Hab da jetzt etliche Bau-Threads durch und jeder is irgendwie anders...
Zur Hardware eines Homservers. Man kann wie bei einem Eigenbau PC alles einbauen was einem gefällt bzw was man braucht. Man kann zum Beispiel auf Energieeinspaarung optimieren und dazu ein sparsames Board mit integrierter CPU kaufen, einen Raspberry Pi oder vergleichbaren ARM Hobel nehmen oder im krassen Gegensatz dazu ein aktuelles H97 Board und einen XEON wenn man Leistung benötigt.
Oder einfach wie in meinem Fall nach einem Upgrade des eigenen PCs die alten Teile zum Aufbau des Servers verwenden und nach und nach kauft man noch ne HDD dazu und dann eine TV-Karte usw.
Eine NAS kann auch sehr viel und reicht zum Daten speichern locker aus aber ein Homeserver kann je nach Konfiguration halt deutlich mehr.
Theoretisch braucht man für Daten im Netzwerk verfügbar speichern, noch nichtmal eine NAS (als eigenständiges Gerät), da viele WLAN-Router wie Fritzbox oder diverse Netgears die Möglichkeit bieten eine USB-Festplatte anzuschließen und man hat NAS-Funktionen.
Mein Homeserver steht im Flur (ohne Monitor oder Maus/Tastatur, wenn ich am Server etwas zu erledigen habe, wie nach Updates schauen oder Daten organisieren oder in den Gerätemanager schauen, dann wird via RDP auf den Server zugegriffen) und wird momentan für folgendes benutzt:
- Festplattenrekorder (DVB-C Karte eingebaut) via Webinterface konfigurierbar
- Live-TV streaming im WLAN um zum Beispiel im Sommer, draußen auf dem Tablet/Handy fern zu sehen
- "externes Laufwerk für Tablet" man kann über Wlan zum Beispiel auf das DVD-Laufwerk zugreifen
- als "Testserver" ich habe darauf Linux-VMs am laufen, u.a. mit Backends für Android-Apps welche ich programmiere
- automatisches Backup meines PCs und Laptops
- Datengrab für Filmsammlung und Musiksammlung welche ich dann auf allen meinen Geräten zur Verfügung habe (DLNA Streaming)
- Printserver (Drucken von egal welchem Gerät im WLAN, da Drucker per USB am Server)
Und wenn mir etwas neue einfällt oder ich was tolles sehe was ich damit machen könnte dann muss der Server auch dafür herhalten, da er ja im Grunde ein PC ist und somit fast keine Grenzen gesetzt sind solang es eine Software dafür gibt.
Es gibt nur zwei Punkte die an einem Homeserver ärgerlich sind.
1. Es scheint wenig verbreitet zu sein oder was auch immer, da Microsoft die Windows Homerserver Betriesystem Reihe offenbar sterben lassen hat. Mir ist nur "Windows Home Server" und "Windows Home Server 2011" bekannt und beide scheinen nich mehr offiziell, als DVD, verkauft zu werden.
2. Antivirensoftware ist ein heikles Thema, da die ganzen Free Versionen nicht auf Servern starten wollen, da WHS 2011 auf Windows Server 2008 basiert und die Antivirenprogramme meinen, dass sie darauf ausgeführt würden. Und Antivirensoftware für Server ist schnell mal bei ein paar hundert Euro pro Jahreslizenz.(Die Hersteller bewegen sich dann gedanklich wohl im Bereich Software für Unternehmen) Das einzige was ich gefunden habe und zumindest aktuell mit der günstigen Home-Use-Lizenz auf einem Server verwendbar ist, ist NOD 32 von Eset. Da diese Firma aktuell ausdrücklich WHS 2011 unterstützt. Wobei leider fraglich ist wielange das so sein wird.
Naja man könnte auch direkt einen Linux Homeserver aufsetzen und mit ein bisschen konfigurieren und mehr basteln wahrscheinlich exakt das gleiche mit dem Server machen. Aber mir hat Windows Home Server gefallen und deswegen ist der Server solang wie möglich damit im Betrieb.^^