AW: Hacker gegen GEMA: Youtube-Urteil sorgt für Angriff auf Verwertungsgesellschafts-Webseite - gema.de down
Google will ja gar nicht Kohle auf dem rücken der anderen verdienen denn über all auf der Welt haben sie sich mit den Verwertungsgesellschaften einigen können nur mit der GEMA nicht das lässt nur den Schluss zu das die GEMA Mondpreise verlangen möchte!
"Überall" anders auf der Welt gibt es i.d.R. keine Verwertungsgesellschaften. Da gibt es 3-4 große Plattenlabels, für die ein bißchen kostenlose Werbung für ihre Topacts vermutlich schon genug Entlohnung für die entgangenen Umsätze mit dem ganzen Kleingemüse sind und es gibt besagtes, eigenständiges Kleingemüse, dass schlichtweg nicht das nötige Geld hat, um Rechtsverstöße flächendeckend zu erfassen, geschweige denn Google zu verklagen. Es würde mich ehrlich gesagt sehr wundern, wenn Youtube mit jeder kleinen Band der USA (oder ihrem Vertreter) ein Abkommen hat.
Und zu den ""Mondpreisen"" bleibt nur festzuhalten, dass andere, wesentlich kleinere Portale, diese vollkommen problemlos bezahlen. Google dagegen weigert sich schon auch nur den eigenen Gewinn mit den fraglichen Inhalten anzugeben - vermutlich wohlwissend, dass ihre Verhandlungsposition vollkommen lächerlich wird, iirc hunderstel Cent Beträge abgelehnt werden, während an anderer Stelle Milliardenbeträge fließen.
Was geht denn bitte bei dir ab, dass du das ganze direkt auf eine derart persönliche Schiene rollst? Aufgrund deiner Aussage könnte ich wahrscheinlich ähnlich reagieren, aber das wäre kindisch.
Was wäre denn deiner Meinung nach dem Niveau angemessener, wenn die "Erziehung" von > 2 Millionen Menschen und deren Vertreter durch blinde, schädigende Maßnahmen befürwortet wird?
Warum ich diese Aktion gut heiße? Weil friedlicher Protest einfach nichts mehr bringt! Das Internet wird immer mehr eingeschränkt und bürokratisiert. Für viele ist das Internet ein großer Pool voller Ideen, Wissen und Kunst. Jeder sollte sich so bedienen können, wie es verfügbar gemacht wurde. So ist dieses Zeitalter und ich mag diese Entwicklung.
Du gehörst vermutlich auch nicht zu denen, die von der Schaffung ihrer Ideen, ihrem Wissen oder ihrer Kunst leben müssen/möchten (und die damit einen entscheidenden Beitrag zum Wissensschaft und Fortschritt der Menschheit schaffen), sondern zu denjenigen, die einfach nur die Arbeit anderer genießen.
Was diese GEMA-Sache damit zu tun hat? Sensibilisierung! Immer mehr kleine Einschränkungen bringen uns Stück für Stück an ACTA ohne das die meisten es merken.
Wenn du die Schaffung pauschaler, annonymer Regelungen auf rein privatwirtschaftlicher Ebene torpedieren möchtest, um die Schaffung gesetzlicher, personalisierter Alternativen zu verhindern, dann machst du imho grundsätzlich etwas falsch. Die Verbreitung von Inhalten gegen GEMA-Gebühren ist keine Vorstufe der radikalen Unterbindung der Verbreitung via post-ACTA-Abkommen und Überwachung, sondern es ist eine Alternative. Genaugenommen ist es die einzig praktikable Alternative, die bislang vorliegt.
Außerdem ist das doch auch Werbung für die Künstler. Wenn ich sehe das irgendwo bei ner Veranstaltung ne Band spielt von der ich noch nichts gehört habe gehe ich auf youtube und zieh mir n paar tracks rein...... ey die sind gar nicht schlecht........ wenn das konzert auch so geil wird hol ich mir vllt ne cd von denen.
Wie oben schon erwähnt: Von Konzerten können höchstens die ganz großen leben. (Und ganz groß wird man ohne Bohlen nur, wenn man schon vorher von leben kann)
Und wenn du dir regelmäßig CDs mit Inhalten holst, die du auf Youtube bekommst, bist du die absolute Ausnahme. Es gibt genug Leute, die stattdessen gleich komplett auf eine eigene Musiksammlung verzichten und sich Youtube-Playlists speichern.
Die YT Sache ist mir relativ egal.
Aber das Preise für Diskos und alle anderen, die Gema pflichtige Musik anbieten 1000 fach steigen sollen, ist mir nicht egal.
kleinere Diskos machen zu. Und die, die es sich leisten können erhöhen eintritt und Getränkekosten.
Dabei zahle ich ja jetzt schon 7€ für nen Coctail.
Ich denke nicht, dass GEMA-Gebühren einen nenneswerten Anteil an dem Cocktail haben und nach dem, was ich bislang gelesen habe (direkt nachgucken kann man nicht, GEMA.de ist irgendwie nicht erreichbar

) schafft das System in erster Linie Vergünstungen für Großdiscotheken ab, was kleinen ja wohl eher einen Vorteil verschafft. Kleine Konzertveranstaltungen (wie sie Clubs gerne auch anbieten -würden) werden sogar explizit vereinfacht, weil sie nicht mehr nach möglicher Kapazität, sondern nach realen Besucherzahlen abgerechnet werden.
Was ich dagegen übrigens nicht finden konnte, waren Berichte von "1000 fach steigen". "1000 %" ist schon mit im oberen Bereich der reinen Hetzmeldungen - aber so ein "kleiner" Unterschied von zwei Zehnerpotenzen ist vermutlich auch egal, wenn man Flamen will...