News Intel Arc B770 und B750 sollen gestrichen worden sein

Wieso das jetzt so eine Überraschung ist (wenn ich die ganzen "wie? nein! so schade!" Kommentare sehe), verstehe ich nicht.

BMG war klar besser als ACM, keine Frage. Das war aber auch nicht anders zu erwarten und nicht wirklich schwer, in Anbetracht der ganzen Probleme, die ACM als "Erstlingswerk" hatte.

Trotzdem ist BMG allein preislich schon nicht konkurrenzfähig. Solange Intel einen realistischen Preis für die fast 300 mm² Silizium (aus Fremdherstellung!) aufruft, kauft keiner BMG. Jedenfalls sind die Karten selbst im aktuellen leergefegten Markt problemlos verfügbar, seitdem die offensichtlich unrealistische UVP Geschichte ist, die sowieso nur für die Reviews existierte. Nur wenn der Preis klar unter Konkurrenzprodukten liegt, wird BMG gekauft. Dabei verbrät Intel aber erheblich mehr Silizium als Nvidia oder AMD (und die RX7600er sind auch noch auf einem deutlich günstigeren Node).

Wieso sollte Intel also auch nur noch einen Dollar ausgeben, um ein Produkt wie B750/770 fertigzuentwickeln, das im Verhältnis Herstellungskosten zu Leistung absehbar nicht einmal mit Nvidias und AMDs Vorgängergeneration konkurrenzfähig ist, wenn man es nicht unter Preis verschleudert? Das wäre betriebswirtschaftlich totaler Unsinn - vor allem für ein Unternehmen, welches in seiner aktuellen Positionierung im Markt ohnehin schon mit seinen Kostenstrukturen hadert.
 
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20 € IGP? Dafür eine Graka zu kaufen ist doch:crazy:!
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Dadurch habe ich immer direkt ein Ersatzteil parat, da ich 2 Rechner habe mit AM4 in CPU+GPU-Konfig. Ich könnte so zB. sofort Prozessor und/oder Grafikkarte aus dem Gamer in den Worker einbauen und wäre damit als Selbstständiger mit hochfrequenter Kurzzeit-Zu-Absage-Penetrierung zumindest weiterhin Arbeits- und Kommunikationsfähig.
 
Wieso das jetzt so eine Überraschung ist (wenn ich die ganzen "wie? nein! so schade!" Kommentare sehe), verstehe ich nicht.

BMG war klar besser als ACM, keine Frage. Das war aber auch nicht anders zu erwarten und nicht wirklich schwer, in Anbetracht der ganzen Probleme, die ACM als "Erstlingswerk" hatte.

Trotzdem ist BMG allein preislich schon nicht konkurrenzfähig. Solange Intel einen realistischen Preis für die fast 300 mm² Silizium (aus Fremdherstellung!) aufruft, kauft keiner BMG. Jedenfalls sind die Karten selbst im aktuellen leergefegten Markt problemlos verfügbar, seitdem die offensichtlich unrealistische UVP Geschichte ist, die sowieso nur für die Reviews existierte. Nur wenn der Preis klar unter Konkurrenzprodukten liegt, wird BMG gekauft. Dabei verbrät Intel aber erheblich mehr Silizium als Nvidia oder AMD (und die RX7600er sind auch noch auf einem deutlich günstigeren Node).

Wieso sollte Intel also auch nur noch einen Dollar ausgeben, um ein Produkt wie B750/770 fertigzuentwickeln, das im Verhältnis Herstellungskosten zu Leistung absehbar nicht einmal mit Nvidias und AMDs Vorgängergeneration konkurrenzfähig ist, wenn man es nicht unter Preis verschleudert? Das wäre betriebswirtschaftlich totaler Unsinn - vor allem für ein Unternehmen, welches in seiner aktuellen Positionierung im Markt ohnehin schon mit seinen Kostenstrukturen hadert.

Was meinst du jetzt mit preislich konkurrenzfähig? Die B580 ist zu ihrer ursprünglichen UVP von 289€ erhältlich und meist schneller als die direkte Konkurrenz. Die Gewinnmarge ist offensichtlich kleiner als bei Nvidia und AMD. Deren Konkurrenzmodelle RTX 4060 und RX 7600 XT übrigens komischerweise auf dem ach so leergefegten Markt ebenfalls zu ihren UVPs von 329€ bzw. 359€ problemlos verfügbar sind... (Alle warten wohl auf die Nachfolgemodelle außer mir, der wo auf die B770 gewartet hatte.. Bin halt ein Weirdo I know)
Die Idee ist am Markt Fuß zu fassen, also hat Intel keine andere Chance als das erstmal hinzunehmen. Aber die B770 wäre auch ein wichtiger Schritt in Richtung Marktakzeptanz gewesen. Da wäre sicherlich noch ein Platz zwischen RTX 3080 und RTX 5070 frei gewesen. Also kurzfristig verständlich bei Intels Lage, aber im Longrun ehr schlecht für die Intel Grafikabteilung, dass B770 und B750 nicht erscheinen. Zumal das Tape-Out anscheinend schon abgeschloßen war und die Massproduktion kurz bevor stand, auch echt Schade.
 
Schade. Aber wenn mans nüchtern betrachtet, ist "Higher End"-Gaming innerhalb des Gamings ja langsam eh so eine Nische für sich (siehe auch die Verkaufszahlen der PS5 Pro im Konsolensektor). Nicht nur rein quantitativ, wo der Markt mit Mobile- oder Indie-Games geschwemmt wird -- den meisten Spaß hatte ich seit Jahren überwiegend (ungleich ausschließlich!) mit Games, die generell keine aktuelle Hardware brauchten.

Auch was die Blockbuster angeht: Digital Foundry machte letztens die Prognose, dass die CrossGen-Periode bei der PS6 noch mal länger andauern könnte als vorher mit der PS5<->PS4. Demnächst erscheint mit Elden Ring Nightreign über zehn Jahre nach deren Launch übrigens noch mal ein namhafter Titel auf PS4. Das alles verlängert die Laufzeit von Grafikkarten eh, wenn man nicht ständig "up to date" sein muss -- Elden Ring war damals selbst auf einer 1050Ti noch spielbar, wenn man die Details reduzierte.

Die Basis gibt den Takt vor. Und was das angeht: Bei allem Applaus für die B580: Ihre Ungefähr-Leistung gabs bereits 2020 mit einer 3060 Ti -- damals eine sehr ordentliche, aber sicher keine Higher-End-Lösung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich fände es riesig wenn Intel konkurrenzfähig würde; zumindest in der Midrange. Aber sie sind zu langsam und hinken zu lange hinterher. Wenn man im Sommer 2025 Celestial bringt mit einer Performance der 9070 non XT - das wäre genau richtig!
 
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Arrow Lake kauft doch auch niemand obwohl es im Spielealltag ohne eine "4090" zwischen einem 245 und affengeilem 9800X3D bestimmt zuweilen 0,0 Unterschiede gäbe...
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Die Argumentation geht nicht auf. Wenn im persönlichen Spielealltag ein 245 und einen 9800X3D effektiv in Punkto Performance kein Unterschied besteht, dann kann auch genauso gut gleich zu einem 8400F gegriffen werden. Der ist nämlich unter Spielelast verdammt effizient und auch im Leerlauf extrem sparsam. Mit dem in der Hinterhand kann lange Zeit gewartet werden, was alles noch so an Prozessoren für AM5 erscheinen wird und irgendwann für ein Appel und ein Ei bei einem kommenden Kracher zugegriffen werden. (mit dem dann wiederum jahrelang extrem kosten- und energieeffizient gezockt wird)
Von einem derartigen Kracher, der den 245 ersetzen könnte, ist hingegen bislang (leider!) nicht auszugehen.
Käufer!
Würde hier irgendwer eine "B990" kaufen, wenn es für 20% mehr €€€ eine vergleichbare 5090 gäbe?
Ich kann es mir nicht vorstellen. Ohne 70% Preis und 130% Leistung wird das doch nichts in der Breite.
Da gehe ich voll und ganz bei dir mit. Das hat oftmals auch die RTG bzw. ihre Vorgänger nicht verstanden: Die Geforces müssen wegdominiert werden, damit ein echtes Wachstum stattfinden kann. Mit sowas wie HD 5000 ging das besonders gut --- die Gen war auch nach Erscheinen von Fermi noch kompetitiv, vorher aber einfach völlig allein dastehend. Dort konnte der Radeon-Anteil dann entsprechend auch gut wachsen...
 
Schade. Wollte mal was Neues mir gönnen in der Hoffnung einem Außenseiter zu unterstützen auf dem Markt. Jetzt wird es in die Richtung einer RX 7800 XT gehen.
 
... dann kann auch genauso gut gleich zu einem 8400F gegriffen werden. Der ist nämlich unter Spielelast verdammt effizient und auch im Leerlauf extrem sparsam.
Der Core i5 12400F wäre ein moderneres Beispiel.
Die CPU ist sparsam im Idle und unter Last, zudem war sie in der Vergangenheit teilweise schon für 99€ zu haben. Ich präferiere AMD, aber den 12400F habe ich mehrfach empfohlen, außerdem konnte man seinen DDR4-RAM mitnehmen.

Der Core i5 245KF ist zwar etwas günstiger geworden und verfügbar, aber der Ryzen 5 9600X tray ist auch im Preis gefallen.

Ich bin froh zur Arc B580 gegriffen zu haben. RDR2 stürzt nicht mehr ab und läuft absolut stabil und schnell. Mit der RTX 3060 im Zweit-PC und meiner ehemaligen RX 7600 gab es seltene Crashs to Desktop.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schade aber so kann man natürlich am Markt nicht erfolgreich sein, wenn man fast nichts anzubieten hat!

BM hätte Interessant werden können, jetzt wo doch mit Alchemist die größten Hürden genommen waren...
 
Wieso das jetzt so eine Überraschung ist (wenn ich die ganzen "wie? nein! so schade!" Kommentare sehe), verstehe ich nicht.

BMG war klar besser als ACM, keine Frage. Das war aber auch nicht anders zu erwarten und nicht wirklich schwer, in Anbetracht der ganzen Probleme, die ACM als "Erstlingswerk" hatte.

Trotzdem ist BMG allein preislich schon nicht konkurrenzfähig. Solange Intel einen realistischen Preis für die fast 300 mm² Silizium (aus Fremdherstellung!) aufruft, kauft keiner BMG. Jedenfalls sind die Karten selbst im aktuellen leergefegten Markt problemlos verfügbar, seitdem die offensichtlich unrealistische UVP Geschichte ist, die sowieso nur für die Reviews existierte. Nur wenn der Preis klar unter Konkurrenzprodukten liegt, wird BMG gekauft. Dabei verbrät Intel aber erheblich mehr Silizium als Nvidia oder AMD (und die RX7600er sind auch noch auf einem deutlich günstigeren Node).

Wieso sollte Intel also auch nur noch einen Dollar ausgeben, um ein Produkt wie B750/770 fertigzuentwickeln, das im Verhältnis Herstellungskosten zu Leistung absehbar nicht einmal mit Nvidias und AMDs Vorgängergeneration konkurrenzfähig ist, wenn man es nicht unter Preis verschleudert? Das wäre betriebswirtschaftlich totaler Unsinn - vor allem für ein Unternehmen, welches in seiner aktuellen Positionierung im Markt ohnehin schon mit seinen Kostenstrukturen hadert.

Wieviel Entwicklungsaufwand noch für eine B750/770 nötig wäre, weiß natürlich nur Intel. Aber wenn die gesamten Grundstrukturen, die Treiber, etc. schon fertiggestellt sind und man auch schon länger an diesem konkreten Design gearbeitet hat, dann hält sich der Mehraufwand oft in Grenzen. Umgekehrt müssen eben diese Kostentreiber aber auf irgend einem Wege finanziert und die gebuchten TSMC-Kapazitäten müssen ausgelastet werden. Für ersteres sind mehr Karten in der Regel eine gute Wahl und auch wenn Intel pro mm² Silizium günstiger anbieten muss, so sollten die Verkaufspreise der Arc dennoch weit über den Stückkosten liegen, also etwas zur Entwicklungsfinanzierung beisteuern können.

(Umgekehrt gilt aber: TSMC-Kapazitäten müss(t)en frei sein und Intel fertigt derzeit mehr Tiles für CPUs bei TSMC, als noch vor einem Jahr erwartet wurde und somit möglicherweise auch mehr, als vor 2-3 Jahren den Bestellungen zu Grunde lag. Vielleicht hat man da nachverhandelt und umdisponiert, auch wenn das prozessübergreifend sicherlich Zugeständnisse erfordert.)
 
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