Erster!
Warum ist kein "Battlemage"-Tile (Xe 2) in den neuen CPUs?

Na gut, dann vergnüge ich mich weiter mit Lunar Lake.
MfG
Raff
Intel hat außer dem Notnagel Broadwell H nie eine Top-IGP im Desktop angeboten. Wozu auch? Das Platz- und Effizienzargument aus Notebooks zieht für Low-End-Spiele-Rechner nicht. Also kombinieren die Leute entweder eine Office-IGP mit [nichts] oder eine [egal welche IGP]-CPU mit was dediziertem. AMDs APUs tun sich auch eher schwer. Trotz größerem Grafik-Know-How und erheblichen Silizium-Investitionen in die IGP, werden sie regelmäßig von günstigeren Low-End-CPU-Einsteiger-GPUs um teils über 50 Prozent geschlagen.
Lohnt sich der Umstieg von Sockel 2066? Mein 7900x ist irgendwo auf 9900k Niveau. Ein Performanceschub wäre es auf jedem Fall. Hält der Sockel wieder ein paar Generationen wie der 1700? Kommen Ultra 300/400 auch für 1851?
Wenn ja würde ich trotz der Zahlen umrüsten. Mein System bleibt in jedem Fall Blau/Grün.
Die Gerüchteküche erwartet derzeit vor 2027 keinen neuen Mainstream-Sockel bei Intel, aber wirklich belastbare Informationen gibt es dazu nicht. Die wichtigere Frage wäre ohnehin, wie schnell denn die beste CPU wird? Da ist man sich nicht einmal sicher, ob Panther Lake doch noch in den Desktop kommt, ob Nova Lake der nächste überall-Chip wird oder ob Intel noch ein anderes, bislang unbekanntes Design einschiebt. Ich erinnere in diesem Zusammenhang daran, dass zum LGA1700-Launch offiziell über Meteor-Lake-125-W-Konfigurationen gesprochen wurde, die es letztlich nie gab.
Gegenüber Sockel 2066 macht man aber garantiert einen großen Schritt nach vorne. Gerade in Spielen kam Skylake X eigentlich nie an die Desktop-Pendants ran; @Stock müsste der 7900X trotz seiner vielen Kerne spürbar langsamer als ein 9900K sein. Von den Schnittstellen her liegt so ein 44-Laner plus X299 natürlich quantitativ klar vorne, auch gegenüber LGA1851, aber was will man mit durchgängig nur 3.0? Wenn ich alle Ports aufaddiere, komme ich beim 7000er Sockel 2066 auf 76 GB/s und beim 1851 auf 159 GB/s. Nicht einmal beim RAM kann die alte Quad-Channel-Plattform punkten, weil es DDR5 einfach in größer und schneller gibt.
Objektiv ist Arrow Lake also in jeder Lebenslage klar besser. Ob er sich dadurch "lohnt" ist aber eine subjektive Beurteilung, für die man die individuellen Ansprüche berücksichtigen muss – genau wie bei der Entscheidung gegen 9950X/7950X3D/7800X3D.
Uff... also sowas hatte ich auch bei ganz neuen Plattformen noch nicht (als Privatperson ggf. mit nicht ganz so Beta-Status-Microcode/Software aber trotzdem).
Leistung hin oder her, sowas ist ein absolutes no-go. Bestimmte Software/Anticheat/whatever dies noch nicht kennen - geschenkt. Aber bei üblichen Benchmarks Shutoff?!
Sei froh.^^
Das uns eine Testplattform ausgerechnet kurz vor Launch kaputt geht, hatten wir die letzten 10 Jahre auch noch nicht – aber das dürfte reine Statistik sein und nichts mit ARL zu tun haben: Ein Kill in den 10 Tage vor der Veröffentlichung ist halt unwahrscheinlicher als irgendwo in den 1000 Tagen danach. Über alle Kollegen und ihre zahlreichen Umbauten hinweg, habe ich jedenfalls rund einen Totalschaden pro Jahr, diesmal hat es Dave in einem besonders unglücklichen Moment erwischt. Gelegentliche Abstürze mit vor-Launch-Firmware gibt es schon häufiger; insbesondere in diesem Jahr hat ARL einen harten Mitbewerber um den verkorkstesten Launch und obendrein wissen wir nicht, wie viel Schuld 24H2 trifft. Das läuft ja auch auf alter Hardware nicht garantiert fehlerfrei und diesmal kam beides auf einmal. (Denkbar blödes Timing seitens Intel.)
Was wir dagegen noch nie hatten: Das ein Prozessor bis zum Launch derart viel schlechter als versprochen performt und das man uns tagelang damit alleine lässt. Erst diese Woche ist Intel endlich aufgewacht; am Dienstag gab es z.B. einen Call exklusiv für hiesige Tester direkt mit den Verantwortlichen (Hallock, Chef des Testteams, etc.) in den USA. Normalerweise werden wir von denen Technikern abgeschottet, damit die sich ja nicht an Legal vorbei verquatschen oder/und die globale Presse sie nicht von ihrer eigentlichen Arbeit abhält. Diesmal waren wir dabei, als Fehlerberichte zusammengetragen, bereits gefundene Bugs analysier und kommende Tests geplant waren. Nur war das halt viel zu spät für den Launch.
Vielleicht kommt also in einen Monat genauso "wir testen alles nochmal", wie bei Ryzen 9000. Intel wirkt zumindest ziemlich schockiert über das Abschneiden in freier Wildbahn = die scheinen ihre Launch-Versprechen selbst geglaubt respektive innerhalb des üblichen Cherry Pickings auch gemessen zu haben. Jetzt müssen sie, zusammen mit den Board-Partnern und vor allem in Zusammenarbeit mit Microsoft herausfinden, wieso ARL @24H2-final bei allen so viel schlechter läuft, als es ARL @24H2-beta in der Intel-Entwicklung tat. Potenzial ist jedenfalls da, wenn man die Anwendungsbenchmarks verbrauchsbereinigt anguckt. Intel liefert zwar nicht ab, was ich mir von N3 gegen N4/N5 versprochen hätte, aber für eine CPU mit weniger Threads und einem stärker auf single-Thread-Leistung optimierten, asymmetrischen Aufbau, schlägt sich Arrow Lake gut gegen Ryzen 9000 mit vergleichbarer Kernzahl und Power Budget. Wenn sie die RAM-Anbindung nicht komplett verkackt haben, müsste in Spielen eigentlich mehr drin sein, als wir bislang beobachten konnten.