Hacker-Angriff auf unsere Seiten: Malware verteilt, Zugriff auf Daten

Zum Nachdenken ! Quelle: http://www.iron-city.de/index.php/seuchen/263-ratgeber

Viele Anwender sind nicht nur schockiert, wenn sie nach einer Malware-Infektion in einem Hilfe-Forum den Ratschlag erhalten, ihren Computer komplett neuaufzusetzen und alles neu zu installieren, sondern sie lehnen dies sogar oft kategorisch ab oder insistieren, ob es denn keine einfachere und weniger aufwendige Methode gäbe.

Betroffene glauben auch gerne, dass es sich die Helfer mit solch drastischen Ratschlägen leicht machen wollen. Das genaue Gegenteil ist der Fall, denn die Hilfestellungen zum Neuaufsetzen sind meist umfangreicher als die zum Löschen einzelner Dateien.
Der Grund für die Ablehnung ist natürlich klar: Backups und Datenträger zur Systemrettung, wie sie bei der Erstinstallation von Windows vorgeschlagen werden, existieren nicht oder sind beim letzten Umzug vom Hund des Nachbarn gefressen worden. Originale Installations-CDs gibts natürlich auch nicht (mehr) und außerdem weiß kaum jemand, wie er das Ganze machen soll.


Und dann gibts ja dank Google massenhaft Suchergebnisse mit Anleitungen zum einfachen Entfernen - nur funktioniert das immer irgendwie nicht...
Kurz und gut: Keiner will einsehen, dass wegen so einem blöden Trojaner oder Wurm gleich der ganze PC futsch ist und die Platte formatiert werden muss.

Hier nochmal in konzentrierter Form die Gründe, weshalb dies unerlässlich ist.

Sobald eine Malware auf dem System installiert wurde...


klinkt sie sich in mehrere wichtige Systemprozesse und -programme ein und manipuliert deren Verhalten. So kann sie z.B. die Suchfunktion und die Anzeige von Dateien derart manipulieren, dass ihre eigenen Komponenten nicht aufzufinden sind. [Beispiel TDL-4 Rootkit] [Beispiel Zero Access (engl.)]
manipuliert oder deaktiviert sie alles, was sie an "Schutzprogrammen" findet. [Beispiel 1] [Beispiel 2] [Beispiel 3]
verhindert sie den Zugriff auf Systemprogramme wie den Task-Manager oder die Registrierdatenbank, so dass der Anwender praktisch ausgesperrt ist. (siehe BKA-Trojaner) [Beispiel 1] [Beispiel 2]
lädt sie aus dem Internet weitere Malware nach, die wieder andere Fähigkeiten und Aufgaben hat. [Begriffsdefinition Downloader] [Beispiel 1] [Beispiel 2] [Beispiel 3]
kann sie die Internetverbindung kontrollieren und z.B. verhindern, dass man die Seiten von Virenscanner-Herstellern aufruft. Ebenso unterbindet sie Windows-Updates oder Aktualisierungen der Virenscanner. [Beispiel]
(All dies ist seit vielen Jahren übliche Praxis und wird kontinuierlich weiterentwickelt und den Besonderheiten neuer Betriebssystem- und Antimalware-Software angepasst.)

Wenn ein Virenscanner z.B. meldet, dass die explorer.exe (oder eine beliebige andere Datei) diesen oder jenen Schädling enthält, dann bringt es nichts, diese Datei von der Platte zu löschen bzw. durch ein Original von der Windos-CD zu ersetzen, denn meist bezieht sich diese Fundmeldung auf die Kopie dieser Datei im ARBEITSSPEICHER. Das heißt, das Löschen oder Ersetzen bleibt im laufenden Betrieb völlig wirkungslos.
Zusätzlich installiert Malware i.d.R. Komponenten, die die Schadsoftware-Hauptkomponenten überwachen und ersetzen, falls sie zufällig gefunden und aus dem Arbeitsspeicher oder von der Festplatte entfernt werden - ob nun manuell oder durch "Schutzprogramme".

Außerdem ändert eine derartige Maßnahme idR. auch nichts an den Ursachen für die Infektion, die meist darin bestehen, dass das System nicht aktuell war und daher mehrere Sicherheitslücken aufweist, die nach wie vor eine neue bzw. weitere Infektion ermöglichen.

Ein weiteres, wenn nicht das Hauptproblem überhaupt, ist der Umstand, dass täglich tausende neue Varianten in Umlauf kommen, so dass kein einziges "Schutzprogramm" eine echte Chance hat, diese zu erkennen.
Schließlich kommt erschwerend noch hinzu, dass eine erfolgreich gestartete/installierte Malware praktisch IMMER weitere Komponenten aus dem Internet nachlädt, die ihrerseits dasselbe tun können und sich sogar automatisch aktualisieren, falls ältere Versionen schon vorhanden sind. Es gibt sogar Malware, die andere (bekannte) Malware deinstalliert, damit der Anwender nicht durch seinen Virenscanner auf diese ältere (od. schlechter programmierte) Malware aufmerksam wird und den Rechner plattmacht. [Beispiel 1] [Beispiel 2] [Beispiel 3]


Schließlich darf nicht vergessen werden, dass ein infizierter Rechner kein lokales Problem des Besitzers ist, sondern auch ein globales, solange er mit dem Internet verbunden wird und so andere Rechner infizieren und mit Spam belästigen kann.

Es hilft alles nichts - ein infiziertes System ist nicht mehr vertrauenswürdig - auch nicht teilweise - und muss zwingend neu aufgesetzt werden - inklusive Überschreiben des Master Boot Records und Formatieren der Festplatte. Wer etwas anderes behauptet, handelt unverantwortlich und wenn er dies öffentlich tut, in meinen Augen sogar kriminell oder zumindest zivilrechtlich relevant.
 
Genügt es eigentlich nur die Windows Partition (zusammen mit dem User Ordner) und die Boot Partition zu löschen?
Oder muss man zwingend die Festplatte formatieren?
 
Vom Sicherheitsaspekt mal ganz abgesehen ist es prinzipiell immer besser Windows auf einer frisch formatierten Partition zu installieren, es ist dann gewöhnlich etwas schneller, das weniger "Altlasten" vorhanden sind.
 
eine SSD hat zumindest ein Problem nicht, nämlich bei ihr sind die Zugriffszeit unabhängig davon wo auf der Platte die Daten geschrieben sind (Stichwort Defragmentierung), die "Altlasten" in Form von alten dll Dateinen und anderem können aber immer noch bestehen.
 
Idefix Windhund schrieb:
Knoppicillin? :schief: Wer lesen und drücken kann und sich nicht vom DOS/ Eingabeaufforderung Style fürchtet kann das herunter laden, brennen, davon booten, geht auch ohne Internet, und sein System scannen.

Für alles andere suchen Sie sich einen der Ahnung hat. Oder fragen Sie das Kind ihrer Nachbarn oder das ihrer Verwandten. Frei für alle Kassen Systeme. :daumen:

Bei mir ging das update auch nicht. -.-
 
So ich habe mein System jetzt mit MS Security Essentials, Spybot überprüft. Dann mir die Rescue CD von Kaspersky und Bitdefender erstellt und das System überprüfen lassen. Es wurde weder was gefunden noch war irgendetwas im Achriv von MS Security Essentials. Das Passwort bei PCGH habe ich natürlich geändert aber da ich sonst überall andere Passwörter verwende ist es da wirklich notwendig alle anderen zu ändern?

Da ich nichts gefunden habe gehe ich mal davon aus das ich nicht betroffen war. Und wenn ich betroffen war dann wäre ich es immer noch und das ganze ändern der Passwörter würde nichts bringen da sie ja gleich wieder ausgelesen werden oder verstehe ich da was falsch?

Danke
 
Ich habe nur e-mailadressen Passwörter geändert und bei Battle.Net. Mal sehen, vielleicht ändere ich noch ein paar mehr. Aber nicht jedes mal ein anderes, richtig gute Passwörter kann man auch für mehrere Accounts verwenden ;)
 
Ich habe nur e-mailadressen Passwörter geändert und bei Battle.Net. Mal sehen, vielleicht ändere ich noch ein paar mehr. Aber nicht jedes mal ein anderes, richtig gute Passwörter kann man auch für mehrere Accounts verwenden ;)

Passwörter die nicht geknackt werden können gibt es nicht, also ist es am besten das man für jeden Account ein anderes Passwort verwendet
 
Wenn du ein Passwort mit 80 Zeichen nimmst, in denen keine Zeichenketten vorkommen, die in Wörterbüchern vorhanden sind oder sonst wo, dann dauert es mehrere jahre um das zu knacken :D
 
Wenn du ein Passwort mit 80 Zeichen nimmst, in denen keine Zeichenketten vorkommen, die in Wörterbüchern vorhanden sind oder sonst wo, dann dauert es mehrere jahre um das zu knacken :D

80 Zeichen :lol: Nimmst du ein ganzes Blatt Papier um alle 80 Zeichen aufzuschreiben? Wie lange brauchst dann beim eintippen?
Auf dem PC in einer Datei speichern ist nicht gerade sicher wenn die Datei von einem Trojaner gefunden wird dann hast Pech gehabt:-)
 
Es mag Leute geben, die sich so etwas merken können ;)
80 Zeichen ist mein Passwort, mit diesen 80 Zeichen entschlüssele ich alle anderen Passwörter.
Wenn du ne Sprache in der Schule lernst, hast du vieeel mehr als 80 Wörter gelernt, da sind 80 Zeichen nicht mehr.
 
Es mag Leute geben, die sich so etwas merken können ;)
80 Zeichen ist mein Passwort, mit diesen 80 Zeichen entschlüssele ich alle anderen Passwörter.
Wenn du ne Sprache in der Schule lernst, hast du vieeel mehr als 80 Wörter gelernt, da sind 80 Zeichen nicht mehr.

Da hast du Recht aber soviele Stellen kann ich mir gar nicht merken, wenn ich jedoch richtig verstanden habe, hast du ein 80 Zeichen langes Passwort in dem jedes andere Paswort drin steckt? Ich kann mri soviele Stellen nicht merken gibt andere Sachen die ich mir merken muss
 
Achtzig Zeichen sind schon ein Overkill, Zwanzig tun es bestimmt auch, für die ein Spezialisiertes Programm auch eine Ewigkeit benötigt.
 
Ich merke mir nicht die Stellen sondern einen ganz natürlichen Satz, diesen Satz nehme ich dann auf Englisch und nehme dann daraus bestimmte buchstaben, immer den ersten und letzten eines Wortes oder aber auch Buchstabe 2, 4, 6, 8, 10 oder so etwas.

Ich habe mir eine AES verschlüsselung programmiert, welche mit dem 80 Zeichen-PW mir meine PW's anzeigt.

Zum Beispiel:
Hier 80 Zeichen:
HJKASHKJAHSD98aZdjhad89j23h4na908spdonjkhsad9812jnh12k3asdjkhads9812341adssad134 (habe ich nur mal random eingetippt, ist nicht das Beste ;) )

So, nun kann ich mir für PCGH ein Passwort nehmen, das ich mir nicht merken muss, je nachdem wie viele Zeichen die Webseite zulässt lasse ich mir da was Random erzeugen.
Ich nehme mal 123456 (SEHR UNSICHER ;) )

So, jetzt nehme ich dieses 123456 und meine 80 Zeichen und gebe diese in mein Programm ein.

123456 wird umgewandelt zu:

EZebRD9Z+/zjInlPBycO627D0mJ1baspcxJtisFjKoM=

oder aber auch

tHKcHFZ0oWorpwQxjWy1qT91V76nQlaXDAeN52Je/88=

In diesen Codes steckt nun sowohl mein 123456 als auch mein Passwort mit 80 zeichen drinne.

Die Codes der verschiedenen Passwörter speichere ich dann ab, die 80 Zeichen merke ich mir.

So, nun möchte ich mich bei PCGH einloggen, also gehe ich in mein Programm, gebe die 80 Zeichen ein, lade den entsprechenden code ins programm und lasse es entschlüsseln. Bei falschem Passwort stürzt das Programm ab bzw. zeigt eine MessageBox, wenn ich dies einbinde.

Wenn das Passwort richtig ist, wird mit das PCGH passwort im Klartext angezeigt. Hier ist nun die unsicherste Stelle: Klares anzeigen des PW's, ggf. abtippen oder kopieren. In diesen Vorgängen könnte das Klartext-passwort abgefangen werden. Wenn man die Datei klaut, in denen die Passwörter enthalten sind, bringt einem dies nichts, da man das 80-Zeichen Passwort braucht. Also programmiert man etwas, dass verschiedene Zeichenfolgen probiert, bis die richtige erreicht ist. Und das dauert bei 80 Zeichen ewig. Das ganze geht natürlich auch mit weniger Zeichen, ist dann unsicherer aber immernoch verdammt sicher.
 
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