@warawarawiiu
Kryptos sind reine Liquiditätsassets. Die steigen dann wenn die Geldpolitik locker ist und fallen wenn die Liquidität sinkt/Zinsen steigen.
Wir sind seit etwa Anfang des Jahres im Bärenmarkt. Und auch wenns immer zwischenzeitlich kurze und ggf. starke Aufwärtsbewegungen gibt so ist die generelle Marktrichtung abwärts - und das noch sehr lange (wahrscheinlich so lange bis die FED zuckt und die Zinsen wieder senkt). Wir sind beim S&P grade mal da, wo wir etwa vor nem Jahr waren - da ist noch VIEL Luft nach unten. Der erste große Boden ist da, wo wir Anfang 2019 und Anfang 2020 waren, also irgendwo zwischen 2000 und 2500 Punkten. Oder anders gesagt vom jetzigen Stand nochmal -40 oder -50%. Das wäre eine "normale" Rezession. Wenns mehr würde wäre der nächste Stop 1500 (Hochs von 2000 und 2007), also von heute grob -65%. Klingt völig abstrus aber ist schon häufiger passiert (auch -80 und mehr gabs schon) und eine der Voraussetzungen dass sowas passiert ist, dass genug Menschen es für unmöglich halten müssen.
Wie du schon sagst - Inflation ist blöd aber Bargeld ist in der aktuellen Zeit garantiert nicht die schlechteste "Anlageform", mit Aktien, Anleihen, Krypto,... sind die Verluste bereits weit höher gewesen 2022 und werden auch noch höher werden bis wir einen Boden gefunden haben. Das einzige bekanntere/größere Asset, das bisher auf Jahressicht noch keinen Verlust gemacht hat (und dank abgeschmiertem Eurokurs hierzulande sogar im Plus ist) ist Gold. Ich hab das was ich über habe so breit wie möglich gestreut (nur ohne Crypto) und die Edelmetallsektion ist meine momentan mit Abstand beste Position auf die letzten paar Monate gesehen.
Da wir vor ner fetten Rezession stehen ist traditionell wenn man investieren möchte wohl das zu wählen, was Menschen zwingend brauchen und nicht das, was "Luxus" ist. Bedeutet raus aus Tech, rein in alltägliche Konsumgüter (Nahrung, Energie,...). Wenn das Geld knapper wird kündigen die Leute Netflix, müssen aber trotzdem essen.
Das Fiatgeld kannst du nicht retten, es war schon immer zum scheitern verurteilt.
Solange es Instanzen gibt die beliebig viel davon herstellen können, wird sich das ewig wiederholen.
Was gerne übersehen wird: Auch Kryptowährungen kann man beliebig viele herstellen. Ich weiß, es gibt nur maximal 21 Millionen Bitcoins - aber dafür unbegrenzt viele verschiedene Coins.
Dass Fiatgeld immer inflationiert und damit kein Langzeittresor sein sollte ist klar, aber bei Bitcoins wäre ich persönlich auch sehr vorsichtig, vielleicht ist in 10 Jahren der Bitcoin bei 5$ und dafür der Bumscoin bei 50.000$. Dann haste auch nix gekonnt.