Neues NAS oder richtigen DYI-Homeserver

ShadowStalker91

Kabelverknoter(in)
Mahlzeit liebes Forum,

ich benutze seit einigen Jahren mein Synology DS214+ mit 2x8tb WD Red Festplatten (RAID 1).

Aktuell wird dies ledeglich als Dateiablage genutzt. Da die Streamingdienste allerdings immer teurer werden und die Werbung im Internet immer aufdringlicher wird, möchte ich zusätzlich zur Dateiablage die Dockercontainer Jelyfin und Pi-Hole verwenden.

Eine VM für Gameserver bei LAN-Partys wäre nicht schlecht, kann ich aber auch zu Not wie bisher von meinen PC aus Hosten.
Außerdem steht die Idee im Raum, meinen TS Server den ich aktuell gemietet habe auch selber dann zu hosten.
Dies ist allerdings genau wie die VM auch optional.

Ich war mit Synology bisher sehr zufrieden gewesen, allerdings schreckt mich der neue Festplattenzwang etwas ab.
Außerdem sollte das neue System ein 4-Bay System sein, da der Platz mit den Filmen die ich noch Rippen muss mehr als knapp werden wird.

Bei Jelyfin gibt es ja noch das Thema mit dem Transcoding, da hatte ich überlegt ein NUC mit Linux an meinen Fernseher zu hängen.
Dieser sollte das Transcoding ja übernehmen können. Ich habe aktuell einen LG OLED 77 C39LC. Falls ich bei Jelyfin einen Denkfehler haben sollte, korrigiert mich bitte.

Ich hatte auch überlegt, das bisherige NAS als Backup zu nutzen und einen richtigen Homeserver mit einem I3 14100 aufzubauen.
Allerdings glaube ich , dass es für meinen Usecase ein ziemlicher Overkill wäre.

Ich bin relativ IT-Affin und komme sowohl mit Windows als auch mit Linux gut zurecht, allerdings hab ich bisher mit dem Themen Homeserver und NAS bisher wenig Erfahrungen gesammelt.

Ich freue mich auf eure Ideen und Vorschläge :)

PS: Für diejenigen die auch im Computerbase Forum unterwegs sind, ich habe dort diesselbe Frage gestellt.


Edit: Die Frage wurde im CB Forum beantwortet :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,
"Overkill" ist immer Ansichtssache, aber in deinem Fall würde ich nicht sagen, dass das Overkill ist.

Bei Turn-Key Lösungen ist natürlich auch immer die Software mit im Preis enthalten. Wenn du dich da aber selber darum kümmern kannst und willst, kann man einiges sparen. Vor allem, wenn du etwas mehr Freiheit und Flexibilität willst.

Vorteil von einem Turn-Key NAS ist, dass die Bedienung einfacher ist. Im Produktbereich für Heimanwender, also max. 4 Bays und "nur Speicherplatz plus ein bisschen Cloud" sind die Preise hier meistens sogar in Ordnung.

Synology würde ich zur Zeit aber meiden. Nicht nur wegen dem Festplatten-Zwag, sondern auch, weil sie in letzter Zeit immer mal wieder im nachhinein Features per Updates streichen. Für einige NAS-Systeme haben sie jetzt wohl mit dem letzten Update die Fähigkeit fürs Video-Trancoding gestrichen.

Je mehr Einschübe und Features ein NAS dann aber bietet, je unverschämter werden die Preise.
Hier lohnt sich ein Eigenbau dann immer mehr.

Wenn du neue Komponenten kaufst, solltest du gleich darauf achten, dass sie in einem NAS Sinn machen.
Zum Beispiel ein Mainboard mit vielen SATA-Anschlüssen, effizientes Netzteil und 35 Watt CPU mit iGPU.

Dann musst du dir vorher Gedanken über das Betriebssystem und dessen "Anforderungen" machen.

Mit einer blanken Linux-Installation bist du natürlich am unabhängigsten, hast aber auch am meisten Arbeit.

TrueNas Scale geht schon sehr in eine professionellere Richtung. Es nutzt als Dateisystem ZFS, das mächtig und sehr robust ist, aber viel RAM braucht und nicht sonderlich flexibel ist. Und ECC-RAM ist "highly recommended", was aber nicht jede CPU und jedes Maiboard kann. (Richtiges ECC, kein DDR5 On-Die-ECC)

Als Alternative funktioniert auch OpenMediaVault sehr gut. Mit ext4 als Dateisystem und Softwareraid hat es da keine spezielleren Anforderungen.

(Die Systeme kannst du dir in einer kleinen, lokalen VM auch vorher mal anschauen!)

Container können, meine ich zumindest, beide sehr gut. Jellyfin und Teamspeak sollte also nichts im Wege stehen.
Da das keine "exoten" sind, gibts die ggf. sogar schon als vorgefertigte Plugins/Jails...
Du musst für Teamspeak dann die Portfreigabe, welchselnde IP (ggf. DynDNS) und IPv4 <-> IPv6 beachten.

Mein LG-C2 spiel H.264 und H.265 übrigens direkt ab, kein Transcoding nötig. Das solltest du also vorher einfach mal direkt ausprobieren, bevor du extra einen NUC kaufst.

Von UnRaid halte ich persönlich nichts (mehr). Die Funktionalität ist gut, hat auch einige einzigartige Features. Aber eine Abo ist für mich ein No-Go!
 
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