HDD für Weiterverkauf vorbereiten

AW: HDD für Weiterverkauf vorbereiten

Dann wundert es mich wirklich, wie ich es geschafft habe eine komplette Partition mit allen Daten wiederherzustellen die bei einer Windows Installation versehentlich formatiert wurde (Falschen Laufwerksbuchstaben angegeben bei der Installation).
Die Partition war (und ist) 100GB groß und das formatieren dauerte grob 15 Minuten - also definitiv keine Schnellformatierung.

Die Daten der Platte wurden mit der Freeware "GetDataBack für NTFS" rekonstruiert (da gibts sogar ne extra Einstellung zum retten bereits überschriebener Daten) - und das wie gesagt mit fast 100%tigem Erfolg (einige wenige Dateien waren fehlerhaft).

Irgendwie stehen also meine persönlichen Erfahrungen im krassen Gegensatz zu dem was man auf Heise lesen kann (und was so ziemlich jeder Hersteller von Löschprogrammen und Wiederherstellungstools erzählt - aber klar die wollen ja verkaufen^^).
Seltsam finde ich das, weil Heise an sich eine sehr gute Quelle für solche Sachen ist :huh:

ODER Windows braucht einfach ewig für ne Schnellformatierung - dann haben wir beide Recht :ugly:
 
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Letztendlich hat jeder Recht, denn
- eine Schnellformatierung löscht nur die Master File Table und stellt somit "frische" Partition zur Verfügung. Die eigentlichen Daten sind nach wie vor vorhanden.
- eine normale Formatierung unter Windows prüft zusätzlich die Festplatte auf fehlerhafte Sektoren
- eine gründliche Formatierung (mittels dd unter Linux oder Erase-Tools) überschreibt die einzelnen Sektoren

Eine gründliche Formatierung, bei der beispielsweise alle Sektoren einer Festplatte überschrieben werden, dauert sehr lange - deutlich länger als 15 Minuten. Wenn man die Wahrscheinlichkeit von knapp 1% pro Byte, dieses wiederherzustellen, auf einen Wert nahe Null bringen will und die Festplatte mehrfach mit Zufallswerten überschreibt, sollte man bei aktuellen Festplatten mindestens 20 Stunden einplanen.

MfG Jimini
 
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Eine gründliche Formatierung, bei der beispielsweise alle Sektoren einer Festplatte überschrieben werden, dauert sehr lange - deutlich länger als 15 Minuten.

naja wenn ich mir mal rund 100MB/s die eine moderne Festplatte schafft nehme und das auf 15 Minuten rechne komme ich auf um die 90 GB geschriebener Daten, die Partition hatte ja nur 100GB, das könnte schon passen (oder ist bei der gründlichen Formatierung die Festplatte nennenswert langsamer?)
Zumindest das Überschreiben mit zufälligen Zeichen läuft bei mir mit etwa 120 MB/s ab - das Programm tut ja nichts anderes als riesige Dateien auf die Platte zu hauen bis sie voll ist und sie dann wieder (schnell) zu löschen^^

Die Nummer mit Windows prüft die Platte nur könnte natürlich sein - erst suchen nach defekten Sektoren und dann ne Schnellformatierung. Das würde erklären warum es so leicht für mich war die Daten wiederherzustellen.
 
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Bedenke auch, dass ne moderne Platte nur ganz außen mit maximalspeed schreibt, da sollte man sich eher auf den Durchschnittswert bei HD Tune beziehen der meistens so bei um die 70 MB/s liegt
 
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Da es nicht möglich ist, nach Aussage der Datenrettungsfirmen selbst, ein Platte, die mit aktuellen Aufzeichnungsverfahren arbeitet, auch nach nur einmaligem Überschreiben wieder herzustellen, ist der Aufwand für mehrmaliges Schreiben echte Zeitverschwendung. Das Windowsformat überschreibt zwar auch (und damit ist der Inhalt auch wirklich futsch - kann ja jeder selbst ausprobieren, wer Zeit und Lust dafür hat), aber es gibt einen guten Grund nicht die Windowsformat-Funktion zu nutzen.
Da es bei einer großen Platte durchaus Stunden dauern kann, sie auch nur einmal zu überschreiben, würde ich bei mehreren Partionen auf der Platte lieber nur einmal nach dem Motto fire and forget sowas wie dd (das es bestimmt auch für Windows gibt) oder ein Tool mit ähnlicher Verwendungsmöglichkeit zu starten, ohne nach einer Stunde für die erste Partition wieder Format für die nächste anzuleiern. Und wenn man dd von ersten bis zum letzten Sektor drüber scheucht, ist auch alles weg. Inklusive partitionsinformatienen und Volumenamen.
Es geht keinen was an, dass ein Partition "Möpse und mehr" hieß.

Die Gründe, die seit vielen Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, immer wieder vorgebetet werden, warum man eine Platte zigmal überschreiben sollte, sind heute nicht mehr relevant.
Das bedeutet nicht, dass sie es nie waren - für meine 20 und 40 MB-Platten im Schrank sind sie durchaus plausibel.

Die Nummer mit Windows prüft die Platte nur könnte natürlich sein - erst suchen nach defekten Sektoren und dann ne Schnellformatierung. Das würde erklären warum es so leicht für mich war die Daten wiederherzustellen.

Windows prüft die Platte definitiv bei der Nicht-Schnellformatierung. Aber nicht nur, es testet nach jedem überschriebenem Sektor auch gleich die Lesbarkeit. Deshalb dauert die Sache wesentlich länger, als ein Programm braucht, das nur lässig alles der Reihe nach überschreibt - da kommt die reine mögliche Schreibgeschwindigkeit eher zum Tragen als bei Format.
 
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