i7 6700K oder doch 5820K?

Tun sie aber. Einige Quellen sprechen von gemittelt 12% mehr Pro-Takt-Leistung gegenüber Haswell, bei tendenziell besserer Übertaktbarkeit und deutlich besseren Temperaturen. Das ist schon ein Unterschied. Klar, bei gewissen Anwendunen spielt der 5820K 50% mehr Kerne aus und gewinnt, aber dass Skylake "nennenswerte Vorteile" mit sich bringt, steht völlig außer Zweifel.
Das interessiert mich, wo haste das gelesen? Muss man immer gucken wenn das Benchmark auf einen neuen Befehlssatz optimiert ist (der aber in der freien Wildbahnen nicht anzutreffen ist) muss man das natürlich relativieren...
Und so viele Benchmarks vergleichen eben nicht bei der selben Taktfrequenz.... Was ja praktisch keinen Sinn macht da im Wesentlichen die selben OC Resultate zu erwarten sind.
 
Das interessiert mich, wo haste das gelesen? Muss man immer gucken wenn das Benchmark auf einen neuen Befehlssatz optimiert ist (der aber in der freien Wildbahnen nicht anzutreffen ist) muss man das natürlich relativieren...
Und so viele Benchmarks vergleichen eben nicht bei der selben Taktfrequenz.... Was ja praktisch keinen Sinn macht da im Wesentlichen die selben OC Resultate zu erwarten sind.

Bei Cinebench R15 sinds mehr als 20% Zuwachs, da werden keine Instruktionen ausser SSE genutzt
 
Bei Cinebench R15 sinds mehr als 20% Zuwachs, da werden keine Instruktionen ausser SSE genutzt

Ähm, bei Cinebench laufen beide in Frage stehenden CPUs doch gerade bei unterschiedlichen Takten. Der 6700K läuft 16% schneller getaktet als der 5820K. Da kann man dann recht gut annehmen dass der 5820K 16% höher getaktet auch 16% mehr Leistung bringt. Dann bleiben 8% mehr Single Core pro Takt Leistung bei dem optimierten Cinebench R15.

Irgendwelche neuen Instruktionen/Optimierungen müssen dabei aber schon genutzt sein (und die Frage ist, welche das sind und wie verbreitet bei welchen Anwendungen die sind), denn beim alten Cinebench R11.5 unterscheiden sich beide CPUs wieder 16% in der Taktung aber auch exakt 16% in der Punktezahl... Wär also mal interessant zu wissen was genau technisch dahinter steckt.
 
Beide Prozessoren haben Ihre Vor- und Nachteile.

Verallgemeinert kann man sagen das Intel mit dem 6700k versucht ein angenehmeres Spielerlebnis durch bessere frametimes und höhere ipc zu erreichen.
Was durchaus auch funktioniert. Jedoch muss man sagen das die reine Leistung eines 5820k mit seinen zusätzlichen Kernen natürlich eigentlich trotz niedrigere ipc höher ist.
Das Problem dadrann ist aber das Spiele im Regelfall nicht wirklich von 6Kerner profitieren, und es auch mit dx12 nicht tun werden, nichts desto trotz schafft es der 5820k mit der Gaming performance
zumindest in Sachen FPS mehr als nur gut mit dem 6700k mitzuhalten.

Die Entscheidung wäre also:

Den 5820k mit (etwas) geringerer Spiele Leistung und dafür aber mehr Rohleistung besonders im Physics/Multitasking/content creation Bereich zu wählen.
Oder
Den 6700k für etwas höhere Spiele Leistung, angenehmere Spielerfahrung und dafür aber weniger Physics/Multitasking/content creation Performance zu wählen.

Insgesamt kann man eigentlich sagen das beide Prozessoren auf ungefähr dem gleichen Niveau sind, jedoch sind sie für unterschiedliche Zwecke konzipiert und man sollte sich je nachdem was man mit dem PC macht entscheiden.
Das ist ja keine neue Waschmaschine sondern ein alter Schuh.

Wenn man Bildbearbeitung macht, und/oder gerne möglichst ganz viele dinge gleichzeitig tut oder Musik/Grafiken/Videos o.ä. auf dem PC erschafft, also prinzipiell alles was viel Workload frisst nimmt man den 5820k.
Wenn man jedoch nur Spielen und vielleicht Streamen möchte. Dann nimmt man ganz klar den 6700k denn in Sachen +streaming performance/x264 encoding sind beide CPUs absolut gleichwertig und der 6700k bietet das bessere Spielerlebnis.

Nun haben wir aber folgendes Problem. Intel hat wie immer, fast schon zu einem release üblich, die Händler nicht ausreichend mit der neuen CPU eingedeckt.
Was dazu führt das die Händler überirdische Fantasie Preise für den 6700k samt Boards verlangen. (Er soll eigentlich 350euro kosten und die Premium Boards sind auch fast alle im Schnitt 50€ überteuert.)

Die Enthusiasten Plattform (x99) sollte eigentlich mehr kosten weil sie vielseitiger ist. Das ist jedoch momentan nicht der Fall. Man zahlt also wenn man sich eine z170 Plattform anschaffen möchte einen absurden Preis der nicht dem Wert des/der Prozessors/Plattform entspricht.

Somit kann man sich für das gleiche Geld oder sogar weniger die Enthusiasten Plattform zulegen, mit minimal niedrigerer Gaming performance leben und hat trotzdem mehr Möglichkeiten.
Zumindest wenn man auf ein x99 Board zurückgreift welches einige Stufen unter den höherwertigeren z170 boards liegt anschafft. Also ein Asus x99 Deluxe ist natürlich viel teurer, als z.B. das z170 pendant.

Das Fazit ist, man hat alle cashback aktionen verpasst. Zahlt für beides zuviel und sollte garnichts kaufen.
Wenn man jedoch in der Not ist sich etwas Anschaffen zu müssen. Sollte man eigentlich meiner Meinung nach allein Aufgrund der Preislage eher zum 5820k tendieren.
Ich selbst hoffe einfach auf die nächste Cashback Aktion. Wenn keine vernünftige kommt warte ich darauf das sich die Preise normalisieren.

Für den TE, ganz klare Sache, für das was du damit machen möchtest 5820k.
 
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Man zahlt beim 5820K ausgehend von den Kombis 6700K + ASUS Z170-Pro Gaming/5820K + MSI X99S-SLI Plus nur etwa 100€ mehr, erhält dafür aber gleich 2 Kerne/4 Threads mehr. Die Geschwindigkeitsvorteile des 6700K belaufen sich - wohlgemerkt bis maximal 4 Kerne ausgenutzt werden - bis auf wenige Ausnahmen wie x264-Transcoding auf nur etwa 5% bei gleichem Takt. Und selbst beim x264-Transcoding sind es "nur" um die 15-20%.

Der 6700K hat im Alltag nur spürbare Vorteile, da er auch einen deutlich höheren Basistakt als der 5820K hat. ;)
Ähnlich wie wenn man den 4770K, 4790K und 6700K vergleichen würde. Der 4770K würde deutlich unter dem 4790K liegen und wäre dementsprechend bedeutend langsamer als der 6700K - halt aufgrund seines niedrigen Taktes von 3.5GHz.;)

Sobald mehr als 4 Kerne genutzt werden zieht der 5820K deutlich am 6700K vorbei - sogar mit dem Standardtakt von 3.3GHz. Und beim 5820K sind mindestens 4.2GHz drin, wenn nicht sogar noch mehr. Spätestens hier ist der 5820K nur die üblichen 5% langsamer als Skylake und zeigt dem 6700K bei mehrkernlastigen Anwendungsfällen nur noch die Rücklichter.

Und Bild-/Videobearbeitung und Musikproduktion riecht schon verdammt nach Arbeit für mehr als 4 Threads. ;)
 
Danke für den Link. Dort ist aber gar nicht der 5820K in Betracht. Konkret finde ich nur die Intel Angabe 10-20% höhere IPC (gegenüber Haswell 1150) - aber auch da ist das wie mit den Angaben zu Akkulaufzeiten von Smartphones.... Erfahrungsgemäß kann man dann von 5-10% real ausgehen...

Zu den im Text beschriebenen Benchmarks: Da liegt der 6700K gegenüber dem 4790K bei gleichem Takt um rund 2%-11% vorne --> Durchschnitt 6%. Aber der 6700K hat ja (genau wie der 5820K) einen DDR3/4 Speichercontroller mit 2133MHz, der ja bei dieser Betrachtungsweise in die IPC eingeht. Wieviel Performance Gewinn vom Speichertransfer kommt, wissen wir auch bei diesem Vergleich gar nicht (weil leider der 5820K nicht auf der selben Taktfrequenz verglichen ist). Es ist dann davon auszugehen dass der 5820K (der ja im übrigen über doppelte Speicheranbindung verfügt) vom 6700K in der pro Takt Performance weniger unterscheidet als der 4790K. Das heißt der pro Takt Leistungunterschied zwischen 6700K und 5820K ist dann mit kleiner als 6% sowas von marginal.
 
Ich denke der TO hat jetzt alle Vor und Nachteile zur genüge erklärt bekommen, für sein Anwendungsgebiet gibt es sich nichts.
Jetzt werde ich schon per PM gefragt was es werden soll, wirf ne Münze, man könnte fast sagen es ist egal.
 
Bin nur noch am Überlegen was für ein Mainboard für den 5820K, entweder das X99 Deluxe, das X99-A oder hättet ihr noch einen Vorschlag? Wär echt toll! Danke, ihr seid super!
 
ich würde den 5820k nehmen wenn du eh übertakten willst kommst du auch an die 4ghz das reicht, auch in spielen wirst du da nicht langsamer sein als mit einem Skylake.
 
Die Boards sind praktisch alle recht gut. Ich hab das günstigste ASUS Board, das X99-A. Funktioniert und bietet mir alle nötigen Funktionen, dürfte einigen aber zu "klein" sein was das gebotene angeht. Auch der Sound ist überraschend brauchbar, obwohl da auch nur ein Realtek Soundchip drine is, egal was sie da für "Crystal Audio" hinmalen :-)

Mach dir keine Gedanken um das Board, die sind praktisch alle gut (vergiss nicht welche Preisklasse das ist). Einzig die Funktionen sind interessant, und bei OC noch der Sockel von ASUS z.B.
Auch würde ich raten - nimm ein Board mit 8 DDR4-Slots. Schadet nicht, auch wenn man nicht plant auf so viel zu gehen, DDR4 fällt und fällt. Wenn du mal in die Videobearbeitung abrutschen solltest nach 1-2 Jahren (wer weiß), kannste günstig auf sehr viel Speicher nachrüsten.
Und gugg das der Kühler keinen Kleinkrieg gegen den RAM anfängt - die Boards sind meist so designed das hohe Twin Tower 140mm Kühler da ihre Probleme kriegen bei 4 RAM-Riegeln.


Und wenn du planst, den 5820K richtig zu treten, so in die Richtung über 4,2GHz, sollte man auch über potente WaKü (CPU allein) nachdenken. Das kann man später machen und den Towerkühler behält man sowieso (bei ner WaKü hat man trotzdem immer einen Luftkühler zuhause für alle Fälle und der 5820k hat keinen in der Box). Man kann Glück oder Pech haben. Mit etwas Pech haste 4,2GHz bei 1,3V und da ist Sense bei deiner CPU. Mit Glück kriegste 4,5GHz bei 1,2V raus, dann rennt die CPU alles über den Haufen ausser 5960X.
Bezüglich OC:
Wenn das System steht und übertaktet werden soll - melde dich bei Mehlstaubthecat oder im 5820k OC thread, da wird dir geholfen :-)
 
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Ich bin schon recht aktiv in der Videobearbeitung dann, wenn es rund läuft. Vielen Dank für deine Tipps, cryon1c. Übertakten werd ich auf 3,8 - 4,0 GHz, das reicht! Und was meinst du mit "Kleinkrieg gegen den RAM"? Hole mir den DRP3, wo ist da dann ein Problem?

Das ASUS X99-A ist bei mir auch eine Option, sehr zu empfehlen, meinst du? Verstehe nicht, was an dem "Gebotenen" da zu klein sein sollte? Nur dass die teureren mehr USB Ports haben, oder was genau?

Vielen Dank für die Hilfe!
 
Die höheren Boards haben mehr USB-Ports dran, bessere Kühlung für die Spannungswandler, bessere Audiochips verbaut, WiFi an Bord und andere nette Sachen. Ob man aber dafür bezahlen will oder nicht, ist jedem selbst überlassen.
Und mit dem RAM - ich meine seine Höhe. Bei mir sitzen die Crucial Ballistix Sport Riegel drine, die haben gar keinen Heatsink, nur popelige Deko-Streifen seitlich. Selbst da knallt z.B. der Thermaltake Frio 14 extreme silent whatever Kühler dagegen.
 
Also du hältst das nicht für "wertvoll", also meinst du es ist unnötig, beispielsweise auf ein Deluxe oder S Board zu gehen?
 
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