Es gibt viele Möglichkeiten. Ich möchte ein paar aufzeigen.
1. 3600 + 16 GB RAM + B450: In den meisten Spielen reichen aktuell 16 GB RAM und 6 Kerne (+SMT) aus. Diese Variante ist am günstigsten (MB+CPU+RAM -- (70+170+50) € = 290 € ). Wenn man knapp bei Kasse ist, dann kann man so recht günstig einen älteren PC wieder auf Vordermann bringen.
2. 3600 + 32 GB RAM + B550: Man kann mit fast an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit annehmen, dass in Zukunft der RAM-Bedarf der Spiele steigen wird. Und das B550-Mainboard ermöglicht es, einen Zen3-Prozessor nachzurüsten. Das muss man aber nicht zwingend, da auch der 3600 nächstes Jahr vermutlich noch schnell genug sein wird.
3. 3600 + 32 GB RAM (OC-geeignet) + B550: Beim RAM kann man sich überlegen, ob man welchen kauft, der sich gut übertakten lässt und darauf hofft, dass das IF der Zen3-Prozessoren höhere Taktraten als das IF der Zen2-Prozessoren mitmacht, Bei Zen2 steigt das IF spätestens bei 1900 MHz aus. Das sieht man gut in
diesem Graphen. Sobald in der x-Achse nicht mehr (1:1 Mode) steht, steigen die Latenzen so weit, dass sich das weitere übertakten nicht mehr lohnt. Vielleicht macht ja Zen3 höhere Taktraten im 1:1 Mode mit? Dann wäre RAM, der sich gut übertakten lässt, super. Die Micron-E-Dies sind dafür bekannt, dass sie vor allem bei Takt eine guter Übertaktbarkeit zeigen, dafür weniger so bei den Timings. Im CPU-Limit sollte das ein paar FPS mehr bringen. Wenn man nicht vor hat einen Zen3-Prozessor zu kaufen, dann kann man sich das sparen.
4. 3700X + 32 GB RAM + B550: Aktuell bieten acht Kerne keinen zu großen Vorteil über sechs Kerne. Aber das mag sich auch in Zukunft ändern. Das ist die teuerste Variante mit ca. 500 €. Der Aufpreis gegenüber zu Variante 1 beträgt 70 %, im Alltag wird dieses System aber nicht spürbar langsamer sein. Vor allem dann nicht, wenn die Grafikkarte limitiert (tendenziell bei höherer Auflösung und sehr hohe Details). Und komm nicht auf die Idee, 70 % Aufpreis mit "Zukunftssicherheit" zu begründen. Nur weil die 70 % mehr zahlst, kannst du das System nicht 70 % länger verwenden. Finanziell wird sich das also nicht lohnen. Die entscheidende Frage ist, was du willst. Worauf die Lust hast. Womit du dich wohl fühlst. Was dein Geldbeutel verschmerzen kann. Hast du Bock auf RAM-OC? Dann gibt ein paar Euro mehr für gut übertaktbaren RAM aus und du hast was womit du rumspielen kannst. Freust du dich jedes Mal wenn du den Task-Manager aufmachst und dort acht Kerne siehst? Dann kauf dir den 3700X, weil du damit glücklicher bist.
Im PCGH-Benchmark-Parcour ist der 3700X im Durchschnitt über 10 Spiele 4,7 % schneller als der 3600 und 5,7 % schneller als der 3300X. Das ist vernachlässigbar. Edit: Ich habe mir genauer die einzelnen Zahlen angesehen und finde das äußerst interessant. In Anno1800 schlägt der 3300X den 3600 um 21 % und den 3700X um 16 %. Manchmal ist also auch der Vierkerner schneller. Das kommt sehr aufs Spiel an. In Shadow of the Tomb Raider ist der 3700X 16 % schneller als der 3300X. Da bringen mehr Kerne also einen "deutlichen" Vorteil.