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i7 5820k Aida64 stabil, Prime95 crash nach 5 Minuten

TriadFish

Kabelverknoter(in)
Hallo Community,

ich habe mich dazu entschlossen meinem mittlerweile 5 Jahre alten X99 System einen kleinen OC zu verpassen. Dabei habe ich die Methode von Linus Tech Tipps genutzt:

YouTube

Hier macht man im Prinzip nichts anderes als die CPU Core Voltage fest zu setzen (im Video 1,3 Volt. Ich habe 1,1 Volt eingestellt) und dann bei 1-Core Ratio-Limit den Multi für die CPU einstellen. ich habe bei 37 angefangen und mich bis 40 = effektiv 4Ghz CPU Takt vorgearbeitet. Jeden Schritt habe ich mit 20 Min Aida64 getestet, lief bis 4Ghz ohne Fehler durch bei max. 77 Grad auf dem heißesten Kern.

Nun habe ich leider das Problem, dass ich unter Prime 95 erheblich höhere Temperaturen erreiche (geht sofort deutlich über 80 Grad) und das mir der PC nach ca. 5 Min Prime abgeschmiert ist. X99 soll ja generell Probleme mit hoher Hitze bei Prime haben. Kann ich das ignorieren und mal einen längeren Aida64 Test durchlaufen lassen oder ist das als Problem anzusehen? Alles andere scheint nämlich stabil zu laufen. Bzw. ist Aida64 alleine aussagefähig genug?

Oder sollte ich die CPU Spannung leicht anheben?

Mein System sieht wie folgt aus:

Asus X99-Deluxe Mainboard

i7 5820k

4x4GB DDR4 Markenram 2800Mhz

Be Quiet Straight Power 650 Watt NT

KFA2 RTX 2060 Super

besserer Blower Lüfter (weis leider nicht mehr genau welcher, aber kein Schrott)
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Es ist recht einfach: Die Last von Prime ist deutlich höher als die von AIDA.
Wenn AIDA stabil läuft und prime nicht ist dein OC bei "normaler" Last stabil und bei sehr hoher Last instabil. Ob du damit leben kannst oder nicht ist deine persönliche Entscheidung. ;)

Mir persönlich wäre Aida viel zu schwach als Stresstest. Die Belastung der CPU durch aida ist so "klein", dass da sehr viel mehr Takt "stabil" ist als bei richtigen Stresstests (Prime95, Linpack Xtreme, LinX,...). Das kann ausreichen wenn man mit dem PC sowieso nichts macht was besonders belastet und auch ein Absturz nicht tragisch wäre. Aber bei einem System das nur "AIDA-Stabil" ist darf man sich auch nicht wundern wenn man beim Spielen alle paar Tage vielleicht mal nen Blauen kassiert.
 
TE
T

TriadFish

Kabelverknoter(in)
Danke erst einmal für Deine schnelle Antwort.

Also ich mache an dem Rechner nicht mehr als zocken und surfen. Gibt es denn irgendeinen Benchmark, der vom Belastungsgrad zwischen Aida und Prime liegt und mit dem ich an den Punkt komme, der für meine Zwecke ausreichende Stabilität bietet? Einerseits will ich natürlich keine Bluescreens oder andere Probleme, andererseits will ich auch keine Leistung verschenken, weil der Benchmark total absurde Belastungen verursacht, die im normalen Betrieb nie vorkommen.
 

wuselsurfer

Kokü-Junkie (m/w)
Geh 2-3 Multiplikatoren runter, erneuere die Wärmeleitpaste der CPU, säubere die Kühler / Lüfter und die Probleme verschwinden.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Also ich mache an dem Rechner nicht mehr als zocken und surfen. Gibt es denn irgendeinen Benchmark, der vom Belastungsgrad zwischen Aida und Prime liegt und mit dem ich an den Punkt komme, der für meine Zwecke ausreichende Stabilität bietet? Einerseits will ich natürlich keine Bluescreens oder andere Probleme, andererseits will ich auch keine Leistung verschenken, weil der Benchmark total absurde Belastungen verursacht, die im normalen Betrieb nie vorkommen.

Wenn wir jetzt im Jahre 2015, 16, 17 wären würde ich sagen es ist einfach, nimm ne ältere version von Prime95 (v27.9) die noch kein AVX nutzt oder schalte die AVX-Funktionen im neuen prime in der ini ab.
Denn der wesentliche Unterschied in der Last ist genau die Nutzung von AVX, was extrem schnell ist aber eben auch extrem belastend für die CPU. Damals nutzten diese Funktionen nur bestimmte professionellere Anwendungen so dass es füpr einen Spiele-PC egal war, heutzutage gibts aber bereits Spiele die AVX nutzen und dir damit einen Absturz bescheren könnten (nicht müssen) wenn du nur so "lasch" testest.

Ein gangbarer Zwischenschritt wäre, zwar die neueste prime95 Version zu testen, aber nur in-place large FFTs. Das nutzt zwar AVX, die AVX-Einheiten werden aber nur mäßig belastet weil es (aus mathematischen Gründen) nicht so leicht ist, lange FFTs in AVX zu pressen (deswegen sind die small FFTs so "schlimm", das ist für AVX extrem gut umsetzbar).

Wenn du 20 Minuten durch die large FFTs kommst sollte die CPU normalerweise in SPielen keine Probleme mehr haben - und in aller Regel gehen da noch 100-200 MHz mehr als bei small FFTs.

Zum Thema AVX falls interessant: https://extreme.pcgameshardware.de/blogs/incredible-alk/1637-alkis-blog-37-avx.html

Geh 2-3 Multiplikatoren runter, erneuere die Wärmeleitpaste der CPU, säubere die Kühler / Lüfter und die Probleme verschwinden.
[ ] Thread gelesen, Problem verstanden und passend geantwortet
[X] Überschrift gelesen und irgendnen Pauschalsatz gesagt der völlig am Thema vorbeigeht
 
TE
T

TriadFish

Kabelverknoter(in)
Wenn wir jetzt im Jahre 2015, 16, 17 wären würde ich sagen es ist einfach, nimm ne ältere version von Prime95 (v27.9) die noch kein AVX nutzt oder schalte die AVX-Funktionen im neuen prime in der ini ab.
Denn der wesentliche Unterschied in der Last ist genau die Nutzung von AVX, was extrem schnell ist aber eben auch extrem belastend für die CPU. Damals nutzten diese Funktionen nur bestimmte professionellere Anwendungen so dass es füpr einen Spiele-PC egal war, heutzutage gibts aber bereits Spiele die AVX nutzen und dir damit einen Absturz bescheren könnten (nicht müssen) wenn du nur so "lasch" testest.

Ein gangbarer Zwischenschritt wäre, zwar die neueste prime95 Version zu testen, aber nur in-place large FFTs. Das nutzt zwar AVX, die AVX-Einheiten werden aber nur mäßig belastet weil es (aus mathematischen Gründen) nicht so leicht ist, lange FFTs in AVX zu pressen (deswegen sind die small FFTs so "schlimm", das ist für AVX extrem gut umsetzbar).

Wenn du 20 Minuten durch die large FFTs kommst sollte die CPU normalerweise in SPielen keine Probleme mehr haben - und in aller Regel gehen da noch 100-200 MHz mehr als bei small FFTs.

Zum Thema AVX falls interessant: https://extreme.pcgameshardware.de/blogs/incredible-alk/1637-alkis-blog-37-avx.html


[ ] Thread gelesen, Problem verstanden und passend geantwortet
[X] Überschrift gelesen und irgendnen Pauschalsatz gesagt der völlig am Thema vorbeigeht


Ich habe in Prime nur Large FFTs (stresses memory controller and RAM) aber keine in-Place Large FFTs. Meinst Du das?
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Die Optionen heißen je nach Version etwas anders aber normalerweise solltest du 4 Möglichkeiten haben:
Small FFTs (das schlimmste was du einer modernen AVX-CPU antun kannst)
Large FFTs (etwas weniger schlimm, für Spiele PCs locker ausreichend)
Blend (testet sehr viele verschiedene FFTs, dient vor allem dazu in langen Sessions wirklich ALLES zu testen was geht, brauchst du entsprechend eher nicht)
Custom (selbst einstellen was getan werden soll - kannst du machen, beispielsweise min und max 1344 eingeben, brauchst du aber nicht)
 

rammstein_72

Freizeitschrauber(in)
Also ich hab selbst einen I7 5820k mit 4,2 ghz am laufen. Unter normalen Bedingungen läuft der bei 4,2 ghz@ 1,15V statisch nicht über die 65 grad Marke gesetz des Falles, ich lasse ihn nicht mit prime95 laufen. Da kann es selbst mit meinem dark rock pro 3 schnell auf 75-80 grad hoch gehen. Ansonsten lasse ich gerade boinc laufen und er ist immer noch kühl und leise

Board ist ein ga x99 gaming 5.
 
TE
T

TriadFish

Kabelverknoter(in)
Ich habe jetzt den Multi von 40 auf 39 (=3,9Ghz) und die CPU Spannung von 1,1 auf 1,075 Volt reduziert. Aber auch mit den Werten geht Prime 95 in kürzester Zeit über 85 Grad. Habe dann abgebrochen, weil mir das zu riskant war. Selbst bei den Large FFTs erreicht Prime ruckzuck bedenkliche Werte. Habe mir jetzt mal RealBench runtergeladen und es mit den Werten 30 Min durchlaufen lassen. Die CPU ging dabei bis max. 79 Grad, ist ohne Fehler durchgelaufen. Ist das so im Rahmen oder zu hoch? Bin gerade dabei mal nen längeren Realbench Durchlauf zu machen.

Und wie aussagekräftig bzw. verlässlich ist Realbench für einen Gaming PC. Angeblich soll das Programm ja speziell für sowas zugeschnitten sein.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Gehts dir um die Temperatur? Was das angeht - alles unter 100°C ist gar kein Problem. Deine CPU KANN nicht zu heiß werden weil sie bevor das passiert drosselt oder abschaltet (details: https://extreme.pcgameshardware.de/...lkis-blog-35-vorsicht-heisse-oberflaeche.html).

Und dass ein Haswell-E bei deutlich unter 1,1v keine 4 GHz allcore primestable macht ist jetzt auch nicht besonders unerwartet. :schief:
Meinen alten 5960X hatte ich auf 4 GHz bei 1,2v laufen (was auch dauerhaft Primestable war).
 

rammstein_72

Freizeitschrauber(in)
@Incredible Alk
Du bist ja Besitzer eines R9 3900X. Darf ich dich fragen, wie gut deine CPU zu kühlen ist? Ich hab ein Auge auf die CPU geworfen und bei den derzeitigen Preisen schwanke ich gerade ob ja oder nein. Wobei der 5820K noch ziemlich kräfitg ist. Finde das die Hütte noch echt Dampf unterm Kessel hat. Betreibe damit ne RTX2080TI und es gibt kein Flaschenhals.

Aber zum Thema zurück. 4Ghz habe ich mit 1,13V richtig stabil bekommen. Sofern es kein Schrottexemplar ist und die Kühlung stimmt, ist das definitv drinne. Taste dich einfach rann und fange mit 4Ghz mit ich sag mal 1,15V an. Dann in 0.05er schritten hoch und schauen, wann es stabil ist. Die CPU hat noch massig Reserven. Sicherlich wären bei meiner Kühlung vllt sogar 4,5Ghz drinne, scheint ein sehr gutes Exemplar bei mir zu sein. Wenn die Kühlung nicht stimmt, Wärmeleitpaste überprüfen, schauen ob der Kühler richtig sitzt. Wie gesagt bei Prime95 sind 80 Grad nicht unüblich, das ist noch gesund. 100 Grad möchte ich eine CPU auch nicht betreiben xD.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
@Incredible Alk
Du bist ja Besitzer eines R9 3900X. Darf ich dich fragen, wie gut deine CPU zu kühlen ist?

Ich habn Brocken3 für 40€ drauf, den auf quasi lautlos gedrosselt und die CPU erreicht selbst bei Dauervollast die 85°C eher nicht. Im Hochsommer als ich über 30°C in der Butze hatte hab ich auch mal die 90+ gesehen aber das war wirklich die Ausnahme.
Aktuell betreibe ich die CPU sowieso im ECO-Mode - die Performance ist fast die gleiche (messbar weniger aber niemals spürbar im Alltag) und da siehste die 75°C schon nur noch selten.
Also kühlungstechnisch gar kein Problem.
 
TE
T

TriadFish

Kabelverknoter(in)
Gehts dir um die Temperatur? Was das angeht - alles unter 100°C ist gar kein Problem. Deine CPU KANN nicht zu heiß werden weil sie bevor das passiert drosselt oder abschaltet (details: https://extreme.pcgameshardware.de/...lkis-blog-35-vorsicht-heisse-oberflaeche.html).

Und dass ein Haswell-E bei deutlich unter 1,1v keine 4 GHz allcore primestable macht ist jetzt auch nicht besonders unerwartet. :schief:
Meinen alten 5960X hatte ich auf 4 GHz bei 1,2v laufen (was auch dauerhaft Primestable war).

Ich habs ja 2 mal mit Prime versucht:

1. Versuch: 4,0Ghz mit 1,1 Volt CPU Spannung und Prime ging ruckzuck über 85 GRad und der PC hat sich selbständig resettet

2. Versuch: 3,9Ghz mit 1,075 Volt CPU Spannung und Prime ging ebenfalls ruczuck über 85 Grad und ich habe abgebrochen

Ich dachte tatsächlich, dass ich damit der CPU schaden könnte. Glaubt ihr denn es wäre sinnvoll es mit dem selben Takt nochmal mit höherer Spannung zu probieren, auch wenn die Temps dabei über 90 Grad gehen? Vllt. war zu wenig Spannung der Grund dafür, dass der PC beim 1. Versuch resettet hat? Bin davon ausgegangen, dass es an den Temps liegt.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Der CPU schadet das nicht - wenn dein PC sich resettet war das aufgrund eines groben rechenfehlers / Instabilität, nicht wegen der temperatur (die Temperaturabschaltung bei deiner CPU liegt bei 105°C).

Du kannst es mit mehr Spannung versuchen, etwa 1,15v für 4 GHz. Wenn die CPU dabei in Prime auch mal auf 95°C springt ist das zu testzwecken nicht tragisch - du musst das ja nicht stundenlang machen und in Spielen wirste da nie hinkommen.
 
TE
T

TriadFish

Kabelverknoter(in)
Ich wünsche euch erstmal frohe Ostern.

Nach einer kleinen Pause habe ich mich jetzt nochmal dem Thema CPU übertakten gewidmet und v.A. mit den Prime Large FFT Tests begonnen. Mein PC lief nun schon seit meinem letzten Post mit 3,9Ghz und 1,075 V CPU Spannung bei diversen Spielen und Aida64/ Realbench 100% stabil.

Mein 1. Test erfolgte also mit diesen Werten, mit dem Ergebnis, dass ich nach 1-2 Minuten Prime einen blauen kassiert habe.

Um Prime Large FFTs bei 3,9 Ghz in einem 20 Minuten-Run stabil zu bekommen, musste ich die Spannung auf 1,0875 V erhöhen. Dabei gingen die Temps auf maximal 86 Grad.

Das nächste Ziel waren nun 4,0 Ghz. Hierbei kassierte ich auch innerhalb kürzester Zeit nen Blauen. Nach mehreren kleinen Spannungserhöhungen mit dem selben Ergebnis, stellte sich heraus, dass ich 1,1125 V brauche, um die 4,0 Ghz im 20-Minuten-Run stabil zu bekommen. Dabei gingen die Temps bis maximal 90 Grad.

Ich denke, dass dieses Ergebnis bei meinem Setup gar nicht mal so übel ist (5 Jahre alter Blower, niemals richtig gereinigt, niemals Wärmeleitpaste erneuert, nur 1 Gehäuselüfter). Ich werde diese Werte jetzt erstmal in Spielen und auch nochmal mit Realbench testen und vllt. probier ich dann nochmal die 4,1 Ghz zu erreichen. Meinem Ram wollte ich auch noch etwas mehr Takt verpassen, denn der läuft noch mit 2133Mhz, obwohl es 2800er Ram ist. Ich hoffe die 2666Mhz sind zumindest ohne CPU-Strap Erhöhung drin.

Wenn ich dafür den CPU-Strap erhöhen muss, stellt das ein zusätzliches Risiko dar bzw. ist dadurch mit mehr Wärmeentwicklung zu rechnen? Dazu gibt es leider im Netz sehr unterschiedliche Angaben. Manche Leute behaupten, dass dies überhaupt kein Problem sei, andere sagen, man solle es nach Möglichkeit vermeiden.

Vielen Dank für eure Hilfe.

MfG
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Der Strap hat mit Wärmeentwicklung erst mal nichts zu tun, da kannste die Einstellung wählen die am stabilsten läuft. Vorzugsweise würde ich den Strap auslassen (bzw. auf 100) weil der je nach Board anderre kleinere Probleme beispielsweise bei Sensorauslesungen mit sich bringen kann. Bei neueren BIOS-Versionen ists normalerweise machbar, bis 3000 MHz RAM ohne 125er Strap zu kommen. Probiers einfach aus.

Deine rund 1,1v vCore sind auch noch nicht viel für die CPU, da biste eher von deinem alten kleinen Kühler limitiert. Ich hatte damals nen 5960X und musste auf 1,215v gehen um die 4 GHz bombenstabil zu halten (das Sample war offenbars schlechter als deines). "Härtere" Naturen zielen bei Haswell-E CPUs eher auf ~4,5 GHz bei 1,35-1,4v, was dann aber SEHR dicke Kühler erfordert und meiner Meinung nach auch für den Allag nicht sinnvoll ist.

Tipp falls noch nicht passiert: Eine fixed vCore ist für Haswell-E in aller Regel etwas OC-freundlicher (also weniger vCore nötig für den gleichen Takt) verglichen mit Offset oder adaptive. Die FIVRs der Architektur kommen mit einer festen vCore unter Lastwechseln deutlich besser klar.
 
TE
T

TriadFish

Kabelverknoter(in)
Habe die 4,0 Ghz jetzt nochmal mit 30 Minuten Realbench und einigen Spielen getestet. Läuft so weit alles stabil, in Spielen komme ich maximal auf 73 Grad, die meiste Zeit aber unter 70 Grad. Mein Board bietet mir 2 XMP Profile an:

1. 2800Mhz mit 1,3 V

2. 3200Mhz mit 1,4 V

Schon bei den 2800Mhz wird der CPU-Strap auf 125 hoch gestellt. Ich könnte den zwar von Hand wieder runter stellen, weis aber nicht ob das auch wirklich funktioniert bzw. zu Problemen führt. Müsste ich bei 125er CPU Strap noch irgendwelche Spannungen oder sonstiges anpassen, da diese dadurch in irgendeiner Form mit erhöht werden? Habe Angst da etwas zu grillen ohne es zu merken.

Habe übrigens ein uralt Bios aus 2015. Habe mir das Update gespart, weil ich befürchte, dass mein Raid 0 danach nicht mehr erkannt wird.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Schon bei den 2800Mhz wird der CPU-Strap auf 125 hoch gestellt. Ich könnte den zwar von Hand wieder runter stellen, weis aber nicht ob das auch wirklich funktioniert bzw. zu Problemen führt.
Das findest du nur raus wenn dus probierst.

Müsste ich bei 125er CPU Strap noch irgendwelche Spannungen oder sonstiges anpassen, da diese dadurch in irgendeiner Form mit erhöht werden? Habe Angst da etwas zu grillen ohne es zu merken.
Nein, musst nichts ändern und da wird auch an Spannungen nichts verändert.
Du kannst nichts grillen. Das schlimmste was dir passieren kann ist dass der PC so instabil wird dass er nicht mehr startet und du einen CMOS Reset machen musst. Normalerweise wird aber wenns nicht läuft entweder prime abschmieren oder schon der Startvorgang fehlschlagen und das BIOS wird den Strap bzw. RAMtakt automatisch zurücksetzen.

Habe übrigens ein uralt Bios aus 2015. Habe mir das Update gespart, weil ich befürchte, dass mein Raid 0 danach nicht mehr erkannt wird.
Wenn du ein RAID verwendest würde ich auch nicht unbedingt ein BIOS Update machen wollen da haste Recht.
 
TE
T

TriadFish

Kabelverknoter(in)
Ich muss diesen alten Thread leider nochmal ausgraben und um Hilfe von euch bitten. Das System läuft seit der Übertaktung stabil mit den 4,0 Ghz und den oben beschriebenen Werten. Den RAM habe ich dann doch nicht angetastet, der läuft mit 2133Mhz, wie es ja bei X99 Standard ist. Der PC zeigt im Betrieb keinerlei Probleme, Temperaturen sind unter Last absolut in Ordnung (um die 70 Grad).

Leider hat sich mit der Zeit folgendes Problem ergeben:

Manchmal wenn ich den PC starte, lande ich von alleine im Bios. Wenn ich dort die Einstellungen kontrolliere, ist alles in Ordnung, also nichts verstellt. Wenn ich nun das Bios verlasse, lande ich Sekunden später wieder im Bios. Dann muss ich es ein zweites mal verlassen und mit Glück fährt der PC dann hoch, meistens lande ich aber ein 3. mal im Bios. Nach dem 3. mal fährt der PC aber dann sicher hoch und funktioniert einwandfrei.

Wenn das passiert, lande ich in geschätzt 20% der Fälle 2x im Bios und dann fährt der PC normal hoch, in 80% der Fälle lande ich 3x im Bios. Es ist noch kein einziges mal vorgekommen, dass ich nur 1x im Bios oder öfter als 3x im Bios gelandet bin (warum auch immer).

Dieses Problem trat vor geschätzt einem Jahr zum ersten mal auf und danach eine ganze Weile dann nicht mehr (geschätzt 1-2 Monate später passierete es zum zweiten mal). Danach wurden die Interwalle immer kürzer, mittlerweile tritt das Problem bei etwa jedem 2. Systemstart auf, was natürlich sehr nervig ist.

Ich hatte erst die Vermutung, dass evtl. die CPU Spannung etwas zu niedrig ist und habe diese um einen Schritt erhöht, das hat aber nichts gebracht. Dann habe ich mal die Bootreihenfolge der Laufwerke kontrolliert und bemerkt, dass mein Bluray-Laufwerk als Boot Option 1 eingestellt war. Habe dann mein Raid 0 auf Position 1 gesetzt, aber auch das hat nichts an der Sache geändert.

Ansonsten bin ich relativ ratlos wo das Problem liegen könnte, da der PC absolut stabil läuft. Ich habe seit der Übertaktung keinen einzigen Absturz oder ähnliches erlebt, die Performance ist gut.

Hat jemand einen Tipp oder eine Idee, wo die Ursache für das Problem liegen könnte?
 

Birdy84

Volt-Modder(in)
Wenn du ein RAID verwendest würde ich auch nicht unbedingt ein BIOS Update machen wollen da haste Recht.
Wenn man ein RAID 0 hat, aber gleichzeitig Angst hat, es bei einem Bios Update zu zerschießen, dann ist ein RAID 0 grundsätzlich die falsche Wahl.

Hat jemand einen Tipp oder eine Idee, wo die Ursache für das Problem liegen könnte?
Resete dein Bios und spiel das neuste Update auf. Mach nur die absolut nötigsten Einstellungen und beobachte den Systemstart über einen ausreichend langen Zeitraum. Fang danach an, die OC Einstellungen wieder vorzunehmen.

Zum OC direkt, es gibt zig Guides zu dem Thema, mit Empfehlungen für Programme zu Testen, sowie Anhaltspunkte für Spannungen und Temperatur.
85°C in einem extremen Vollastszenario sind völlig im Rahmen. Bei Spielen wird diese Temperatur, wenn überhaupt, nur sehr kurz (z.B. beim Laden), erreicht werden. Ich empfehle lieber etwas härter zu testen, als hinterher sich über CTDs, BSODs, Resets oder kaputte Dateien zu ärgern.
 

IICARUS

Kokü-Junkie (m/w)
Prüfe in so einem Fall auch die Laufwerke, ob sie alle noch da sind.

Besonders dann wenn noch mechanische Laufwerke verbaut sind, kann es sein das sie langsam defekt gehen und nicht direkt anlaufen. Dadurch das Mainboard aber ein Datenkabel erkennt, aber nicht darauf zugreifen kann, wird er dich ins Bios führen. Nach ein paar mal neu starten kann es dann dazu kommen, das dieses Laufwerk doch startet oder das Bios sich dann doch mit einem Timeout entscheidet, ohne dem Laufwerk zu booten.

Hatte aber auch mal eine SSD, die langsam defekt ging und sie nicht mit jedem Start mit dabei war.
 
TE
T

TriadFish

Kabelverknoter(in)
Das System hat 2 HDDs (im Raid 0 Verbund) und ein Bluray-Laufwerk, mehr Laufwerke sind nicht vorhanden. Ich werde beim nächsten mal wenn das passiert im Bios mal nachsehen, ob das Raid 0 überhaupt angezeigt wird. So weit erstmal danke für den Tipp.

Ansonsten wollte ich eigentlich ein Bios Update vermeiden, aber falls sich das Problem nicht anders lösen lassen sollte, werde ich es wohl machen müssen. Mal ganz dumm gefragt: Kann ich denn nach nem Bios Update sicher davon ausgehen, dass ich vom Raid 0 nicht mehr booten kann und Alles neu installieren muss, oder sollte das nach dem Update normalerweise ganz normal erkannt werden? Hab da nicht so die Erfahrungen mit und erst ein mal bei nem alten Gurken-PC ein Bios update gemacht.
 
Zuletzt bearbeitet:

IICARUS

Kokü-Junkie (m/w)
Mit Raid habe ich keine Erfahrung, mir ist nur bekannt das nach einem Bios Update die Werkseinstellungen gesetzt sind und es auch empfohlen wird danach mal ein Bios Restet auszuführen. Danach müssen eigene Einstellungen wieder gesetzt werden.

Mit meinem letztem Asus Z390 Board konnte ich aber die Settings als Profil abspeichern und diese dann auf ein Stick sichern. Nach dem Update musste ich dann nur das Backup dieses Profils wieder laden und neu im Bios abspeichern. Mit diesem Board ging das noch gut, denn mit Arock oder MSI habe ich die Erfahrung gemacht, das ein Profil mit einer anderen Version abgespeichert, nach dem Update nicht mehr unterstützt wurde und dann doch alles manuell erneut eingestellt werden musste.
 

Birdy84

Volt-Modder(in)
Mit meinem letztem Asus Z390 Board konnte ich aber die Settings als Profil abspeichern und diese dann auf ein Stick sichern. Nach dem Update musste ich dann nur das Backup dieses Profils wieder laden und neu im Bios abspeichern. Mit diesem Board ging das noch gut, denn mit Arock oder MSI habe ich die Erfahrung gemacht, das ein Profil mit einer anderen Version abgespeichert, nach dem Update nicht mehr unterstützt wurde und dann doch alles manuell erneut eingestellt werden musste.
Wenn ein System sowieso schon nicht sauber läuft, sollte man nicht alte Speicherstände auf neuere Bios Versionen anwenden.

Ansonsten wollte ich eigentlich ein Bios Update vermeiden, aber falls sich das Problem nicht anders lösen lassen sollte, werde ich es wohl machen müssen. Mal ganz dumm gefragt: Kann ich denn nach nem Bios Update sicher davon ausgehen, dass ich vom Raid 0 nicht mehr booten kann und Alles neu installieren muss, oder sollte das nach dem Update normalerweise ganz normal erkannt werden? Hab da nicht so die Erfahrungen mit und erst ein mal bei nem alten Gurken-PC ein Bios update gemacht.
X99 hatte damals so seine Fehlerchen. Da die Release Notes relativ dünn sind, weiß man als außenstehender nie ganz genau, was geändert wurde.
Wenn du wichtige Daten auf dem RAID 0 hast, dann solltest du die Sichern (in jedem Fall, nicht nur jetzt vor dem Update!). Eigentlich sollte bei dem Update nichts passieren. Du musst nur vor dem Starten von Windows sicherstellen, dass der Controller wieder auf RAID steht.
 

IICARUS

Kokü-Junkie (m/w)
Wenn ein System sowieso schon nicht sauber läuft, sollte man nicht alte Speicherstände auf neuere Bios Versionen anwenden.
Ich würde in so einem Fall noch nicht mal ein Update des Bios ausführen, denn wenn es schon nicht stabil läuft, dann könnte sich solch ein Update auch aufhängen und wenn dann keine Bios-Flash Hardware (Programmierer mit Bios-Chipzange) vorhanden ist oder eine Bios Flashback Funktion, wird das Board gar nicht mehr anlaufen.

Von mir kam der Vorschlag mit dem Bios Update auch nicht.

Habe nur im Prinzip beantwortet, wie es nach einem Bios Update aussehen wird und sollte es auch nicht gut laufen können ja die Settings immer noch manuell selbst gesetzt werden. Hätte es auch kürzer machen können und nur dabei schreiben, das nach dem Update alle Einstellungen zurückgesetzt sind.
 
TE
T

TriadFish

Kabelverknoter(in)
Ich persönlich halte RAID0 bis auf ganz wenige Spezialfälle grundsätzlich für die falsche Wahl aber das issn anderes Thema :-D

Ja, war auch damals nicht unbedingt die beste Entscheidung. Wollte 2014 einfach keine SSD haben aus Angst vor Ausfällen, da sowas mehrfach im Bekantenkreis vorgekommen war. Zu der Zeit wurde ein HDD Raid 0 auch hier und da gerne mal als deutlich schneller als eine einzelne HDD propagiert, dass das aber nur in Einzelfällen stimmt, habe ich dann selbst gemerkt.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Die Ausfallraten von SSDs waren 2014 schon viel kleiner als die von HDDs, das Problem ist dass sehr vereinzelte Modelle gestorben waren wie die Fliegen (OCZ Vertex und so...) und viele glaubten das wäre ein generelles Problem.

Wenn man aber die richtigen SSDs kaufte waren die schon immer extrem haltbar. Meine erste SSD von 2009 (ne intel postville g2) läuft bis heute fehlerlos in einer officegurke. Bis aufs Datengrab was als ssd unbezahlbar wäre nutze/verbaue ich ausschließlich SSDs seit über 10 Jahren und bisher ist keine einzige ausgefallen von der ich wüsste. Zu HDD Zeiten war das deutlich anders. ;-)
 

IICARUS

Kokü-Junkie (m/w)
Im Jahr 2014 habe ich auch in 3 PCs + 1 Laptop unsere ersten SSDs verbaut. Alles Samsung 840 SSDs (2x PC + 1x Laptop) leben heute noch. Eine SSD der Marke ATATA aus einem PC hat etwa vor einem Jahr ihr Geist aufgegeben.
 

Gerry1984

Software-Overclocker(in)
HDD als Bootlaufwerk ist sowas von nicht mehr zeitgemäß und war es schon 2015 nicht, vorallem bei einem HEDT-System. Diese Krücke bremst dein System gefühlt mehr als alles andere aus, HDD als Windowslaufwerk ist einfach lahm, reagiert furchtbar träge. Egal ob und wenn was für ein Raid oder einzelne HDD. Da bringt dir das (im Vergleich zu diesem Flaschenhals lächerliche) CPU OC um ein paar 100 MHz auch nicht wirklich was außer einstellige fps-Zuwächse beim Gamen im CPU-Limit). Und dann ach noch die Fummelei mit dem Raid... :rollen:

Sichere deine Daten von den HDDs, investier 50€ bis 100€ für ne SSD und mach neue Wärmeleitpaste auf die CPU, aktuelles Bios aufspielen und dann eine saubere Windows Neuinstallation. Lass OC erstmal weg und guck ob das Bootproblem behoben ist, wenn das nicht mehr auftritt kannst dein OC wieder einstellen, wobei ich der CPU mehr Spannung und geben würde amit du auch über die 4,0 GHz kommst ;)

Die alten HDDs checken und ggf. als Datengrab weiterverwenden.

Dein System wird damit gefühlt wesentlich schneller, leiser und wenn du die CPU mit stabilen OC betreiben kannst wird es auch noch bis zur ersten oder zweiten DDR5 Generation halten. Dann kannst 2022/23 auf eine neue moderne Plattform aufrüsten, denn grundsätzlich hast du damals mit der Anschaffung der damaligen HEDT-Plattform alles richtig gemacht, die ist richtig gut gealtert und noch sehr brauchbar im Gegensatz zu damals üblichen Ivy oder Haswell Vierkernen mit 8 GB RAM :)
 
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