[How-To] IDE- und Floppy-Flachbandkabel sleeven

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[How-To] IDE- und Floppy-Flachbandkabel sleeven

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Jeder PC-Bastler kennt sie und jderd PC-Bastler weiß, mit welcher tödlichen Präzision sie das Innere eines PCs verunstalten: Flachbandkabel
Auch wenn sie in modernen PCs nicht mehr sehr häufig anzutreffen sind, gibt es dennoch Leute, die beispielsweise in Retro-Gaming-PCs oder alten Office-Rechnern noch auf Flachbandkabel angewiesen sind, da man ohne sie nur schwierig ein Floppy- oder IDE-Laufwerk anschließen kann. Vor allem Casemoddern kann das unschöne Aussehen dieser Kabel Probleme bereiten.
Bei meinem Retro-PC-Casemod hatte ich auch das Problem, dass ich nicht wusste, wie ich die Flachbandkabel der Laufwerke sleeven sollte und habe eine einfache Möglichkeit gefunden, die ich hier Schritt für Schritt erklären möchte:

Was man dazu braucht:
- Sleeve und Schrumpfschlauch (ich empfehle die entsprechenden Größen für SATA-Kabel, aber natürlich kann man auch andere Größen verwenden ;))
- ein Feuerzeug um die Enden der Sleeves vor dem Ausfransen zu bewahren
- eine Schere um Sleeves und Schrumpfschläuche zu kürzen (ich empfehle Sleeves und Schrumpschlauch für SATA-Kabel oder größer, da man durch kleinere Sleeves das Kabel unnötig breiter macht und dann Probleme bekommen kann, wenn man das Kabel an den Stecker klemmt)
- ein Lineal (zum Messen, wer hätte es gedacht :ugly:)
- ein Skalpell, Taschenmesser, Küchenmesser, Feldmesser, Schlachtermesser, Teppichmesser, Samuraischwert oder sonstiges spitzes Werkzeug mit scharfer Klinge (ACHTUNG: Verletzungsgefahr! Aufgrund der Unhandlichen Größe werden Werkzeuge, die größer als ein Teppichmesser sind nicht empfohlen.)
- einen Heißluftföhn oder Ähnliches (zur Not tut es auch ein Feuerzeug) um den Schrumpfschlach zu schrumpfen

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Dann mal ran an's Werk:

Da die Adern des Kabels in den Stecker geklemmt sind, muss man, je nach Kabel, ein bis zwei Halteklammern lösen, bevor man den Stecker entfernen kann. Hierzu empfiehlt sich ein spitzes Messer oder etwas längere Fingernägel. Damit fährt man dann unter den Clip, mit dem die Klammer befestigt ist und drückt ihn nach oben, sodass man die Klammer abziehen kann.

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Wenn die erste Klammer gelöst ist, kommt die zweite an die Reihe:

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Wenn diese auch entfernt wurde, sieht man, dass die einzelnen Adern des Kabels in kleine Kontaktklemmen gedrückt sind, aus denen man die Adern ganz einfach herausziehen und wieder hineinstecken kann (ACHTUNG, diese Klemmen können unheimlich spitz sein!).

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Damit man das Kabel sleeven kann, muss man die Adern in Stränge aus mehreren Adern aufteilen. Wie breit ein solcher Strang wird hängt davon ab, wie dicke euer Sleeve ist, da ich SATA-Sleeve verwende habe ich das Kabel (40 Adern) in fünf Stränge mit jeweils 8 Adern getrennt. Hierzu muss man einfach mit dem Messer (oder für was auch immer man sich entschieden hat) zwischen zwei Adern die Isolierung duchstechen und diese beiden Adern voneinander trennen.

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Das macht man dann immer wieder nach jeder x. (in meinem Fall ist x = 8) Ader, bis man die gewünschte Anzahl an Strängen hat.

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Danach muss man die einzelen Stränge vom Stecker entfernen. Um ie Isolierung des Kabels nicht unnötig zu beschädigen sollte man die Adern am Stecher auch ein bisschen mit dem Messer bearbeiten.

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Dann kann man die einzelnen Stränge vom Stecker entfernen.

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Da wir das Kabel jetzt freigelegt haben, was man übrigens nur an einem Ende tun muss, können wir mit dem Sleeven beginnen. Das funktioniert auch nicht viel anders als bei allen anderen Kabeln. Es empfiehlt sich aber, Markierungen auf das Kabel zu machen, damit man das Sleeve gleichmäßig anbringen kann.

TIPP: Erhitzt den Schrumpfschlauch immer nur kurz und lasst ihn dann wieder ein bisschen abkühlen, sonst kann es passieren, dass die Isolierung der Adern auch weich wird und durch den sich zusammenziehenden Schrumpfschlach verformt, das sieht dann nicht mehr so schön aus ;)

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Wenn man die Stränge neben dem Strang, den man gerade bearbeitet vom Stecker löst, erleichtert das die Arbeit enorm.

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Wenn man dann alle Stränge gesleeved hat, steckt man die Stränge wieder auf den Stecker, klemmt die Klemmen wieder dran und fertig ist das gesleevete Flachbandkabel :daumen:

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Ich hoffe mein erstes How-To hat euch gefallen, haltet euch nicht mit Kritik zurück ;)
 

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Den nehm ich mir für Bilder ;)
 

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Hört ja doch mal einer auf mich... :D

Ich nehme mal an das aufteilen macht die ganze Sache zudem noch flexibler.
Hat also nur Vorteile die Methode. :daumen:

Ja, die Kabel sind wirklich ein bisschen flexibler. Zwar lassen sie sich nicht mehr so gut "falten" wie vorher, dafür lassen sie sich aber viel besser verdrehen :daumen:

Echt klasse gemacht. Aber ich hab mir damals solche IDE Rundkabel von Revoltec geholt :D

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Die sind ja auch mittlerweile retro ^^

Zwei Punkte haben mich davon abgehalten, diese Kabel zu verwenden:
1. Versuch mal, die zu sleeven ;) Nicht nur, dass das ganze ziemlich swierig werden dürfte, weil man das Sleeve erstmal über das dicke Ende bringen muss, das schafft man noch mit flaten und quetschen, sondern man muss das Sleeve ja auch noch mit Schrumpfschlauch befestigen und dadurch, dass das Kabel unten so breit ist kann das schwierig werden, wenn man bis zum Stecker sleeven möchte.
2. Gefallen mir diese Kabel ganz und gar nicht :kotz:


Hab noch nen kleinen Tipp zum Sleeven eingefügt ;)
 
Schöne Idee und Anleitung, aber was mich gerade brennend interessiert: Was hast du da für ein Mainboard? - Ein Mainboard mit Dipswitches find ich ja mal Hammer-Geil!

Edit: Habs grad in deinem Retro-Casemod Projekt gelesen Abit BE6-II - sowas mit einem Haufen Dipswitches könnten sie heute auch mal wieder machen - oder aber Jumper!
 
Schöne Idee und Anleitung, aber was mich gerade brennend interessiert: Was hast du da für ein Mainboard? - Ein Mainboard mit Dipswitches find ich ja mal Hammer-Geil!

Ist ein ABit BE6-2 ;)

Update:
Hab jetzt mal ein Kabel mit "small" Sleeves versehen. Mir persönlich gefällt die Variante mit den größeren Sleeves besser ;) Viel flexibler sind die Kabel dadurch zwar nicht, aber durch die vielen kleinen Stränge behindert das Kabel den Luftstrom weniger, wenn man sie "ausernenderbiegt".
Der Sartpost wurde auch ergänzt.

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