin kann es ja immer irgendwelche Störungen geben. Das ist dann der Wert, den man bekommt, hat die Telekom jahrelang so praktiziert

EDIT:
Ach ja, sollte es dennoch zu einem Technikerbesuch kommen, dann ist klar, wer ihn bezahlt: der Kunde!
Einen Mehrwert gibt es dadurch nicht, die Leitung wird um keinen Deut schneller und schon jetzt gibt es ein 14 tägiges Widerrufsrecht. Wenn einem die Leistung nicht passt, knn man also auch jetzt schon kündigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wow, durch das tolle System hattest du nur 4 Monate kein vernünftiges Internet und hast dafür Geld zurückbekommen? :lol:

Der Unterschied ist, was der Provider von sich aus gemacht hätte, nämlich gar nichts. Denn er hätte nach deutschem Recht auch nicht viel tun müssen, dass sie die Probleme letztlich behoben haben und mir dafür das abgenommene Geld zurückzahlen, ist eher die "Schuld" der oftmals verhassten EU, denn das EUGH hat eine entsprechnde Regelung schon vor Jahren eingeführt und die gilt auch hier in Deutschland. Man muss nur seinen Provider darauf aufmerksam machen, dass es eben schon gilt. Dass es lettzlich so lange dauerte, lag eben am Provider selbst, der seine Arbeit nicht machte. Die BNA hat relativ schnell reagiert und Vodafone hat dann auch promt reagiert, dass davor monatelang, trotz unzähliger Anrufe (wobei man auch, dank der Unterbesetzung der Hotline auch oft einfach abgewiesen wird, ohne mit irgendwem sprechen zu können -.-), Emails und sonstiger Beschweden, nichts passierte, ist eben ein typisches "Servicewüste Deutschland-Prolbem"...
Ich begrüße den Vorschlag aber er ist eben nicht nötig gewesen. Es gibt entsprechende Regelungen und niemand muss für ein nicht funktionierendes Internet wirklich bezahlen. Nur leider muss man eben die BNA als offizielle Behörde einschalten, damit etwas passiert. Provider reagieren in Deutschland oft wesentlich länger nicht. Es gibt genug Fälle, da ist 12 Monate nichts passiert, sie wollten aber trotzdem ihr Geld haben.
 
Statt das wieder irgendeine Partei mit irgendwelchen Strafen droht, wäre eine Maßnahme, dass Politiker immer alleinig und ausschließlich beim Staat angestellt sein dürfen und auf keinen Fall im Vorstand eines nicht-staatlichen Unternehmens.
 
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