News Gravis-Shops schaffen das Bargeld ab

Ich habe ein Konto bei der Sparkasse und zahle keine Gebühren für einzelne EC-Zahlungen. Ist alles über die regelmäßigen Kontoführungsgebühren geregelt. :ka:
Dann hast du Glück und/oder bist Student?

Allerdings weist die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt darauf hin, dass einige Banken und Sparkassen für bargeldlose Zahlungen Kontoinhabern zusätzliche Gebühren berechnen. Dabei handele es sich meist um Girokonten im sogenannten Basis- oder Einzelpreismodell, bei denen die Banken neben der Kontoführungsgebühr noch zusätzliche Gebühren für Lastschriften, Überweisungen und Daueraufträge berechnen. Nach Angaben des Verbraucherportals Biallo.de erheben rund 460 Banken und Sparkassen bei bestimmten Kontomodellen eine Gebühr für Zahlungen mit der Girocard. Im Schnitt seien das 35 Cent pro Kartenzahlung, im Einzelfall sogar bis zu 75 Cent.

In der Regel kostet die Kartenzahlung jedesmal eine "kleine" Gebühr.
 
Da ich mich noch gut an diese Geschichte im letzten Jahr erinnere:


... und einige Läden hier in der Nähe betroffen waren, in denen ich regelmäßig einkaufe. Bin ich kein Fan von dieser Entwicklung. Generell zahle ich auch meist mit Karte, aber ich möchte eben auch die Option haben mit Bargeld zu zahlen.
 
Ansonsten ist jeder von uns 100% durchleuchtbar
Nur 100%? Da geht doch bestimmt noch mehr.

Wer bekommt denn was genau, wenn ich gerade bei Aldi eingekauft hatte?

aber bei der Sparkasse ist es so
Man erzählt sich, dass es auch andere Banken gibt.

Hier will die "Spar"-Kasse 3,90 € für die Kontoführung und für eine f***erdammte Lastschrift (EDIT: auch nach Kartenzahlung per ELV) 0,46! Euro.:klatsch:
Bei dem Preis hatte ich natürlich auch nur in Ausnahmefällen mit der Karte gezahlt.

Ist alles über die regelmäßigen Kontoführungsgebühren geregelt
Die Luxusvariante für 9-10 €?
 
Zuletzt bearbeitet:
Damit werden wir dann wirklich sehr intensiv zum gläsernen Bürger. Und wenn der Staat dann der Meinung ist er müsse Dir Deine Konten sperren, "weil Du nicht deren Meinung vertrittst" (<- extra übertriebenes Beispiel), dann stehst Du aber ganz dumm da und hattest auch keine Möglichkeit Dir vorher eben noch Bargeld zu sichern. Im extremen Fall könnte man alle möglichen Dinge damit verknüpfen (siehe China) und so sehr stark die Kontrolle über die Bürger erlangen.

Leider wird genau das meiner Meinung nach auch irgendwann geschehen.
Sehe ich ähnlich.
Ob solche Horrorszenarien dann tatsächlich eintreten, sei mal dahingestellt.
Aber die schöne, neue und bequeme Digitalwelt kann durchaus Risiken für die persönliche Freiheit bedeuten.
 
Ist wohl zuviel Bares in den Taschen der Angestellten verschwunden. Ist ja nicht so, als müsse für alles auch ein Bon oder Kaufbeleg mitgegeben werden.

"Kostenvorteil" für Gravis: Sie brauchen abseits der Produktsicherung keine Security und können statt vertrauenswürdigem Personal trotzdem die billigsten Arbeitskräfte nehmen, die sich finden lassen.

Abschaffen wollen die es, aber es gibt noch keine gesetzliche Alternative. Da müssen ALLE Länder einig sein, damit das klappt.

In Schweden und Finnland sind Bargeld-verweigernde Läden wohl mittlerweile eher die Regel denn die Ausnahme und auch Deutschland könnte so etwas im Alleingang entscheiden, ohne sich mit anderen einigen zu müssen. Ist bislang aber nicht der Fall und im vorliegenden Fall hat sich Gravis ausdrücklich juristisch beraten lassen, bevor sie das offiziell gültige Zahlungsmittel Euro in ihren Filialen für wertlos erklärt haben.
 
Für mich bedeutet sowas:
Gravis hat einen Firmen-Kunden weniger.

Wir haben da als Firma eh nur Kleingeraffel wie Smartphones und Tablets gekauft,
weil Firmen-PC Support konnten die noch nie.
Und natürlich alles per Firmenbanking bezahlt.
Aber da geht es ums Prinzip.
Hä?
Da hat die Begründung der Entscheidung doch nix mit Bargeld zu tun. Jedenfalls wie ich dich (nicht) verstehe.
 
Was ist Gravis? Nie von gehört. *Nachguck* Aha, Apple-Händler, daher noch nichts von gehört.

Ich zahle bar, wenn ein Geschäft das nicht annimmt, haben sie einen Kunden weniger.
Auch bei Online-Bestellungen bevorzuge ich Bezahlung per Nachnahme - also mit Bargeld.
 
Wer hat bei diesen Preisen überhaupt genug Bargeld dabei (gehabt)?


Ja schon, aber die Sparkasse ist in meiner Umgebung am häufigsten vertreten.
Man "muss" ja auch nicht die Bank wechseln, eine kostenlose, guthabenbasierte KK (Revolut o. ä.) nur zum bezahlen funktioniert auch 1A.

Nein, ich bin kein Missionar.
Keine Ahnung, ob das die Luxusvariante ist.
Es wird bestimmt noch eine Variante für 4-5 € geben.
 
Das wusste ich nicht, dachte wenn das Eine geht, geht auch das Andere. :haeh:
Ist ja auch die absolute Ausnahme :).

Wobei, bei einem schlechten Schufa Score kann es sogar passieren, dass die Bank die Funktion von allein nicht freischaltet.
Abschaffen wollen die es, aber es gibt noch keine gesetzliche Alternative. Da müssen ALLE Länder einig sein, damit das klappt.
Nein, warum auch? Jedes Land ist souverän.

Selbst innerhalb des Euro-Raums. Dänemark hat Bargeld so gut wie abgeschafft und hat angekündigt die letzten Reste innert der nächsten 1-3 Jahre ebenfalls abzuschaffen.
Bargeld ist ja nicht gleich Währung. Dänemark (als Beispiel) könnte natürlich ebenso aus dem Euro aussteigen, aber das wäre zumindest ein Vertragsbruch (an dem sie aber Niemand hindern könnte).

Deshalb kann dieser Shop auch "selbst entscheiden" Bargeld nicht mehr anzunehmen. Ja, der Euro ist gesetzliches Zahlungsmittel. Das heißt aber nur, dass sie Zahlungen in Euro annehmen müssen. Was sie per Überweisung, Kreditkarte, PayPal etc. auch tun. Damit ist dem Gesetz genüge getan.

Natürlich ist es nicht ganz so einfach, es gibt nämlich Unterschiede in der Unternehmensfreiheit.
Das Stichwort ist hier "Güter des täglichen Bedarfs". So wie ein Club mich ohne Angabe von Gründen einfach aufgrund des Hausrechts rausschmeissen kann, kann ein Supermarkt das nicht. Das liegt schlicht an dem Typ Ware/Dienstleistung die angeboten wird. Da wird nämlich unterschieden.

Und genau so kann ein Supermarkt nicht einfach verkünden kein Bargeld mehr anzunehmen, während für den Alltag unwichtige Händler das dürfen.

Das hat auch damit zu tun, was ich oben beschrieb:
Mensch mit schlechten Schufa Score kriegt keine Funktion zum bargeldlosen Bezahlen [weil kein Recht darauf, Niemand], Supermarkt nimmt kein Bargeld an und schon befinden wir uns in einer Dystopie, in der dein Score entscheidet ob du Essen kaufen kannst.

Heute ist es der Kontostand, was vor einigen Jahrzehnten auch schon eine Dystopie war, aber ich schweife ab.
 
Zuletzt bearbeitet:
In Schweden und Finnland sind Bargeld-verweigernde Läden wohl mittlerweile eher die Regel denn die Ausnahme und auch Deutschland könnte so etwas im Alleingang entscheiden, ohne sich mit anderen einigen zu müssen.
Das können Läden unabhängig vom Staat, wenn sie drauf hinweisen. Das machen z.B. Restaurants. Es ist aber in Deutschland aktuell die Ausnahme.
Ist bislang aber nicht der Fall und im vorliegenden Fall hat sich Gravis ausdrücklich juristisch beraten lassen, bevor sie das offiziell gültige Zahlungsmittel Euro in ihren Filialen für wertlos erklärt haben.
Die können im Rahmen der Vertragsfreiheit ein Zahlungsmittel vereinbaren. Das machen Online-Händler seit Jahren. Wenn man da z.B. nicht zustimmt, per PayPal zu zahlen, kann man da einfach nicht einkaufen.
 
Für mich bedeutet sowas:
Gravis hat einen Firmen-Kunden weniger.

Wir haben da als Firma eh nur Kleingeraffel wie Smartphones und Tablets gekauft,
weil Firmen-PC Support konnten die noch nie.
Und natürlich alles per Firmenbanking bezahlt.
Aber da geht es ums Prinzip.
Verstehe ich nicht. Wenn Du als Firmenkunde eh nie bar gezahlt hast (was als Firmenkunde wohl normal sein sollte) ändert sich doch nichts für Dich.
 
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