Intel Arc: Intel weicht Fragen zur Performance der Gaming-Grafikkarten aus

Intel wird sicher keinen Preiskampf ausrufen können;)
Können mit Sicherheit. Die Frage ist das wollen.
Eine RTX3070 hat NVidia angesetzt mit 619€. Das ist ein Preis bei dem sie gut dran verdienen.

Intel hat eine womöglich günstigere Fertigung/kleinere Chips. Wenn sie diese Performance erreichen könnten sie die Karte wohl für gut unter 400 anbieten ohne was draufzulegen. Daher mein Tipp oben 350€ Nullsumme. Wenn Intel wirklich reinpreschen will und subventioniert (wie es beispielweise bei Spielekonsolen gemacht wird...) können sie so eine Karte auch für 250 oder noch weniger verkaufen.

Was meinste was los ist wenn Intel eine gleich schnelle Karte für ein Viertel des Straßenpreises lieferbar anbietet? :haha:

Klar, so extrem wirds wohl nicht kommen - aber dass Intel über den Preis drücken wird sehe ich als recht sicher an. Und dass sie das auf Wunsch auch rabiater können hat man gesehen bei ARM-Kämpfen und auch als sie wegen Threadripper/Epyc die Preise ihrer HEDT-CPUs mal eben von heute auf morgen halbiert hatten (und da verdienen sie wohl immer noch dran...).
 
Den ersten Anlauf sehe ich jetzt nicht im Highend-Bereich. Ich tippe da eher darauf dass das größe ARC-Modell auf dem Level von grob RTX3070 / 6700XT landen könnte - was aber ein extrem gutes Ergebnis wäre für jemanden der in dem Bereich quasi aus dem nichts kommt, selbst mit den fast unbegrenzten Geldmitteln von Intel und dem Fertigungsvorteil in 6nm TSMC.

Das wäre ziemlich überragend für den ersten Anlauf. Wenn sie dann noch eine einigermaßen gute Verfügbarkeit, ordentliche Treiber und einen angemessenen Preis - also fernab von allem, was wir in den letzten Jahren gesehen haben - bieten, wäre es sogar eine Sensation.

Wobei ich bei den Treibern sogar guter Hoffnung bin. Immerhin haben sie schonmal Erfahrung über die IGP's sammeln können. Und an Programmierern sollte es ihnen auch nicht mangeln.
 
Für einen Preiskampf braucht man aber auch hohe Stückzahlen.
Das wird sich bei der aktuellen Chipkrise nicht ausgehen, bzw. wäre die Verfügbarkeit wohl serh schlecht, wenn die Karten zu günstig werden;)
 
Für einen Preiskampf braucht man aber auch hohe Stückzahlen.
Das wird sich bei der aktuellen Chipkrise nicht ausgehen
Intels 6nm TSMC Fertigung konkurriert kapazitätsmäßig nicht mit AMDs 7nm TSMC oder NVidias Samsung 8nm.
Wir wissen nicht, welche 6nm-Kontingente Intel bei TSMC so gebucht hat. Von "Karten nur in homöopathischen Dosen" bis "Hunderttausende Chips in wenigen Wochen" ist alles möglich...
 
Glaubt man den PS5 Refresh Gerüchten, so wird sich Intel den 6nm Node wohl mit AMD Chips für PS5 teilen müssen.

Ansonsten ist es ein Chip mit GDDR6 Speicher, da ist die Frage nicht für welches Spiel der reicht, sondern wwas ist die Hashrate und kaufen Miner wieder alles weg.

Im Gegensatz zu NV und AMD muss Intel auch keine Einnahmen mit Fertigern wie Asus, MSI, Gigabyte etc. teilen. Allein das wird die Konkurrenz massiv unter Druck setzen.
 
Ich finde hier wird sich zu sehr an der Performance aufgehangen...

Selbst wenn Intel nur eine gute Gaming-Einsteigerkarte mit guten Treibern liefert, würde das doch vollkommen reichen :ka:

Die meisten Leute die kenne wünschen sich einfach nur günstige GPU's die auch aktuelle Spiele halbwegs gut darstellen können und das zu einem gutem Preis.
Gerade im Gaming-Einsteiger-Bereich klafft doch zur Zeit eine Lücke u. das ist der Massenmarkt...

Hoffe wirklich Intel liefert gute Treiber und Kompatibilität auch zu älteren Spielen, dann wären die meisten schon glücklich :daumen:
 
Können mit Sicherheit. Die Frage ist das wollen.
Eine RTX3070 hat NVidia angesetzt mit 619€. Das ist ein Preis bei dem sie gut dran verdienen.

Intel hat eine womöglich günstigere Fertigung/kleinere Chips. Wenn sie diese Performance erreichen könnten sie die Karte wohl für gut unter 400 anbieten ohne was draufzulegen. Daher mein Tipp oben 350€ Nullsumme. Wenn Intel wirklich reinpreschen will und subventioniert (wie es beispielweise bei Spielekonsolen gemacht wird...) können sie so eine Karte auch für 250 oder noch weniger verkaufen.

Die Herstellungskosten für eine Karte sind deutlich niedriger. Je nach RAM-Bestückung und Kühlungsaufwand ist man auch bei 250 Euro noch weit davon entfernt, Verluste bei den Stückkosten einzufahren. Leider gibt es keine offiziellen Zahlen, aber ich glaube nicht dass Nvidia für eine teildeaktivierte GPU wie auf der RTX 3070 mehr als 100, maximal 150 Euro Produktions- und Handlingkosten verbuchen muss, der RAM liegt im Einkauf vielleicht bei 50 Euro, nochmal so viel für PCB und Kühler. Summe 250-300 Euro, aber schon 350 Euro kann man praktisch ausschließen. Der große Posten bei leistungsfähigen PC-Komponenten sind nie die Stückkosten, sondern immer die Entwicklung und deswegen muss man zusehen, dass man von möglichst vielen Leuten möglichst das Maximum dessen abschöpft, dass die zu zahlen bereit sind.

620 Euro sind demnach der Preis, den Nvida für eine 3070 veranschlagt hat, wenn die einen angemessenen Abstand zur 3060 und 3080 einhält (wäre sie selbst zu teuer, würde sie keiner kaufen, wäre sie selbst zu billig, würde keine mehr die teurere 3080 nehmen) und wenn über die gesamte RTX-30-Palette die gesamten RTX-30-Entwicklungskosten refinanziert werden sollen (bzw. umgekehrt wenn man daraus die laufenden Kosten für RTX 50 bezahlen möchte) und wenn am Ende noch ein angemessener Überschuss bleiben soll. Das ergibt die UVP. Aber wenn niemand eine RTX 3070 für 620 Euro inklusive 350 Euro R&D-Anteil kaufen würde, dann wäre es für Nvidia immer noch besser, eine RXT 3070 für 320 Euro inlusive 50 Euro R&D-Anteil zu verkaufen, als gar keine RXT 3070 zu kaufen, was gar kein R&D-Budget finanzieren würde. Und das gleiche Prinzip gilt auch für Intel, ich erinnere nur an Cascade Lake: Der 10980XE ist vom Produkt her genauso teuer wie der 7980X, er wurde aber zum halben Preis eingeführt. Und seitdem ist er auf knapp über ein Drittel gefallen und vermutlich könnte er noch auf ein Sechstel runtergehen und Intel würde immer noch Geld damit verdienen. Aber sie haben halt mit der gesamten Produktpalette nie die Gewinne gemacht, die sie für die Finanzierung der Entwicklung eigentlich geplant hatten, weil Ryzen dazwischen kam. Genauso kann es sein, das Arc floppt und billig verkauft werden muss, aber genau das wird dann auch geschehen, bis man aus dem TSMC-Vertrag rauskommt.


Intels 6nm TSMC Fertigung konkurriert kapazitätsmäßig nicht mit AMDs 7nm TSMC oder NVidias Samsung 8nm.
Wir wissen nicht, welche 6nm-Kontingente Intel bei TSMC so gebucht hat. Von "Karten nur in homöopathischen Dosen" bis "Hunderttausende Chips in wenigen Wochen" ist alles möglich...

N6 ist eine Verfeinderung von N7 und dürfte teilweise die gleichen Anlagen nutzen. TSMC kann nicht kurzfristig zwischen beidem umswitchen, weil N6 mehr EUV-Anlagen braucht, aber in der langfristigen Plantung konkurrieren die beiden miteinander. Hätte weder Intel noch irgend jemand anders diese N6-Kapazitäten gebucht, stünde heute (bzw. im Winter) an gleicher Stelle vielleicht eine N7-Fertigungslinie, die von Nvidia gebucht werden könnte. Umgekehrt hätte AMD sicherlich nichts dagegen, wenn N6-Kapazitäten frei und günstig für RX7000 zu haben wäre, weil niemand anders Interesse anmeldet. Ist aber nicht so – Intel hat gebucht und Intel wird eine gewisse Menge produzieren lassen und auf den Markt bringen. Abzuwarten bleibt, ob AMD und Nvidia im Gegenzug weniger produzieren, oder ob wir mehr Angebot insgesamt und somit fallende Preise bekommen.
 
Das ist genauso wie mit den Intel SSDs.

Entweder am Markt vorbei für "Consumer": zu langsam zu klein und im Vergleich zu teuer.
oder super High Tech für "Workstations" zum Irrsinns Preis.
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Leider gibt es keine offiziellen Zahlen, aber ich glaube nicht dass Nvidia für eine teildeaktivierte GPU wie auf der RTX 3070 mehr als 100, maximal 150 Euro Produktions- und Handlingkosten verbuchen muss
Ich schätze es auf ein bisschen mehr. Zahlen hab ich natürlich auch keine, jedenfalls keine aktuellen. Zumindest bei Fermi sah es so aus (die hab ich damals in weiser Voraussicht gesichert):
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Da war das Topmodell bei rund 200$ (was der RTX3090 entspräche). All das ist sicherlich mittlerweile etwas teurer geworden - sowohl technikbedingt als auch inflationsbedingt, so dass ich die 200$ für ne 3070 schon sehen würde.
Rein nur auf die GPU gesehen haste aber wahrscheinlich Recht, da wird ein GA102 vermutlich nicht mehr als 150 kosten.
 
Ich schätze es auf ein bisschen mehr. Zahlen hab ich natürlich auch keine, jedenfalls keine aktuellen. Zumindest bei Fermi sah es so aus (die hab ich damals in weiser Voraussicht gesichert):
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Da war das Topmodell bei rund 200$ (was der RTX3090 entspräche). All das ist sicherlich mittlerweile etwas teurer geworden - sowohl technikbedingt als auch inflationsbedingt, so dass ich die 200$ für ne 3070 schon sehen würde.
Rein nur auf die GPU gesehen haste aber wahrscheinlich Recht, da wird ein GA102 vermutlich nicht mehr als 150 kosten.

Für die fertige 3070 habe ich ja auch 250 bis maximal 350 Euro geschätzt. In US-Dollar entsprechend etwas mehr, denn die "Währungsunterschied = VAT-Unterschied"-Überlegung entfällt bei Herstellungskosten.
 
Ich denke Intel wird da kein Land sehen gegen Nvidia und AMD, aber ok sehen wir halt dann mal.
Warum nicht? Ob sie hier Land sehen, bestimmt einzig das P/L-Verhältnis und ob sie liefern können, mehr nicht. Intel könnte selbst im unteren Segment den Markt mit einem aggressiven Preis aufmischen, aktuell geht man gar von einer RTX 3070 (Ti)-Leistung aus und das ist schon deutlich mehr als einfache Mittelklasse. würde also schon vollkommen ausreichen für einen potentiell guten Start.
Und dass Intel den Treiberstack komplett in den Sand setzt und dann noch vor allem dauerhaft, kann man wohl getrost ausschließen. Xe-HPG ist eine komplett andere Ausrichtung als das, was sie bisher mit den iGPUs betrieben haben. Das wird vermutlich nur eingeschränkt (wenn überhaupt) übertragbar sein; konkret tendenziell eher gar nicht, weil sie den Bereicht GPU-Treiiber- und -Software-Entwicklung komplett umgestellt haben. Hier wird man sich also überraschen lassen müssen.

Einfach mal abwarten. MLiD erklärte zuletzt mit recht hoher Verlässlichkeit seiner Einschätzung nach, etwas von einer Leistung bis etwa zur RTX 3070 (Ti) (ja, die Ti inkludierte er auch) für das 512er-Model, einen Verbrauch < 240 W und dass Intel angeblich mit einem aggressiven Pricing und ebenso angeblich auch mit vergleichsweise hohen Stückzahlen aufwarten will. Letzteres wäre keinesfalls abwegig, denn was sie gebucht haben, wird ihnen TSMC auch zur Verfügung stellen und das ist dennoch zweifellos ein relatives Verhältnis für den Markteintritt eines "Newcomers". Dass Intel nicht plötzlich mit den gleichen Stückzahlen wie nVidia aufwarten wird, sollte jedem klar sein und wäre auch wirtschaftlich unsinnig. Darüber hinaus, AMD liefert nur einen Bruchteil von dem, was nVidia ausliefert und im best case würde man gar mehr GPUs als AMD fertigen, was keinesfalls abwegig wäre, da die derzeit anscheinend immer noch klar CPUs und die Konsolen-SoCs zu priorisieren scheinen. (Die RDNA2-GPUs sehen bspw. in Steam immer noch kein Land gegen die Ampere-Modelle und das, obwohl angeblich so viele Ampere-Karten bei Minern landen sollen ;-))

Zum allgemeinen Tenor des Artikels: Warum sollte Intel sich auch frühzeitig in die Karten schauen lassen. Der Launch ist etwa noch ein halbes Jahr entfernt, da gibt keiner konkrete Werte bekannt. Zudem spekuliert man auch noch, dass es bei nVidia gar einen Refresh geben soll, insofern wäre es gleich doppelt unsinnig dem Konkurrenten jetzt schon vorab konkrete Leistungswerte mitzugeben, damit der seinen Refresh punktgenau darauf ausrichten kann?! ;-)

Nach aktuellem Stand würde ich in den nächsten Monaten bestenfalls nur ein paar zusätzliche, sporadische Detailinformationen erwarten und eine größer Vorstellungrunde oder gar wohlmöglich die offizielle Vorstellung frühestens auf der CES?

[...] Im Gegensatz zu NV und AMD muss Intel auch keine Einnahmen mit Fertigern wie Asus, MSI, Gigabyte etc. teilen. Allein das wird die Konkurrenz massiv unter Druck setzen.
Die Aussage ist so nicht richtig. Die Chips selbst werden bei TSMC gefertigt und bzgl. der Karten arbeitet man anscheinend mit mindestens einem großen, exklusiven Partner zusammen, der nicht zu den üblichen Verdächtigen im Markt gehört, d. h. hier sind selbstredend auch andere Zulieferer und Hersteller involviert.
Intels Größe und Ressourcen spielt ihnen aber natürlich dennoch in die Hände, sei es nun das Auftragvolumen bei TSMC oder beim exklusiven Kartenpartner, eigene Zuliefererketten, eigenes Packaging, grundsätzlich die Möglichkeit mit größeren Stückzahlen zu hantieren, etc. Beipsielsweise bei TSMC dürfte Intel durchaus eine gute Verhandlungsbasis gehabt haben in 2020, da ihr diesjähriger Revenue-Anteil i. V. z. AMD rund 78 % beträgt, d. h. insgesamt gesehen ist Intels Auftragsvolumen bei TSMC nicht übermäßig viel kleiner als das von ganz AMD. *)


*) Bevor das jetzt wer falsch deuten will/muss: Intel nutzt hier diverse Nodes im 16 - 7nm Bereich für diverse Produkte, so unter anderem für dieverse AI-Chips. Von Xe-HPG weiß man nun bestägit, dass man hier TSMCs N6 verwenden wird und damit einen etwas leistungsfähigeren Node nutzt, als die Konkurrenz. Was sie architektonisch daraus gemacht haben, wird man dann im nächsten Jahr sehen.
 
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