Musst du auch nicht verzichten.
Aber wieso kostet ein Liter Benzin kaum mehr als ein Liter Milch?
Warum kosten Bananen, die von weit her importiert werden, weniger als Äpfel von nebenan?
Wieso kosten 100 Gramm Hühnerfleisch weniger als 100 Gramm Tomaten, obwohl letztere fast aus Wasser bestehen?
Wieso werden in Deutschland 50% der Lebensmittel weggeworfen?
Da läuft doch grundlegend was falsch und das muss eben angegangen werden
Richtig. Die Lösung heißt aber nicht (allein) Konsumverzicht, Primitivismus oder gar menschenfeindlichster Sozialchauvinismus, wie vom Threadstarter gefordert (welche Studiengänge an der Youtube- bzw. VK-Universität da wohl belegt worden sind?). Sondern (ja, auch) Umstellung des Konsums - aber nicht in dem man einfach Verbrauchsabgaben erhebt, die insbesondere diejenigen am stärksten treffen, die eh schon den größten Anteil ihres Haushaltseinkommens für Lebensmittel ausgeben müssen - , Weiterentwicklung der Produktivkräfte in der Landwirtschaft (Nachhaltigkeit und Flächeneffizienz, kleinbäuerliche Öko-Romantik ist Unfug) und eine am Bedarf, nicht an spekulativen Gewinnen ausgerichtete, entsprechend geplante Produktion. Ja richtig, geplant. Unter marktwirtschaftlichen Bedingungen werden wir den Planeten in der Tat so sehr zugrunderichten, dass zumindest wir als Spezies hier keine Perspektive mehr haben. Wir treiben Riesenaufwand, um z.T. überflüssige Agrarprodukte herzustellen, produzieren viel mehr als benötigt, um Subventionen abzugreifen, schütten dann nochmal die Hälfte weg, damit die Preise stabil bleiben, schiffen einen Großteil des Krams dann nochmal unter enormem Klimagasausstoß um die halbe Welt und unterbieten die Produzenten in den Entwicklungsländern.
Das ist vollkommen sinnlos! Aber anscheinend können sich viele Menschen leichter eugenische Ansätze vorstellen, die Erdbevölkerung zwangsweise zurecht zu schrumpfen, als Ansätze zu einer nicht (oder zumindest: anders) privatgewinnorientierten Ökonomie.


